47<r
fez fib
fib fic
r»en besagter König gewöhnet, eben dergleichen Privilegiumhat. Das land Fez ist unter allen landschafften in der gan-tzen Barbarey am besten angebauet , hat viel feine städte,und ist mit ffüssen wohl bewässert. Der König von Maroccoist Herr davon, welcher sich tituliren lässet: Kayser von Afri-ka , König von Marocco , Fez , Suz und Falettt, Herr vonDaro, Gago, Guinea rc. Das land ist von Mauren undArabern bewohnet, welchen erlaubet ist, vier weiber zu heu-rathen, und darneben so viel concnbinen zu halten, als ihnenbeliebet. Ihre todten pflegen sie allezeit in neue erde und frischegräber zu begraben, damit es ihnen, wie sie glauben, der-maleins bey der auferstehung nicht beschwerlich falle, ihre glied-massen wieder zu finden, und des emen seine von des andernzu unterscheiden. kiiloir.
au K.OIÄUMS äs Assrosco. äefcr. üfr. L L)/o«, relstioa
äs l'Lmpirs äu Ülaroec.
Fezzen , oder Festen, ist eine grosse und wüste landschafft inAfrtca in Biledulgerid oder Numrdien, nebst einer stadt gleichesnahmens. Sie liegt jensert der vielen berge, woraus das ge-bürge Atlas bestehet, gegen Gadema oder Godomessa und An-gela zu. äewr. üftic.
* Fiacone, ehedessen LIisnur, ein Italiänischer flecken indem Genuesischen gelegen, auf einem der Apenninischen gebür-ge, an den Mayländifchen grentzen, zwischen Genua undTortona.
St. Fiacre, soll ein söhn des Königs Eugenii IV. in Schott-land gewesen seyn, der an. 606. regierte, und von Conano,dem Bischoffe von Man, auferzogen worden seyn, welcher ihmeinen solchen haß wider die welk beygebracht, daß ungeachtet ererbe zur Crone war, er sich dennoch lieber mit feiner schwcsterSira unbekannter weife in Franckreich begab. Als er nun nachMeaux gekommen, that der Bifchoffdesielbigen orts nahmensSt. Faron, und welcher für dieses gleichen fremde immer gros-se liebe und Müdigkeit bezeigt haben soll, seine sthwester iri einkloster, ihm aber räumte er zwey stunden von Meaux einen ortnahmens Breuil ein , daselbst eine einsiedler - zelle zu bauen.Gedachter ort war nahe bey dem walde Fordiüe, allwo er sehrviel wunderwercke soll gethan haben. Nachdem sein vatter ge-storben , und dessen jüngerer söhn Ferchard wegen seiner Übelnregierung vom throne geflossen worden, schickten die Schott-länder einige Gesandten zu Fiacre, und liessen ihn ersuchen,daß er wieder nach Hause kommen, und die Crone annehmenmöchte. Allein sein einsames leben gefiel ihm so wohl, daß erihrer bitte nicht willfahren wollte. Nachgehends starb er, undwurde in der Dom-kirche zu Meaux begraben. Als der Königin Engelland, Henricus V., von dem kriegs-heer des Königs inFranckreich, Caroli VI., unter welchem Schottländische troup-pen waren, bey Baugy geschlagen worden, plünderte er desFiacres kloster, um sich also zu rächen, weil dieser Heilige auchein Schottländer gewesen. Allein hierauf soll er alsofört denblut.fluß , so dazumal St. Fiacres kranckheit genennet wurde,bekommen haben, an welcher er auch zu Bois äs Vincennesan. 1422. sterben muste. In währender kranckheit soll er dieseWorte haben von sich vernehmen lassen, er sehe wohl, daßnicht allein die Schottländer auf erden, sondern auch die, sobereits im Himmel wären, es mit den Franzosen hielten. Dochwird uns die fache vielmehr von Legenden-schreibern, als vonden lilstorieis also erzehlet. (Siehe Henricus V., König inEngelland.) Der gelehrte Bastlet, welcher die leben der Hei-ligen mit einem Eschen urtheil erwogen hat, hält das meistevor ungewiß, und gedencket nur nicht, daß St. Fiacre sollteeines Schottischen Königs söhn gewesen seyn. Der erste scri-bent , der seiner Meldung thut, hat in die 200. jähr nach ihmgelebt, und der nennet ihn Feste, woraus die Franzosen erstmüssen Fiacre gemachel haben; doch, wie dem allen, so wirdSt. Fiacre gar an vielen orten in Franckreich mit gröster devo-lion verehret. Seine gebeine werden jetzt zu Meaux aufbehal-ten, wohin man sie an. 1662. um mehrerer sicherheit willen ge-bracht hat, da sie bis dahin in dem krieure äs 8. kiacre nichtgar fern davon waren aufbehalten worden. Doch werden auchstucke davon in Paris und anderwärts gewiesen, ohne was derBlschoff zu Meaux Jean äs Beüeau an. 1627. dem Groß-Her-tzoge von Toscana verehret hat. vies äe88siML au zc>.
