Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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von , dahin er sich einige zeit vorher zu retiriren

^Lclef !! erhalten hatte. H« , bibl. des LUt.

p ^ XVII. üede. l(ke««Zr««a. ^/arvrÄe, melanges tom. I.

)OV. ISO,

Niai.^^b, (Johannes Elias Leriget äs la) ein Mitglied der Kö-Menn-" französischen Academie der wissenschafftcn , war zuvvn^' Woselbst sein vatter General-Einnehmer der finanzendx«.^"r»phme war, den iz. apr. an. 1671. gedohren. Nach»iriner lugend unter anführung des p. Loup, einesdie Geometrie fleißig getrieben, trat er in seinem iy.W em gemeiner reuter in kriegs-dienste, und hielt sichbald « ^ unterschiedenen gelegenheiten so wohl , daß er gar«viL i ansehnlichen chargen befördert wurde , wie er denndire»,?em treffen bey Oudenarde ein bataillon zu comman-dj/^aeyabt. Weil er aber mitten unter den kriegs-geschäfftenheit'Eyematic nicht qäntzlich bey feite gesetzt, und insonder-des ^'chiedene Maschinen erfunden, wodurch er sich die gnadevaa> von Bourgogne zuwege gebracht; also legte er sichWen«», Wvssenem friede völlig auf die Mechanik und Experi«wiss„ÄAHystc/ weswegen er auch an. 1716. in der Academie derl?!« äfften eine stelle erlangte. Er starb den 20. apr. an.

und hinterließ zwey Nemoires, in deren einem er die er-eine> Florentinischen marmor-steine, in dem andern aberhe r„ k erfundene neue Maschine, das Wasser in die hö-^?-.^even, beschreibet, und welche beyde in den Nsmoire«,^aäemis des 8siences an. 1717. befindlich sind.

ter (Joh.Franc.Leriget äs 1 a) des vorhergehenden jünge-re ^ versuchte sich ebenfalls m dem kriege, erlangte auch ei«hie^lains-stclle unter einem infanterie-regrment, ließ sich aberunterschiedlichen negotiationen gebrauchen,und wurdeVubii/f Aanzöstscher ausserordentlicher Abgesandter bey der Re-de^. ^ ^vnua, nach dieftm 8scretairs des Lommgnäsmens beychen von Bourbon,ferner 8ecretarius von dem Königli-fa^^uuse, und von der provintz Bourgogne. An. 171;. be-Utrecka uch mit vielerley commißionen auf dem congreß zururü^' und brachte dem König die ratification der tractatenst Welche daselbst getroffen worden. Er besaß keine gros-es s'^vriamkeit, aber desto mehr natürliche gaaben, wodurchthu» ,.'U den stand gesetzet, feinem Könige nützliche dienste zuiu uch hiernächst bey jederman angenehm und gefälligPv-t . u.' Über dieses war er auch ein guter Französischeriabr/^ud starb zu Paris den n. julii an. 17?!. in dem 57.re a» Elftes alters. Ililkoire 6s I'licad. äsn 8cienLS8. Nercu-^Ues, sudlet 17)1. VÄS« v,//er, karnslle prsnqois.

(Jacobus) Herr von Espeisses, Präsidentbey dem^ar r» m M Paris, und einer der grösten Staats-Ministers," tkinl -is an. 154). den 6. jan. gebohren. Sein vatter

Von U.^maus war Präsident aux Lnguetss, und gebürtigNaaLnÜ ' ullwo diese familie etliche 100. jähr bereits floriret.derUtzW er seine natürliche geschicklichkeit, durch erlernungivurh. misten wissenschafftcn, noch mehr vollkommen gemacht,mi. 1567. zum Parlements-Rathe, und an. 1570. zumbkln uwlster bey dem Hertzoge von Anjou, so nachmals unterPrismen Henrici III. bekannt worden, ernennet. Als dieserdahin «,iÜ.Kvllige in Polen erwehlet worden, begleitete ihn FayeAls di°? o er grosse proben seiner klugheit und treue abgeleget,ll 7^ vier König den tod seines bruders, des Königs Caro«

LlX.

