Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
436
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fau fawfay

FawNrk, Fa!Irk, »der FaMrk,

. ^ ju"? ? >st eine mittelmäßige Freyheitliche stadt in der SE,

und sich mit grossem landischm provintz Sterling, in der gegend, wo vor alters o;

grosse Römische mauer gestanden. An der nachbarschafft Wman emen mit Wasser angefüllten bezirck, worinnen sich die rmnen einer durch ein heftiges erdbeben versimckenen stadt befinden-An. izoo. erhielt bey Fawkirk der Englische König Eduard >-einen so wichtigen sieg wider die Schotten, daß deren loooo. /oder , wie andere schreiben, i;. 20. ja gar 60000. auf der wEstatt geblieben. Lritsnnia. ciclic. äsPsion

ie p. n6l. soM/,/e«r , vol. I. p. 198-

Ezay / (Michael 6u) siehe Hospital, (MichaelHura»von.) ,

^ayal, eine von den Tercerischen oder Azorischen insU'»auf dem Atlantischen meer, erstrecket sich in der lange?

8. Meilen , und ist mit allen nothwendigen lebens - mute»"wie auch mit holtz zum Überfluß versehen. Sie gehört AKönige in Portugall, und hat einen feuer-speyenden der»Pico cls St. Georgio genannt. An. 1597. wurde sie von 0»Engelländer, Walther Naleigh, eingenommen, und darin»»te beute gemacht. An. 1589- nahmen die EngellanderSpanische schiffe bey dieser insul hinweg. Die Haupt-ssadarinnen, gleiches nahmens, hatte dazumal ;oo. ha«» .weiche aus steinen gcbauet, und mit hohen zieqeln doppelt sdeckt waren ; jegliches Haus hatte einen garten, welche vmals voll reifer trauben , taback , feigen, pfersig-bäurne,merantzen, citronen und quilten waren. Das cedern -L?war daselbst so gemein, daß man davon die meisten ha»> pgebauet. Die stadt wurde eingenommen , geplündert,".-»um 2000. ducaten gebrandschatzet. Ihr Hafen, dareM "meisten schiffe einlauffen, heißet Villa Dorta.

^aMt, (Anselmus) ein Poet aus Provence, von dem ^mge vorgeben, daß er aus Limosin, andere aber, daß erAvignon gebürtig gewesen. Durch seine natürliche geschmö-kert setzte er sich bey Hofe in grosse gnade, allwo er die cr>mdien eingeführet, und dadurch groß geld erworben; allersem allzu freyes gemüth brachte ihn zu einem uriordentMleben. Gleichwol erhielt er sich die gunst der vornehEPersonen; wie ihn dann der König Richardus II. aus «-'gelland zu sich beruffen, und ihm eine gute penflon gegem"beydem er auch bis an. 1199., da des Königs tod erfolg», »blieben. Zu Air in Provence verheurathete er sich mitNonne, die aus dem kloster gegangen , und in der Mufir,' ^auch rn andern wissenschafften gar wohl erfahren war,bald nach der Hochzeit mit tobe abgieng. Hierauf begar>sich an des Marchesen Bonifacii von Äontferrat Hof,starb an. 1220. Man hat von ihm ein getichte von dem ^ ^des Königs Richard!, wie auch verschiedene comödien, " pter welchen eine von der ketzerey der Priester handelt, "hjeden tltul führet: 1'Deresia clels krciers; eine andere aberbesiegung der liebe vorstellet, welchen Petrarcha in s»» ^iriomko ä'Lmors nachgeahmet. , c. 4. clel cr>o

cksmorc. vit. Loctar. ?rov. 0.14. ^

(-7 , Kibl. kräng. ,

- , (Petrus) ein Prediger in feiner vatter-stadtR??„,

m Auvergne, war anfangs in der Longregatione Or^r ^Paris, welche er aber an. 1671. wieder verlassen muste,machte sich zuerst durch eine predigt von dem H. Polycarp"^.kannt, welche er einst zu St. Jean-cu-Greve daselbst f/vj.Es waren eben damals die streitigkeiten Papsts Jnnocenrnnt der französischen kirche aufs höchste gekommen. Don ^ftn nahm Faydit in gedachter prediat gelegenheit, besM'^-bezeigen nnt des Römischen Bischöffs Aniceti seinemgleichen, welches er in den mit Polycarpo ehedem E zu stzwlsttgkerten walten lassen, und selbiges daher aufferste zu mißbilligen. Bald darauf kam zu Lüttich »m U zean das licht, unter dem titul : sie kreäicateur kega'Ayvit8. 1'olzscarpe confonäu; vor deren Urheber einige den sselbst gehalten. Indessen stellte Faydit an. 1687. „»d

