Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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söhn Richardi, dessen vatter Gilbert, Graf von Eu in der Nor-niandie gewesen, und dessen nachkommen oder ftiten-vcrwand-le / nachdem sie sich in Engeüand vest gesetzt, sich von Cläre ge-schrieben. Hernach ist an. 14; -nach absterben Walters,LordsFitzwater, durch dessen einzige tochter und erbin , Elisabeth,der titul Fitzwater auf die Ratclisss gekommen. Diese sind ,von an. 1529. bis gegen die mitten des XVII. lTcuIr, Grafenvon Sussex gewesen. Nachdem aber an. 1629. Robert Ratcliff,Graf von Sussex, wie auch Lord Fitzwater, ohne leibes - erbengestorben, und dessen vetter, Eduard Ratcliff, in der wurde einesGrafen von Sussex succedirt, prätendirte bey dem Par.'ement,weiches an. 1640. zu sitzen anfieng, der Ritter Henricus Mild-may von Mulsho den titul eines Lords Fitzwater, wobey seinfundament dieses war, daß ihn der Ritter Thomas Mildmay,entsprossen aus einer alten und angesehenen familie in Esser,mit Francisca, einer einzigen tochter Henrici Ratclisss, Grafenvon Sussex, gezeugt. Die innerliche unruhe verhinderte, daßdie gemeldete prätension unerortert blieb , bis nach Caroli II.Wiedereinsetzung, da des vorerwehnten Henrici Mildmay sohnssöhn, gleiches nahmens, dieselbe aufs neue mit grossem Nach-druck hervor suchte. In wahrender Untersuchung, welche vordem Ober-Hause des Parlements geschahe, starb letzt-gedachterPrätendent ohne leibes-erben. Allein sein bruder und erbe, Ben-jamin Mildmay, erhielt endlich eine vollkommene bestatigungder würde eines Lords Fitzwater, und ward in solcher quali-tät, nach dem alten ränge, zu dem an. 1669. versammletenParlement beruffen. Er heurathete Catharinam, eine tochterThomä, Vice-Grafen Fairfax von Emmeley in Irrland, und ließvon derselben zwey söhne nach sich, von welchen der jüngsteBenjamin hieß , und der älteste, Carolus, ihm nachfolgte.Dieser vermählte sich,mit Elisabeth, der ältesten tochter Ca-roli Bertie , eines jüngern sohnS Montagues, Grafen vonLiudsey, welche ihm einen söhn, Carolum gebohren.

0/ II. p. 19. LriMnnis.

Fitz-William , siehe Southampton.

Fivelmtto, wird diejenige gegend von der Niederländischenprovintz Groningen genennet, welche von dem fluß Hunnes,oberhalb der stadt Gröningen, bis an den einfluß der Ems indie see, zwischen den abtheilungen Gerecht, Hunstngo und Ol-denampten, sich erstreckt. Dam und Delffzyl sind die merck.würdigste örter darinnen.

Fiume, siehe Ganctveit am Flum.

Fizes, (Simon) Freyherr von Sauves, war aus Langue-doc, und Staats-Tecrecsrius des Königs Caroli IX. in Franck-reich. Die erste gelegenheit seiner beförderung fand er bey demSiegel-Verwahrer Bertrand, welcher ihn anfänglich zu seinem8e«etsrio machte, nachgehends aber an. I??;. zu dergleichencharge bey dem Könige recommendirte. Hierauf wurde er be-fehlichet, den Cardinal von Lothringen auf das Loncilium zuTrient zu begleiten, allwo er auch vortrefliche proben seiner qe-schicklichkeit abgeleget. Deswegen ernennte ihn die Königin Ca-Iharina äs Medicis bey seiner znrückkunft zu ihrem Secretsrio,und brachte ihn endlich gar unter die zahl der Staats-Secre-tarien. Von solcher zeit an wurden ihm die wichtigsten assai-ren, sonderlich aber an. 1^72. die ausführung des grausamenUnternehmens wider die Hugonotten anvertrauet. Ja KönigCarolus IX. hielt so viel von ihm, daß er ihm auf seinem tod-bethe, in abwesenheit des folgenden Königs, der sich in Polenaufhielte, die angeleqenheiten seines Reichs auftrug. Hieraufwurde er Henrico III. so aus Polen zu Turin angekommenwar, entgegen geschickt, ihm den zustand des Reichs zu hin-terbringen. Nach seiner zurückkunft lebte er wenige jähre ,indem er an. r;79. gestorben. O» lüstoir. äes 8ecretai-res Z'Ltst.

