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men tochter, gezeuget, wurde an. 16;;. den 8. sept. gebohren.Weil Böhmen aus einem Wahl- nun ein Erb-Königreich wor-den, so ließ ihn sein vatter an. 1646. zu Prag durch den Carbl-nal von Harrach zu einem Könige dieses Reichs crönemnachdemihm die Land-Stände r. tage vorher schuldiget. Das jährdarauf gieng der Kayser auf den Land-tag nach Ungarn, undließ Ferdinandum IV. den 16. jun. gleichfalls zum Könige diesesReichs crönen, wobey aber der einzug durch wasscr und feuerunglücklich gemacht wurde. Hierauf wurde er auch an. 165;.zu einem Römischen Könige zu Augspurg erwehlet, und zu Re-genspurg gecrönet. Allein der tod machte die Hoffnung, dieman von ihm geschöpfet, zu nichte, und nahm ihn den 9. lul.des folgenden jahrs, in dem 2 isten seines alters, an den kni-der-pocken weg. miks. Loüsm. äec. I. Ich. VII. P.270.
wm. VII. Ludolfö schau - buhne, rom. II.x. 1417. L 1447. ^0.
^erdinandus, Ertz-Hertzog von Oesterreich, gebohren den14. jun. an. 1529-, ein söhn des Kaysers Ferdinand! I., und einjüngerer druder des Kaysers Marimiliam II. Nach dem todeseines vatters bekam er zu seinem antheil die Grafschafft Tyrol,nebst den vordern Oesterreichischen landen. Er war in Ritter-lichen Übungen vortrestich , worzu ihm seine sonderbare ieibes-stärcke sehr behulstich war. Er hat auch unterschiedliche com-mando im kriege, sonderlich in Ungarn gegen die Türcken, ge-habt , dabey er sich allezeit rühmlich verhalten. An. ver-liebte er sich zu Augspurg in Philippinam, die tochter FrancisciWelsers, eines vornehmen kmricü daselbst, und vermahlte sichordentlich mit ihr, lebte auch bis an ihren an. 80. erfolgtentod in einer sehr vergnügten ehe, konnte aber, wegen der Un-gleichheit ihres standes, von seinen anverwandten nicht erhal-ten , daß man ihr und denen mit ihr erzeugten Andern diejeni-gen rechte eingeräumet hätte, welche ihnen sonst zugekommenwären. Von dem ältesten söhn, den sie ihm gebohren, An-dreas sb Lulli-ia genannt, ist ein absonderlicher artickul zu sehen.Der jüngere, nahmens Carolussü Lulln», gebohren an. 1?60.,erhielt die Marggrafschafft Burgau als eine appanage, undvermählte sich zwar den 4. wart. an. 1601. mit Sidylla, einertochter Wilhelms Hertzogs zu Iülich, starb aber ohne leibes-er-ben den ;o. oct. an. 16,8. Zur andern gemahlin nahm Ferdi-uandus an. 1582. Annam Catharinam, eine tochter WilhelmsHertzogs zu Mantua, die ihm 5. Ander gebahr, von welchendrey gantz jung stürben, Anna Catharina in ein kloster gieng,und Anna mit dem Kayser Matthia vermählet wurde. Er starbden 24. jan. an. 159;. , in dem Oesterreichischen lorbeer-
krantz. sMog. hiltor. Zeneal.
Röntge in Castilien und Leon, und andern Vrovintzenvon Spanien, wie auch Neapolrs und Sicilien.
