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Freusberg, eine Herrschasst nebst einem schlösse nnd Amt,<m dem Siege-fluß auf dem Westerwalde, gegen dem Hertzog-thum Bergen gelegen. Sie gehöret zur Grafschafft Sayu,und zwar zu dem Altenkirchischen oder des Hertzogs von Sach-sen-Eisenach antheil an besagter Grafschafft. Es sind 4. kirch-spiele, die zu diesem Amte gehören, als Kirchen - Freuöberg,Fischbach, Gebertshayn und Daden, nebst andern pertmen-tien. Es war anfänglich eigenthümlich, wurde aber zu en-de des xiv.üeculi von Graf Johanne dem Churfürsten zu Trierzu lehn aufgetragen, von dem es eine lime der Grafen, dieSaynifche genannt, zu lehn nehmen müssen. Nachdem aberan. 16,6. Graf Ludwig, der letzte dieser stme mit tode abgieng,hat Sachfen-Eifenach, wegen. Ludwigs fchwester Johannet-ten , einer verwittibten Landgrafin von Hessen und zum an-dern mal vermählten Hertzogin zu Sachfen-Eifenach, krafft ei-nes mit Trier an. i6;r. aufgerichteten Vergleichs, die Herrschasstnebst zugehör bekommen. Siehe Sayn das gefchlecht. Lu-nigs R. A. karr. lxec. cont. ;. abth. abs. 27. n. 264.276.
i^rey, (Felix) sonst krygms und läbcrius genannt; vonParis zog er in die Schweiß, und wurde an. i;ig. Probstdes Stifts zum grossen Münster in Zürich, allwo er auch an.1^5. starb. Er hat die 8tÄtum feines Lollegii in bessere ord-nung gebracht, woraus sonderlich das zunehmen der fupersti,tion und die beständige Vermehrung der abergläubigen fest"lägen von an. 1260. bis 1520. zu ersehen. *
Frey, (Joh. Jacobus) ein krokellor von Bafel, undDeLLm -8 zu Armagh in Jrrland, ist zu Bafel gehohren den 6.jun. an. 1606. aus einer alten von Mellingen an der Rüsnoch vor der Reformation dahin gekommenen familie. Esgeschieht schon zu den zeiten des Baßler - Loncilü an. 14; 8.Meldung Burcards Frey eines Rathsherrn, welcher mit;.andern seines stands , mit bewaffneter Hand etliche auf dasschloß Neuenstein gefangen weggeführte Herren des Lonciliiin die freyheik gefetzt; so war Rudolph Frey zusamt 2. an.dern, zu den zeiten der Reformation, der erste 8 c:iiolgrck-r,welcher an. i;;2. der Universität ihre Privilegien, rechte, sce-pter und archiv restituirt, nnd den krokelloribu 8 ihre Lstsriaangeordnet. Als obiger die funbamente seiner studien in denschulen und Academie gelegt, und die gewöhnlichen gmäurscaäemicv 8 empfangen, begab er sich nach Genf, da er etlichemal unter dem kiTliäio Diodati xnblics difputirt,von dannen inFranckreich, und endlich in Engclland, da er sich neben an-dern studien in lefung der Lateinischen und Griechischen Bät-ter wohl übete und sonderlich belustigte. Mit vielen adelichenHäusern wurde er allda bekannt, nnd nahm.ihn der Grafvon Corcagh Rob. Boyle zum Lpl-vro seines ältesten fohns,Herrn von Dungervan an; mit welchem er nach Lifmore inJrrland gereifet, und allda dem kroregi so wohl gefallen, daßer ihn auf alle weife daselbst zu befördern trachtete; daher erauch im may an. i 6 ;o. von dem Bischofs von Man, Theo-philo, zum viacono recipirt wurde. Als er bald darauf in sei-nem vatterlande zum Prediger bey St. Margarethen bestelltwurde, und kaum dieses amt angetreten hatte, hielt besagterGraf bey Baßlerifcher Obrigkeit inständig um diesen mannan, welchen er auch erlangt, ließ ihn darauf mit feinem söhnein Franckreich reisen; unterdessen erfolgten zwey