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stadt Vorteria oder Volterra , und der berühmte haftn Li-vorno. In dem gebieth von Siena , welches ein.Oester-reichisch aftcrlehn ist, befinden sich, ausser der Ertz - Bischofs-lichen Hauptstadt gleiches nahmens, die Bißthümmer von MontAlcino, Pienza, Chiufi, Massa, Sovana und Grossem , m-gleichen die vestung Pitigliano an den grentzen des HertzogthumsCastro, die Abtey von Monte Oliveto , die orter Qt.Qm-rico, Montagnara u. a. m. Ferner werden zu des Groß-Hertzogs gebiethe gerechnet i.) ein theil von der msul Elba anden Toscanischen küsten , worüber die Komge von SpanienLehns-Herren find , 2.) Radicofani an den grentzen von Or-vieto und die Bischöffliche stadt Borgo M Sän Sepolcro , wel-che beyderseits Päpstliche lehen find, ;.) das that von Ma-cra an den Genuesischen und Modenestschen grentzen, 4.) Fi-laterra und einige andere ländereyen, so ehemals der Mala-spinischen familie zuständig gewesen, und Kayserliche lehenfind. Überhaupt ist das Florentmljche Groß - Hertzogthumsehr starck bewohnt, und es versichern einige, daß in einembegriff von etlichen meilen um die Haupt-stadt herum 4400.kleine städte, dörfer, und einzelne palläste oder meyerhöfegezehlt werden können. Das Apenninische gebürge, welchesnicht nur an den grentzen, sondern auch in dem lande selbst,auf unterschiedene arten sich herum ziehet, macht hier undda die wege beschwerlich und etliche gegenden unfruchtbar,indessen kan man sagen, daß an den meisten orten der Ho-den sehr, gut sey. In dem eigentlich so genannten Florentini-schen wachst nicht jo viel getreyde, als die einwohner brau-chen. Hingegen kommen daselbst herliche weine hervor, in-gleichen hat man allda viel öl, citronen, safran, Hanf, pasteloder weid, und allerhand garten-früchte. Die maulbeer-bäu-me kommen so wohl fort, daß man nicht nöthig hat, wie vor-mals , aus Calabrien und Sicilien seyd« kommen zu las-sen. Man findet a^ch an unterschiedlichen orten minerali-sche Wasser und bäder, und gute vieh-weyde. Das gebiethvon Siena ist nicht sonderlich fruchtbar an den seee-küsten,auch um ein gut theil bergichter, als das, so zu Florentz gehö-ret. Allein es sind gleichwol viel schone gegenden darinnen,sonderlich um die Haupt - stadt herum, allwo an getreyde,kräutern, baumfrüchten, Viehzucht und andern Nothwendig-keiten ein Überfluß ist ; insonderheit giebt es bey Montalcinotreflichen wein, lind bey Montagnara werden gute scharlach-körner gefunden. Das Pisanische gebiethe, nur die gegen-den , so an dem meere liegen, ausgenommen , ist an ftld-früchten das allerfruchtbarste. Die garten-früchte, vornem-lich aber die melonen und pfeben, gerathen überaus wohl da-selbst, allein die dafigen weine taugen nicht viel. So wirdauch die luft in dieser landschafft vor nicht gar gesund ge-halten. Hingegen ist dieselbe mehreiltheils sehr gut in demFlorentinischen, und zu Siena am besten. Von flüffen sindin des Groß-Hertzogs landschafften der Arno, der Serchio,die Cecina und der Ombrone am meisten zu mercken. Ausserdiesen vieren giebt es daselbst eine fast unzehlige menge vonkleinern, welche