Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Vm pachtet werden. Die citadelle wurde von Elemente»ei« , welche mit 6. basteyen, wie auch mit wühlen,

ikn / proviant-häusern versehen ist, und sagt man, daß steallki Millionen an gold gekostet habe. An. i;86. wurdelentt» ew bündnis wider die Protestanten gemacht. Das Flo-Na^?'lche Loncilium wurde hieselbst an. 1418. angefangen,beclav ? *>as M Basel von Eugenio IV. durch eine öffentlicheKan.Mwn aufgehoben worden, auf welchem der GriechischeJohannes Paläologus VII. nebst seinen PatriarchenAa^^en war. Um das jähr i;9v. wurde von Alberto,verillN « von Ferrara, aus haß gegen Bononien, eine Uni-stück « aufgerichtet. Das Hertzogthum Ferrara ist einb>ärt<r Romandula, so an die halb-insul Rodignia, west-lich? r" das Hertzogthum Mantua, südwärts an das eigent-rneep genannte Romandula , und ostwärts an das AdriatischeMntzet. Es ist unter dem Hause Este gewesen von an.kiän,',,^ i?s8. nach Alphonsi II. tode, welcher, weil er keineHerknÜ ^den hatte, solches vergeblich an feinen vetter, denlvd?B Casarem von Este, zu bringen gesucht. Nach seinemSeinaer! Papst Clemens VIII. als Lehn-Herr desselbigen an-Burnet hat von dem Hertzogthum Ferrara in seinerheü f Leibung angemerckt, daß es damals, als er es gese-und ungebauet gewesen, daß sich nicht einmalden ^ras-admähen leuthe genug gefunden, so, daß solches aufkarg >^en verwelcken und verderben müssen. Die stadt Fer-Sann-gleichfalls in keinem bessern zustande , sintemalkein "rn von straffen darinnen angetroffen wurden, woselbst»erd^Mer mensch wohnte. So ist auch die luft daher gantzschaff-, ' )?"l fast niemand ist, derben koth und morast weg-vtde Diese gantze Verwüstung aber haben einige dem un-lvelck- Ar" Wesen etlicher Päpstlichen Nspotum zugeschrieben,tnna-n besten familien darinnen mit auflagen und confiscr-viretik Massen beschweret, daß einige davon gäntzlich rui-V'Vrer mehr aber von bannen weggetrieben worden. ??-in annal. Ital. p. ;45- feg. eäit.

r. z ^ ^8i. in Llements VIII. Le«err>sZ/ra , äiar.

* L cliron. Lc.

dein^rvarj, (^h. Baptista) ein Neapolitaner, lebte inUnd lseculo, und schrieb ein werck von der zucht, curKönia, ^Me der Pferde, welches sein söhn Petrus Antonius,Dies-!. '.^panischer Stallmeister, zu Neapolts drucken lassen.^Ilr> hat auch an. 1602. ein buch unter dem titul: La-rsnseo geschrieben. VoM, üiül. dlaps,^.rvvari, (Thomas Maria) ein Cardir

?rdüri>

Cardinal, aus Apulien

gab war an. 1649. von armen eitern gebohren, und be-tchß vrseiner jugend in den Dominicaner-orden. Jnnocen-Xli, ^ wachte ihn zu seinem Hofmeister, und Jnnocentiusgrega,^9;. zum Cardinal und Mitglied verschiedener Con-vch^s7"en. ^ beobachtete dem ungeachtet die regeln seinesVlariffsw/gwsser strenge, und führte überhaupt ein sehr exem-° leben. Er starb an. 1716. zu Rom. kalk

> v.

)vardari, (Philippus) Bischoffzu Badajoz in Spanien,lei,, bj,, Aanzos zu Toulouse gebohren, oder wie andere wol-Welitx» V^uulianer. 3" der jugend hatte er sich unter die Car-rüh^t ^rk^n, und oey ihnen durch seine frömmigkeit be-

Tri-

wer-

§Ewiii>i^ss"irn, welches aber nicht genug bekräfftigt ist.

