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hätte auch deswegen ein eignes schiffgen, ihn zu sich zu bringen,überschicket. Der betrug gieng glücklich an, und Flamvarv,der sich nichts böses befahrte, stieg zu schiffe / merckle aberendlich, daß er verrathen, und die zwey boots-knechle warenschon bereit, ihn entweder todt zn schlagen, oder über bord zuwerffen. Indem sie sich aber wegen der theilung ferner Ander,die ihnen zur belohnnng versprochen worden , nicht alsodaldvergleichen können, entstehet indessen ein stürm, der sie wiederan den ort, wo sie abgefahren, hintreibl, da er dann, nach ge-thaner Versicherung, sich dieser that halben nicht zu rächen, wie-der an land gesetzet ward. Nicht lange danmch ward er in derPaulliner-kirche zu Londen zum obgedachten Bischoff erngewey-het, so den 4. jun. an. i°yy- geschahe, nachdem er dem Kö-nig ioc-o. psund sterling erleget. Doch er hatte kaum besitzvon seinem Bißthum genommen , als er wegen häufiger an-klage , nachdem der König Wilhelm auf der jagd durch einenungefehren pfeil-schuß sein leben eingebüsset, von dessen bru-der und Nachfolger am Reich, Henrico I., gefangen nach Lon-den gesetzet wurde. Er setzte sich durch bestechung seiner Wäch-ter glücklich in freyheit, und langte zu ansang des febr. an.iioi. in der Normandie bey des Königs Henrici ältern bruder,Hertzoge Roberto, an, brachte auch diesen wider jenen der Cro-ne wegen in vollen Harnisch. Wie lange er im exiüo zuge-bracht , ist unbekannt, daß er aber bald darnach in sein Biß-thum regituiret worden, ist daher zn vermuthen, weil er so vielwichtige dinge seit dem ausgeführet. Er ließ das schiff seinerCathedral-kirche bis unter das dach von steinen aufbauen, brach-te die reliquien St. Cuthberti darein, ließ diejenigen Häuser,so derselben zu nahe gelegen , und bey entstandener feuers-brunst allzu gefährlich schienen, nach geschehener vergütung andie besitzer, abbrechen, die stadt bevestigen, und mit maureneinfassen, einen langen dämm an dem siuß Were machen , dasberg-schloß Notham an dem siuß Twede bauen, stiftete dasHospital zu Kepar, die Priorey zu Motsford bey Winchester, undvermehrte dem Lollsgio Läis Lkriüi in Northamptonshire,darinnen er vormals vesLnus gewesen war, die einkünfte, ließauch mehrere gebäude dazu aufführen. Endlich starb er nach29. jähriger besitzung seines BWöfflichen stuhls den 5. sept.an. n 28. Er war sehr durchtrieben, beredt und spitzfindig, setz-te aber alle ehrbarkeit beyseite, wann sein interesse darunterbefördert werden konnte. äs Lpiss. Ln^I. k. H.
x. 109. logg.
Flamborough-Head, ist ein bekannt vorgeburge in dem öst-lichen theil von Jorckshire, 2. weilen von Bridlington.Bay,welches also von der allda liegenden kleinen stadt Flamboroughgenennet wird.
Kamellus, (Nicolaus) war gebürtig von Pontoife, undlebte als ein bürger zu Paris, zu ende des XIV. und ansang desXV. Lculi. Er war ein guter Französischer Poet, Mahler,kbllolopkus und Nstbsmsticus, absonderlich aber signalirte ersich durch die Alchymie, davon er in seinem 8ommsirs kbilolo-pkigue viel geheimnisse soll offenbaret haben. Einige sagen, daßer dadurch über 1500000. thaler gewonnen; andere hingegenbehaupten, daß er diesen ungläublichen reichthum durch den Iü-den-raub und Königliche gelber, an welchen er mit theil hatte,an sich gebracht, nachgehends aber aus sorge, es börste ihm,wie bereits vorher» an. 149c». mit Johanne von Monlaigu ge-schehen, nach dem köpfe gegriffen werden, sich gestellet, als hätteer dieses alles durch die Alchymie erworben. Dieses manneSbildnis oder statue wird annoch in Paris in der kirche äs 8r.
