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seines alters. 2.) Der älteste, Wilhelmus, bezeigte gleichfallsseine tapferkeit bey unterschiedlichen gelegenheiten, muste abervon den feinden des KöniglichenHauses viel ungemach erdulden,bis Carolus II. zu dem ruhigen besitz des Reichs gelangte. Mitseiner gemahlin Maria, einer tochter Hugonis Percy / zeugteer 8> söhne und 2. töchter; von jenen succedirte thm Wilhel-mus, welcher an. 1692. den 12. april von Wilhelms III. zumBaron vonLempster ernennet wurde, und sich erstlich mit Jo-hanna, einer tochter Andreä Burcker von Fairfort, hernach mitCatharina, des Grafen Johannis Paulet halb-schwester, zuletztaber mit Sophia, einer tochter Thomä, Hertzogs von Leeds, undwittwe Donati, Lords 0 Brian, vermählte. Mit einer jedenvon beyden ersten erzeugte er nur eine tochter; mit der drittenaber bekam er 4. töchter und 2. söhne. Von diesen succedirteihm der älteste, Thomas, in der wurde eines Barons von Leinp-ster, und wurde an. 1721. den ai.dec. von Georgio l. zumGrafen von Pomfret in der Grafschafft Aorck, ingleichenan. 1725. den 27. may zum Ritter des Bades gemacht. Er hatmit Henriette Louise, der einzigen tochter und erbin JohannisLords Jeffreys, Barons von Wem, seinen stamm fortgepflantzt.
liHe tom. I. p. z z 2.
Farnabtus, (Thomas) ein Lriticus, ward gebohren zuLonden an. 157;. Wegen der religion muste er land-flüch-tig werden, begab sich derowegen z«l den Jesuiten in Spa-nien ; weil ihm aber deren harte disciplin nicht anständigwar, machte er sich davon, und thäte mit Franc. Drake einelange reise. Nach seiner Wiederkunft nahm er in den Nieder-landen kriegs-dienste an, zog aber von bannen bald wiederumwegen armuth in Engelland, lehrte an unterschiedlichen ortenanfangs das ab c, und hernach die Grammatik und Humani-täten, sonderlich zu Kent und Londen; 20. meilen von dieserstadt hatte er ein land-guth, dahin er sich an. i6;6. begeben.Bey entstandenem einheimischen kriege kam er bey den Repu-blicanern in verdacht, weil er soll gesagt haben: es sey bes-ser einen , als ;oo. Könige haben; wurde deswegen in dasgefängnis gesetzet, und daraus nicht eher, als an. 1647. durchden tod erlöset. Er unterliesse bey diesem allen nicht, der Weltdurch öffentliche schriflen zu nutzen,wie er dann über die meistenLateinischen Poeten kurtze anmerckungen zu des tcxtes erläute-rung verfertiget; er dedicirte Henrico, dem ältesten söhn KönigsJacobi I., seinen Horariam, .juvenalsm und kerlium, und be,kam hierauf von ihm befehl, über alle Lateinische Poeten Lom-msntsrlos zu machen. Carolus I. gab ihm die sorge, eine neueGrammatic zu verfertigen, die in allen schulen könnte eingefüh-ret werden ; er hat ferner heraus gegeben labulas läng. Orsec.
^usticem Kbecor. L koeÜLUM. Llolilegluin Epigramm. 6ree-
cor. dabey er bald seine eigene, bald anderer Gelehrten Latei-nische Übersetzung in gleicher gattung versen beygethan, undanders. Sarov. Apologet. Ilb. V. seist. I. p. ; 16. Kar".
epist. 119. p. 292. sttb. Oxon.
cilLr. biogr. *
Farne, ist eine insul an der käste von Northumberland, aufdem Teutschen meer, 2. meilen von Bamborrow-Castle, allwoSt. Cuhlbert sich eine Einstedler-celle gebauet hat.
