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genheit zu Rom ein, und wurde bey seiner zurückkunft vondem König sehr gnädig aufgenommen, weil er die Französi-sche nation auf das nachdrücklichste bey ihren Vorrechten ge-schützet hatte. Ausser diesen zweyen malen, und daß er einmalseine provintz vifltirt, ist er bey 60. jähren niemals aus seinemkloster gekommen , hat aber theils mit lehren in rlülaloplnLizund IKeoloZicib , theils mit bücher-schreiben seine zeit nütz-lich angewendet; unter diesen sind ein 8Msms ktülolopkicuinund Ibeoloßicum , welche öfters gedruckt worden; kliiloioplii-tHssäsmics, Paris 1657. in 4. eine Französische Übersetzung derbriefe St. Paulini; visguisuiones Liblic», Paris 1682. in 4.und einige unter dem titul: Oeuvre volllwmes zusammengedruckte wercke. Er ist endlich den 26. sehr. an. i?n. im yi.jähre seines alters gestorben, nachdem er einige zeit zuvor dengebrauch seiner äugen fast gäntzlich verlohren hatte.ä« kol^Klü. tc>m. II. lib. II. L. 14. §. 12.
* Hraßinetto , oder Fraßineto , lat. krsxinswm , sindzwey kleine örter im Hertzogthum Montferrat. Einer liegt zwi-schen Casal und Valenza am Po, und heißt Fraßinetto äel Po,der andere liegt nahe dabey gegen süden.
Araftentz, ein dorf in der Oesterreichischen Grafschafft Feld-kirch, littcker seits der III, etliche stunden Wegs oberhalb derstadt Feldkirch gelegen. Dieses dorf ist an. 1499. im Schwa-ben-kriege merckwurdig worden, wegen der mann-und nam-hafften Wacht, welche allda und am berge Lantzegast vorgegan-gen. Dann als die Eydgenossen, den von den Oesterreichern indas Rheinthal gethanen einfall zu rächen, hinwiederum mit7000. mann einen einfall in das Wallgöw gethan, haben dieOesterreichs sich 15000. mann starck hinter ihrer Letze bey Fra-stentz versammlet, und auf den berg Lantzegast neben der Letzezoo. schützen nebst 1500. der freudigsten ertz-knavpen , aus demEtfthland, postirt, welche man den ftähltn Haus genennet.Aber Heinrich Wolleb der Hauptmann von Ury überstieg mit2000. Eydgenossen den berg, fiel sie rückwärts an, schlug undtrieb sie männlich den berg hinunter, die flüchtigen kamenden an die Letze angerückten Eydgenossen in die Hände, undwurden fast alle niedergemacht. Die Letze ward gleichfalls er-obert , und was sich nicht mit der eckigen flucht errettet,niedergehauen, also, daß der Oesterreichischen in allem 5000.mann geblieben sind. Die Eydgenossen verlohren nur n.mann, worunter der tapfere Hauptmann Wolleb war. Eswurden ihnen auch alle stücke und bagage zu theil, dasland wurde um 8000. gülden gebrandschatzt, und mustedeswegen acht geissel geben. lib. X. p.
lib. IV. ksllsä. Xksct. x. H2. L«L'»Ze»-. lüllor. üelv. N8L.
Ilh. XIII. c. >6.'