svril. wm. IV. ?. 6^7. *
Fiano, ein flecken an der Tiber im kstrimonio Petri, wel-cher mit dem tltul emes Hertzogthums beehret ist.
Fianona, lat. Vlanons, eine kleine stadt nebst einem vestenhaftn auf einer klemm halb-msul in Jstrien, am Golfo äi Car-nero. Sie gehört den Venetwnern.
* Fiasello , (Dominicus ) ein mahler, der zu Sarzana in
dem Genuesischen an. 1589. auf dre Welt kam. Einige nen-nen ihn von seiner geburts - stadt schlechthin, il Sarzana.Er starb im octobr. an. l66y., und hatte unter andern disci-peln auch Johannen» Baptlstam Frasello seinen vetter, wel-cher ebenfalls ein geschickter mahler worden. leben
der Genuesischen mahler.
Fibig, (Gottfried) war zu Breßlau an. -612. gebohren,allwo fern vatter Lrckiälacanus bey der kirche zu St. Bernhardtgewesen, und wo er unter Elia Majore den gründ zu seinen stu-bien geleget. An. gieng er nach Leipzig, und nach derLeipztgischen belagerung nach Jena» Hiestlbst erhielt er den ßr».
äum voökons; wie auch an. 1640. eine Profession in VAl aber an. 1646. im ?4. jähre seines atlers mit tobe ab. ^ >
gieng aber an. 1646. im ?4. jähre seines.. -
ne schriften sind : krocessu8; k.Ieifta ^uris publisi stoman!,
legium ftegsle; Lollegium ÜÄiornim Ksckoviarum. '
Fibiger, ( Michael Joseph ) des befreyten Ritterliche"dens der Creutz-Herren mit dem rothen stern durch SA l wund Polen VilitLwr, unb des Fürstlichen Hospital - SM" ^St. Matthiä in Breßlau Herren-Meister unb Prälat, war .Franckenstein in Schlesien den 16. may an. 16; 7.Nachdem er zu Glatz und Breßlau studirt hatte, that erzu St. Matrhiä profeß, war zehen jähr lang Sonntags-ger, und wurde an. 1696. zum Meister des oberwehnten ö > ^chen Ritter-ordens erwehlet, um den er sich durch austm-' ^vieler gebäude, gute einrichtung der wirthfchafft, und ^anstalten sehr verdient gemacht. Seine übrige zeit wenv-aufs studiren, und die Verfertigung verschiedener schr''.mbrachte auch die biblivtheck zu St. Matthiä an einen beque»ort und in bessere ordnung, und vermehrte dieselben m>- ^len neuen und auserlesenen büchern. An. 1698. bauere ' ^Kunov eine kirche, und brachte an. 1720. die Creutzvmv > ^kirche nebst dem )ure parroEu» zu seinem orden, erkauftedas recht zu brauen und auszufchencken, vor die dorft-' ^Breßlauischen und Olauischen, und an. 1709. dieOber-H" §-im Briegischen. An. ,711. erbauete er die kirche St. A n>acretha von neuem, und starb den rr. jan. an. 17"
bE
ein überaus leuthseliger und höflicher mann, und hatseinen häufigen amts-gefchäfften, wie auch vielen kranaound gicht-schmertzen verschiedene schriften verfertiget: «7geticht von einführung der Christlichen religion in SchwU. he-ter dem titul der Elysischen selber, welches er aber ;kannt werden lassen , weil er es vor sehr unvollkommenedie vernunftlose schluß-kunst wider v. Joh. FriedrichI-ogisam «^09.01- kontiksiorum; Henslii Nleüogrsxdisw ^novawm cum sokoliis, welche er nach der zeit noch ich . pasren, und bis auf seine zeit fortzusetzen bemühet gewesenin Schlesien gewaltthätig eingerissene Lutherthum , 'j,,Ur-schrift aber nach seinem tobe mit vielen anzüglichkeiten'polirt worden. Bücher«saal, wm. II. Teutsche«"^
Ficari, lat. kifsrs, ein grosser flecken, nebst einew M^j-an der südlichen käste der insul Corsica, bey dem einfluvnen flusses Ficari.
