Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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bücher in gespräche abgefasset, weiche von ihrem tugendhaff.ten gemüthe sattsam es zeugnis geben. Sie starb an.

Den 14. fept. Testers, biK. üells salb kieics. « 6r«-

script. äsllg ssigur.

Fiefchi, (Joh. Ludovicus von) ein junger Graf von Lava.gni, Sinibaldi Fieschisohn, den sein ehr-gertz und darauf cr-folgtes Unglück berühmt gemacht. Der nerd gegen die fanuüederer Doria, die immer vornehmer und grosser wurden, brach-te ihn dahin, daß er sich in eine conspiratwn wlder selbigeeinließ, um Herr von Genua zu werden. Er wußte ,em vor-haben durch stine Verstellung und Ueb-reltzende worte gar baldzum stände zu bringen, inmassen er auch selbst den Gianne-tin Doria, dein er doch absonderlich feind war, weil ihnder grosse Andreas Doria zu seinem Nachfolger, in aller macht,ansehen und reichthümmern , welche er sich in Genua erwor-ben , gedachte zu hinterlassen, durch seine begegnung eine zeitvorher ganll sicher machte. Als nun aufden i. jan. an. 15-7.die gantze rotte zustimmen gekommen, schritte er zur ausfuh-runq seines anschlags. Und ob ihn gleich seine gemahlin, derer sich entdeckte, mit thränen abzuhalten suchte, fruchtete dochdieses alles nichts, und er tröstete sie mit der künftig zu erwar-tenden Hoheit. Anfänglich zwar ließ sich für ihn alles wohlan, Giannetin Doria , als er sich, bey Vernehmung des ent-standenen tumults, ohne noch recht zu wissen, was es wäre,und in der einbildung, daß nur einige Handel unter den Ma-trosen möchten entstanden seyn, mit wenigen aufgemacht,wurde von den zusammen-geschwornen mit vielen wunden er-mordet, und des Fiefchi leüthe bemächtigten sich des zeua-hau-ses, da die galeeren lagen. Allein, da der Graf sechsten indie galeeren gehen wollte, die sclaven frey zu machen, umsich ihres beystandes zu gebrauchen, fiel er mit seiner schwe-ren rüstung, die er anhatte, in das meer, und ersoff, ohnedaß man ihm bey der finstern nacht hätte hülffe leisten kön-nen , worüber das gantze werck einen andern ausgang ge-wann , weil sein bruder, der an seine stelle treten wollte, so vielansehen nicht hatte. Seinen cörper, welcher erst etliche tagehernach gefunden wurde, schmiß man wieder zurück ins meer.Sein bruder Hieronymus, welcher sich in die, vestung vonMontobio gemorsten, wurde gefangen und getödtet, die ve-stung aber hernach geschleifet. Damit auch den nachkom-men ein trauriges denckmahl dieses verrätherischen Unterfan-gens hinterlassen werden möchte, so wurde der alte und präch-tige pallast der Fieschi in Genua bis auf den gründ abgebro-chen ; Oltoboni aber und Cornelio, so gleichfalls aus diesemHause waren, und sich von selbsten davon gemacht hatten,bannisirte man für ewig aus dem lande. Allein, da hernachOttoboni an. 1555. von den Spaniern in Portocola gefan-gen bekommen, und dem Andreä Doria überliefert worden,ließ dieser ihn in einen sack nähen, und als einen morder undverräther des vatterlandes in das meer schmeiffen, welche raachedoch diesem alten mann nicht von allen zum besten ausgelegetwurde. Kill. lib. III. <L XV. a. Ls.

bist. äi 6 en.üio. con^iura äi Dom I-uigi ässsielcbi.