ssXftlXILLHI, oder krsdres äs pLUpere sitA, werdenunter die ketzer des XIII. sesuli gezehlet, und sollen aus demFranciscaner-orden entsprossen seyn. Ihr vornehmster urheberwar Hermannus , dessen leichnam der Papst Bonifacius VIII.ausgraben und verbrennen ließ, nachdem die von Ferrara ihnbereits über 20. jähr lang als einen Heiligen angebätet hat-ten. Sie gaben eine grosse Heiligkeit und strenge lebens-artfür, unter welchem schein sie dennoch die grösten fünden sollenverübt haben. Sintemal man von ihnen berichtet, daß siedes nachts zusammen gekommen , etliche lieber gesungen, dielichter ausgelöscht und mit einander Unzucht getrieben, diekinder aber, so aus dieser Unzucht gezcuget, hätten sie in ihreVersammlung gebracht, und einander zugeworffen, bis sie ge-storben , da dann derjenige, in dessen Hand ein solches kindgestorben, zu ihrem obersten Priester erwehlet worden. Auchsollen sie bisweilen eins von solchen kindern verbrannt, und dieasche mit wein vermischt haben, davon diejenigen trincken müs-sen , die sich mit in ihre gemeinschafft begeben wollen. Überdieses werden ihnen noch viel andere Meynungen beygemessen,als daß sie die Sacramente, ausgenommen die taufe, verachtet,und gelehret, die seelen der Heiligen kämen nicht vor demjüngsten tage zu dem anschauen GOttes; ferner, daß sie diePäpste und Römische kirche verworffen, die Eardinäle und Bi-schösse nicht vor Hirten, sondern für wölfe gehalten, u. s. w.Sie wurden also aufdas allerheftigste, insonderheit von Boni-facio viii. und Johanne XXII. verfolget, und ihrer viel ver-brannt. Dem ohngeachtet haben sie sich doch sehr ausgebreitet,und sollen sich viel gelehrte leuthe unter ihnen befunden haben.Einige gelehrte männer von den Protestirenden , und insonder-heit der berühmte Philippus Mornäus äu Pleßis, haben be-hauptet, daß ihnen vorermeldte laster und irrthümmer fälschlichnachgesagt werden, und sie eine solche harte Verfolgung nurblos deswegen über ßch gezogen, weil sie die fehler der Päpste,Cardinäle und Bsschoffe hart bestraft hätten. hw».
sä sn. 1297- Lsovi«,. in mviler.
iniouit. tz/Eäer, II. L. csnt. XIII. H. L. Ls. XIII.
v. 2. §. io. L n-
* Hratta, eine kleine stadt im Kirchen-Staate, zwischenPerugia und Citta äi Castello an der Tiber gelegen. Cluveriushat sie fälschlich vor die stadt der alten Umbrier, nahmens Tu-ficum, ausgeben.
Frauen-Alb, ein adeliches Jungftauen-kloster Benedicti-ner-ordens , auf dem Schwartzwald in der MargarafschafftBaden, unter dem Bißthum Spever gelegen. Der stister des-selben ist Berchtold Graf zu Eberstein gewesen, der um dasjähr n;4. gelebek. An. 1525. wurde es von den dauern aus-
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S-Plind-It. Vor mdl d-s XVI. 5 -e-uII H-I es d«rBaden eingezogen , aber an. 1624. restituiren muffen, jadann noch dißmal in gutem stände ist. ^ ^
boito Lrustsno p. z 4 l . rop. 8uev. -e,
* Hrauen-Aurach, lat. üursckium vominsruw 'rühmtes adeliches Iungfern-kloster St.Dominici in ^ra>.der Würtzburgischen vioeces, zwey weilen von Nu.rnoi"weit davon, wo die Pegnitz und Aurach zusammen flmff'ist an. 1275. von Herdegano, Freyherr« von GrundlMtet worden. Anfangs war dieses kloster in der stadt um zo-zum H. Creutz, als aber dieses Frauen-Aurach erbaucl^ - ,xe-gen sie an. 1276. hieher. Von hier aber sind an. 1295-^Mei-stern nach Nürnberg geschickt worden, um das Metsnen-kloster zu beziehen, gleichwie an. i;;;. 6. nach-c»"in das kloster 8. 8ermlLkri. L»se/r»r 6erm. Iscr. r''Mausllcriol. 6erm. Imp. p. 172. feg.