Ee hj^. 'M unter anderm noch von ihm, daß er etliche* ' worunter sich auch Predigten befinden.

flebvE, Vari, (Bartholomäus) ward an. 1497. zu MaylandAwebnist valter war Ludovicus Ferrari, aus einem der. r Cat^A Geschlechter dieser stadt entsprossen, und seine mut-st-'Elna von Castiglione. Er verlohr aber diese seine el--M' vnd da er vor dem rv. jähre seines alters ma-pchste, .vet worden, verwaltete er sein guth auf das weis-i-'wuen -«.Witte den armen alles aus, so er von dem ein-Aste viel?» konnte , worzu ihm die schweren kriegs-Vaffl gaben. Er verbände sich in genauer freund-

L^vbuni ^'.vnio MariaZacharia, welche beyde hernach auchDie<-?Avwum Morigiam mit in die gemeinschafft nah-^ s'ieriLn- ^ey Männer stifteten miteinander die CongregationAllen arnff?^ reZuIarium Larnaüitarum, welche nachmals inük.? gebracht hat. Ferrarius wurde an. 1542.^ dieselbe, und starb an. 1544. Kcrs L.

^ ^8- Longr. 8. kauü.

K^Trancii^,« 'st der nähme, unter welchem ordent-

, an«-r.'!?^ster, ein scholastischer küilolopüu8 vonr^^aner-vvEnA^ wwd. Er wurde zum General des Do-

tess'v. Lonerz': Lommentsrii in IV. lilör. 1ÜOMNX Oowruentani in stnlolopkiam Lristo-

tein dibl. vominicsn. La^/e.

V-NyA^v-flufsts aeleaen^ stadt, an der rechten sei-

denste zerstöret »nü v?" ^ Kaysers Theodosii II. zeltenSeE? des PoNetiri?N musten sich auf die an-

A' 0-^. -te "via " '1 "wo sie hernach die stadt Ferrara

E>istor//E?» //? ThÄ D^via gebürtig,

lehrte aber die Rechte zu Ferrara, und schrieb daselbst um dasjähr 1400. eine prsÄicom, die ihm zur selben zeit einen gros-sen nahmen erworben hat. Er ist nachgehends Caroli II. Kö-nigs zu Neapolis Cantzler worden. äs clar. leg. in-

terpr. üb. II. c. 7;. in epon^mol.

Aerrarius, (Bernardinns) ein berühmter DoNor vonMayland, welcher um das jähr isro. gelebet. Man hat vonihm einen artigen tractat: äe Him saer-nuni Loncionum; dar-innen er zeiget, was die Alten vor eine art in ihren Predigtengehabt. Es wurde zwar selbiger gleich anfangs etwas rar,weil ihn der Ertz-Bischoff zu Mayland, Fridericus Borromäus,aus neid, daß sein buch äs concionants Lpilcopo , nicht st>wohl von der gelehrten weit aufgenommen worden, unterdrückt;allein dieser Mangel wurde an. 1665. durch eine neue editionersetzet. Er hat auch sonst noch äs Lpiüoüs ÜLclslÄüLü;äs äscl-unstionibus L ?I-mlu geschrieben. ä« temr.

Aerrarius, (Johannes) ein Rechtsgelehrter, war vonAmelburg in Hessen gebürtig. Nachdem er zu Münster in denwissenschafften guten gründ gelegct, begab er sich nach Wit-tenberg, und erklärte daselbst A. Gelln noäkss üttisas. Dabeylegte er sich auf die Theologie, und wurde darinnen LsssLl-iu.ISU8, nachdem er bereits vorhero den titul eines Älagiüri er-halten. Hiernachst trieb er auch die Artzney-kunst, und wur-de darinnen Licential. Hierauf wurde er üeckor bey der schu-le daselbst, welchem amt er bis an. 15-;. vorgestanden; dennweil zu dieser zeit die Wiedertäufer grosse unruhe erregten, gienger zurück nach Marpurg, allwo er erstlich in den RathS-stand,und nachmals an. 1526. zur krokslüon der Rechte erhobenwurde. Er nahm hierauf den voctor-titul an, wurde Vice-Cantzler, und der erste LeÄor der neuen Academie, woraufer an. i?58> den 2z. um. gestorben. Seine schriften sind: Ln-iiotlltione» in Inliimtiones Lommentsrius äs üppellstioni-bus, suxpücsnäi Ilsu, Hekitmione säversus Hem juäicstsm;Lommentsr. sä tit. ksnäsclsr. äs üegulis fluris, sc in keuäs;üncbiriäion äs luäisiorum Lxercirsmentis; Lommsntsr. äskep. bene inüituenäs; Vita O. Lüssketbse carmins äslsri-xts. in vit. ILror. in tbsacro.

