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Fregosus - (Fridericus) Cardinal, Ertz - Bischoff zu Sa.lerno und Bischoff zu Augubio , war em bruder HertzogsOctaviani zu Genua. In seinen jungen jähren hielt er sichbey seiner Mutter bruder dem Hertzoge Guidobaldo von Ur-binv auf, und bekam durch seine Vermittelung das Ertz-Bißthum von Salem». Nachgehends aieng er als Ambaj-sador der Republick Genua zu dem Papst Leone, kehrte aberan. 1515. wieder zurücke, seinem bruder Octavlano m sei-nem gefährlichen regimente mit gutem rath an dre Hand zugehen. Jmmittelst setzte der Barbarische see-rauber Cartogo-li die Genuesische küste m grosse furcht, und rüstete man widerihn eine sce-macht aus, welche der Ertz-Blschoff Fridericusanführte, gedachten see - räuber bey dem Hafen von Bisertaüberrumpelte, und mit grosser ehre und beute nach Hausekam. Als Hierauf an. i;--. dte Spanier die stadt Genuaeinbekamen, und seinen bruder Octavianum zu einem gefan-genen machten, suchte sich Fridericus auf einen kahn zusalviren, und auf ein Französisch schiff zu steigen , hatte aberdas Unglück, daß er darüber in die see siel, und bey nahe er-truncken wäre. Er wurde so fort nach Franckreich über ge-führet , und erhielt von den» Könige die Abtey von satntBenigne zu Dijon; da er dann fein vergnügen im studiren ge-sucht , absonderlich aber die Hebräische und Griechische spräche,welche er erlernet hatte, zu erklärung der heil. Schrift undÜbung der gottseligkeit angewendet. Nach feiner zurückkunftin Italien, wurde ihm das Bißthum Augubio gegeben, wel.chem er mit grossem eifer vorstünde, woselbst er auch an. 1541.starb, nachdem er vorhero an. 1559. den Cardinals-Hut vonPaulo III. erhalten hatte. F'-K/ree», Kilt. 6en. lib. XII. Lemö.
in Spill. Ac.
Fregosus, (Octavianus) hieng sich, nachdem die Fran-zosen in dem treffen bey Novara waren geschlagen worden , andie Spanier, und erhielt von denselben, weil er sichs 50000.dncaten kosten ließ, ;oc>o. mann, mit deren hülffe er die Ador-ni verjagte, und selbst Hertzog wurde. Diß geschahe an. 151;.Aber an. 1515. schlug er/ich wieder auf Französische feite, weiler sich theils vor den zurüstungen der Franzosen gegen Italien,theils vor der anwachsenden macht seiner einheimischen feinde,welche sich hinter die Schweitzer gesteckt hatten, fürchtete. Undwiewol ihm der Papst gegen die letztem hülffe geschickt,, mach-te er doch heimlich mit Franckreich einen vertrag, vermöge des-sen er den Herzoglichen titul niederzulegen, und des KönigsStatthalter lebens - lang zu seyn, auch sonst vor die stadtnoch allerhand vortheilhaffte dinge bedunge. Aber an. 1522.nahmen die Kayserlichen Genua mit stürmender Hand ein,und diesen Fregosum gefangen, da er denn nach Ischia ge-führt wurde, allwo er in der gefangenschafft nach wenigmonaten, und, wie man meynt, an beygebrachtem gifte ge-storben. Man lobt ihn wegen seiner klugen regierung, unddaß er keine tyrannische herrschafft über Genua gesucht,doch soll er sich auf den krieg nicht sonderlich verstanden haben.
, kill. 6en. lib. XII. L in elogiiu clarorum biauium.
Iil>. XI. XII. XIV.
