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Dritter Theil. D - Ha.
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gehandelte Materien studiret habe; wobey nur das nicht zuloben, daß, nachdem ihn diese so viel mühe gekostet, er garmigerne gelitten, daß jemand etwas davon noch besser erläu-tert ; wie er dann eben in den änsleüis äs sse vsümns, unddem dabey gefügten brief an Ioh. Frid. Gronovium, solchesnur zu klar an den tag leget, da er in den ersten wider Alber-tum Rudenium, der in der that besser, als er gesehen hatte,worinnen der I»w8 LIsvus, und die »ngulllLisvi m den Rö-mischen kleidern bestanden, allzu heftig und ohne Ursache los-brennet; in dem andern aber sich wider die klareste bewers-gründe setzet, welche Gronovius in einem privat-schreiben ihmübersendet hatte, um die rechte art zu weisen, wie die Römi-schen angekleidet worden. Er hat einen söhn, mit nah-men Julius, hinterlassen, und demselben im testament verbo-ten , nichts von seinen »»gedruckten schriften heraus zu geben;welches jedoch nicht verhindert, daß nicht einige Dissertationenals äs ksmomimrs -Lc. noch neulichst heraus kommen.

Ü»r, rkeatr. 6'buom. Istt.; »«rv. tom. II. *

Herrarius, (Philippus) war General des ordens der Ser-vilen , und von Ovillo, einem geringen dorfe unweit Alessan.dria 6sUa Paglia im Hertzogthum Mayland, gebürtig. Erwar in den sprachen, in der Theologie und in den LieZsntio-ribus, absonderlich aber in der Mathematic, die er zu Padua48. iahr gelehret, wohlerfahren. Bey Elemente VIII., PauloV. und Urbano VIII. stund er in grossem ansehen, und gab,nebst andern schriften, ein Dexison Oeograpbicum heraus,so zu erst an. 1627. gedruckt, hernach aber von Baudrandovermehret wurde, und eines von den besten Diciiormriia 6eo-xmpbiLi« ist. Er starb zu Mayland an. 1626.

Herraro, (Johannes Baptist») wurde von Alerandro VI.zum Cardinal gemacht, und war ein über alle Massen ruhm-süchtiger und geitziger mann, welcher, nachdem er über 80000.thaler zusammen gescharret,, durch anstiften des jetzt-bemeldtenPapsts und seines sohns Cäsaris Borgiä, damit sie dessen reich-thum bekommen möchten, an. 1502. mit gift vergeben wurde;wie denn des Cardinals Cammer-diener unter Leonis X. regie-rung bekannt, daß er von dem besagten Papst und dessen söhnemit gelde bestochen worden , seinem Herrn gift beyzubringen.

kill. lib. VI. VZKeL Ital. lacra. L2-WM5. L?raccs-

* Ferrarus, (Robertus) ein Englischer Bischoff zu Me-

neve, wurde an. 1549. dazu eingeweichet, aber, weil er einweid genommen hatte, wieder abgesetzt, und endlich einer ke-tzerey wegen zum tobe verdammt, und den ;c>. mertzan. 1;;;.m Caermardhin in Süd-Wallis auf öffentlichem marüte leben-dig verbrannt. Er war gelehrt und fromm, aber dabey vongrosser ernfthafftigkeit, und ein feind von aller schmeicheley undVerstellung. 6s Dpils. 6ngl. ?. I. p. 6i<;.

* Ferreira, ( Antonius) gebohren zu Lisabona, war einweitberühmter Lkirurgus in dem XVII. ssesulo, welcher inbemeldter stadt an. 1670. einen Lurlum LbirurgiL an das lichtgegeben, so seiner gute wegen nach der Hand zu verschiedenenmalen ist wieder aufgelegt worden. Er ist in fol. und hat zumjjtul: Dnx ver6scleirs , e resopilLäo sxame 6e tot» a Lkirur-xia. Ferreira war seiner geschicklichkeit wegen Leib-LKirurgusbey Don Jean IV. Könige in Portugall. Da die Jnfantin Don-na Catharina in Engelland verreiset, um sich mit König CarlII. zu vermählen, war Ferreira mit unter ihrem gefolge. Seinlod fällt in das jähr 1677.