Aerrarius, (Johannes Baptista) ein Jesuit von Siena,verfertigte ein sehr nützliches Syrisches wörter-buch, welchesan. »622. zu Rom , unter dem titul lVomensIstor 8/riacus,gedruckt wurde. Sein vornehmster zweck darinnen ist, die Sy-rischen Wörter der Bibel zu erklären, wie er denn zu solchemende bey den gelehrtesten Maroniten sich befragte, wenn er ei-nige schnüerigkeit antraf. K. AM»».

Ferrarius, (Johannes) dieses nahmens ist ein anderer Je-suit gewesen, aus Guienne gebürtig, ein guter freund vonBalzac, der die beyden bücher äs 1'Immorrsüte äs I'Lms,und äs 1a Leauts äs ^sIus-Lkrilk, welche von Sotuel fälsch-lich Johanni Ferraris, dem Königlichen Beicht-vatter, zuge-schrieben worden, an das licht gegeben. L»>/e.

Ferrarius, (Johannes Matthäus) äs draäibu», von sei-nem gebnrts-orte, Grabo in dem Mayländischen zugenannt,wurde krokellor stlsäisinks zu Pavia, und Leib-lVIsäisus derHertzogin Blancä Mariä zu Mayland, welchen beyden äm-tern er mit grossem rühm vorgestanden. Er starb an. 1460.und hinterließ Lomment. textual. cum Lmpüatiombu8 L gä-äitioniüu8 Älateriarum in nonnm kkasl8 aä ülmansorem, sä--juncko etism textu; Lonülia varia iVleäicinaüa; Lxpolitionessuper vixeiimam secunäsm kentsrtiL sanoni8 ävisennL; kra-ätica. Ca/ieFa». vit. Aeäisor. 6-,7r«r , tüsatr.üinä. renov. p. 6;?. tüsatr.

Ferrarius, (Octavius) war zu Mayland an. 1600. ge,bohren. Nachdem er sich sowol im Griechischen und Lateini-schen , als auch in der Philosophie und Theologie geschickt ge-macht , wurde er durch den Cardinal Borromäum zur kroksL6on der Rede-kunst in dem 8eminario zu Mayland befördert,und drey jähr hernach mit unter die zahl der Lehrer des Lol-legü Lmbroliani aufgenommen. Nach dem tode dieses Car-diuals berief ihn die Repnblick Venedig nach Padua, die Rede-kunst daselbst zu profitiern, welche stelle er auch mit grossemnutzen seiner zuhörer bis an seinen tod, welcher an. 1650. er-folget, rühmlich verwaltet. Man hat von ihm Orsticmem äs

Üauäibu8 katavii; 8at^ram aä moäum Varroniz; üirterato-rum katum; Lpistolam äs Obitu vomimci Noüni 8snatorisVeueti; Lloßia mnltorum Virorum üttsratorum; LustasüiiLommsntaria aä Homeri Oä^sseam üatinitats äonata <Lc.in mus. üiü. 6z>/Vr'«r

Ferrarius, (Octavius) wurde an. 1607. zu Mayland ge-bohren, allwo er hernach die Rede-kunst 2;. jähr in dem Lol-legio ämüroliano gelehret. Die Republick Venedig berief thnnach Padua, allwo er auch die Rede-kunst, Politic und Grie-chische spräche mit solchem rühm prostlirte, daß ihn nicht nurdie gedachte Republick, sondern auch der König von Franckreich,ingleichen Christin«, die Königin von Schweden, und die stadtMayland, mit grossen geschrocken und zährltchen penstonen be-ehrten. Er starb an. 1682. Man hat von ihm einen sehr cu-riösen tractat von den lampen in den begrabmssen; desgleichenkrolns,one8; Lpiitola8 <Ls. 2. vol- M 4.; LIecia in 4.; Ori-gine8 üinLUse Italic« insol.; und üiürc>8, <L llnaleäta äs üsveiüaria. Die zwey letztere sind haupt-wercke, und zeigen'grosse geschicklichkeit. Es ist auch gewiß , daß dieser manndurch die gantze zeit seines lebens, vornemlich die darinnen ab-

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