Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Minorisserin, eingeschlossene fchwestern, arme frauen, ge-nennet werden, insgemein aber heissen sie Clarisserin, und ge-hören zu ihrem orden auch die Conceptionistin, so von Beatnceäs Sylvia in Portugal! gestiftet worden.

Der dritte ist der orden der Büsser und Busserln, und be-greift unterschiedene art leuthe beyderley geschlechts m sich, alsi.) alle diejenige manns - und weibs - Personen, welche m ih-ren Häusern wohnen, und die dritte rege! der busser und busse-rin, von dem heiligen Francisco verfaßt, halten, wie Ludovi-cus der heilige, König in Franckreich, Jvo, Conradus undElzearius, so hernach canonisirt worden, gethan. 2.) AlleVersammlungen, welche in rechten klostern unter den drey or-dens-gelübden leben, als da find ,dre Lrstres tertii OrciwisSt. Francifci in Franckreich,, Spanten, rc. die Elisabethanerinund alle Tertiarin klöster in Teutschland,, Welschlanb rc.;.) Die Tertisrios, welche in der Mindern bruder klostern oderin den clausen wohnen, und mit dem Franciscaner-Habit, dochohne kappen rechtmäßiger weise, und von einem Ordens-Obernseyn bekleidet worden. Hierzu gehören auch einiger müssen dieLoräiserf welche den gürtel St. Francifci tragen, und unter densatzungen der Ertz-Brüderschafft St. Francifci 8eraxiüci leben.

in »Ei. Sannigs chronick der drey orden St.Fran-cisci. /M.

francifci, (Erasmus) war zu Lübeck an. 1627. gebohren,dahin sich sein vatter, Franciscus Fix, Braunschweigisch - undLüneburgischer Rath, der kriegs-unruhe wegen begeben hatte.Nachdem er in der schule zu Lüncburg und einigen andernguten gründ gelegt, besuchte er unterschiedliche Uni-versitäten, und übte sich sowol in der Redekunst alsRechtsge-lehrfamkeit. Hierauf wurden ihm einige von Adel anvertrauet,um mit ihnen zu reisen, weil er aber auf der reise in eine schwe-re kranckheit fiel, kehrte er nach erlangter gesundheit wiedernach Teutschland , verfiel aber zu Nürnberg aufs neue in grosseleibs-schmertzen, welche ein gantzes jähr anhielten. Hier ver-fertigte er unterschiedliche bücher, und weil solche wohl abgien-gen, entschloß er sich daselbst zu bleiben, wie er denn wegen ei-nes doppelten beinbruchs sich nicht geschickt befand, den vonden grösten Fürsten ihm angetragenen bedienungen vorzustehen ;doch endlich nahm er an. 1688. bey dem Grafen von Hohenlohe,Henrico Friderico, die stelle eines Raths an, blieb dem ohn-geachtet zu Nürnberg, und starb daselbst an. 1694. Seineschuften sind: die geistliche gold-kammer der bußfertigen GOttverlangenden und in JEsu verliebten seelen; erinnerung derMorgenröthe ober geistliches hahnen-gefchrey an die vertieftehertzen im schatten des todes; drey theil der seel-labenden ruhe-stunden nebst einem dreyfachen anhange; die brennende lam-pen der klugen jungfrauen; das unfehlbare weh der ewigkeitfür die verachrer der gnaden-zeit; das ehr-und freuden-reichewohl der ewigkeit für die Verächter der eitelkeit; Widerlegungder Verleumdungen, welche der sogenannte NsMer JohannMatthäi in seiner Ortkocloxi» Loskinisna Wider ihn ausgeworf-fen, allwo zu ansang ein catalogu« seiner schriften zu finden;neu-aufgerichtete liebes-kammer; die lustige fchau-bühne aller-ley curiositäten in drey theilen; die heran dringende Türcken-gefahr; Türckische Staats-und Regiments-beschreibung; neueund kurtze beschreibung des Königreichs Ungarn unter den nah-mens-buchstaben L. IVI.; Türckisches städte-büchlein unter demnahmen Theophili Urbini; der hohe trauer-saal in vier theilen;neuer politischer Florus ; schauplatz denckwürdigcr geschichte;Ost-West-Jndianischer und Sinesischer lust-und Staats-gartenin zwey theilen; historisches räuchfaß in drey theilen, nebst ei-nem fupplemcnto ; das eröfnete lust - Haus der obern Welt;der die erd umgebende luft-kreis; verwerffung des cometen-ge-spötts; der Ottomannische welt-hammer; schan-und ehren-platz Christlicher tapferkeit; die ehre des Hertzogthums Crain,welches er aus dem manuscript des Freyherrn von Valvasorin reines Teutsch gebracht, und mit anmerckungen vermehret;der höllische kroteus, <Lc. memor. Illcol. x. 1078.