^erdinandus I., der grosse zugenannt, König von Casti-lien und Leon, war Sanctii des Königs von Navarra anderersöhn, und erlangte das Königreich von Castilien, krafft des erb-rechts seiner mütter Nunnia von Castilien, und das von Leon,durch den über seiner gemahlin bruder Veremundum erhaltenensieg. Den Mauren risse er Coimbra, Viseo, und einen grossentheil von Portugall aus den Händen. Hierauf bekriegte er sei-nen eigenen druder Garciam VI., König von Navarra, welcherunterschiedliche von feinen städten ihm vorenthalten, auch hin-terlistig wider seine Person verfahren war, nahm ihn erstlich,als er von ihm besuchet wurde, gefangen, und als er nachseiner loslassung, um den empfangenen schimpf zu rächen, dieWaffen ergriff, schlug er ihn in einem treffen. Im übrigenführte er den titul eines Kaysers von Spanien, ohngeachtet derKayser Henricus III. darwider protestiren ließ. Wiewol nachandern dieser Kayser selbsten darzu anlas gegeben, der sich die-ses Reichs, als von uraltem zum Römischen Reich gehörend,anmassen wollte, und von dem Papst Victor II. beyfall be-kommen hatte. Allein, dessen nach Spanien geschickte armeewurde durch den berühmten Rodericum Vorarium , sonstenunter dem zunahmen Cid bekannt, tapfer zurück geschlagen,worauf die Svanier aus dieser ursach alle bey ihnen noch vor-handene Römische Überbleibsel, sonderlich die gesetze derselben,gantzlich abschafften, und gar bey lebens-strafe verboten, sichbey einiger vorfallenheit darauf zu steurcn. Auch muste zuletztHenricus sich aller anspräche auf Spanien durch einen ver-gleich entschlagen. Endlich, nachdem er seine Reiche unterseine söhne getheilet, deren er drey , als Sanctium, Aldephon-sum und Garsiam, nebst 2. töchtern, Urraca und Elvira, hin-terlassen , begab er sich auf einige zeit in des heiligen Facundikloster, und starb an. 1067., als ihm kurtz vorhero sein Patron,der heilige Isidorus, den tod angekündiget hatte, mir Roderi-
<us PoIetÄNU8 berichtet, rebus Hilf,,
lib. VI. c. 6. 8-14- äe red. Hilf,. Ich,. IX. Lc.
Iil). VII. Ir^' II. e. 7 '^
^erdinandus II., Alphonsi VIII. jüngster söhn,bekam zu sei-nem antheil die Königreiche Leon und Gallmen, und führte mirAlphonso Henrwuez, dem Komge von Portugall/ wegen dergrentze der stadt Badajoz, krieg, da er dann m der ersten schlachtSancho, den Printzen von Portugall, und m der nächst-fol-qenden den König selbst gefangen bekam. Jedoch bediente ersich dieses sieges mit grosser Bescheidenheit. Seines bruderssöhn, Alphonso viii., suchte er alle seine Reiche, und gar dasleben zu nehmen, welches ihm aber durch die treue des Casti-
lianischen Adels mißttmge. Er starb um das jähr n 88., oder,wie andere wollen, 1191. oder 1210., nachdem er n. iahr vor-her den Ritter-orden von Alcantara gestiftet. Von seiner Emahlin Urraca, Königs Alphonsi in Portugall tochter, hinteriieker Aiphonsum ix. lib. XI. 7'«?^. iib.vil. «o-
St. ^erdrnandus III., genannt der heilige, succedirte stvnem vatter Alphonso IX. in Leon, und seiner mutter Deren-guela, Königs Alphonsi Viu. m Castilien tochter, in dem König-reiche Castilien. Er führte mit den Mauren krieg, eroverrcCorduba und Sevilien, nebst dem Königreiche Murcra, und lM-te den vorjätz, noch Marocco einzunehmen, starb aber daruMan. r2;r. , nachdem erjahrm Castilien und 22. inLeonr*-gieret hatte. Die Universität zu Valencia versetzte er nach Ssi-lamanca, und an. 1671. wurde er mit unter die zahl der Hew-gen gesetzet. Er hatte zwey gemahlinnen, Beatricem und Ehannam. Die erste war Philipps des Römischen Kaysers um-Hertzogs in Schwaben tochter, und zeugte mit ihr AlphonM»X. , weicher, wegen seiner erfahrenheit in der ftern-kunst,logu8 zugenannt worden. Die andere war Simonis »o»Dammartin, Grafen von Anmale, erb-tochter. '
LT'an'««», äs rebu8 Aispsn. Üb. XII. c. 7. feg. Lc.
5. cum sänotationibur kspebroskii.