Flaachthal , hat den nahmen vom dorf und der PfarrFlaach , und ist ein gar schöner und fruchtbarer strich landsunter Andelfingen, zwischen dem Rhein, der Thür und demJrchelberg gelegen , darinnen vor diesem Edellenthe ihre ade-liche sitze und jchlösser gehabt haben, als die von Ebersperg,von Schollenberg, von Radeck, von Henkart, von Hechingen,von Goldenberg rc. Gehöret der stadt Zürich, welche einen Ober-vogt zu Flaach ordnet, der y. jähr am amt bleibet, und derObrigkeit iährlich gülden entrichtet. 5^^/. Ich. V. x. 101.h. oräin. pgF. 79. *

Flabanico, (Dvminicus) ein Doge von Venedig, ward an.ic>;2. nach Petro Centranico darrn erwehlt. Weil nun in denvorhergehenden zelten,die drey mächtigen familien derer Badue-ri, Candianr und Orseol« bey nahe 200. jähr die Hertzoglichewürde gleichsam erblich m ihren geschlechtern behalten , undsolche wechsels-weise besessen hatten, Flabanico aber ein abson-derlicher feind derer Orseoli war, auch vermuthlich vor seinePerson weder kinder noch nahe anverwandten hatte, so verord-nete er durch ein edict, daß hrnfuhro kein Hertzog von Vene-dig befügt seyn sollte, bey seinem leben sich einen collegen oderNachfolger beyzufügen. Zu gleicher zelt erklärte er das Haus dererOrseol» aller ehren, rechte und vorzuge verlustig, und verban-nete solches auf ewig aus der Republick. Unter eben diesesHertzogs regierung hat man gut gefunden, daß einem jed-weden Doge zwey Lsnatores sollten zugeordnet werden, welche

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auf dessen thun und lassen ein wachsames äuge haben wöAten. Heutiges tages findet man zu Venedig nichts mehr vor»von der familie derer Flabanichi. Ltti Duc-st. 'cks ö/Isgiit. L Ksp. Venet. cke bist. äu »0

äs Ven. p. 1;;.

Flacciüa, (Aekia) war die gemahlin des Kayscrs Thcodo^IVl. Sie scheinet eben sowol Spanischen Ursprungs gewcff"»,seyn, als ihr gemahl, und AntonNim krieksötum krTtorw^?lisrum, oder Gouverneur von Gallien, und Hernach auch-2germeister, zum vatter gehabt zuhaben. Ihre frömm'S^demuth, mildigkeit gegen die armen, auch nicht minder >yr c'^.für die religon, wird sehr gelobet, so, daß auch Gregorrus ^senus selbige eine säule der kirche heisset. Sie hat ihrem.gr»' Aden Arcadium und Honorium gebohren , welche nach w"', ^in zwey theile getheilte Kayserthum besessen haben, so da»>>'V.eine tochter, nahmens Pnlcheria, die in ihrer kindheit ^den. Ihr gemahl hielt auch gar viel auf ihren rath ,er sonflen zum jächzorn sehr geneigt war, ist er mE«,durch sie besänftiget, und von allzu grosser strenge adg"vworden. Jedoch mochte dieses nicht verhindern, daßschwürige pöbel zu Antiochien , als einmal der Kaps^^erhehuf des kriegs, wider Maximum, eine außerordentlicheaufgeleget, ihre säule sowol als des Theodosii aufs ,

ste mißhandelte. Sie verstarb zu Scotuininum in Tm«'allwo sie sich der wasser-cur hatte gebrauchen wollen,den 14. sept. welcher tag von den Griechen noch heutewird. Gregorius Ä^lleiE hat derselben eine sehr herrlErede gehalten , die wir annoch haben. Siehe auch vv"