st Farnese, das geschlechte, woraus die heutigen Hertzogevon Parma lind Piacenza ihren Ursprung haben, hat sein auf-nehmen dem Papst Paulo III. , der hieraus entsprossen war, zudancken. Einige wollen dessen Ursprung in Teutschland suchen;insgemein aber wird es aus Toscanien hergeleitet, allwo dasstört Farneto, ohnweit Orvieto, ihm den nahmen gegeben, sonachmals in Farnese verwandelt worden. Petrus I., Herrvon Farnese, lebte ums jahr 9°o- Petrus Farnesius II., wardan. 1027. und Bürgermeister zu Orvieto, nnd schlug sichzu der Päpstlichen partey wider die Kayser. Petrus Farne-sius III., ein söhn Peponis I., der auch Bürgermeister zu Or-vieto gewesen, lebte an. 1099., ward gleichfalls Bürgermei-ster zu Orvieto, und Obrister zu Pferde unter den Kirchen-troup-ven. Sein enckel Prudentius nnd dessen söhn Petrus FarnesiusIV. besassen gleiche würde mit ihren vorfahren. Er nahm Mon-te Pulciano wiederum ein, welches vorher von seinem vatter-lande entrissen worden, und wurde ein vatter Peponis II.,welcher an. ng,. Bürgermeister worden, und sich im kriegehervor gethan. Rainutius I., sein bruder, erhielte gleiche eh-ren-bedlenungen, und brachte verschiedene städte unter den Kir-chen-Staat. Peponis söhn Rainutius II. ward General über dieKirchen-trouppen, und soll an. 1288. in einem treffen gebliebenseyn. Dessen söhn Nicolaus zeugte Petrum V., der wider diePisaner in Florentuuschen diensten tapfer föchte, bis er an.i;66. starb, und Ramutmm III., der nach diesemFlorentini-scher General, aber mtt wemgerm glücke, ward. Dieser Rai-nutius psiantzte das.geschlecht fort. Sein söhn, Petrus VI.,war General der Päpstlichen trouppen, undSchutzherr von Sie-na. Er hat noch an. r;86. gelebt. Sein söhn Rainutius I V.,ward an. 1416. General von Slena, an. 1424. von Florentz ,und an. 14,2. der trouppen von der Kirche. Der Papst Enge-mus IV. verehrte ihm zum zeichen ferner Hochachtung die ge-weihete güldene rose. Sein söhn Petrus Alovsins, Herr zuMontaltö, vermählte sich mit Joanneüa Caetana.aus dem HauseSermonetta, die ihm gebohren nebst Bartholomao, dem stamm-vatter der Hertzoge zu Later und einigen andern, die keine nach-kommenschaffl gehabt, Alexandrnm, der nachmals unter demnahmen Pauli III. Papst worden. (Siehe Paulus III.) Vor
der besitznng des Päpstlichen stuhls Hat er ausser der ehe E"get, Constantiam, welche an Bvsium Sfortiam II., GrafenFiore, vermählet worden, und Petrum Aloysium, welchenzum Hertzog zu Castro, Parma und Piacenza gemacht. Diei"hinterließ, als er an. 1547- ermordet ward, ;. eheliche soy>u'Älexandrum, Octavium und Rainutium, davon der erste unvdritte Cardinäle, der mittelste aber Hertzog worden, nebst ew"tochter, Victoria, die an Guidobaldum, Hertzog von Urbino ivermählt worden, ingleichen einen natürlichen söhn Horatunwder auch ohne leibes-erben zu haben, in der belagerung voHesdin erschossen worden. Octavius hat das geschlecht foEpsiantzt, und hinterließ, da er an. i; 86 . starb, AlexandruM'Hertzog zu Parma, welcher Rainutium und Odoardum <M>Mdavon der letzte Cardinal worden, der erste aber dem vatter
demHertzogthum gefolgt. Seine söhne warenAlexander,der tauund stumm gewesen, Odoard, der ihm in der regierung gefols"Franciscus Maria, ein Cardinal, und ein natürlicher, Oclaviu-/der im gefängnis gestorben, dahin ihn sein vatter setzensen. Odoardus starb an. 1646., nachdem er seine lande ',grosser unruhe beherrscht. Unter feinen söhnen sind Ramm".II., und Alexander zu mercken. Dieser letzte ward Genes"von Spanien, und von an. 1680. bis 1682. Gouverneur voden Niederlanden. Erstarb an. 1689. unverheurathet,verließ;. natürliche kinder, einen söhn und 2. töchter.nutius II. war ein vatter Odoardi, der aber an. i69;.einvor ihm verstarb, ferner Francisci, gebohren den 19. mayder seinem vatter an. 1694. in der regierung gefolgt, und unes bruders witlib, eine Neuburgische Printzeßin, gehenratyemmit solcher aber keine kinder gezeugt, und den 26. fcbr. an.zu Placentz an einem schlagsiuß dieses zeitliche gesegnet hat ; mAntonii, der den 29. nvv. an. 1679. gebohren, und seinem bttwFranciscoin der regierung gefolgt ist. Er vermahlte sichfebr. 1728. mit Henrietta Maria von Este, einer tochternaldi, Hertzogs von Modena, und starb den 20. jan. an.
