Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
516
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rieche man diesem Monarchen , ein anderes ausgehen zu lassen,welches für den König geschrieben wäre: derKonig fand denvorfchlag gut, und trüge dem Herrn äu Fröne, welcher einegute feder führete, diese arbeit auf; auch machte er es so gut,daß man daraus alle kunstgriffe und wider-rechtnche Wege,welche der Hertzog von Maine gegangen, deutlich lernen konn-te. Der Konig bediente sich seiner auch in andern wlchtlgengeschafften, und sonderlich bey dem bekannten Nanttschen edtcte.Er machte ihn zu dem Intendanten seiner gebaude, zu seinemFinanzien-Rath , und schickte ihn zweymal m wichtigen ange-iegenheiten nach Provence, und einmal nach Chambery. Übri-gens liebte dieser Petrus Forget die studier, und die Gelehrten,deren beschützer er auf alle weise gewesen ist. An. ,üic>. gaber kurtz vor seinem tode seine ämter auf. Er hatte sich vermahletmit Anna Beauvillier, einer witttb des Herrn ä'Ory äu Cha-telet, und Erbherrn zu Deurlly , und schwester Maria,Aebtißin und Reformatorin des Stifts Montmartre, wo bey-de sind beygesetzet worden. lültaire äes 8 ecrs-

tsires ckktut.

Forli, lat. korum kivü, eine stadt in Romagna, gehört unterden Papst, und hat einen Bischöfflichen sitz , welcher dem Ertz-Bischoffe von Ravenna unterworffen ist. ES ist ein wohlgebau-ter und lustiger ort an dem flusse Ronco, zwischen Cesena undFaenza gelegen, und hat zu ihrer beschützung ein castell. DieDom-kirche ist wegen der capelle der heiligen Jungfrau berühmt,äskcr. Itsl. Kilt. Ilb. Vl. Ls.

^orlimpopoli, lat. korull, kampilii oder kopilii, ein ort inder Italiänischen provintz Romagna, zwischen Forli und Ber-tinoro, gelegen. Wobey zu mercken, daß die Römer in einerjeden ihrer provintzien gewisse örter zu bestimmen pflegten, dahindie Vorsteher der provintzien zu gewissen zeiten kommen musten,um die obschwebende Rechts-Händel zu schlichten , welche dannhiervon gemeiniglich den nahmen kors. bekommen. Man hießauch also die städte oder flecken , allwo für die umliegende gegen-den märckte angeleget waren, wiewol beydes sehr oft an gleichemort geschahe; daher finden wir auch so viel örter mit dem nah-men komm in allen den landen, da die Römer geherrschet ha-ben. Es befindet sich ein schloß daselbst, und vor zeiten hat auchein Bischofs allda residiret, dessen sitz aber an. i;?». nach Ber-tinoro verlegt worden. /m/. p. 179. LLv. äk I'/ra/. //.

x. 14. Kilt. äs korlimpopoli. *

*Forman, (X. X.) ein gewisser mann, welcher in Engel-land für einen zauberer gehalten wurde. Die Gräfin von Essexsoll ihn gebraucht haben, ihren mann zu dem ehestand untüch-tig zu machen, und hingegen in dem Vicomte von Rochester eineliebe gegen sie zu erwecken. Kap,» . kill. ä'Lngler.

rom. VII. liv. XVIII.

*Formartm, ist eine gegend Schottlands, in der provintzBuchan. Sie liegt zwischen Jthan und Don , und ist ziem-lich fruchtbar , hat aber doch keine stadt oder flecken. Mattfindet nichts als dörfer und bauren-höse, mit einigen schlössern,unter denen das beste Towlhon ist, welches einem Herrn vondem Hause Forbes gehört. LeevereS, Misss ä'Lcolle, xsg.

12;;.

Hormentera, eme Spanische insul auf dem Mittel-meer,so von den Lateinern Lolubmriu , von den Griechen aberOpbinls genennet wird, und eine grosse menge wilder esel hat,die so schwach sind, daß sie nicht die geringste last ertragen kön-nen , sondern sich stracks niederlegen, so bald etwas auf sie gelegtwird. Dannenhero die Catalonier alle faule und müßige leu-the Formemerische esel zu nennen pflegten. in

IstsrLil Hilf.