II. L. lib. V. c. 19. 20. äs üstu>8.

Flaccus, siehe valerius und Fulvius. ^

* Flaccus, folgete auf Vitellium in dem Gouvernement ^riens; zuvor war er Römischer Lonsul. und so langein grosser feind Agrippä , des enckels Herodis - vjcftkUrsache dieses Hasses war, dieweil er vernommen, das ' „pPrintz von einigen lenthen geld genommen, und ihnen griffeweiß gemacht, daß er ihnen durch dieses Mittel, und nm ^ M,seines ansehens bey Flacco einige gefälligkeiten veri«/wolle, /s/exl-r nntig. lib. XVIII. csp. 8-

Flach, siehe Flaachthal.

Flacillus, ein Patriarch von Antiochien, war der Är-schen ketzerey zugethan , und lebte um das jähr I4<>. ^heilfolgte die rechtgläubigen sehr hart, und suchte im Mseinen anhang auf alle weise empor zu bringen.

)4o. n. 28. in ckrcm. .

Flacius, (Matthias) war gebürtig von Albona,in Istria, welche provintz vor diesem ein theil von -0war , dahero Flacius gemeiniglich mit dem zunähme« ^,0,cu8 genenet wird. Er wurde daselbst den mertz an.gebohren, und studirte in seiner jugend die Humamm ^ ^dem Egnatio zu Venedig. Da er kaum 17. jähr a»„„ofand er bey sich eine grosse zuneigung zu der Theolog' . ^,jl-entfchloß sich ein Mönch zu werden, weil er sonst t voMtel hatte, auf Universitäten zu leben. Diesen L"-

entdeckte er einem seiner anverwandten, nahmenspatinus, der Provincial der Franciscaner war, welcher v. ^solches widerriethe, indem er schon selbst einige zuneig« hatLutherischen religion hatte, auch endlich den tod dar«ausstehen müssen, und ivollte vielmehr, daß er 1 „,ivTentschland begeben sollte. Solches that auch F'^Mst ^kam an. 1^9. nach Basel in grosser dürftigkeit, wo'^,rdc.von Simone Grynäo aufgenommen und unlerriaM' ^41.Hierauf gieng er nach Tübingen, und von bannen n'-^opeiNnach Wittenberg, woselbst er Lutherum und Melanw He-hörte, auch sich durch information in der Griechums "hM erbräischen spräche unterhalten muste. Zu selbiger ze« ^ AOl-grosse anfechtungen, sonderlich über den punct vom ztes, von der gnaden-wahl, und von der fünde, so vav < ^ her-aus össentlicher cantzel vor ihn bitten muste. Nachve« ^ x>ervon befreyet, wurde er lVIsMer, und an. r?-44 ^" AchN><mHebräischen spräche. Unterdessen geschahe es, daß ber^,,kaldische krieg angieng, und diese flamme sich!"wodurch Flacius bewegt wurde, sich nach Brammv erbegeben, woselbst er mit grossem zulauf lehrte.an. 1547. wieder nach Wittenberg, und trat stme § sog^dienung an. Bald darauf entstünde der streit wegen ^ ^ ,pelnannten Interim, worüber er mit Melanchthone ze n,Mer sich nebst den Nieder-Sächsischen IW oloßl? demn .tig widersetzte , und dem geqentheil nichts nachge» ' ßregen-Es kam auch zu gleicher zeit Nikolaus GalluS von ^ ^ rspurg dahin , mit welchem sich Flacius aufs gen rgband , und freywillig von Wittenberg nach Magor , u>>woselbst er eine zeitlang in der buchdruckereyzugleich wider das Interim und die sogenannten ssv,fessocallerhand schrieb. Nach der zeit wurde erzum ck vder neuen Unrversttak Jena an. 15; 7- bnniffem Sw

jähr lehrte, weil er aber mit seinem collegen ^ die» .gelio sich nicht vertragen konnte , muste er y v