Krdinandus IV., Sanctii, Königs in Castilien und Leos,söhn, muste zu ansang seiner regierung eine innerliche unruv»erfahren, so bald aber selbige zu seinem Vortheil gestillet, uver-zog er den König von Granada mit krieg, und schlug an. - 15 -'feine armee, die der stadt Almeria zum entsatz kommen WAAn. i;i2., dasein bruder eine gewisse stadt belagerte, wurde ^in seinem bethe todt gesunden, nachdem er 17. jähr regieret,u«sein alter nicht höher, als auf 2;. jähr gebracht. Er soll d,"zwey brüdern aus einer vornehmen familie, welche er unM''diger weise hinrichten lassen, vor dem Richter-stuhl GOttes mnerhalb ;o. tagen zu erscheinen, citirt worden, und noch vmausgang derselben gestorben seyn. üb. XV.
L. IV. üb. II. Lcc.
^erdinandus V., brachte sich durch Vertreibung der MEAden zunahmen Lsrboücu 8 aufs neue zuwege. Er war K 'nigs Johannis II. zu Navarra söhn, welchen er mit Iopo,',Henriquez, Ferdinandi, Admirals von Castilien, tochter, Eget hatte, und wurde an. 14z;. gebohren. Er ist einer vmercklvürdigsten Könige, und hat den ersten gründ zu derNischen Monarchie geleget. Dann weil König Henricus 1 v ACastilien und Leon keine rechtmäßige erben hinterließ; M ^beyde Königreiche an seine schwester Jsabellam, welchenandus L»rb<,ücu 8 zur gemahlin hatte. Dieses nun w ^gelegenheit, mit Aragonien, welches er nach dem rodevatters zu hoffen hatte, die Reiche Castilien und Leon zu v*» ^nigen. Zwar machte König Alphonsus V. in Portugall,gen seiner verlobten Johanna, (die des letzten Königs ^IV. von Castilien und Leon tochter seyn sollte, und zwar w» ^lich von dessen gemahlin gebohren, auch von ihm Henrrcoerkannt war, aber so, daß man gar starcke beweis-grunoe vte, die den König nicht als vatter erkennen wollten,) amte Reiche prätension; allein, die an. 1476. bey Toro, UffkLjchnach an. 1479. bey Albuchera, vor die Portugiesen ungw" ^abgelguffene schlachten machten ihn aller wettern Hoffnung, ^geffen, dahero er endlich zu tractaten schritte, und beM-die Cron Spanien und auf die braut selbsten verzichtJmmittelst war des Königs Ferdinandi vatter, Johanne»- g,gestorben; dadurch bekam er nun den völligen besitz, vongonien, und wurde desto geschickter, sich in authorttat zu >welche ihm bisher durch seine Land-Stande ziemucyschränckt war. Hierauf ließ er sich angelegen seyn, dle vc^^^ne policey wiederum zu stände zu bringen, und publicir^ ^wegen gewisse gesetze, welche den nahmen IHcL von 0^
Toro, wo sie zuerst promulgiret worden, führen, nnvheut zu tage in Spanien gebräuchlich sind. Nachdem *in seinem Reiche alles in gute ordnung bey guter rM ^suchte er solches durch verjagung der Mohren und Juven ^wettern, und in mehrere sicherheit zu setzen; zumal lym La-stern durch die den Christen an. 1481. abgenommene ^hama Ursache darzu gegeben zu haben schienen. Den.^g,dessen machte er mit himvegnehmung des ste-platzes Ä.damit ihnen dadurch der succurs, welchen die AjAcammracenen hier aussetzen konnten, abgeschnitten werden yrcVon dieser zeit an war er so glücklich, daß, nach erover« .»o.Haupt-stadt Granada, die Mohren nebst den Ju^n M n Efamtlien starck gantz Spanien verlassen, und üb^
musten, daß sie nach Aftica zu ihren glaubens-gelE'geführt wurden^ wobey es aber denJüden beyw»"so wohl gienge, als denen ihre meiste mitte!, ausser oe
sie heimlich versteckt mitbrachten, abgenommen wurm - ^
mit auch nichts mehr übria bleiben möchte, was nach m
racenischen oder Jüdischen alauben röche, verordn i*geistliches Gericht, welches die beruffene JnP"ssl0N ur,diejenigen, die nur den geringsten argwohn von 1 ^daß sie einer andern als der Römisch-Calhollschen re vwandt sind, auf das schärfeste gestraft werden. Ä" vwcwUdiese grosse ausstossung so vieler menschen brachte snichts anders zuwege, als daß Spanien noch heul m ^
gel an Anwohnern hat, welcher nicht wenig vernwv oM
als nachgehends die häufige colonien nach AM