Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
451
JPEG-Download
 

f e r

Dan» imkr ihm wurde an. I4yr. die idgenannte neue

II von Christophoro Columbo, einem Genueser, entdecket,de? e?"" hieraus grosse geld-mittel schöpfen konnte, wur-Cr^> - mehr anqefrischet, neue conqueten zu machen,von/-! mrt Franckreich in ein bündnis, das Königreich Nea-Na/? umzunehmen, und zu theilen, welches auch glücklich vonFr-,.1^ ^ung. Als sich aber zwischen ihm und dem Könige invur^ss/elch einiger Widerwille ereignet, trieb er an. 150;.

iulnen General Gonsalvum von Cordova, die Franzosenda»^rum aus , und behielte es vor sich allein. An. 1508. ver-Fran^ ^ mit dem Papst, dem Kayser und dem Könige inde,, k..relch. wider Venedig, stund aber bald wiederum vonFi>. Bündnis ab, gieng wider den König Ludovicum XII. inwg/muelch, und bekam bey dieser gelegenheit an. 1512. Ober-vg^m'ra, welches er dem Könige Johanni Llbrewno von Na-dakr.V?^ keinen freyen durchzug verstatten wollte,und noch

Papst Julio II., einem grossen feinde der Franzosen,war "Öligen bunds-genossen Ferdinandi, in den dann gethandra^,- ^nominell. Ausser den bereits gedachten conquetenWiea.uuran. 149;.dieGrafschafftRoußillon, und an. i;»4.,twivi,.. darauf folgenden jähren Oran, Melille, Mazal-,,„dmw Pennon äe Velez, auch Bugie und Tripoli in Africa,der die meisten durch den berühmten Cardinal Timenes,Unter ^hin schiffete, und fast alle Unkosten allein hergab,der» « Endlich starb er an. 1516. an einem von seiner an-tr„nck . ahlin Germana, Grästn von Foix, genommenenniakiss. ^ur ihn fruchtbar machen sollte. Seine erste ge-hann"'^labella von Castilien hat ihm gebohren an. 1478- Jo-stgxh.m^der aber an. 1497. ?u Salamanca an einem fieberkvde '„^Adellam, welche ihrem bruder das jähr darauf in demserii^uhfolgte; Johannam, welche an. 1496. an den Kay-dey, „s.i?uintzen Philippum von Oesterreich vermählet wor-an. ""d endlich Mariam und Catharinam, davon die erstereKonias Emanuels in Portugall, die andere aber an.kvde Englischen Cron-Printzen Arturi, und nach dessenkdegen bruders Henrici VIII. gemahlin worden. Er wirddos,», kMes grossen Verstandes und tugend gerühmt, die je-v»d g, ,mch ziemlichen anstoß litte, daß er von schlechter treueDer Uxs, en war, und die geschlossenen bündnisse selten län-gen uls bis er aus deren brechung guten nutzen zu ma-XXV! äs rebus llich. üb.XXIII. XXIV. XXV.

n^VlI. XXVIII. XXIX. XXX. vikor. ex-

6rsnaclke per Lcrcülinncl. O-nüol. rer.

^0. L elogil cli Lspitklni illustri p. 2^6.

^ ui kercl. Latüol. c?oMe/,«r, in vits Ximenii.

^ 6«rHr^E. Lenri-a. 6ee. *

ri^n'dWaudus, Infant von Castilien, der gerechte zuge-Könjgz^urg von Aragonien und Sicilien, war Iohannis I.,-r^.Eastilien, söhn, wurde an. 1412. zum Könige in Si-Kvnia^j^dlet, und den z. sept. gecrönet. Er regierte beydeUgchd^'Me mrt grosser klugheit, starb aber an. 1416. am stein,^ 4. jähr das regimcnt geführet hatte.

^ ' vce.