Ftcaruolo , oder Ficheruolo, ist eine kleine etwasstigre stadt, in dein gebieth von Ferrara, an dem v"'gleich bey den Mantuanifchen grentzen, gelegen.
Fichardus, (Johannes) einer der berühmtesten^-'lehrten seiner zeit, wurde zu Franckfurt am Mayn amgebohren. Nachdem er an seinem geburts-orte sich m vc ^lNLnioribus beste gesetzet, begab er sich nachBrißgau, daselbst die Rechte unter dem berühmten gl-studiren, wie er auch an. r;, i. im neunzehenden jähre hryterö vockor wurde. Von dar kam er nach Speyer, "Listigerdem Cammer-Gertchte sich zu üben. Nach verfliessimg .zeit gieng er nach Italien, und lehrte die Rechte zu PasBologna, bis er endlich bey seiner zurückkunft in E xMterlande ^näicus wurde. Gleichwie er dieses am» mu» ^^0treue bis an seinen tod, der an. i;8i. erfolget, mvierzig jähr verwaltet, und sonderlich an der stadt -v"Rechten viel gearbeitet, also unterließ er nicht, drr w»» v>.öffentliche schriften zu nutzen. Unter diesen sind: . in-
tsrum rscenriorum ^Ltorum sb Irnerio usgue sä sl-
äices äuo omnium Lcripwrum in sure Win I'ontiücio ? Aev^vili; IrsÄstus Lsutel-num omnium sLtorum, llss,cautelsrum msterism ex professo trsöksrunt; lckbrilsibris proprÜ5, äe Oräine Dibrorum suorum, äsIntomniis, guomoäo morbum limulsntes ünr ckepro» ;äs LxercitLtione parvse kils:; Lonsslium in M orbo ^^ills
welche er aus dem Griechischen in das Lateinische uveri^ zu.einige andere. vir. 6erm. ^Lcor.
xrolop. kill. lik. KXXIV. äs cl-U-
tcrpr. elog. tom. I. LIII.
Ficheruolo, siehe Ficaruolo.
* Fichet, (Wilhelmus) ein berühmter Franzwe , MsskLulo, war an. 1647. ftEor der Universität zu vwurde hiernächst auch voctor in der theologstM'daselbst. Er lehrte zwey und zwanzig jähr lang.h, HHe-kETheologie und Philosophie, nachmittags aber die A^t>tstiwund legte zu gleicher zeit so viel proben seiner eigenen pe»keit ab, daß er überall grosses ansehen erlangte, u"wegen bey Hose in unterschiedenen Staats-geschan ^ erze'^.chet wurde. Als er sich an. 1471. i» Rom besänihmSixtusIV. besondere ehre, und machte chnum^rlM,zu seinem Cämmerer, wofür demselben die geiamr ^schrmeUniversität ihre danckfagunq abstatten ließ- SE ^sind : eine Lateinische Rhetvric, und Lpissolsrum ^che an. 1470. und 1471- zu Paris heraus gekommen- ^ann. rypogr. rom. I. jugsm. äes Lavsns
riciens, lom. III. -gLUrst^
,Fichtelberg, eines von den grösten und unge^bürgen in Teutschland und zwar im Norgamstoßt ^ w» ^an Böhmen, gegen abend an Francken, gegen m« Ab