^Franckceich, vernommenlange,' ^ Königlichen Mutter die

, schickte er ihn in diesesregierung aufzutragen, so

er aber-, ^ selbsten wurde angelanget seyn. Hierauf musteUffia,« m Polen gehen, die erzürnten gemüther wieder zu be.äckvmm»' ^ uun mit grosser gefahr in diesem Reiche an-

koi,lUe' hielt er eine vortrefliche rede vor den Senatoren,d>e „and ^ doch nicht so bald etwas ausrichten, daher erheil te sachx Herrn von Pibrac überlassen muste,Bey seiner gegenwart in Franckreich benöthiget war.

Sehen "x ^urückkunft muste er nach Ferrara und Venediaches -/..vaselbst das Königliche interesse zu beobachten, wei-er a» "Uch mit solchem vergnügen des Hofes verrichtet, daßVergas Königlicher Requetenmeister, und wenige zeitdey. ^lSeneral-Advocat bey dem Parlement zu Paris wor«'ästtkeit ..V hatte er nun die beste gelegenheit, seine gelehr-iu lasse?^ beständige treue für des Königs Wohlfahrt sehenN er auch zu thun mit ««ermüdetem fleiß

^belljx"?heie. Er folgte dem Könige, wider welchen Parts»Geiser Tours, und veranstaltete alles mit dem gro-)°nnte, zu behauptung der Königlichen Hoheit dienen^vd-brW^ ihn an. izgy. der König mit einem eigenen^Mete ium obersten Präsidenten des Parlements er-^°wcht über Henricus III. noch in besagtem jähre um-Ächt gxxm^dm, erwies er dessen Nachfolger, Henrico IV.,Ävurs iu E^«,^ue. Denn er erhielt nicht allem die stadt^.äefalle«/^.Kontgllchen devotion , sondern suchte auch diew?. Mit Mederum darunter zu dringen. Als er

./ä w bela!>?»^ m der grösten sommer-hitze den Ko«U hitzige?Lng letzt-gedachter stadt begleitete , überfiel ihn? laLH 'woran er zu Senlis den 2». sept. an. 159°.?^ede>i, ^ ^ gestorben. Man hat von ihm eini-

Gillvt 7 Ä^°?.?^. bruder, Carolo Faye und Ja.Listav beyderseits Komgltchen Räthen, von dem un-«>lor. Lem»«»///. Theil»

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tergang befreyet worden. Sein söhn, Carolus Faye, welchener mit Francisca von Chaluet, einer erb-tochter des Baronsvon Thrisac und Cheirouze, gezeuget, wurde ParlementS-Rath zu Paris, Requentenmeister, ordentlicher Staats-Rathund Ambassador in Holland. Er starb an. i6;g. den ;.'may.V Kilt. lib. XL 1 X. eloZ. lib. IV.

histoir. äes kreüäeng du Parlament äs Paris <Ls.

s In seinem dreyzehnden jähre nahm er schon lectionen vonTurnebo undRamo, und übersetzte in eben diesem alter schonein buch der Lneiä. des Virgilii in Griechische, und hingegenein buch aus dem Homers in Lateinische Verse. Indem ereines krotelloris lectlvn anhörete, geschahe es sehr oft, baßer dieselbe auf der stelle in Lateinischen versen zu papier brachte.Er ward zu SenliS in der kirche äs X. v. begraben, allwo manihm folgende grabschrift aufgerichtet hat:

^LL. PLIO 8PL88LOLartkolom. pil.

Vixit Lnno8 XLV. Nsnss8 IX. Visa XXV.

Obüt XII. Xal. V 1 IIbrei 8 lVWXL.

XLX. k. k.

()ui jscst bis pfIII8 virwts inlignis avitäpransixenum mores, Rajestatemgus IsbantinImxerii, üetit elo^nio, caput obtnlit liosti:

Lrtibua, Ingenio <L nulli kietats lecunäus.