äs In boucberie gewiesen; wie bey den 88. Innocens seinekunst durch siquren gleichsam rätzels-weise soll ausgedruckt seyn,an welche kirche er auch sonsten sowol als die von St. Genevie-ve ein grosses soll vermachet haben. Etwas seltsames ists, daßPaul Lucas in seiner erst vor etlich und zwanzig jähren aus-gegebenen reise-beschreibung , vermittelst einer ziemlich fabel-hafften erzehlung, welche er aus eines andern dem Flamelnicht ungleichen wunder-manns, der ein Usbekischer Dervisgewesen, soll gehöret haben, die leuthe schier bereden will, Fla-mel sowol als seine frau lebten annoch in dieser zeit, durchhulffe des von ihnen gefundenen philosophischen steins , zogenvon einem ort zum andern herum, rc. Allein eben diese erzeh-lung lst eine von denen, so dem guten P. Lucas, wo sein zeugnisnicht von andern reisenden bekräfftiget wird, schon lang bey al-len vernünftigen den glauben benommen haben. 6-^»-/.
»-asec. O« smiguires äs ksris, As. FVe/I äu livre äs
kosst. le öailli imit. vsmollerion. tom. I. äu 2. vo^a-
ße ck- l2. *
l)eißk ein Priester, welcher einem gewissen gott,von welchem er auch den nahmen hatte, dienen muste. Siewurden von dem volck m den Lommis Lurisüs erwehlet, undvon dem koutistce Mx. emgeweyhet. Ohnerachtet sie keinekontikces waren, so gehörten sie doch mit in deren Llllls-xium und wenn daselbst etwas vorgieng , waren sie beysitzer.Numa hat deren anfangs nur;. gewehlet, nemlich vislem ,Narrislem und czuirinslem ; wtewol andere die erwehlungder 2. ersten schon dem Romulo zugeschrieben ; hernach ka-wen mit der zeit noch rr. andere darzu/ und drese wurden soeingetheilt, daß die ersten z. allezeit kam'eü , die andern aberriebest waren ; auch wurden die erster» klammes Majores,die übrigen 12. hingegen minores genennet. Jeder hatte seinenabsonderlichen gott zu verehren, und dessen dienste abjuwarten.
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Zu der Kayser zeiten findet man auch klammes Casaris-Claudii und Adrtani. klameu vialis war des Iovis Prlä'und der vornehmste unter allen; er gieng mit einerbrauchte lellam curulem, konnte auch dabey einige bedielgen bey der Repudltck bekleiden, wie man denn findet, dax ^liche krretores und Lonfules gewesen; da gleichwol Pussj,,chus in guTli. ssom. für gewiß setzet, daß dieser flankn ^Obrigkeitliches amt habe tragen dürfen, auch dessen mehren ^fachen anführet, so aber in der that durch viele exempel a>'v ^ältern Römischen Historie widerstritten wird. Ernicht zu pferde sitzen, keine gewaffnele armee sehen, nicht au» ^stadt Rom weggehen, nicht schwören, sich nicht unter demHimmel salben lassen, kein mehl noch körn, kein rohesnen Hund oder ztege, und kein epheu anrühren; keinentragen, der gantz und dicht war, sondern er muste durctMv^seyn ; bey den leichen durfte er keine riblas hören, sondern n ^er kam, musten sie wegbleiben, klamen Narcialis, des a, ^tis Priester, durfte nebst den andern klammibus majonbnskatrieiis nicht aus Italien gehen, welches aber »ach der ze»»ändert wurde, kleinen tzuirmalis war ein Priester desmnli, der auch sonst Quirinus hieß. Man hatte dergleichen ^mmes in den Nunicipiis, welche aus dem LolleZio öecvrlerwehlt wurden, aber nicht eher, als bis sie solche stellen ^^det, da sie sich etwas hatten kosten lassen. Sie waren esauf einige zeit, und wenn sie wollten, konnten sie wiedermen. qu-ek. Kom. 107-111. üb. III. XVII.
