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nige in Ungarn unterwarf, segelte er mit einer flotte dahin ,,em-fieng aber an. m?., als er die soldaten bey sturmung der stadtaufzumuntern suchte) eine tödtliche wunde. äs exem-
xlis vir. illuür. Veiiel.
Falieri, (Marino) Hertzog zu Venedig, ward zu dieser wür-de an. 1^4. erbeben, als er eben eine Gesandtschafft zu Romverrichtete. Nachdem er 9. monat regieret, gerieth er auf diegedancken , sich fouverain zu machen , und die Rathsherrenmeuchelmörderischer weise hinzurichten. Einige wollen, er ha-be sich zu diesen gedancken aus raache verleiten lassen, weil ein ge-wisser Michael Zen oder Sten feine frau, oder eine andere ihnsehr nahe angehende pcrfon zur unkeuschhert verführet hatte, ohnedaß er durch die Richterliche form ihn zur strafe habe bringenkönnen. Andere melden, er habe dieses frevle stuck aus blossemehrgeitz unterfangen. Das vorhaben war, den pallast unterwährender Raths - Versammlung anzugreiffen , worzu 16.Oberhäupter bestellet waren, deren jedes 60. mann mit sich da-hin bringen sollte. Zur ausfuhrung war der 16. april bestimmt,an welchem deswegen noch alljährlich eine general - proceßion«m den Marx - platz gehalten wird. Allein Bertrand Pelizzari,einer von dieser partey, offenbarte es einem von den Raths-herren , welcher es alsobald den übrigen zu wissen that, wor-auf sie noch in selbiger nacht 16. von den vornehmsten radelsfüh-rern nebst dem Falier arresiirten, und in weniger als 8. stundennoch 400. andere mitschuldige darzu bekamen, von welchen ei-nige gehencket, andere ersauft, einige aber nebst Falter enthau-ptet wurden. Darauf entdeckten sie ihrer noch ?oo., welche aber,weil sie bey Vollziehung dieses Vorhabens nichts mit hatten zuthun haben wollen, gnade erlangten, ohngeachtet sie es gebilli-get hatten. Derjenige, so es eröfnet, wurde mit der würde ei-nes kslricii beehret, und bekam eine jährliche Pension von 1000.cronen. Allein da er mit dieser belohnung nicht zufrieden war,sondernden Rath der undanckbarkeit beschuldigen wollte, wurdeer auf 10. jähr lang nach Ragusa verwiesen, und, als er von-annen nach Ungarn entfliehen wollte, kam er unterwegens um.§«6. lib. XIII. , Kill. äu 6ouv. äs Vensse. *
, ein alt volck in Italien, so nicht weit von Romseine Wohnung hatte. Sie wurden von den Römern unter dasjoch gebracht, wie man im Livio findet. Monte Fiascone istanjetzo die Haupt - stadt dieser landschafft, gleichwie vor zeitenFaleria. Das gebiethe der Lslsscorum erstreckte sich ehemals vondem Toscanischen meer bis nach Piombino, und von dem flussePaglia bis an den berg Soracte gegen die Vejentiner zu. Heutzu tage sind darinnen die Grafschasst Petigliano, Castro, der seeBolseno, Monte Fiascone, Bagnarea, Grasignano, bis an dieFlaminifche straffe und den fluß Tiber. Aufder andern seile ge-gen dem berg Soracte zu war der wald Ciminia und einige an-dere städte. L,T>. lib. VI. c. 19. Oro».
öcc. snnot. in lävium.
Falkirk, siehe Farvkirk.
* Fallerom, oder Fallerioni, Falerione, war eineBi-
schöffliche stadt in der Anconitanischen Marck, zwischen Tolenti-no und Ascoli gelegen. Ihr alter nähme hieß Faleriona, wieaus Balbo äs limiribus provinciT ?issni p. 118- L irr. abzu-nehmen , aber ihrem ersten Ursprung nach ist sie Falaria oderFaleria genennet worden, deswegen bey dem Plinio Kitt. asr.ÜI. iz. und Grutero inscr. x. 1082. n. 2. die einwohner Lsls-rienles genennet werden. L'-Fa-'E, not. orb. snt. II. y. §. 28;.Dieses hat eines theils zur confusion mit dem andern Faleriaoder Falaro gelegenheit gegeben, theils aber, wie Baronius innot. sä Mrtxroj. den t2. august. angemercket, die Meynungbeygebracht, als ob nur jenes Faleria und nicht auch dieses ei-nen Bischöfflichen sitz gehabt. Allein das öreve Papsts Gelasii,welches Holstemus in not. sä 6eo§rsxbism sscrsm Lsroli s 8.?sulo aus des Cardinals Der«, collsct. csuou. III. y6. an-geführet , und welches Harduinus Lonoil. tom. II. p. 928. ein-verleibet , benimmet dißfaüs allen zweifel, indem darinnenzweyer Bischöffe, doch ohne ausdruckung ihrer nahmen, Mel-dung geschiehet! , Irsl. sscr. toin. X. p. 92. feg.