andere voca.tionen ; eine, da er in Engelland war, zu der Griechischenkrofestlon nach Bafel, die andere, da er zu Bafel war, zudem Decanat Armagh in Jrrland, da nicht nur der Ertz-Bifchoff Jac. Ufferius, sondern auch der krorex in Jrrlandden Maatstrat zu Bafel ernstlich, um ihn folgen zu lassen, er-suchte. "Er nahm diese beyden vocationen an, und schlug dieihm vorher angetragene Information des jungen Hertzogs vonVuckingham hosiich aus; die krolellion hat er eine zeitlang ver-sehen , da er aber im begriff war, auch dabey das IrländischeDecanat anzutreten , nahm ihn in der blüthe seines alters an.16;6. im aug. eine kranckheit aus dieser Welt. Er war beyvielen adelichen häufern sowol, als auch fürnehmen Gelehrtensehr bekannt, welche ihn wegen seinen fürtreflichen gaaben hochund werth gehalten, Tronchin, Diodati, Spanheim, äs Dien,Voßtus rc. hielten mit ihm fleißige brief-wechfel, sonderlich aberwar er vertraut, hertzlich geliebt und mächtig betrauet vonJac. Ufferio, welchem er auch neben andern diensten vielesubstdien zu seiner vorhabenden Historie der Waldenfer und an-dern dingen verschaffte; äeDieu thut feiner mit lob Meldungin der dedication an Usserium, vor feinem Lommentgrio ackXöt. gpoff., als er durch ihn von Ufferio den kentstsucinim8vriacum empfangen. Unter feinen schriften ist vorhan.den ein lstocloeporiLon. Orst. äs L-ing. OrLLÄ <Lc.ckron. T'-Z/E omt. xsreat. in eju8 obit. L sli». *
1^».«, Jacobus) ein söhn des vorigen, ist gebohren ,.mvnat nach des vatters tode den ir. dec. an. iszs. zu Baftl.
aba/leaten ruäimLntis und empfangenem cksrsÄersNiEs? an 6 « that er eine reift nach Franckreich, En-Mand cmederland lind Teutschland, und machte sich durch-gehends mit vielen gelehrten männern bekannt; bey seiner wie-der-zurückkunft wurde er Lomm. visconus, und an.i 6 ; 6 .lli 3 -V0NU8 bey St. Leonhard, an. 1675.
Seinem amte wartete er mit unermudetem fleiß ln fernem ho-hen alter bis in tod ab, welcher erfolget denIn seiner letzten Weyhnacht-predigt hat er GOtt öffentlich
gedancket, daß er 61. Weyhnacht-feste in seiner Leonya^HAche, als Prediger unausfttzlich und gesund gehalten'an fö vielen neuen jahrs-tagen der gemeine hat gnmschrn können. Ausser sehr vielen leich-und andernhat man von ihm im druck einen tractat von den w)M .r' ge-Römischen kirche, aus anlas Marc ä'Aviano hcrauvden;.Gespräch zwischen einem Evangelischen b,dertaufer, betreffend den irrthum der Wiedertäufer rc« ^
* Frey , (Hermann Heinrich) wer sein vatter gewesen, ^unter folgendem artickul, er selbst aber war anfangs " ^ MStuttgardischen Prediger, hernach aber Superinten»'Schweinsfurt, und starb an. 1599. in dem
alters. Er hat kkilarg^rnm Lccleli-e; Voluxtuarivw 0 ^üicum, Biblisches thter-buch, Leipzig und22. Luciä-Prcdigten vom amt und stände einerObrigkeit u. a. rn. geschrieben, mew<>r.
^ürtemb. k. I. x. 2)4.
* Frey, (Jacobus)ein Würtembergischer Mcolog^' ^hccher fast von anbeginn der Reformation, und in die i x ei-lang das Evangelium im Würtembergischen gelehret, " r^hil.neu söhn, Hermann Heinrich, hinterlassen. BluhM , L^gioss-Ikeol. emer. p. 84. Allein Fischlinus in mewor. ^ -,eih"^ürtemk. k. I. x>. r;4. meldet, daß ermeldten Hermanorichs vatter Eusebins geheissen; von diesem Hermann
chen besiehe den vorhergehenden artickul. Groffens vJubel-Priester-hist.