Alph^nandus I., König von Neapolis und Sicilien, war?kervvn^'' Königs von Aragonien, natürlicher söhn, wurdeDatier j>, ^>^st Eugenio IV. legitimirt, und succedirte dem

^gjxx,,,,^eapel an. 14 ^ 8 . Er wurde gleich anfangs in seinerAn Lvti«.,« nruhiget durch Johannem, des Hertzogs Renatidey und Titular-Königs von Neapel, söhn, der ihn

Aasten dem seld geschlagen, und sich bereits von demwil-i! k>es Reichs meister gemacht, an. 1641 . aber beyAn. (Sipkl^eschlagen, und aus dem Reich vertrieben wor-LMnanss..-^hamies II. von Anjou,Hertzog von Calabrien.)Ar ihn jsshv zerfiel hernach mit dem Papst Jnnocentio VIII.,Ai sich A»n gethan; desgleichen mit Ludovico Sfortia,der,Elches'"^m besitz des Hertzogthums Mayland zu erhalten,Akte, -„.Mies bruders söhn, der Ferdinandi enckelin zur eheAg den König in Franckreich CarolumVlll. be-

erbau-.? kein recht auf Neapel, so er von dem Hause An-M Carö^ausführen sollte. Als Ferdinandus vernahm,Nrijch ?? vin. sich hier;» bereit machte, erbot er stch, ihm!^Ar sii,/ °°.thaler auszuzahlen, und sein Vasall zu seyn; daEarvlt vi 77 ^ nicht angenommen wurde, starb er nochn alters »'^5kunft am schlag an. 1494 . im 7-sten jähreArrste nachdem er bey nahe;6. jähr regieret hatte. Sei-nachÄ!!! 3ssbella hat ihm gebohren Alphonsum II.,Cardin^, ^ndericum, Ferdinandi II. Nachfolger; Jo-t^Anige .-^al; Franciscum, der vor dem vatter gestorben;..Mer c>„.," chter. Von dev anv-rn n^inavli» ^kobanna, einer

in ^srolo VM- ^r,rc-

Akitsni ^ 5ub Larolo VIII. L elvgü

8err>- "^p^69.

an.149;. seinem vatter Alvhon-säM? ^Ul. die^«^ dem auszug des Königs in FranckreichHelgen. ^?Erone abtrat, um das volck desto eher zu be-l>nd^' öaß Ferdinand?/ bekam in kurtzem so starcken an-Arch ^ dar??ch L.^?enothlge war , in die insul Ischia,dA .d'e fallenzufllchen. Sobald aber CarolusNe^'. bem aröa-^?k-n^^^" Staaten gezwungen wor-b/ kam er^mn wieder nach Franckreich zu

wtt hulffe der Aragonischen und Venetianischen

fer 4 zr

krouppen wieder ins Reich, und eroberte solches in kurtzem wie-der, genoß es aber nicht lange, sintemal er an. 1496. dieses zeit-liche gesegnete, seines vatters bruder Fridericum zum Nachfolgerhinterlassend, in ckelcr. IksM. Xegp. in

bist. Xegpol. L eloZii cki Lspitani illullri p. 174.

2^«), L Dn«re/, sub Larolo VIII.

Könige in portugall:

Ferdinandus, König in Portugall, succedirte seinem vat-ter Petro an. i; 67. Zu ansang seiner regierung machte er prä-tension auf Castilien, weil Petrus Lruäelis keinen männlichenerben hinterlassen, seine groß-mutter Beatrix aber eine Prin-tzeßin von Castilien war. Doch Henricus II. der bastart, Kö-nig in Castilien, hatte den meisten anhang, fiel in Portugallein, und zwang Ferdinandum, daß er auf allen anspruch re-nunciren muste. Allein Ferdinandus hielt sein Wort nicht,sondern machte ein bündnis mit dem Hertzoge Johanne vonLancaster in Engelland, der wegen seiner gemahlin Constantia,die des letzten Königs in Castilien Petri Ouäslis tochter war,auch auf Castilien prätendirte. Allein der zweyte krieg liefnicht weniger unglücklich ab, und als Ferdinandus den neuenfrieden zum dritten mal brach, und Johannem I., des obigenHenrici II. Xmbi söhn, bekriegte, ward endlich friede, mit diesembeding, daß, weil Ferdinandus auch keinen männlichen erbenHatte, seine tochter Beatrix Johannem I. von Castilien heura--then, und die aus selbiger ehe erzeugte kinder in Portugall suc-cediren sollten. Dieses letztere kam blos von den intriguen dergemahlin des Königs Ferdinandi, Eleonorä, oder nach andern,Mariä Teüez cle Meneses her, welche sonst Laurentii ä'Acun-ha rechtmäßige frau gewesen, aber von Ferdinands, nachdemer seine eigene gemahlin von sich gestossen, aus vorwand theilsder nahen anverwandtschaffc, theils auch, weil sie unfrucht-bar war, demselben mit gewalt entführet worden; worbeyMariana k» und Faria (b) als etwas curioses bemercken,daß Laurentius ä'Acunha sich hierauf nach Castilien retiriret,und zum zeichen seines Lei an statt der plumage güldene Hör-ner mit dem Portugiesischen wapen bezeichnet, auf dem Hut ge-tragen. Eleonorä regierte indessen an dem Hofe mit grosser ty-ranney, und verursachte durch ihre Verleumdungen, daß Ferdi-nandus seine beyden rechtmäßigen bruder Johannem von Viseound Dionystum nach Castilien relegirte. Und damit dieselbenauch jederzeit von der Crone ausgeschlossen bleiben möchten, ver-mittelte sie den obgemeldten frieden, wodurch nicht allein ihretochter Beatrix, die sie mit Ferdinands gezeuget, zur Cron-er-bin erkläret, sondern auch ihr gemahl Johannes I. voll Casti-lien obligiret wurde, daß er Ferdinandi abgedachte zwey brü-der in Castilien arrestiren ließ. (c) Es sind aber deswegennach Ferdinandi tode grosse troublen entstanden, davon unterdem König Johanne 1. Xmko mehr Nachricht zu finden. Fer-dinandus starb an. c;8z. im 4;. jähre seines alters, nachdem er16. jähr regieret hatte, (ä) 0) üb. XVII. c. 16. p. 721. (b)x. 2; 2. ( L ) üb. XVII. c. 14. feg. <L Üb. ÜXVIII.