zu der anmuth und sruchtbarkeit des landesein grosses beytragen. Die Florentiner werben vor verschla-gen , eigennützig und raachgierig , dabey aber vor sehr arbeit-sam und vor sonderbare liebhaber der sauberkeit gehalten.Die von Siena hält man vor aufrichtiger und freygebiger;wie sie denn in der that insgemein sehr gastfrey sind, undauch auf ihre kleidung und auf ihren äusserlichen staat gerneetwas wenden. Dabey sagt man, daß sie noch sehr nachder ehemaligen freyheit ihrer Republick seufzen. Die Italiä-nische spräche, was derselben reinigkeit und Zierlichkeit anlangt,sott nirgends besser geredet und geschrieben werden, als indem Toscanischen gebieth ; allein die aussprache und der thon,welchen die Florentiner ihren reden geben, ist sehr unange-nehm , indem sie fast durchgehends das c und das g vor 0, 0,m und vor den consonanten, als ein starck aspirirtcs b pronun-ciren , auch sonst sehr durch die gurgel reden. Doch die vonSiena sind gröstenlheils von diesem fehler befreyet. Manbehauptet, daß in dem Groß-Hertzoglichen territorio zum we-nigsten iz. bis 1400000. fielen anzutreffen seyen , von wel-chen der Landes-Herr ;oooc>. mann zu fuß und 2000. zu Pfer-de seinen feinden entgegen stellen könne. Die Geistlichkeit machteinen mcht geringen theil solcher einwohner aus, und schonvor langen zeiten hat man deren jährliche einkünfte auf ^ 00000.scudi geschätzt. Die Florentinische Unterthanen treiben starckecommercren, sonderlich seit dem der Hafen zu Livorno recht zustände gekommen. Ausser dem wein und andern landes-früch-ten , so bey chnen abgeholt werden, vcrkauffen sie eineunge-meine auantltat von isrZe , wüllenen tüchern , seidenen zeu-gen , güldenen und silbernen procaden, tapezcreyen, irdenengefallen, statuen, gemählben, essentzen, balsam, pomaden undändern dergleichen galanterren und parfumirten fachen. Vonden blossen güldenen und silbernen zeugen will man sagen, daßwol eher in einem einzigen jähre dle blosse stadt Florentz mehrals 2. Millionen an golde gezogen habe. Man versichert auch,daß viel particular-personen zu 6.7. und mehr tonnen goldeseigenthümlich besitzen, hingegen aber auch die allermeistenblut-arm sind. Bey solcher beschaffenhelt der Unterthanenist um so viel weniger zu bewundern, daß man des Groß-Hertzogs ordentliche jährliche einkünfte auf 2. Millionen, desGroß-Hertzogs Cosmi in. absonderlichen schätz aber auf einsehr grosses zu schätzen pflegt.
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Was den alten zustand der provintzen antust, welche h ^tiges tages zu dem Groß-Hertzogthum Florentz qerechne»den, so hat man theils die artickul Nedicis, Florentz^^A
absonderliche und zwar ziemlich mächtige Repubucre»»sen. Florentz, nachdem sie in dem V. Leute» nach
von den ktznttzen tetzv viel nelitten , in dem 9- av»»..«,
geburt von den Gothen sehr viel gelitten, ln vem 9 - v^ote»/der empor gekommen, und, wie die Florentiner beyA^ ,schon von Carolo N. zu einer freyen stadt gemachtist bey den streitigkeiten zwischen den Kaysern undbald der einen, bald der andern partey, mit nachdrucr "standen, bis ste endlich, ihrem vorgeben nach, an.