* Frey , oder Frejus, (Johannes Cäcilius) war Upjcck
rüLU8 bey der Königin in Franckreich, Catharina »o
practicirte auch sonst in Paris, und starb daselbst ""oMEnachdem er kstiloiopiuLm vruicium, Paris 1646. wkkilosopliieum, darinnen er des Bernardini Toleiiische grund-sätze widerleget; kstxfognomiLm, Olcho ^ ser-Lompenciium Aleclicinxe, Viani sä 8cientis8 , ^isiN'
monL8 extemxorsneo8, Anstatt 1674. in 12. kd^'uos
LliiromsntiLM, Oniromanükim, gä klülosopkoruM
corum mentsm, u. a. m. geschrieben. Seine getan aedrENische wercke sind zu Paris an. 1646. in 8. zusammen »Worden, äi'ur. /.e bibl. l 9 "
kililos III. ;i. §.Stalles hist. der Medicin, gelayrky"k- ri;- . - Mb"
Frey -Amt, ist ein dem Canton Zürich zustand's^x Wlein, welches sich von dem Zuger-gebieth an, Mn-Ubet,und dem berge Aldis auf 2. meilen lang herunter Edie Abtey Cappel neben 12. Pfarreyen in seinem bezM si,„r s ^sonsten auch die Vogtey Knonau gcnennet wird. E
altem in die zwey Frey - Herrschaffteu,
Schwartzenberg, abgetheilt, welche aber nachgeh^FZEFreyherren von Eschenbach gekommen sind. , yahstUther an. i;oZ. Kayftr Albertum I. ermorden hclffen ^ y.Edessen kinder in dem erfolgenden raach - kriege am ya«zerstörung des fchloffes Schnabelburg dieses landden, deren erben es auch behalten bis an. 141 i- / oes Mi-tzog Friedrich in die acht des Kaysers und den ban»cilü zu Constantz gefallen, und dadurch seines lanvs Agy!worden, bey weichem anlas ermeldtes Frey-Awr „Sigismundo pfands-weise der stadt Zürich ubergeor'
Es sind vor diesem viel schlösser und adeliche ham^xB, L,gewesen, als die von Wättschwyl, von Seide» AM.Estnger, die von Hedingen, Loo, SonsteM»wanden und Affholtern rc.b. * grosse
vortreflichen bergwerckes,und des Chur-SachsiW" zberühmt ist. Ihr erster ansang ist eigentlich w o , ^
zusetzen, als rn welchem die ZellerfeldGen ver^^
sich jahres vorher aus Nieder-Sachftn rn Meisten §n diAj,bergwercken mit grossen Haussen begeben, uno " daii/^evrt gestandene Christians-dvrf dermassen angebauet, dftner stadt gegleichet, wie denn davon noch heut z» M gem« ^feite dieses orts die Sächs-stadt oder h>ck^^
wird. Als nachgehends an. 117;. das silber-berg' yer teu^steh in gutem stände befunden, hat Marggraf rjugUiab^diesen ort mit herrlichen freyheiten begäbet, g>
und gräbenumschliessen, und Freyberg^enM"^ aE'Ai»wie auch das dabey von gedachtem MarM > ^gM be-schloß, welches heut zu tage wegen der lustE^,„ so»A-nahmen Freudenstein führet, anfangs F^Medene vennennet worden seyn. Hieselbst haben verfcy burw MNFürsten Hof gehalten. Doch ist solches an. "Hhst §^AiUChurfürsten Augustum zu Sachsen, welcher da,worden, abgebrochen , und gantz neu erbau»' M ftMHerr vatter, Hertzog Heinrich der fromme , v am
zelt da auf, und wurde durch der bissger treu pes
tigkeit beivogen, den gründ zu dem Chur-S, m^s va^xniste in dem chor der Dom - kirche zu legen, geo^^mit ungemeiner Pracht ausgeführet worden. ^.<">§0
Doin-kirche ist arrch der hohe predigtstiuhl, w ^
tzem steine und durchbrochener arbeit, ftv» sie-
lst n. ellen hoch, und stehet gantz ftev '".^uet wor^^ hckner andern, welche ^t. Petro zu ehren erv«