* ferreira 6s Vera, (Alvarez I ein Portugiese gebob-ren zu Lisabona, ist seiner wercke halben bekannt. Sein gro-ßes ssuäium war die Historie, sonderlich die adelichen Häuser be-treffend. Er hatte den zuqang zu den archiven der Königevon Portugall, Torrs äs Vombo genannt, daher war es ihmleicht, die wahren adelichen geschlechter vor denjenigen zu er-kennen , welche sich nur mit einem theils neuen theils gantzfalschen Adel schminckten. Daraus nahm er auch alle rim-108 Xobilitstis, und formirte genealogische tabellen, auf wel-che man sich sicher verlassen konnte. An. r6;r. publicirte erüber diese Materie zu Lisabona ein werck, genannt Origem 63

Hoblers , koiitisa, 6c Llaxosns 6s Lrmss, Üpelii6o8, Lsr-xos e tiwloz. Xobres. An. 1640. gab er zu Madrid observatio-uen über das geschlecht Don Petri des Infamen heraus, undin dieser stadt starb er auch an. 164;. und hinterließ eine Hi-storie der Könige in Portugall, Dionysii, Alphonsi IV. undPetri I-, welche zu Saragossa an. 1647. in folio heraus gekom-men.

Ferreri, siehe Ferrero.

Ferrerio , (Antonius) Cardinal und Bischoff von Perou-se, war zu Savona von geringen eltern gebohren. Allein,die niedrigkeil seiner gcburt machte ihn nur desto begieriger,groß guth und ansehnliche ehren-stellen zu erwerben. Doch wuß-te er dieses alles so zu verbergen , daß man anfangs gantz et-was anders von ihm hätte glauben sollen. Dadurch nun brach-te er sich bey Julio II. grosse gunst zuwege, daß dieser ihm nacheinigen geringern ehren-stellen die Bißthummer von Nola, Eu-gubio und Perouse, und an. 150;. gar den Cardrnals-Hut gab.Zwar die andern Cardinäle, welche Ferrerlt gemuthe endlichkennen lernten, widerriethen es dem Papst; allein dieser woll-te sich dadurch dennoch von seiner gewogenheit gegen ihn nichtabwenden lassen, bis er es endlich gar zu grob machte. Dennda er sich als Päpstlicher 1-sMus zu Bonomen aufhielte, ließ

er viel keuche, um ihr guth an sich zu bringen, ermorden. A;nun endlich noch darzu kam, daß man von ihm ausgab, a>hätte er eine conspiration wider den Papst angesponnen, wmde er gefangen gesetzt, seine meublen verkauft, und darvonarmen Unterthanen, welchen er auf die zoooo. ducaten aog«rwmmen, wiederum vergnüget. Ferrerio aber grämte sichMassen darüber, daß er an. r;c>8. den 1;. jul. starb.

bist. Lar6in. Ist). IV. chcheF. As-

Ferrerius , (Arnoldus) einer der gelehrtesten RechtsgeEten seiner zeit, wie denn Cujacius ihm fast alle seine REwissenschafft dancken will, war von Toulouse gebürtig.gründ seiner studien legte er in Franckreich, von dar degav Vsich nach Italien, und machte sich zu Padua je mehr ""mehr geschickt, seinem vatterlande zu dienen. Bey feiner Vrückknnst lehrte er die Rechte auf der Universität zu Toulow 'und wurde daselbst durch Vorschub des Cardinals von Tour"".Parlements-Rath. Nachgehends bekam er die Prasidenten-1""le bey der Cammer 6ss Lngueres zu Paris, desgleichen .charge eines Requetenmeisters. Carolus IX. schickte ihn ^das Consilium zli Trident, das interesse der Cron Franckre« /zu beobachten, allwo er an. 1562. eine vortrefliche redeten, welche aber von den versammleten Bischöffen, undderlich von dem Cardinal von Lothringen aus dem Hause v>' ^se, ihrer schärfe halber sehr übel aufgenommen worden.eben bey diesem anlas soll es geschehen seyn, daß, als (stwwItaliänische von des Papsts Gesandten ausdrücklich darzu"stellte Bischöffe, ihn durch ihr gespött zu stören und zu §wirren meynende, ziemlich laut unter sich murmelten: ^

