Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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den 25. mertz an. 1680. Der fehler dieses Mannes, der sonstviel gute eigenschafften, sonderlich von solchen an sich hatte,die in die äugen fallen und einen angenehm machen , bestundhauptsächlich darinn, daß er allzu sicher und unbedachtsam war,und sich anfalle die zu viel verließ, die ihm seines gluckes undvermögens wegen gute Mine machten; denn eben deswegenversäumte er, sich vor den tücken seiner widerwärtigen zu ver-wahren. Er merckte zwar zu einer gewissen zeit des Cardt-nals anschlage, und hielt ihm dieselben vor; wett sich aber die-ser sehr freundlich stellte, auch den Colbert nöthigte, ihm eineart von adbitte zu thun, und Fouquet wußte, was vor wichti-ge dienste er dem Cardinal zeit seines sxäu und hernach ge-leistet, so daß er ohne ihn sich fast nicht wurde haben erhaltenkönnen, nahm er diß alles vor baare bezahlung an. Er hattestch zweymal verheurathet. Aus der ersten ehe hatte er eine ei-nige tochter, die sich mit dem Grafen von Bethune vermahlte;aus verändern aber söhne, davon der älteste, Ludwig Nico-laus, Graf von Vaux und Vicomte von Melun an. 1705. ver-storben , der mittelste Carolus Armandus, ein kater Orawrilworden, der jüngste Marquis äs Bell'Isle, erstlich ein Mal-theser-Ritter gewesen, hernach aber in den ehestand getreten.

/«F'E. tiistoirs äs I-ouis XIV.

* fouquet, (Blasius) Abt von Barbeaux und Cantzler der

Königlichen orden, war ein söhn Francisci Fouquet, Vicom-te von Vaux, Requetenmeisters und Staats - Raths unterLudovico XIII. der bey diesem Könige und dem Cardinal Ri-chelieu sehr viel galt, und der Mariä von Maupesu, einer we.gen ihrer frömmigkeit berühmten Dame. Ob er sich schon inseiner jugend in vielen stücken überaus unbedachtsam und un-gereimt aufführte, so gewann ihn doch der Cardinal Mazarini,dem er sich gantz ergeben hatte, so lieb, daß er ihn bey dendamaligen innerlichen Unruhen zu verschiedenen geschäfften ge-brauchte, seit welcher zeit der Abt sich in alle Staats - Händel,wiewos mit geringer ehre und schlechtem danck, zu mischenanfieng. Die gewogenheit, die der Cardinal vor ihn trug, unddas geld, so er bey seinem drüber, dem Ober-Interdanten derfinanzen , bekam , brachte ihm anfangs eine art von an-sehen , und insonderheit bey dem frauenzimmer am Hof, alsder Hertzogin von Chatillon, der Mademoiselle von Chevreu-se und verschiedenen andern, viele Vortheile zuwege, wie manaber seine schlimme eigenschafften und seine schlechte geschick-lichkeit kennen lernen, fiel er in grosse Verachtung. Durch dieschlimmen Nachrichten, die er dem Cardinal Mazarini und demKönige von der Verschwendung und üblen Haushaltung seinesbruders, den er schon längst um seinen credit zu bringen ge-sucht hatte, ertheilte, ward er eine der hauptsächlichsten Ur-sachen von dem Unglück, das demselben hernach begegnete.Er war überhaupt ein unbeständiger, zänckischer, ruhmredi-ger und dennoch forchtsamer mann, und dabey so raachgierig,daß man ihm schuld giebt, er habe aus eifersucht wegen der Cha-tillon den Printzen von Conds durch Meuchelmörder wollen hin-richten lassen, ingleichen der KöniginAnna vonOesterreich zu vie-len malen gerathen, den Cardinal von Netz, mit dem er wegenderChevreuse Verdrießlichkeiten gehabt, ausgleiche weise vonder weit zu schaffen; wie er denn auch beständig und mehrnichts-würdige kerls in seinen dicnsten gehalten , die bereit ge-wesen die grösten übelthaten, so er von ihnen verlangt, zu be-gehen. Nemolres äs tom. I. äs tom. III.

L IV. äs Ke/r, tom. II. ök III. äs <?o«rr-r'Fe, tom. I.