lib. X. c. 1;. äs stue kontik. ^
lib. VI. c. 12. >L sä eum k'/oc-cm, äs xoteli. ssoM-
rn/a, äe Lsceräot. Xom. c. 2. *
ssl^ss /VllXlssä, war das weib des klsmmis, welche ebenl^,eine Priesterin Iovis war; sie durfte sich nimmermehr vo'^,rem mann, eben wie auch ihr mann von ihr, nicht ao>m -und wann sie verstarb, muste ihr mann das Priesterthum wlegen. Die wolle, aus deren ihres mannes kleid sollte css»werden, muste sie selbst spinnen. Sie durfte keine wittwe ge> ^seyn,und auch nicht von ihrem mann weggehen. Wenn sie ,.„qeWitter gehört, muste sie ihre arbeit, die sie vorhatte, ss Aeliegen lassen, bis sie die götter wieder versöhnet hatte- ^ hö-durfte auch ihre haare nicht auskämmen, und keineher steigen als drey stufen; die treppe muste auch noaifcsls Or-LLL seyn, die unten zugemacht war, daßdurchsehen konnte. Das weib, so ihr in den PuejM'Verrichtungen bedient war, wurde klsmmi» genennet, ijungen knaben, so ihrem mann beym goltesdienfl aufw^ ,klsminii, wovon der geschlechts-nahme der klsmimoiukommet. in klsminics, klameo <L klsminis.e. 15. antig. Xom. *
sss/Issll^lss Vl/z, war eine von den berühmten RöiMZo-land-strassen, welche von Rom, durch das FlamiMM Mi-scher Ocricoli, Narni, vpoleto, Fuligno, Fossombrom' Mund Pesaro, bis nach Rimini gieng, allwo sie sich äw § 8 ^Lmilis vereinigte. Der Römische Bürgermeisterminius, welcher bey dem Thrasymenischen see von o-bal überwunden und erschlagen worden, hat diesen weg ^ zer-lassen,.wovon man noch heutiges tages sehr ansehnnev^bleibungen siehet, lib. XI. exi§r. 14.
exigr. 6. v. 6. äs
Flaminius, (Cajus) war zweymal Römischer Bür^ ^j,iester. Das erste mal führte er krieg wider die ^Gallische in dem heutigen Mayländischen gebiethe^ ^Ain»nation, welche er überwunden, und ihr land verwuiic - v-andere mal trug er dieses amt L. K.;^WniE!r217. und war zugleich commandirender General der-A.x „evnarmee bey der Thrasymenischen Macht, in welw^
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vielen andern Rathsherren das leben verlohr, und dembal eine vollkommene victorie überließ. Zu gleicher» co>den die 4000. renter, so Cajus Servilius Geminus >e« Zu-legen Flaminio geschickt hatte, übern Haussen geworm> -diesen Flaminium einen verwegenen mann, n ^die götter noch menschen um rath geftaget ya
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nennetweder die
er alle suZüris oder Vorbedeutungen, worauf diezu seiner zeit sehr viel gehalten, verachtet,vielerley zeichen einen schlechten ausgang der scomMj. heE»ten, sich davon doch nicht abhalten lassen. Noch «ss ^ yiLfug mag man eine brutale frech heit an ihm tadeln, ,
bedacht, mit was für einem listigen feinde er zu ")"« ^ zEohne einige genommene Vorsorge, noch erkundlguntzin eine solche gegend begeben, da er zwischen enge» " , -
und dem Thrasymenischen see von allen feiten umrn'L ^hlteehe das gefecht angieng. An tapferkeit vor der MU!diesem mann nicht; wie er dann, obwol gantz vo» hin ^umgeben, und da seine leuthe durch die unversehens"und fornen auf sie geschehenen anfalle des ftindesUnordnung gebracht waren , dennoch so Miien w .
thau, daß der sieg über diestunden zweifelhastl a ^
Flaminius selbst von einem Insubrier, nahmens ^ ^„,ne,' ^ihn noch aus dem obgemeldten kriege von angencin schätzeeiner lantzen durchstochen wurde. Dee Mame»^ ^1 .ch2;.jun. Oc. äs äivin. lib. I. c. Ovr» m - z,b.
/ra/. üb. XXII. üb. U-
üb. IV. e. iüb. I- c.»-