äs Is coissuratioll äs lesn Louis äs kielgue Ac. *

Fieschi, (Nicolaus) Cardinal, Ertz-Bischoff von Ambrunmw Ravenna, war von Genua aus der kurtz vorher angeführ-ten berühmten familie. Er war schon unter Jnnocentio VIII.mit im vorschlage wegen der Cardinals-würde, doch wurdeihm solche erst an. izo;., aufrecommendation Ludovici XII. inFranckreich, von Alexandro VI. ertheilet. In Franckreich be-saß er die Bißthümmer Toulon und Frejus, und nach diesendas Ertz-Bißthum Ambrun, worzu er m Italien das von Ra-venna bekam. Von den scribenten wird er insgemein wegenseiner frömmigkeit und hertzhafftigkeit gerühmet, wie er dannkein bedencken trug, Alexandro VI., so den unschuldigen Bi-sthoff von Citta äi Castello absetzen wollte, sich nachdrücklichzu widersetzen. Bey Julio II., welcher mit kriegen schwangergrenz, gebrauchte er sich nicht weniger freyheit, und Adria-rms VI. muste sich gleichfalls hart von ihm verweisen lassen,baß er wider die bisherige gewohnheit nur mit wenigen Per-sonen in den wichtigsten affairen sich berathschlagte, ohne bemheiligen LoiieZio davon Nachricht zu geben. Nach dem todedieses letzt-erwehnten Papsis hatte er viel stimmen, die vor ihnwaren, und seine verwandten erboten sich, zu erkauffung derübrigen, eine grosse summe gelbes vorzuschießen , welches eraber, in Hoffnung mit seinen meriten durchzudringen, abge-schlagen haben soll; als ihm aber dieses mißlungen, soll er sichdarüber zu tode gegramet haben, welches an. 1524. den 14.jun. geschehen. ssZ/re/a, IN eloZ. in Lärisuo VI.

t>e«,, bist. ssavsnnst. üb. IX. 0 ^ 11 . , bitt.

äss Larclin. Ac.

* fieschi, ( Lucas ) zu Genua gebohren, wurde an.iLyZ. von dem Papst Bonifacio VIII. zum Cardinal gemacht.Er war sehr erkenntlich darMen , und nahm dahero seinevartey zu Anaania, da ihn Wilhelm Nogaret und SciaraColonna in arrest nahmen. Er ward von dem Papst ElementeV. nebst andern Cardmälen ernennet, den cronungs-ceremonienKaysers Henrici vil. beyzuwohnen. Auch Mckte ihn Johan-nes XXII. als seinen Legaten in Engelland. In allen diesen undandern wichtigen angelegenheiten führte er sich wohl auf, undzeigte, daß er ein qottsfdrchtiger Prälat wäre. Er starb an.i;;6. und ward in der Haupt-kirche zu Genua beerdiget, tpo man

sie fig

sicher sein grab noch sehen kan; und irren sich deswegenphrius und Ciacconius, welche vorgeben, daß er zu Avlg'begraben liege. , lib. IX. L« , bist.

re , liv. XIV. L« , nomenclat. Lsräm. ^

IM. Laräincwx.

"Fieschi, (Georgius) Cardinal, Ertz-Bischoff von ^nua, lebte in dem XV. sxculo, und ward von Papst Egg ^IV. in den Cardinal-stanb erhoben, den 18. dec. an. i4ivLoncilio zu Florentz; diese würde gab ihm den nähme» .VAnastasii. Nicolaus V. ließ ihn das Bißlhum Ostia 1"^ '«xauswehlen, und ernennte ihn zum Legaten in Ligurlen- ^hatte auch grossen antheil an der gunst der Päpste Calik"und Pii II. und starb zu Rom den n. oct. an. 1461. "wer Hregierung des erstgedachten Pii. Sein leichnam wurde ' ^Genua gebracht, und in der Haupt-kirche bestattet, wo stinsmahl noch zu sehen ist. cvacvs«r«§.

2«^. , bist. äes Laräiu. -a

sslss 80 ssss, oder TL80LI, eine gewisse brüderschaIkvetMönchen, welche auch St. Hieronymi bettel-bruder gew Dwerden, und von Carolo, des Grafen von Mont ssM' §söhn, gestiftet worden, als welcher ums jähr i; 86 . am ^gebürgt Fiesole ein einsames leben führte, und dadurw ^legenheit gab , daß sich noch unterschiedliche andere PA' hjssein seine gesellschafft mit begaben, da er denn herrEbrüderschasst stiftete, welche erstlich von Jnnocentiobilliget, und hernach von Gregorio XII. und Eugemo^.unter St. Augustini regeln, bestätiget worden, o?»»sn. l?8ä. n. ,2. . 17 ,> 6 «,, lib. I. c. 22. bist. reli§.