. Formiä, ein zu der Römer zeiten sehr berühmter und we-gen seiner unvergleichlich unmuthigen gegend sehr starck bewohn-ter ort in Xovc> , allwo unter andern Cicero ein schönesland-guth gehabt. Martialis streicht ihn treflich aus in demvermine - dessen ansang ist : o MmperatR äulce kormise litms.Dessen erster erbauer soll Äntiphanes , ein König der k-xttrigo-oum gewesen seyn, und anfangs soll es Hormiä geheissen haben.Heutiges tages siehet man nur noch die ruäcm davon bey derHM Mvla in der Neapolitanischen provintz , lerm äi ksvoroHLIlÜtUu» stkye

^ * Formio, ein fluß, welcher die grentzen von Italien machte,, Niltnr. r>Lc. III. Ig. welche jedoch hernach weiter hin-aus gesetzt, und b,s gen Polam , eine stadt in Jstrien, gestel-set,. , vu. p. 217. endlich aber gar bis in den fluß Arsiagerucket worden« lull. usr. in. 19. , not. orl>.

Lnt. II. 9- §-r;-

* Formonius, Frrmanus, oder Formanus, (Johannes)von Clementino in kmona srmin. Hieronymus äs Seravallegenannt, ein Edelmann aus Fermo, war anfangs Bischofs vonSinigaglia: dann an. ,;y4. bis an. 1406. zu Ascoli. GregoriusXII., unter dem er das General-Schatzmerster-amt von der An-conitanischen Marck verwaltete, versetzte ihn an. 1412. in dasBißthun, seines vatterlandes. In solcher function wohnte erdem Loncliio zu Costnitz bey, und als er darauf nach MartiniV. willen das St. Catharinen-Nonnen-kloster zu Fermo refor-mut, versetzte ihn derselbige an. ,4,7. nach Fano, .wo er an.

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Itsl. kscr. wm. !- k'

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1419. mit tode abgieng. LtzdM,,