als der letzte seines geschlechts, welches also mit ihm gaUlich ausgestorben ist. Von letzt-bemeldtem Odoardo war eneinige Printzeßin, Elisabetha, übrig, die sich an. 1714- nutD"lippo, Könige in Spanien, vermählt. krmil. '
ä'lrsl. /»ibs/l Asnesl. 20. illustr. in Ital. lsmil.
Farnese , (Alexander) war Petri Aloysii erster söhn, geEren zu Rom an. i?2o. Er machte sich in seiner ersten 1 E Ldurch seine hervorblickende geschicklichkeit so angenehmihm bereits Clemens VII. unterschiedene geistliche wurden stheilte, und sein groß-vatter Paul III. machte ihn an.unangesehen seiner jugend, gar zum Cardinal, da er ^nach der Hand noch viel ansehnliche bedienungen erlangte,stalt er Vice-Legat nnd Ertz-Bischoff von Avignon, Patrm.von Jerusalein, Ertz - Bischoff von Benevento und Monre"der Römischen kirchc Vice-Cantzler, und zuletzt gar vscsnm ^Cardinals-Lollegio wurde. Bey diesen allen ließ er, aucyer noch gar jung war, einen »„gemeinen verstand blickenMassen ihn der Papst schon vom 2osten jähre an in den wlms^
sten angelegenheiten zu Gesandtschafften an den Kayser u>w^
nig in Franckreich brauchte. Nach dem tode seines gron/,,Ei-ters half er zwar viel darzu, daß Julius III. auf den MUe-chen stuhl kam, zerfiel aber doch mit ihm wegen den ^genheiten seines Hauses, und genoß eine zeitlang Franziumschütz, bis sein bruder Octavius mit dem Kayser friede M""'^da er sich denn gantz auf Oesterrcichische feite wendete.präsidirte in dem Conclave, darinnen Paul IV. erwehlt wj-,„st-und starb an. i;8y. da denn sein tod von Gelehrten unve" .lern sehr bedauert wurde, als denen er ungemein zugethanEr hat den schönen Französischen palast, ingleichen d>e sJesniter-kirche zu Rom erbauet, in welcher er auch tMchcheworden. Man sagt noch von ihm, daß er eine nalw- ,tochter, nahmens Clälia, gezeuget. /sr-r». in Kitt. -o.bist. cles Lsrst. !/>«««. bist( üb. XLVI. Asnea -
illuür. in Iwl. samil.
Farnese, (Alexander) Hertzog zu Parma und Piacelü^„st-ein söhn Octavii Farnese, von deS Kaysers Caroli v. '!V stchchen tochter, Margaretha, an. 1544. gebohren. ES w'^ yiebey ihm schon in seiner kindheit eine feurige gemuths-«"ihn mehr zu allerhand leibes - Übungen als zum st"""^. ,,„dtrieb. Er wurde meistens am Spanischen Hofe erW°'„pe,fetzte sich daselbst bey dem Könige Philippo in so groBdaß er ihm zur Vermählung mit der Portugiesischen -^„rve.Maria half, die auch an. i;66. zu Brüssel vollzogen ^
Der Printz brachte hierauf einige jähre in Italien zu ^ „^nien1571- der grosse zug zur see gegen die Turcken vorgenvwurde, da er sich denn mit auf die Christliche siotte, beg».^Mder schlacht bey Lepante beywohnte, in welcher er ein „yteschiff eroberte. Mit dem Juan ä'Austria hatte er wfreundschafft gemacht, daß ihn derselbe bey übernehmw »^st-Regiments in den Niederlanden durchaus bey sich HU.„te, ^te, auch in den wichtigsten dingen sich seines raths perodaß er im ansehen nach Don Juan der nächste war, 0 ^ Ae-auch kam, daß er an. 1573. nach dessen tode seme ise»giment überkam, welche er auch 14. jähre mtt we>verwaltete. Er vergliche bald anfangs Artois, -v., Aca"'und einen theil von Flandern, so er von den Generten trennte, mit dem Könige in Spanien, ließ auu,, ,W.
vergleich zu folge, die Spanifchen trouppen abzieve« >