c. 5. 6. p. iz;. leg. p. 229. feg. Xer,/-rL>,

vom. I. p. 2z 6. feg. (ä) cks vers Heg. kort. Zeneal.

x. 126;. p. i;z. L 141. *

Ferdinandus, von Portugall, Hertzog von Viseo, Groß-meister der beyden orden Christi und Jacobi, war Eduardi, Kö-nigs in Portugall, anderer söhn. Er begleitete seinen bruder Al-phonsum V. an. 1471. in Africam, eroberte die stadt Anase vonden Mauren, und starb zu Calobriga an. 1470., von seiner ge-mahlin Beatrice, einer tochter Iohannis, seines vatters bruders,und Großmeisters des ordens St. Jacob, verschiedene kinderhinterlassend, unter denen Emannel zur Crone in Portugall ge-langet, Eleonorä, Königs Iohannis II., und Jsabella des Her-tzogs Ferdinandi von Braganza gemahlin worden.

Churfürsten und Heryoge aus dem Hause Bayern.

Ferdinandus, Ertz-Bischoff und Churfürst zu Cöln, Her-tzvgin Oder- undNieder-Bayern, war ein söhn Hertzogs Wil-helmi V. in Bayern, welchen er mit Renata, Hertzogs Francisci.zuLothringen tochter, gezeuget, und wurde an. 1^77. den 7.oct. gebohren. In seinen jungen jähren lag er nebst seinembruder dem Hertzoge Philippo den lluäüs zu Jngolstadt ob, undaieng hieraus an. 1591. mit gedachtem seinem bruder nach Trier,daselbst ein Canonicat von dem hohen Stifte in besitz zu neh-men. Von dar gieng er nach 6. Monaten wieder zurück nachJngolstadt, welches er aber an. 159;. verließ, nachdem er kurtzvorher in einer öffentlichen disputativn gute proben eines mun-tern geistes abgeleget. Er wurde nicht allein von dem Provjtezu Berchtoldsgaden , sondern auch von seines vatters bruder,dem Churfürsten Emesto zu Cöln, zum L^chmors an. 1^96.angenommen; weil aber das Capitul zu Berchtoldsgaden nichtallerdings damit zufrieden seyn wollte , gieng stm bruder,Hertzog Maximilianus in Bayern, vor ^Wstn ort, eroberte ihn,und setzte seinen bruder von neuem em. AstA^m kvde seinesVetters Ernesti wurde er an. 1612. Ech-Bischoff imd Churfürstzu Cöln , nach diesem aber Bsschoff M Luttlch, Munster, Pa-derborn und Hildesheim. Noch m besagtem jähre gieng ernach Franckfurt am Mayn, der wähl des Kayjers Matthiä bey-rusteben , welches er auch an. 1619. bey dem Kayser Ferdinan-ds lü verrichtet. Hierauf besuchte er verschiedene Reichs-und

Pp 4 Solle-