* Fallet, ein uraltes berühmtes geschlecht in Piemont, wel-ches aus der stadt Asti seinen Ursprung herleitet, und sich in«unterschiedliche linien ausgebreitet hat. Von demselben lebtenan. 17;;-unter andern folgende 2. brüder, deren vatter Ludo-vicus Fallet, Herr von Barol, und die mutter Christina vonBirago gewesen: i.) Der jüngere, Johannes Jofephus Ra-dulphus Constantms Fallet, wurde an. 1726. von Victore Ama-deo, Könige von Sardinien, zum Ertz - Bischvsszu Cagliari er-nennet, und an. 1727. den iü. ftbr. zu Rom von dem PapstBenedtcto XIII. erngeweyhet. 2.) Der ältere, HieronymusFallet, Marggraf von Castagntvla, Barol und Cavatour, Grafvon Is Roquette - Dalasse, Herr von, Is Volts und andern inPiemont und Montferrat gelegenen guthern, war General-Lieu-tenant der armee des Konrgs von Sardinien, wie auch Vice-König und General - Capitain in Sardinien. Er hat mit He-lena Mathilde Provana äsDruent, die er sich an. 169;. bey-geleget, drey söhne gezeuget: i.) Octavrum Fallet, Marg-grafen von Barol. 2.) Theodorum Fallet, welcher durch sei-ne gemahlin , die älteste tochter Hyacinthi Fallet, Hertzogs vonCannalonga in Neapolis , Hertzog von Cannalonga worden.;.) Hyactnthum Fallet von Barol, der sich in den Maltheser-orden begeben. L-r än«»».
Falle;, siehe Dauduin.
* Fallin, eine kleine stadt in der Lieflandischen provintz Efl^hen, am fluß Pernau, neun Meilen von der stadt Pernau, oi>"wärts gelegen.
Fallopius , (Gabriel) ein sehr berühmter Neäicus, warzu Modena an. 149°., oder, wie andere wollen, an. 152;. gebvAren. Er halte eine ungemeine begierde die natur aufs genaueszu untersuchen, durchreiste dannenhcro fast gantz Europa, Wmit gelehrten Männern zu unterreden. Dadurch erlangte,erst-wol in der Astronomie und Philosophie, als auch Hauptfach»^in der Botanic und Anatomie grosse wissenschafft, wie er barmhierinnen unterschiedene dinge erfunden, davon noch heul zu Age lubs kslloxisns den nahmen führet. Zu Padua wurde ihwanfangs eine kroiesslon in der Anatomie, und nach dem tobeBonafidii an. 1 ?4c>. die TeÄurs 8implicium aufgetragen. ^selbsten aber starb an. 156;. in dem 7z. jähre seines alters, HAgegen andere wollen, daß er kaum das ?9. rahr überlebet. SEschriften sind: luilitutiones LnstomisX ; Observsliones IInsAmisse; äeLoloribus; ssrsät.V. äs ksrts iVleäicinse,guse LkirwEäisilur ; Oblervstionss äs veriis; äs ksrtibus 8imiisribus ; ANeäissmentis 8imxlisibu8; äs IVIsteris IVIsäisinsIi in librvwxrimum lliofsoriäis; äs ssbermslibus Lquis; äs NetsIIisLoililibus; äs Aeäicsmenlis purgsutibus flmpiicibus;sä flilercurislem äs Lspsrsgis; äs lslceribus eorumguebus; äs Morbo Osllico; äs lllseribus (mZuIsrum ksrtiuw i ^Vuineribus in geners; äs Vulnerikus Lspitis, Oculoruw,
LvIIi, Vstorum <Ls. Oommentsriu8 in iiipx>osrsti8 libruw aVuineribus Lspitis; äs Lsutsrüs; äs ssumoribus xr-eter 'rsm; äs Lecorstione; Lxpolitio iibri 6sieni äs Otiibus; "luxstis L krsÄis Ossibus ; iVIetboäus sonfultsnäi; äs Lowp^Ltione Neäissmenrorum; äs srcsnis guibusäsm OompobU 7nibus kileäicis L guse extrs iVieäicinsm in uiu ssint. Über dMwird ihm auch ein anderes werck, so den titul führet: ,
äiverli e mirssuioü äiüinti in tre Iibri, von einigen beygestS 'allein der wahre süäkor dessen ist Johannes Bonacius.bist. lib. XXXIV. ckron. Neäicor. c?aFet/««. vit.