auszug gedachter predigt, mit beygefügten beweis-gruno»zeugntssen der Kirchen-vätter an das licht; welches emc MWort auf die zuvor erwehnte schrift seyn sollte. Nach " Mgab er auch anmerckungen über die kirchen-histortt perTMemont, und bald hernach an. 1696. einen tractat dieDreyeinigkeit heraus; in welchem letztem er heftig ^Me,scholastische lehr-art, zumalen des Thomä 6- Agunw chvon diesem glaubens-artickul geeifert; sich aber davm^te-Irirk-limi halben verdächtig gemacht, auch über dreckrie mit dem ?. Hugo, Prämonstratenser-ordens, emM '^gesschnften gewechselt. Es sollte diese schrift ein vorttavgrösser« werckes seyn, welches er unter dem titul .

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Lc. zu schreiben willens gewesen, die ausführn»» »chrie,aber schuldig verblieben. An. 1702. kam das von ihm w' „achbene leben des H. Amabilis zum Vorschein , darinnen estmer gewohnheit verschiedene angesehene Gelehrte zremnAperr»ttsch durchgezogen : gleichwie er auch in verschiedenen " ^kleinen jchriften mehr, die I-ltterLS eleeantiore« betrest /-.„at,than, unter welchen nebst der viss. Lricica, von der r ^r

ob der nähme Faydit auf Lateinisch ksicilrus, ^

k-.7Mus hassen müsse ? sonderlich seine Ksmarguesre L VirLils vielen beyfatt gefunden, unerachter er M B

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feines alters sey er nach Jngolstadt kommen, die Theologie zustudiren, und drey jähr hernach NsMer worden ; er yaveaber nachgehends die Theologie verlassen, und sich mit grostemeifer aufdie Medien und wahrsager-kunst aus den gemmen ge-leget, immittelst von feines vatters bruder zu W/ttenberg einenziemlichen reichthum geerdet, sslchen aber m allerhand Üppig-keiten verschwendet,und sich gantz und gar den rauber-kunsten undbeschwörungen der geister ergeben, sich die darzu gehörige bu-chet angeschaffet, und eines Priesters söhn von Wasserburg,nahmens Joh. Wagner, zu seinem drener angenommen, undzu gleiche? gottlosigkeit angeführet, auch sich 2. iahr lang oerunterrichtung Christoph Kayllingers, so m der crystallen - seher-kunst beruffen war, bedienet. Hierauf habe er den teufet be-schworen, mit ihm auf 24. iahr emen bund gemacht, undvon ihm einen geist , nahmens Mephlstophe-es, zu fernemdienst bekommen. Da er denn viele wunderbare dinge,auch an des Maximiliani I. Hofe soll ausgerichtet haben, end-lich aber in dem dorfe Rimlich, des nachts zwischen 12. und1 uhr, im 4'. jähre seines alters, von dem teufe! grausamlichseyn umgebracht worden; wie solches alles von Georg RudolphWiedemann in den wahrhafftigen Historien, von den greulichenfünden v. Johann Faustens, erzehlet wird. Allein, es zweifelnviele nicht unbillig, ob jemals dieser v. Faust gewesen, wie-wol im gegentheil Philippus Melanchthon und andere, so zugleicher zeit gelebet, seiner gedencken. Und ist die fabel oderHistorie von seinem leben und thaten in Teutschland so bekannt,daß auch die Comödianten selbige,, als eines von ihren vor-nehmsten stücken , auf allen schaübühnen vorstellen. ,

jnL. commun. Onrcxn)-. hör. lubcillv. clift. <ie ksu-

üo yrseitig. Hannover, auszug, äs 1701. x.;8. Tenzelscurröje bibl. fache z. rexolit. »ntigua , menle äun.

sn. 1706. p. 2)2. ig.