* francifci, (Martinus) war in dem Peitzischen districtvon sehr armen eltern gebohren, und wurde anfänglich nachMosca als Diaconus berussen, allwo er mit einem menschen,der zu Flißingen in Seeland von Manichäischen eitern gebohrenwar, und in Franckreich mit dem teufe! ein wollte ge-troffen haben, zu thun bekam, und davon an. 1678. einentractat zu Budißin in 8. unter dem titul: bekehrter Mani-chäer, heraus gab. In eben diesem jähre wurde er zumDiaconat bey der Haupt - kirche in Bautzcn vocirt; er bliebaber nicht lange daselbst, sondern gieng wieder nach Mosca,als man ihm die stelle eines Superintendenten antrug. Erstarb an. 1698. und hinterließ himmlisches Jerusalem, ausden sonntäglichen Evangelien, Leipzig lüg;. Grossers Laußn.merckw. th.II. x. 4 -. 86. wgg.

Röntge und Printzen von Franckreich:

Franciscus I., Königin Franckreich, war ein söhn Carlsvon Orleans und Louise von Savoyen. Er verlohr seinenvatter sehr jung , für den sich aber Komg Ludwig XII.,seiner als des nächsten Cron - folgers, im fall er selbst kei-ne kinder bekäme, annahm, und ihn durch Artum Gous-ster äs Boisy erziehen ließ. Er gab ihm auch das Hertzog-thum Valvis, davon er sich nennte, da er vorher nur Graf

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von Angoulsme gcheissen. An. machte er ihn zu"'neralißimo der armee, welche Navarra wieder einnehme"te, es ward aber auf diesem zuge nichts ausgerichtet.,1514. gab er ihm seine Printzeßin Claudie zur gemahn«;mit ihr das Hertzogthum Bretagne, wiewoi Francist«'darauf von dem Könige wegen dieser Verbindung nicht z"sten angesehen ward, weil sich derselbe selbst wieder vmte und noch erden hoffte. Als er die neue Königin e«^'Hgen sollte, verliebte er sich in dieselbe , und wendiese zur belohnung sehr geneigt gegen ihm erzeigte, ew>schon bey seinen geheimsten freunden eine grosse sorge, erte sich hierdurch den weg zu der Cron versperren , ecaber äu Prat vor andern diese Vorstellungen machte, «'Dsich bey zeiten auf andere gedancken bringen; wie ««'dem ansang des jahrs rziz. Ludwig XII. ohne erd ,tobe abgieng, folgte ihm Franciscus auf dem thro«r/,^iünahm gleich den titul eines Hertzogs von Mayland an, «7 „„chschlusse, ehestens in Italien einzubrechen, welches er au», ^selbiges jähr in person verrichtete, und die grosse ffbAMöw,Marignan wider die Schweitzer gewann, in welcher erlich mit grosser tapferkeit föchte, und weil das treffm m'ersten tage nicht geendigt ward, des nachts über sichstück lehnend ruhte, auch den durst mit morastigem wE ° ^sehen gezwungen ward. Nach dem siege ließ er sich,ligen gewohnheit zu folge, durch den bekannten Peter LeEzum Ritter schlagen. Es ward hieraus Mayland volle«. Mbert, Franciscus traf mit den Italiänischen FürstenMgegen ihn verbunden hatten, einen vergleich, und r>ev"dem Papst anstatt der Tanbkionis kragmaric-e das sog hechteConcordat auf, darauf zog er wieder nach Hause, «ff,die folgende jähre bis an. 15 21. ruhig zu, machte M. ^ »o«die Schweitzer durch geld wieder zu freunden, und wl , v«den Engellandern Tournai wieder ein. Aber an. ^s .Wl^Francisco sein bemühen um die Kayserliche würde v.