Äe /a N cke , tom. I.

* Fouquet, (Wilhelmus) von einer bey Angers gelegenenHerschafft, so er an sich gebracht, gemeiniglich la Varennesgenannt, ist deswegen merckwürdig, weil er sehr viel dazu bey-getragen , daß die Jesuiten uuter Henrico IV. wieder nachFranckreich kommen dörfen , und daß ihnen insonderheit zu 1aFleche eine ansehnliche kirchc, und andere gebände gestiftet wor-den. Er war an. 1560. zu Fleche gedohren, und ein söhnRenati, der bey der Königin Johanna von Navarra Küchen-meister gewesen. Wilhelmus stund anfangs bey der nachma-ligen Hertzogin von Lothringen Catharina in gleicher bedienung,und ward von derselben als ein mann, der insonderheit mit derspickung der speisen vortresiich umgehen könnte, ihrem bruderHenrico IV. recommendirt , der ihn auch erst zum Küchenmei-ster brauchte, hernach zum Schleppen-träger, und ferner zumStaats-Rath und General-Controleur der posten ernennte.Bey diesem Herrn machte sich Fouquet , wie einige melden,durch die dienste, so er demselben bey seinen liebes-händeln er-wies , überaus gefällig, wrewol andere versichern, daß die ur-sach solcher gnaden-bezeugung diese gewesen, daß Fouquet dieheimlichen anschlage des Hertzogs von Guise entdeckt , unddem Könige offenbart habe. An. 154;. ward er zu einer ge-heimen Unterhandlung bey Phttipvo II. in Spanien, bey wel-cher er sich sehr ungeschickt aufführte, auch hernach weiterbey den Französischen Unruhen zu verschiedenen Versendun-gen an die Gouverneurs in den provmtzlen und an dem En-glischen Hof gebraucht, woher ihm Henricus lV- anfangs dasGouvernement von I» Fleche, so dann das von Angers gege-ben. Er starb an. 1616., und hinterließ ein grosses vermögen.«Deine kindcr waren, r.) Renatus, Marquis von Varennes,von welchem N. Fouquet, Marquis von Varennes, herstanunt,

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der an. 1729. Königl. General-Lieutenant inAnjouWilhelmus , Bischofs von Angers; ;.) Catharina, »erm»Gräsin von Vertnö. bist. rom. III. ^

skron. Xovenu. tom. II. Nein. äs L» ^

Hemargue8 für la Lonksttlou äs 8ancy. .

Fouquierres, ein berühmter mahler, aus Flandern Atig, lebte zu ansang des XVII. üecull. Er konnte aufmeine art die landsthafften abreissen, und wurde dahero vo»König Ludovico XIII. befehlichet , die vornehmsten IM' jxpFranckreich abzumahlen, welche so dann als eine sondern» ^de in dem Königlichen pallast sollten ausgehänget werden-,^ ^übrigen war er ein sehr ehrgeiziger mann, in welchem »»nicht wenig gestärcket wurde, als ihn bemeldter Kdmg '' ^r,Adelstand erhub, da er fast zu keiner arbeit mehr zu druM' ^sondern lieber in grosser durftigkeit sein leben beschlielie'te. vies äes ksmtres. ^ ^

* Four, (Thomas oder Ludovicus Thomas äu) war l» vjtcamp in der Normandie an. 161;. gedohren, er legte

so grossem eifer auf die Hebräische spräche, daß er vere17. jähre in derselben eine öffentliche disputation haltente. Darauf begab er sich an. 16)7. in die CongregarwMauri, und starb in der blüthe seines allers den 2. 'y,eb1642. oder 1647. wie Perezius In Klbl. Leneä. AmmA-iidet. Man hat eine Hebräische Grammatick, ingleiw'rapkrase für le Lancigus äes Lamique8, und Testam»rituel pour lervir äs preparatlon a la mort von ihm« j^ok-mslangcb tom. I. , catal. libror. üm»

Le bibl. äs 8. Naur.