cor. eiog. vir. äoct. , tbestr. eiog-
x. 210. tkestr. , äs anonym, p. 194. ,
Falmouth, eine stadt in dem Kirrier - hundred, in der wchliehen gegend von Cornwall, hat aufder südlichen feite einen v"treflichen Hafen, der so groß und sicher ist, daß 100. schiffe Ayinnen stehen mögen, ohne daß eines das andere sehen kan,»wird bey der einfahrt von 2. castellen beschützet, welche KALHenricus vm. erbauet hat. Er liegt sehr bequem absondernvor die schiffe, so entweder in den canal hinein gehen oder v ,aus kommen. Carolus II. machte Charles Lord BarklevGrafen von Falmouth, und als dieser an. 166;. auf berstegekommen, wurde von eben diesem Könige an. 167t-Fitz - Roy, so nachgehends Hertzog von Northumberland wden, zum Burggrafen von Falmouth gemacht.
Falster, lat. Lslflris, eine inful auf der Ost - fee, welchedrKönige von Dänemarck gehöret, und zwischen den insuln A .ostwärts, Laland westwärts, und Seeland nordwärts «eswovon sie durch ein enges meer, so man Grone Sund ist»".abgesondert wird. Sie ist 4. Meilen lang und breit, ^
nur 2. kleine städte, Nicöping und Stubköping , ist aber > ^an getreyde und andern flüchten sehr fruchtbar.
äsksrixt. Lsu.
Falsterbo, ein kleiner ort an der süd - westlichenlandschafft Schonen, z. Teutsche meilen von Malmoe Mwagelegen, allwo viel häringe gefangen werden.
* Faluel, (Johannes) ein Französischer Dominicaner ^
der Prcardic, trat zu Beauvais in den orden, und wurve,'dem er seine studien zu Paris absolvirt, um an. 1571-Nsgilier sskeoiogise, nachgehends kosnitentisrius zu BON ^ ^Er hat noch an. I?88. gelebt, und als er sich noch zu Ba»aufgehalten, dem Marschall von Franckreich äs Biej, " ^nie-nem eidam, äs Vervins, der Gouverneur zu BoiUogne» Fsen, eine sehr gelehrte parentation gehalten, welche »" 7^ j„an. 1578. in 4. gedruckt ist. Es gedencken solcher äu L>er ^^rtbibl. Lksnc. und ls Croix äu Maine in bibl. 6-äI. welcher'aber den Nequetenmeister , Franciscum äs Lavolette , vAVerfasser angiebt, so jedoch schwerlich geglaubet wero^
Denn es ist Faluel an und vor sich selbsten ein vortreMstner gewesen, welches auch Scotte äs Velinghen,, a«'z urb-
?r«tor sriminsiium zu Bvulvgne, in bitt. obüäionis a ^ ^ gt-msmsssr. mit vielen umständen beweiset, indem er jiss' lis-Pachter parentation selbst mit gegenwärtig befunden. A ^qjg»geachtet kan es wohl seyn, daß er von dem äs Lavost" ^>1.
alte äosumsms zu besserer ausführung communicirt ve^
Sonsten ist dieser Faluel auch ein grosser liebhaber^thümmer, insonderheit aber, was die Historie der r« ,ch,„ l>nund Grafen von Boulogne anbetrift, gewesen, ">A,Firste ^dißfalls in dem archiv daselbst annoch befindliche
bik. civil. Lsietens. msnuscr. III. 2. erwehnet /auch eine Geneglogie der Grafen von Boulogne v
, bibl. üomin. tom. II. p. 28;. AlE
* Africanische völcker ^5"/^Arriarees E
ren oder Schwartzm. Sie halten sich gleich den Am Den