gen war, entstund deöhalben zwischen ihm und Kayser a> ssseine Verbitterung, wodurch unterschiedene forderungen,gegen einander hatten, ob sie gleich in dem zu Nojon a«: Msgemachten vergleich beygelegt heissen sollten, wieder am « xatv/kamen, und weil es auf beyden feiten nicht viel gonm .schlüge geben konnte, brach es endlich in öffentliche« rr'» Mder an. i; 21. zugleich in Navarra, in den Nieberianv^Ein Italien angieng. Im ansang nahmen die Franzoje« strra in wenig tagen ein, verlohren es aber gleich wiederwol schon bis in Castilien gedrungen waren. Jedom.^ Msie darauf Fontarabien weg, welcher ort hernachgutem fuffe stehenden vergleich hinderte. In den N>eor M»allwo der krieg deswegen angegangen war, weil sich A^ni ^Roderti von der Marck angenommen hatte, mit we",Kayser anfänglich kriegte, ward ihnen Tournai wegm" ^l>e«jedoch überrumpelten und plünderten sie Hesdin.. n«'^gieng es am allerschlechtesten. Denn weil die KoMg«Ater aus haß gegen den daselbst commandirenden Gemtrec, das dahin beorderte geld zurück hielt, und den. ^ Mmeister Semblangai wider dessen willen zwange, m zuzu bezahlung dessen, so sie auf dem schatz-amt aus;»haben behauptete, auf einmal herzugeben, die »i,xschlüMarmee auch eben wegen diesem ermangelnden gewe s« „bey Bicoque genöthiget wurde, und allda an. 1522. § per

lichen streich bekam , gieng das Mayländische und G . eiElohren, welche stadt an. i;i;. Französische besatz««^ KoM

nommen hatte. An. 1522. kündigte Francisco auw

in Engelland krieg an , mit dem er doch einigeals sie zwischen Ardres und KuineS eine prächtige» ' schEkunft hielten, veste freundsthasst gemacht ^wie ÄzJedoch thaten sie ihm keinen sonderlichen schade«, schlaff'»überhaupt der krieg auf der Niederländischen stsss JA,aeführetward. An. 152;. wollte derKonrg ffMssbo«,.^lien gehen, allein der abfall des Connetable von Vo« .dessen Mißvergnügen der König selbst einige schuldzum Kayser ubergieng, hielt ihn zurücke, und war ammit einer armee dahin geschickt, der aber durch ^ii w hjsführung selbige mehrentheils verlohr, und gezw« aum Bmit dem reste nach Hause zu gehen. So «ah«A>.

Spanier Fontarabien wieder weg, und die Engs" hMl ^ vitden Flämischen streiften, nachdem sie Mondidlereils weilen von Paris. Im folgenden jähre ^ Mchz

Kayserlichen in Provence ein, und belagerten M.Aff FraNd«,adaber mit grossem Verlust abziehen, und der KoE ^uttck «folgte ihnen wider alles einrathen und bitten h , ch

der meisten Ministers nach Italien. Brantome «önig ^ ilü«der diesen merckwürdigen umstand, es habe den d>enem so gefährlichen zuge nichts so starck bewogen, ^^ver^jvon dem Admiral Bonnivet überbrachte zettung« .' nav« .^schönheit einer gewissen Mayländerin «om vv sch,

Signora Clerice, welche er der Admiral bey ^ wWchezuge wohl gekannt, und deswegen wiederum zu aller'axe»te, auch dem Könige zu solchem ende von ihro «AyackHoffnung machte. Also werden oft die wichUg'A^me«Mallerschlechtest-und liederlichsten Ursachen untern« ^„faiigbey diesem allen ließ sich für Araimftumlw ^ oh"^Mziemlich wohl an , indem er die stadtverstand einnahm, auch den Papst bewog w verff^snis zutreten. Wein, weil er sein gluck