Fregosus, (Paulus) Cardinal und Ertz - Bischoff zu Ge-nua , war ein bruder des Hertzogs Petri von Genua, undsowol dem ehr-geitz als der Wollust ergeben. Von der letz-tem konnte sein natürlicher söhn, welchen die Jtaliäner denkleinen Fregosum nenneten , eine probe geben. Zu Vergnü-gung des erstem konnte ihm die erlangung des Ertz - Biß-thums, worzu ihm sein bruder an. 1452. verholffen hatte,genügsame gelegenheit zeigen. Er stieß Ludovicum Fregosuman. 1462. von der Hertzoglichen würde, und nahm sie selbstüber sich, wiewol er solche nach kurber zeit wiederum abzulegengenöthiget wurde. Allein, er riß selbige aufs neue zu sich,und führte sich nachmals so unerträglich auf, daß die Genueser,um sein joch abzuwerffen, sich dem Hertzoge Francisco Sforziain Mayland ergaben, und dadurch den Ertz-Bischoff aus derstadt sich zu retiriren zwungen. Sein ehr-geitz erlangte gleich-wol wieder, was er mit so grossem Widerwillen verlohren,und an. 1478. glückte es ihm, daß durch seiner freunde Vor-schub sein enckel Baptist« Fregosus Doge wurde. Dieser würck-te jhm zur danckbarkeit an. 1488. den Cardinals-Hut bey SixtoIV- aus, erhielt aber von dem neuen Cardinal dieses zumzeichen der erkenntlichkeit, daß er sich seiner würde von dem-stlben entsetzet, und ihn hingegen noch in angeführtem jährebannt beehret sehen muste. Kieses war nun das dritte mal, daßdieser Pralat das weltliche regiment zu sich gerissen hatte. Al-lein, weil er durch seine gewöhnliche graüsamkeit sich darin-nen veste setzen wollte, wurde er gar bald wieder davon ge-flossen. Deswegen ließ er 2. schiffe mit den kostbarsten fachenangefüllet ausrüsten, um nut selbigen nach Rom zu gehen;allein er kam nur nut dem emm dahin, indem das andere durchschiffbruch zu gründe greng. Doch konnte er auch daselbst nichtruhig seyn, sondern suchte noch rmmer zerrüttungen in seinemvatterlande anzurichten. Er starb an. 1498.in eommeutar. , in elog. oc buror. 6en.
äi«. lib. I. LII. OWAplvr«,. , Aa.
* Freher, oder Froer, (Marquardus) war aus der familievon Weisach an. 142?. gebohren, und starb am 147;. den24 . aug.als voÄor Meäicinse UNd.kmLcu« zu Dunckelspühl.Sein söhn gleiches nahmens gebohren zu Duuckelspuhl, an.2460. war DvÄvr Meäiem« und LbLmus in seiner geburts.
fre
stadt, dcgad sich Mr nach Augipurg, und nahm A AngMsche religion an, worauf er an. i;;;. mit tode "vg".r§n.Dieses letztem enckel, gleichfalls Marquard genannt, ' .1542. zu Augspurg gebohren, ftudirte zu Tübingenmovirte zu Bologna in ÜoÄorsm .jurin. Er war Bra» ,gischer Rath zu Anspach, wie auch Consulent ;n ^ gr-ünd wurde als Abgesandter aufden Reichs-tag nach K ^for-schickt. Er verfertigte einige anmerckungen über onmationem dloriivkergensem , starb an. 1601. zu Nurno »hinterließ zwey söhne: 1.) Marquardum, von 0 ^71.folgende arttckul handelt. 2. ) Paulum, welcherzu Augspurg gebohren, und den 2. febr. an. 1625. awZurir, und Advocat in Nürnberg gestorben, '
vid. Lruäit.
Freherus, (Marquardus) einer der berühmteste«^gelehrten seiner zeit, war zu Augspurg an. 1565. auo eten und ansehnlichen familie gebohren. Nachdem er« ' he-äe Hanlactionibus zu Altorff öffentlich disputlkt ^c^acotvgab er sich nach Franckreich, und wurde daselbst 00« Mcht.Cujacio zum voüor indem 18. jähre seines alters » §<>-
Fünf jähr hernach ernennete ihn der Pfaltzgraffimir zu feinem Rathe, und an. 1596. wurde ihm me -enLoäic>8 zu Heidelberg aufgetragen , welche er aber u ?„xfüc »vielen und und wichtigen gefchäfften, die ihm der ^ mel.Fridericus IV. in der Psaltz übergeben, an. ,,nd^Hierauf bekleidete er die stelle eines Vice-Prasidenieu 'sandten an den König in Polen, an die Ertz-Bischoffe M . »übund Cöln, ingleichen an die Bischöffe zuWorms. Unter diesen Verrichtungen unterließ er »nicht, auf besehl seines Herrn die Historie von der PtE,ver-ändere vortrefliche schriften, die unten angeführet pe>",aus zu geben; dahero ihn dann gemeldker Chuefuril Mdorfe Luststatt belehnte. Im übrigen war er von s»ein grosser liedhaber der antiquitäten und mahler-kunn' ^^eft'man bey ihm einen kostbaren verrath von edm Mmüntzen , statuen und conlrefaiten antreffen ko«m^un-gleichem triebe hielt er gute freundschafft mit JE' ^ ^n»clavio, Friderico Syiburgio, Hieronymo Commem ^ L)Grutero , Scipione Gentili, Jans Kousa und anvjstarb zu Heidelberg an. 1614. Man hat von thm e» ; c>-menge schriften, darunter: äe Lama publica
Lxiilimstione acguirenäa, conssrvanäa nmctt „er >!, 'OriZineb Lslatin.; Xes geltse kriäerici I. Lleök.