c-iMsr; der Hahn krähet; Ferner ihnen gantz frey aus erstegreif geantwortet: wollte GOtt, daß auf diesesnen-gefchrey Petrus wiederum busse thäte. Indessen, ^ .doch in selbiger zeit der Französische Hof zwischen beyden "llen wanckete, fo schickte man den Ferner, um die mißverV'Vte in etwas zu vergnügen, mit dem character eines Amvaii^dors, nach Venedig, allwo er, sich seinem stände gemäßzuführen, alles das seinige angewandt, und über dieses "" »grosse schulden gemacht, dafür ihm aber bey seiner MUA"nach Franckreich nicht der geringste abtrag geschehen. A Llome hat angemercket, daß Ferner in zeit dieser Gesandtl«"" §mehrmals nach Padua gereiset wäre, um allda fürlust einige öffentliche lectionen im Rechte zu halten, w""aber von seinem Könige gar übel sey aufgenommen woruWegen diesem allen hat er sich an des Königs Henne« ^Navarra Hof begeben, allwo er mit der grösien gütigkeugenommen, und mit der stelle eines Cantzlers beehret wor ^Allein, er konnte solche nicht lange bekleiden, indem, ernachdem er sein leben bey nahe bis auf 79-bracht, gestorben, Im übrigen war er lange zeit der ^ achflämischen religion heimlich zugethan, bis er sich endltw r-,feiner zurückkunft von Venedig durch den Herrn 6u Plrß'^ hglnai bereden lassen, sich öffentlich darzu zu bekennen. U^eirauch einige schriften hinterlassen, wovon insonderheit-chegelesen zu werden die reden und briefe dieses manncs, I"er eben aus'anlas des Tridenlinischen Loncilii verfertig", ^,5

an. 1608. unter dem titul : IriltruÄions 6c MsslVSS 6ss Oofl,

1. L. 6c 6e Isur8 ämb. <L ->mre8 piece8 sonsernsur

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cils 6s Trente , sind gedruckt worden.lib. II. e!o§. 6s 6u Llessis,

x. 104. rc>6. r;8. l6;. 187. 644. *

^errerius, (Augerius) ein berühmter Asäicus

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T^errerius, ( Augerms - ein oeruymier mscucu^, -> ^arzvon Toulouse, allwo sein vatter ein geschickter LstirurE^Mund ihn anfangs selbst in dieser kunst unterrichtete. --Tuchenlegte er sich auf die übrigen theile der Medicin, d^M^y.auf die Mathematic und wahrsager-kunst aus den w' ^sei»Bey allen diesen wissenschafften hatte er ein anmuthlge"bey sich, daß jederman gerne um ihn war. Joh^achelid"trandus, Siegel-Verwahrer von Franckreich, und namsCardinal, recommendirte ihn der Königin Catharina hjec-dicis, die ihn auch zu ihrem Leib-lVls6icc> ernennte. Heft"auf besagter Cardinal nach Rom gieng, begleitete Iv" » §gi-rius dahin, und wurde überall mit der grösten hüM«pfangen. Nach seiner zurückkunft kehrte er wieder na«^ Arlouse, und starb an. i;88. im ?zsten jähre seines airei :stunde mit Julio Cäsare Scaligero in guter freundicy"" „bediente sich dieser sowol in der Medicin, als auch ansenschafften, seines raths. Man hat unterschiedene '^6^von ihm, als da sind: Vsra me6en6i l>Iecko6us, ^; ü-llons5 ?rs6Iicke iVleclicinxe; 6e pu6sn63 I.ue -g; 6

Ksäise Lkina libsr, guo probstur äiverssm ssss Lv ,

Disbu8 OLsretoril8 lecun6um kxtksgoricE.. .IllironomlLÄM Observatlonem ; Istber 6s 8ommi8; '

Vi8 , 6aleni 6c 8>mslii 6e InlomnÜ8 I>ibrl; Vrsits 6 ^ ^

Irsits 6s8 sugemsn8 Üilronomigue8; ävsrcisseinLo6in kur ls gustriems l.ivrs 6s tä ftepubligue; v '

msnt Ivr ta V. Vomu8 L 6s legst. 2. .o,v- ^'

I.XXXIX. elog. lib. III. elo§-

x. 106. feg. <«->,eral

Ferrerlus, oder Ferrarrus, (Bomfacius)Carlhäuser-ordens, war von Valencia in SpawA.? »vAgund legte sich anfangs auf die erlernung der Rew«nen er auch grossen rühm erlangte. Allein, als m» ,^chc"mit 7. töchtern und 2. söhnen gestorben, «nd nlwdie ». jüngsten söhne übrig geblieben, vermachte er v

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