* Four, (Ludovicus äu) sonsten gemeiniglich Herr»von Longuerue genannt, war ein söhn Petri äu Fo»r/

von Longuerue und Goisel, Lieutenant des König». a».Gouvernement von Charleville, und wurde zu Charie»' yen1652. gebohren. Er nahm bereits in seiner kindhe»wissenschafften dermaffen zu, daß auch der König ^entMXIV. , als er durch diesen ort reisete, einen so ausstror»geschickten köpf zu sehen verlangte. Sein lehrmeister' alsberühmte Richelet, wiewol auch Perrot ckAblancom 'sein unverwandter, nicht unterließ, das seinige mrtgen. Nachdem er sich nun unter deren anführung m ^ x,eiuoribu 8 wohl umgesehen, fieng er in seinem 14- iah^-y, u"»Hebräische und andere Orientalische sprachen zu stu»" Mläse so dann die vornehmsten Lommentario 8 , welche l» MtJüden als Christen über die Bibel geschrieben worden« ^jchlgleiche weise Verführer auch in historischen dingen,»"leichtlich ein buch vorbey ließ, so zu seinem zwecke mem .z Mte, welcher dem vorgeben nach aus nichts so sth^a erlck^die erklärung der H. Schrift gerichtet war. HiernE ^^0,te er die allermeisten Europäischen sprachen, wobey zchtM'wie auch in seinen übrigen studien, seine »»gemeine gc» Me,krafft treflich zu statten kam. Ob er nun gleichwelche ihm um seiner weitläuftigen wissenschafft wmch 5 >ten, wohl wußte, und von sich selber nicht wenig hten» ichte er doch an den vielen theologischen streitigkeiten, '

nem leben geführet wurden, niemals einigen antheu''j^ch/wiewol es auch seynkan, daß er dieselbe deswegen v", ^ ei-weil er nicht in allen stücken mit den lehrsätzen sicher .nig gewesen. Zum wenigsten gab man ihm durchgehe zMi»daß er eine gewisse dissertation, die unter dem n»h"heraus gekommen, und worinnen von der traiismog ., Enicht nach dem sinn der Römischen kirche gehandelt w' ^fertiget habe; od er schon solches niemals gestehen ch^» ^hatte übrigens zwey Abtcyen, als die von Sept - ^,„d ch'

Prämonstratenser-ordens in der v>«css von Rheim».^ ^elchandere, nahmens äu Jard, in der Dloeces von Se>>^' ^ r 'zu dem Augustiner-orden gehöret, und starb zu Pch'»o« g^-nov. an. l?;;. Er hat sehr vieles geschrieben , Mter.lchzur zeit nur eines und das andere heraus gekommen- Eneu gedruckten wercken sind zu mercken: eine DUnch K'den Talianum, welche in der Orfordischen ausgach vchen-lehrers an. 1700. in 8. beyndlich ist; kemargu? -re«.

äu Laräinal v^olsey, welche in des Desmolets m ßr

literamre 6c ä'bistoire tom. VIII. anzutreffen; ^

siäarum ; und Oelsriptioii Hiüorlgus 6c Osograp, Iv^ss,^krause, ansienue L moäerns , zwey theile in w W.Schaxletztere werck aber keines Weges den beyfall erhane 'er und einige seiner freunde sich eingebildet, chch wiebE/eSbald nach der ausgäbe verboten, auch nicht eherverkauffen erlaubet worden, als bis darin» viele u ^ken»geschehen, die aber der Verfasser nicht vor seine^wollte. kevr. 17)4.

Four, (Philippus Sylvester äu) ein FrE „ce "^lmosque in der Oissseb von Cisteron w soivo^,

Manosque

dse'

iahr 1622. gedohren. Nachdem er in seiner wche„ gru"K»sprachen, als auch in andern studien einen zlemum ^ in.iwMleget, lernte er die Handlung , und gab zu Lyon gaI Flisten ab. Wie er aber dabey das studiren n"m ^ Leo»bey feite gesetzel, und hiernächst durch ftme. ^

gepflogene correspondentz, seine erkantniü in ^ saw^zu vermehren, gute geleqenheit angetroffen i '^rail^fft

sich auch ein schönes medaillen-antiquttaten-unv . i»»

binet, welches ihm noch ferner die freund-un ^on ^

der berühmtesten männer, als des Präsidenten r. gle