Frauenberg, ist 1.) eine stadt und Herrschafft in de>nner-kreist in Böhmen , dem Fürsten zu Schwartzenverv>. Nahe dabey lieget ein wüstes schloß auf einem ^ -
rig
aus felsichten berge, Böhmisch przimda genannt, po>>von einem Grafen zu Oldenburg soll erbauet, von omWrsowitz aber bevestiget worden seyn. Es ist HA.yscka,gantz zerstört. 2.) Ein vesteS schloß, Böhmisch denin dem Bechiner-kreise, welches in dem ;o. jährigen pesSchweden tapfern widerstand gethan, und ehemals 0« ^
Rosenberg gehöret. La/i>r». miib. Lob. Ilb. III. äec. I-
Hußiten-krieg , k. I. p. 128- ^ v
jetzt-lebendes Böhmen, i>. 94. v
^Frauenberg, Fraunberg, eine von den ältestensehnlichsten familien in Bayern , welche unter die 4- zuten Reichs-Erb-Ritter gezehlet wird. Heinrich m n"' ^.zUCostnitz Turnier-Vogt gewesen. Johannes hat sich am ^piv>SRegenspurg, Wolf an. 1296. zu Schweinfurt, unv ,an. i;92. aufden turnieren befunden. An. 1217, KkSsdessen bruder Seyfried bekam mit seiner gemahlm nuschafft Haag oder Hagen, und erzeugte mit ihr semm AMgcr Bertholdum. Dieser starb an. 1276., und Hintern vfridum II. und Wittilonem: ^ hatte
I. Seyfridus II. legte die Haagische linie an2. söhne, Conradum und Johannem, davon der am
vici in Bayern , Marggrafens zu Brandenburg, Ajch AAgewesen, und gleichfalls zwey söhne hinterlassen, nem> -erhelmum, Ober-Präsidenten in Bayern, und Christs- letztAan. i?9r. zuerst den Bayerischen bund errichtet.söhn Georgius starb ohnvererbt, da denn die G^Mphavo,gen seinem Vetter, des obgedachten Iohannis encket ^ ^Manheim fiel. Dieser zeugte mit Lunetta von Achv^'AgaS 'vielmehr von Massenhausen, Georgiurp , Herrnhymund Johannem, Herrn in Massenhausen; der ietz^h,^einen söhn gleiches nahmens, weil er aber ohne erm"wurde die Herrschafft Massenhausen an. 1477. an euiLin Bayern verkauft. Des ältern, nemlich GeorN^xstrl^Wolfgang büssete an. 1474. auf dem beylager ^ ^
Philippi zu Pfaltz sein leben in dem turnier ern , HEkeinen männlichen erben hatte, so kam die GrafWu^auman seinen nahen anverwandten Sigismundum vv sthre»,berg, welcher den titul eines Grafen zu Haag Mru ZtMund Kaysers Maximiliani I. geheimer Rath , wie w ApMsandter in Engelland , zuletzt aber Cammer-Rtchrer gec>
gewesen. Sein enckel Ladislaus hat an. 1567. uuu „diget, worauf die Grafschafft Haag an die Hertzoge v
gekommen. . . ^
II. wittilo pflantzte die Frauenbergische limr r,^ge as.sen nachkommen haben sich in unterschiedene »even-AM wgetheilet, so aber meistens wieder ausgegangen- heiMVisthoffzu Augspurg, und starb an. 1567.; LUrisEfto-Iohannis Petri, enckel Carolus, war Chur-BEheimer Rath und Cammer-Herr, welche wurde >e>^hannes Victor gleichfalls bekleidet, und Ferdwam.^te.ANdäum Josephum , wie auch Carolum Antonrum ^ s,hat, welche beyde das geschlecht unterhalten. 4 ^'c. 26. SK-rnrr»F. tbestr. Leu. WM. III. L- H- L' 'üemm. k. III. LIV.
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* Frauenberg, oder Frauenburg, ^^Ines berssÄ vckienburct, vor diesem Alt-Würtzburg, ein vem vberh?My;und resibentz des Bischoffs zu Würtzburg - Lit dA^ Mstadt Würtzburg, gegen abend auf einem bergen« ^ k,rcvne. Denn weil Hertzog Gosbertus II. ^»edem berge angeleget, zu ehren der H. Jungftau ^rg g^sdiesem die bürg und der berg unsrer lieben Frau ;8-worden. Spangenbergs Henneb. chron-t- 4- t-pjer »He^aber dieses schloß sehr prächtig aufgeführt, und m^ unb^hnfftiefen gräben , starcken mauren, walleneinen A Mcken wohl versehen; hat vortrefliche gemacher, .^ghans- WNchen marstall, kunst-cammer, und ein schone ^ gaNtzLp N'^keller, in welchem die herrlichsten weine liege», Mw . sw
eingehauen, und so wohl ausgearbeitet , day bestn"a-irck/
nig zu finden. Vor diesem haben die BsschEAuburg Adiesem schloß, sondern auch in der stadt 2->^r> buEjligeN L
nachdem aber der Bischoff Hermann von u ^ herrsche»
beunruhiget wurde, so ließ er das schloß an. "