60000. gülden von dem Kayser Rudolpho I. die völligeerkauft. Nach diesem ist sie auf eine aristocratische art emge zeit regieret worden, und hat ungeachtet vieler mne ^und auswärtiger kriege, da sie sich so gar unter der ^von Neapolis schütz begeben muste, und bey solchem _unter dem bekannten Tyrannen vucu m Athene einigetig gedruckt wurde, bey dem allen dennoch an macht der» ^zugenommen, daß sie mit den benachbarten viel grosse un»-,;theil glückliche kriege geführet. Zu ansang des xv-brachte sich die Medicäische familie daselbst in solchesbaß allgemach durch sie die vorige freyheit unterimmre»'nach einem starckn widerstand, da diese äe Medicrs ^ausgejagt wurden, aber eben so oft wieder kamen, um»mehrere gemalt erlangten, endlich durch Kayfirs Ca»» ^isabeystand an. izzi. völlig unterdrückt ward. Die >»av»,hat sich gleichfalls, bey gelegenheit der durch die GMAlickund Gibellinen erregten unruhen, zu einer freyengemacht. An. 1257. eroberte sie das Königreich,C>a»vAn. i z24. entzog ihr solches Alphonsus IV. der Konlg vv".^g,gonien. An. i;yo. warb sie selbst durch Johannen» ^^lj-cium Visconti, Fürsten und bald hernach Hertzog von ^ ^land , und, nachdem sie von demselben sich befreyet, N».durch die Florentiner , unter das joch gebracht. AU-kam sie zwar durch hülffe des Königs von Franckrelch ^VIII. zu ihrer vorigen freyheit, ward aber an. zy-
Florentinern aufs neue bezwungen, und muste herna: zu-gleich mit denselben sich der Medicäischen Ober-Herrscyasi 7 ^terwerffen. Siena hat sich, nach dem exempel vreier nstädte, in dem XIII. Lculo der freyheit angemaffel;den aber unterschiedene von den mächtigen samilien oe» >worunter sonderlich die Petruzzi und die von Malatesta»» hjFcken sind, die oberste gemalt darinnen zu erlangen gemsm Lpg-endlich in dem XVI. Lculc, die kriege, so zwischen denniern und Franzosen in Italien vorgegangen, ihrer ftev»» Mletzten stoß gegeben. Denn au. 1547. legte der Kayser her-V. mit gemalt Spanische besatzung hinein. Zwey m ) ^,lnach ließ er die bisherige regierungs-form ändern , »" .uaBsie an. iz?2. die Franzosen zu hülffe geruffen hatte, völligsie gedachter Kayser an. >454. durch Hunger, daß sie /»^submittiren muste, worauf er sie an. i^6. seinemKönige von Spanien, Philippo II. zu lehen gab. vollte aber belehnte damit das nächstfolgende jähr Eosm»»'^Medicis, Hertzog von Florentz, weil derselbe demsterreich grosse geld-fummen vorgeschossen hatte, fidocy >behalt einiger an der fie gelegenen örter, welche un» heMnahmen äello 8lsto clelli Leliäii begriffen werden, x-uvestsi"nun obgedachter müssen das eigentliche so genannte L'posierNische und das Pisanische zuerst unter die gemalt dergekoinmen, so wird es Oominum vews, gleichwie ,das gebieth von Siena, weil sie es später erlang»Oominium novum genennet. introcl.
^ , bist. cll .
bist. lecr. cle klorence. kistor. stel
bist. klorent. bist. cll bior. rgstrU»»»r
Hetrukcum. bist. Hetturi». »e
origin. institut. <Lc. cl'lmlie. * kiM
-s Weil der Groß - Hertzog Johannes Gasto st^vilE"der befände, so wurde schon an. 1729. in dem ^tractat beschlossen, daß der Spanische Jnfant Donnach dessen absterben, ihm folgen sollte. Achtete»
auch der Groß-Hertzog selbst durch ein an. » 71 *- M Eka<stum LmiliT, und der Kayserliche Hof gab r>w u dew.einwilligung dazu. Der Infant kam hierauf rwm ^0^"aivorno an, nnd nabm in
selbigen jähre zu Livorno an, und nahm in den»unmittelbarer Nachfolger die Huldigung ein. M ^ 7 .17;;. in den geschlossenen friedens-präliminarttnvCarlos das Königreich beyder Sicilien zugedacy»
gab man in dem zweyten artickul derselbigen vao^HM i«ogthum auf den sterbens-fall des Groß-HertzE d« .
Lothringen, als eine schadloshaltung wegm am» .
ses letztem Hertzogthums an den Konig Stamsi» ^vrben«hierauf Johannes Gasto den 9. iul. an. A7' v , ^sinachdem er sein älter auf 66 . jähr gebracht va »^Menalsogleich Franciscus Stephanus, Hertzog mdavon besitz nehmen. «k» rE. ^,^jcis-
Florentz, die Groß-Hertzvgliche familie, siehe E-Flores , eine von dm Azorischen insuln, ve» ^ yas ,tugall gehörig, ist nur 7. Meilen groß,.ber-kraut pastel sehr häufig, hat auch vkel vrehe. » AlS^