* Faustus, ein Bischoff zu Apollonias, um das jähr 484.,schrieb eine epistel wider Petrum Fullonem, darinnen er diegebäts-formul, so jener an das Inlsgwn angehenckt, als ke-tzerisch und gotteslästerlich verwirft. Sie stehet in den wmlsLonciliorum Griechisch und Lateinisch. , kill. littcr.

*Fauftus, lLaurentius) lebte in der letzten helfte des 16.jahrhunderts, war Prediger zu Schiernenitz, und^ schriebStammbaum aller Hertzoge, Chur-und Fürsten zu Sachsen,Dreßdcn 1588. in 4. ingleichen Geschicht-und Zeit-buchlein derstadt Meisten, ib. eaä. bibl. geneal. 10. x. 468.

*Faustus, ein Alexandrinischer viaconus und Märtyrer,und einer der mitgesellen Dionysti Llexanärini in der Verfol-gung , welche dieser Bifchoff ausgestanden, da Decius undValerianus Kayser waren. Er folgte ihm in feinem exilio an.247. Eufebius erzehlet dieses von Fansto, und thut hinzu, daßer bis auf die letzte verfolgung aufbehalten , und ihm dasHaupt abgeschlagen worden; also habe er die marter-crvne er-halten , aber erst zu der zeit, da er ohne dem schon alters halbenhätte sterben müssen. Der nemliche Eufebius führet an ei-nem,andern orte, da er von dem msre^rio Petri Llexrmllriniredt) welches an. zu. sich zugetragen, diesen Faustum, wiees scheinet, an, dann er spricht: da Petrus Llexanärmus ge-martert worden, haben auch drey von seinen krekchvteris den todmit ihm gelitten, worunter einer nahmens Faustus gewesen,und da es von dem bemeldten jähre an, auf 257. zurück gezeh-let, nur 54. jähr ausmachet, so könnte man glauben, es möchtewol dieser Faustus, der Alexandrinische Diaconus Faustus ge-wesen seyn, welcher seit seiner zurückkunft aus dem exilio zumkresbytero gemacht worden. Allein die Alartyrologia machenzwey Personen aus ihnen. Dem sey wie ihm wolle, so ist Fau-stus zu Alecandria auch Presbyter gewesen, und hat auf obge-meldte weise an.; 1 r. bey der verfolgung Diocletiani den todausgestanden. L«/^rr bist. üb. VII. c. II. <L lib. VIII. c. 1;.

* 8<vftus, ein Märtyrer von Cordua, und einer von denen,

welche Prudentius in seinem poemare von den drey cronen rüh-met. Die andern zwey waren St. Januarius und St. Mar«tialis ; sie litten den tod zu Cordua, und wurden verbrannt,nachdem sie großmüthig ihre Christliche glaubens-bekänntnis ge-than hatten. Die zeit ihres märtyrer-todes ist nicht gäntzlich be-kannt. Ewige Nartyrologia setzen sie aufden 1;. october, an-here auf den 2,8. sept. s-eHLid.

niemoir. ecclef. wm. V.

dem Poitou gebürtig, in demXVI. f»culo, liebte dre Ttcht-kunst, und lebte in der einsam-keit, um sich darinnen zu üben; daselbst machte er getichte,welche d^n, st zur zert Augusti sind geschrieben worden, gleichkommen. Es bletbm uns aber nur noch einige kragmema da-von ubng, ss von Roland Betoulaud erhalten worden. Die-ser Poet beflisse sich ssnderlrch Senecam nachzuahmen , undtraf es sehr wohl. Er war em sonderlicher freund Marci An-tonii Mureti, welcher damals zu Pvitiers lehrete, und Aoa.chimi äu Bellay , so daselbst die Rechte studirte. Auf einezeit hatten sie einen freundlichen streck mit einander, wegen dreyopizramminibus, welche sie, ein jeder über die nemliche Ma-terie , gemacht hatten; und da alle drey behaupteten, daß sie dasbeste gemacht hätten , erwehlten sie Macrinum von Loudunzum Richter, welcher dem Fauveau den vorzug gab. Er starbjung, und zwar zu Pvitiers an. i;62., da sich eben der innerlichekrieg m Franckreich entspönne. , elog. Dock.

Lall. Iw. U.