Iritksm. curn notis; ücllertio propriL Lubernati Luc-'rici IV.; 8igismunüi Imper. Lulla ; cls leZitima Igue Llectorali ex inteZio aä auream Lullam Lacoi '
inentatio; Ue teüamenraria lutela , Lnrsgne nlecxra L libera ; karergon lib. II.; Verlio vmuititt>m^^f,o 8»nica Orationis A üpoitolorum eum notrs , 8)^^
xynica vetullWma OeealoZi, Orationis Hom^mboli Lpolloliei cum nvti»; Lonliitutio äcioipM b, ^äs 8tstura Lsroli Äl. ; äe Lecretis ^ucliciis oUM §cpbalia uiitatis; Herum Lobemiearum antigui » stoMptorss; Lorpus Hillori-e krsneicss ; Oermanic» ^ - ä8criptore8 a Larolo iVI. acl sricleric. III- IlE
ärSL kresb^teri Lbronicon cle Oueib. Lavsr.kunclationum nonnuUorumKlonalleriorum ?or? ^ot-rise; ketri äe Lnälo Haiit. äe Impsrio Xom. « .
Impvlä. äe LebenburZ cle Zuribu8 kegni 6c Im?^ opaßlU.Hier. Lalbi über cle Loronatione ; llecilionum n ^
rum Lxlvula; äs dluinilmate Lenkiu s kkarnLi ,nem voeato Oissertatio; äe He lVlonetsria vete Oc^ ,rum L boäierni apuä 6ermano8 Imperii, item ^
lib. äe Nonsti8 A Labr.Liel pract. äe Ü8äem mjMüantiotbeea live 8appbiri Lonüantii Imperat.nopiüromacbia Lve antigu-e vuelli glaäiatorn MnciEgli8sräon7ebe Lxxolltio ; Lonilantini Imx.srgentei Lxxol. cum ^ol. 8caligeri notiu ; ^^oriiIV. Lonstantini, item Otroni8 III. Oonatio; g §igcsm^^bure Icripta contra I'ü II. excommunicarionem p.^tläo Lrcbi-o. Lukr.; beschreibung der WetteraE^jü ^unter einem fremder« nahmen; äob- Irubemn ^ frmcv i.Nach seinem tode kam heraus : äe 8ucceluon^stg.Ls^in xrimogeniti8 Lommsntarioius sä cap- 7 - iEnioia
cui accelllt locus eju8äem öullse äe Pcinaip ^cig"! ^^5-Inliitutione in batina linZna; äs I^upoäu ^enrällemanniL oppiäo ; in llulonn NolellaM ^
vit. .fLtor. tkeatr. ppd
* Freienfeld, oder Freienfels, eine admwFrelcherriiche familie aus Schweden, in wclwesie viel ansehnliche kriegs - bedienungen ^E",!,ar II-Colestinus lebte daselbst an. 1540. Sem Ab»'. AudoE ge-Oberst - Wachtmeister, und ward von Kam^r ^ ^
unter den Böhmischen Adel aufgenommen- . ,h , Musici»schlechte ist Franciscus, Freyherr von T""LmWollescheck und Doltzheim, welcher unter? p^)ber^älszu Pfaltz, Johanne Wilhelms, Commendam cme- Sä-mann von Kayserslautern gewesen, av^. von^mit dem Chur - Pfältzischen General, dicmte
Weilburg, flüchtig worden , und FoanMl ^ ^ kyegtnommen, auch in dem Spanischen Mers >n si>i«ddem Französischen Parteygänger l» ^ro«x,