, (Carolus) Herr von Espeisses war erstlich Park-ments-Advocat zu Paris, hernach Staats-Rath, und starban. i6;8. Man hat von ihm Oikcours äe8 raisons L mo^ens,xour lelguek lVleÜisurs äu Llerge allsmblss 3 Lkarlres outdsclare Iss Lulles monitorisles dscernees par Is kaps 6rs-goirs XIV. contre Iss Lcsls6LÜigue8 L autres , gui tont äs-meure8 en la ödelite du Ivoi , nullss L injuües, TourSt;9i. und i;yz. in 8. Les kemontrances oü Harangues kal-tes en la Lour du karlement, die er noch als Advocat gehal-ten, und welche nebst andern dergleichen reden zu Paris lSoo.in 8. zusammen gedruckt worden. Darüber stehende kemon-trsnces werden von Testier in bibl. dem Jac. Faye Espeisses bey-geleget. Neinoires des cliokes Is plus conüderakles avenussen Vrancs depuis 1607. ou ünit Nr. ds Tkou, jlikgu'sn 1609.Paris i6;4. in 8. Seine XsMciations kältesten Hollandsdepuis 1624. jukgu'en 1626. in 6. folianten bestehend, liegennoch im Manuskript. /.»»L, bibl. kran<;.

Faye, (Johannes) siehe Faita.

Fayette, (Gilbert de la) Marschall von Franckreich, warein söhn Wilhelmi von Margaretha Brun, und brachte sichdurch seine tapferkeit und kluge aufführung grosses ansehenzuwege. Um das jähr 1418. und 1420. bekleidete er die stelleneines Königlichen Raths und Cammer-Herrn. An. 1421. be-fand er sich in dem treffen bey Bauges, und war einer dervornehmsten , durch welche die Engelländer ihre eroberte Plä-tze in diesem Reiche wiederum verlohren. Er lebte noch an. 1449.und hatte von seiner gemahlin, Johanna Joyeuse, Antoniumund Carolum, davon der erste ohne erben verstorben; der an-dere aber, so Königlicher Rath und Cammer-Herr, desgleichenGouverneur von Boulogne worden, mit Jsabeüa von Po-lignac das geschlecht fortgepflanzt. Dessen söhne waren Fran-ciscus, von dem die Herren von St. Romain ihren Ursprunghaben, und Antonios, welchen der König Ludovicus XII.zum Großmeister der artillerie gemacht. Sein söhn Ludovi-cus , Herr von Fayette und Pontgtbaut, hinterließ unter an-dern Johannem I. Herrn von Häutefeuille, welcher das ge-schlecht fortgeführet.

* Fayette, (Louise ds la) eine tochter Johannis ds la Fayet-te, Herrn von Häutefeuille, kam sehr jung an den Französi-schen Hof, und ward Cammer-Fraulein bey der Königm Anna,deren gemahl Ludovicus XIII. sich in sie verliebte, und ausvertrauen auf sie, ihr alle sein anliegen und sonderlich das Miß-vergnügen , so er über des Cardinals Richelieu bezeigen gegenihm hegte, eröfnete; welches der Cardinal bald gewahr ward,und zwar anfangs suchte er sie durch verheissungen zu gewin-nen , daß sie ihm das , was ihr der Kvnig vertrauet, wiederentdecken möchte, aber als er hiemit nichts ausrichtete, aufandere mitte! bedacht war, sie vom Hofe zu entfernen Zusolchem ende ließ er dem König durch desselben Beicht-vatter,den p. Causin, über den Umgang mit der la Fayette das gewissenrühren, und ihr selbst zu verstehen geben, daß die Vertraulichkeit,m welcher sie mit dem Konig lebte, von Übeln folgerungenseyn könnte, und sie am besten thun würde, wann sie den Hofverliesse. So wenig sie in der that tust hatte, diesem rath zufolgen , stellte sie sich doch an , als ob sie darzu bereit, undschon vorlängst gesonnen gewesen wäre, ins kloster zu gehen,schob aber die vollführung solches entschlusses von einer zeit zurandern auf, und der König unterließ, seines Beicht-vatters er-mahnungen ungeachtet, nicht, sie m geheim zu besuchen , bissie endlich, wie es scheint, durch die von des Cardmals feitenbeständig fortfahrende drohungen sich bewegen ueß, den Könizzu bitten, daß er ihr erlauben möchte, sich m ein kloster zu be-geben. Ob sie nun wol die Hoffnung gehabt, daß sie solcheerlaubnis nicht erhalten wurde, so bekam sie doch selbige wi-der ihr vermuthen, wiewol mcht ohne alle schwierigkeit, underwehlte also dem äusserlichen schern nach mit vieler hertzhaff-ligkeit, in der that aber nut schwerem hertzen, das kloster der

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