Fiesole , lat. kselul-e, eine Bischöffliche stadt ja Tnien, in welcher provintz sie vor zeiten eine von den vor»gelegenen 12. ansehnlichen städten war, und zwar derToscanischen Wahrsager und zeichendeuter, welche "Estadk

glauben den Römern mittheilten. Nicht fern von dreier

schlüge sich Catilina mit des Römischen Raths knego-v^^und kam fast mit allen seinen lenthen um. Diese flamvor zeiten mächtig, und wird von einigen angemerem'Stilico mit derselben einwohner beystand Rhadagaifm»'. jyKömg der Gothen, geschlagen, und, wie man vorgM ^die 100000. mann von feinen lenthen getödtet, oder » he-rlaufen des Apennini, wo er sie eingesperret, geMS^ hjssekommen. Nach der zeit aber haben die Florentinerstadt ruiniret, um ihre eigene groß zu machen. '

OEel,. , in vit. bujus urbis."

HM-'

Fiesole , (Andreas von) ein künstlicher und berühmteHauer von Fiesole aus Italien gebürtig. Sein ganM.-> klM»war Andrea äi Pietro äi Marco Ferrucci. Er hat dmmehrentheils von sich selbsten ergriffen, und zu Imoia^ ^^r-poli und Pistoia, wie auch an andern orten, schone wer" ^nfertiget. Er informirte auch in der bau - kunst , w»Scarpellino sein lehr - jünger gewesen. Er starb an.Sandrarts Academ. k. II. lib. II. p. 87. * - g)gr--

Fieubet ,(Caspar von) war oberster Präsident des ^lements zu Toulouse, welchem nach seinem tode ver ^ie,in Franckreich, Ludovicus XIV., selbsten das zeugmS aondaß er einer von den grösten und vortrcflichsten Rttyrer» ^ yetKönigreichs gewesen, und daß er schwerlich einen amA^en,ihm in seinen lugenden gleich wäre, würde finden r Eseine stelle damit wiederum zu ersetzen. Wie sein vm»

Helm schon Präsident -m sslorcier zu Toulouse, unv - ^jsi>oberster Präsident des Parlements in Provence gewe»' B-hat auch nach ihm sich dieses gefchlecht durch verstoß. Parl^sehnliche Personen, so daraus entsprossen, in niem»menter, und nahmentlich auch in das Parisische au»vL« , Lirnul. äs Toulouse. * , ^ichStt-

Fife , eine grosse und wohl-bewohnte GrasschaD ^ t>ckland, welche den Firth auf der einen, und dieandern feite bat. Es ist eine von den besten Grai' ^^ ssdes gantzen Königreichs, welche an städten »^.»istfie^»tzen emen grossen Überfluß hat. Gegen die kuste r».fruchtbar an getreyde, und mit allerley fischen wom.^ rarDesgleichen wird auch eine grosse menge von E

innen gegraben, und viel saltz gemacht. Die Gratt'tes, mit dem zunahmen von Lesly , sind erbliche r.« reter dieser Grafschafft. Es giebt auch noch viel §geeM°(geschlechter darinnen, als die Grafen von Cransson-, ^ hesLevin, Melvil, Lords Balcarras, Burleigh / see-hvdarinnen die stadt St. Andrews. Sie hat auch ' .uzieht»fen-städte, welche dem lande eine gute Handelscham hringchund viel tapfere Matrosen und see - sichrer N-dliche ^ ,4Von dieser Grafschafft führten vor zeiten unterstM' s-Mge'lien den tikul Thaue, und hernach die bruder vr .Schottland den Grafen-titul. ^

Figeac, cine kleine stadt und Abtey in der landM m-Lcy, am fluß Sele, gegen d,e grentze von Auver^oder 10. weilen von Cahors gelegen. Das kiom. ^helte'^König Pipinus an. 7^. allda gestiftet, und ^h diesck^hjr

oder 10. weilen von Cahors gelegen. Das klosteKönig Pipinus an. 7^. allda gestiftet, und ^ fhie

die er den umliegenden leuthen ertheilet hat, s - h,eden ansang. An. izoi. hat der König Phillppu ^ haben „gGerichte allda dem Abt abgehandelt. An. ^°°^ouat m

Reformirten Fürsten in Franckreich diese stavr

vergeblich belagert, aber an. »576. wurde sie e gepm