x. 7,4. IV. x. 7 , 9 . ^

^ormosa, eine insul auf dem Oceano Orientsli, soküsten der Chinesischen provintzen Fokien und Quantum^,,,^die nord-seite der Philippinischen insul lieget. Die o>»' Mknennen sie Gab Avia, einige auch Talliochu, die CtMN sa,Ando, die Portugiesen Lequio, und die Spanier H.lMc-welches in Latein so viel ist als kormolk , wegen derkeit und schönheit des bodens. Sie liegt 24. meilen vonvon Japan aber i;o., und hat ohngefehr izo. meilen «fange. Es ist darinnen ein grosser Überfluß an zimnm ,»zucker, reiß, cocos und andern specereyen, wie auch an v'A eWkwird in insuln eingetheilet. Die einwohner leben unnfreyen Republick , und übergeben das stadt - reg«»»»Rathsherren, die alle 2. jähre verändert werden. S«e MM,zwar wilde leuthe zu seyn, jedoch sind sie in der that ggytzfreundlich und klug. Die männer gehen des svwNsskVkle"nackend, die weiber aber tragen zu solcher zeit ga"Ess,ttstewder. Sie lieben sehr das wald-leben, und ergeben siA>'^ Mtheils der hirsch-und wilden schweins-jagd, davon Wund das gedörrte fleisch den Zangleys verkauffen, welKk.stDnesische kauf-leuthe sind, die sich in den Philippinisch^niedergelassen. Sie gebrauchen weiber zu Priesterinnew >alle stücke ihres Heydnischen gottesdienstes verrichten, vbes-übungen bestehen darinnen, daß sie mit bogen„ „je»spiessen sehr geschickt umgehen können, untk im schwun'"^ Mmand leichtlich weichen; desgleichen sind sie schnellsei,, daß sie auch ein Pferd aushalten. Im übrigen ifkden erdbeben sehr unterworffen. Die Haupt-stadt dar>»Lnernetsa, alsdenn Bigno, und 4. andere städte amgelegenen und barzu gehörigen insuln , wie auch hre „ > bMFarbrou, Quillam und Tamsuy, so von den Portugmenworden, die sich zuerst allhier niedergelassen, und sie bis a> -inne gehabt haben. In diesem jähr wurden sie von "ländern herausgetrieben, welche die insul mit ihrenbesetzten, und von bannen mit vieh-häuten, hirsch-geivew.^büffel-hörnern versehen wurden , deren sich die Japan l M'Chineser in ihren manufacturen wohl zu gebrauche»Desgleichen hofften sie auch von einem neuen gold-V^rgroffen nutzen, so, daß sie glaubten, es würde solches V»Haltung der Indianischen Handlung genugsam, undrer zusatz aus Holland nöthig seyn, allein der Kö'chS .von China, welcher sich in die benachbarten insuln rettendem die Tartarn in China eingefallen, belagerte a»'D,r>nTayoan, und vertrieb nach eroberung dieses orts alle v ^ yenaus der gantzen insul, welche so dann einige geringe wcNahe bey Formosa gelegenen insuln aufbaueten. Tb . v.., t>nTayoan und das kort Zeelanb liegen auf einer klemeu »» rnAungefehr 2. meilen lang und etwa eine viertel meile vv».v^ ynsa westwärts entfernet ist. Das kort liegt ohnwen » , r>ustadt, und hat 6 . basteyen, da des Gouverneurs wohn ^zeug-häuser und andere gebäude mehr zu finden, lv r Me»mauren umgeben sind. Die stadt wird von vielen Me>>kaufleuthen bewohnet,und ihr Hafen ist allezeit voller Vv»schiffe, die Pounks genennet werden, wohin sie dann' qrren, allerley seidene und wohlgearbeitete zeuge, M'schmeltztes gold und einige porcellanene geschirre v«»» ,, E,sind in die zoooo. Chineser auf der insul und in Theo»r^ Mche das selb bauen und zucker machen. Diese ChlnestV> ,Christen, glauben aber doch der seelen unsterdlichkelt ,mel und hölle.Sie bäten hauptsächlich 4. götter awworerste die mittägliche und der andere die Mitternacht" ^ »oEder weit regieren, die übrigen 2. aber den seldschlaoy.,.Mi »lhen sollen. Daß die insul so vielen erdbeben untMvo' zschreiben sie dem zorn des teufels zu, welchem sie istopfern pflegen. (Die einwohner wurden vor au^E,,"neu König, den sie Bagalo nenneten, beherrschet , »Vssl, u»das jähr i;ic>. überfiel ein Tartarischer Kayser diele ^hlieb nebst seinen Nachfolgern 100. jähr in ruhlgeMJ ( My 7°-da sie sich des Tartarischen joches entschütteten / „ wftchek ^jähr unter einem eingebohrnen Printzen lebeten, z» Mv»..sich die Engelländer, Portugiesen und Holländer bauten, bis endlich Meryandanoo, Kayser von Japa", ' etNflÄ,list unter seine botmäßigkeit brachte.) Was auh'k^g hecg

stehet, ist aus Psalmanaazars Französischer beWelvu.^^y

nommen; es dienet aber zum bericht, daß dleftmsten nicht zu trauen, weil es eine ledige fabel ,st, u»^person zu seinem autkore hat, die nur die geringstevon der beschaffenheit Formosä oder der nachtzgrlege ^beden nie scheinet gehabt zu haben; man darf dessen U>r yadie schone Formosanische Universitäten ansehen, w yjediesem neu-gebackenen Orientalischen rcise-beschrei ,verr ^Griechischen und Lateinischen autkore? sollen vorgeleuw,e auch die schönen kleider-moden dieser insul, weirv^ Fr»drejenlge vorstellen sollen , so in den letzten 1 °- U

zosischen Hof in Übung gewesen sind.diamsche reise. * . ^jn ^

Formosus, ein Papst, war vorher Bischof,trunen, und wurde von dem Papste in dw Bulgar^ bA,

seidige einwohner zum Christlichen glauben zu Uschen entsetzte,hn Johannes VM. seiner Bischon" ^ vs"