Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Alexander zur flucht genöthiqet wurde. Inzwischen faßtennichts destoweniger die Mayländer neuen muth , und fiengenan. 7167. den 27. apr. Mayland wieder an zu bauen, beseitig-ten auch die stadt mit wall und graben , weil sie ohne den end,welchen sie dem Kayftr geleistet, zu brechen , keine maurenaufführen durften. Ja sie baueten das folgende jähr noch ei-ne stadt, die sie dem Kayfer zu trotz und dem Papst zu ehren,Alexandrien nenneten, wiewol sie von den Kayserllch-gesinntenden nahmen Palearis oder Spreustadt bekommen , daher sienoch heut zu tage älellsnckris ckells pagüs heisset: der Kay-ser erklärte zwar die Mayländer und ihre bundes-genossen inbann, weil aber dieselbe feine leuthe schlugen, und die pestfeine armee sehr klein gemacht hatte, ward er genothiget, an.nag. im mertz Italien zu verlassen, (xk) Bey seiner rück-knnft nach Tentschland stillete er dre klagen der Bischöffe undFürsten in Sachsen wider Henrrcum fteonsm, und als seinVetter, Fridericus, Kaystrs Conradi III. söhn, starb, nahm erdessen länder in besitz, und ließ an. 1169. seinen söhn Henri-cum, der nur 5. jähr alt war, mit genehmhaltung der Stände,von dem Ertz-Bifchoff zu Coln zu Aachen crönen. (1l) Als an.1170. der Papst Victor IV. starb, ernennte er Iohannem, Abtvon Strume, an dessen stelle, dem zu gefallen er einen neuenzug nach Italien, wider Alexandrum III. (der ihn nach seinerletzten abreise an. 7768. von neuem in bann gethan,) und wi-der die Mayländer, vorhatte, auch zu Würtzburg alle Ständedarzu auftischte, weil er vorgab, Alexander III. suchte die Kay-ferliche wurde von Tentschland auf die Griechen zu bringen.<mm) Henricns I-eo nahm inzwischen einen zug vor nach demgelobten lande, in dessen abwesenheit der Kayfer seine Vasal-len heimlich sondirte, ob sie ihm , im fall Henricus I-eo stür-be, dessen länder überaeben wollten; welches aber Henricumsehr verdrossen, und zu dessen feindschafft mit dem Kayferneuen anlas gegeben ; wiewol einige dieses in zwejfel ziehen,weil es auf dem zeugnis eines einigen scribenlen, der lange her-nach gelebt, beruhet, (nn) Endlich bewerckllelligte der Kayferden lang vorgehabten sechsten zug nach Italien mit einer gros-sen macht, und nicht geringern Hoffnung an. 1,74. Er bela-gerte gleich anfangs Alexandria, konnte aber nichts davor aus-richten, weil sowol die jahrs-zeit entgegen war, als auch Hen-ricns üeo mit seinen unterhabenden trouppen den Kayferim stiche ließ, und sich , alles von demselben gethanen bittensungeachtet, nach Teutschland wendete; dadurch denn derKayfer ihm an. 1775. zu folgen , nachdem er mit den rebel-len einen stillstand aufgerichtet, gezwungen wurde. (00) Ersammlete aber frische völcker, und gieng damit an. 1176. nachItalien, da er aber den 24. may des folgenden jahres unweitLegstano gäntzlich geschlagen, und weil er in der schlacht daspferd unter dem leibe verlohr , von jederman vier tage langvor todt gehalten wurde. Er kam aber gleichwol mit demleben davon, und gantz unvermuthet zu Pavia an, woselbster durch diesen unglücklichen streich sich bewegen ließ, Ale-xandra III. friedens-vorschläge zu thun , welche da hinaus lie-fen , daß der Kayfer den Papst vor rechtmäßig erkennen, dasland, so der Kirche zugehörete, und insonderheit die güther derGräfin Mathildis, wieder erstatten, einen fünfzehen - jährigenstillstand mit dem Könige in Sicilien, welcher seithero denPapst in seinen schütz genommen, und einen sechsjährigen mit' den wider ihn verbundenen städten eingehen sollte, damitunter dieser zeit ein vollkommener friede könnte geschlossen wer-den. (xp > Hierauf wurde an. 1177. eine zusammenkunft desKaystrs und des Papsts zu Venedig angestellet, da die friedens-lractaten beschworen wurden. (gg> Hier fabuliren nun dieneuere scribenten, daß als der Kaystrliche Printz Otto durchden Venetianischen Admiral Zani zur see geschlagen, und nachVenedig gefangen geführet worden, der Papst gedachtem Ad-miral einen ring gegeben, welchen er ins wasser werssen, undsich dadurch das Adriatische meer gleichsam vermählen sollte.Der Printz wäre hiernächst auf parole losgelassen worden, umdem Kayfer gewisse friedens-vorschläge in des Papsts nahmenzu thun, wodurch jener sich bewegen lassen, in person nachVenedig zu gehen. Als er nun bey seinem einzuge den Papstvor der St. Marci kirche sitzend gefunden, hätte er ihm nachgewonheit die füsse küssen wollen, wormit sich aber der Papstnicht genügen lassen, sondern wäre dem Kayfer auf den halsgetreten, und hatte dabey die Worte des Psalmes mißbraucht:Auf lowen und Ottern wirft du gehen, und treten aufdie jungen lowen und brachen. Als nun der Kayfer sichgegen, den Papst vernehmen lassen, wie er nicht ihm, sondernPetro zu ehren dieses erdulde, hätte der Papst geantwortet, daßes sowol ihm als Petro zu ehren geschehen müste. (rr) Al-lein alles dieses gründet sich auf ein gemählde, so noch bisdato zu Venedig zu st hm, darauf der Papst vorgestellet wird,daß er dem Kayfer auf den hals getreten. Es ist aber zu wis-sen, daß diese gemählde zu selbigen zeiten etwas gewöhnli-ches gewesen, wenn man vorstellen wollen, daß. eine parteyüber die andere Vortheil gehabt, und uberwinder geblieben.Also liefet man, daß als Calirtus II. seinen Gegen-Papst Bur-dinum gefangen bekommen, er denselben m einem zimmer desLaleranischen Pallasts unter seinen fussen liegend abmahlenlassen, (ss) und doch ist bekannt, daß Calixtus Burdinv nie-mals auf den hals getreten. (M Eben solche beschaffenheithat es mit dem gemählde zu Venedig von Friderico Lsrbs.rossa; worzu noch kommt, nicht allein das allgemeine still-schweigen, sondern auch der klare Widerspruch der damaligen

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scribenten, welche ausdrücklich melden, daß der ^Papst einander alle ersinnliche ehre erwiesen, und h<wl>diesem das oleulum pscis empfangen, ihm die recv „ch,gelassen, in die kirche geführt, ihm, nach damaligem g ^blisden steigbüge! gehalten, auch da er ihm beym, eme>> :aus devotion zu fuß gefallen, von ihm unverzugum Aavkden und geküsset worden, (mi) Der umstand nut 0* >snEserlichen Printzen Ottone ist auch falsch , weil Otwnoch ein kleines kind gewesen. Doch dem sey wie w'so ließ der Kayfer nunmehro, da er an. 1177. " sicherland kam, seinen zorn über Henricum üeonem, w* ^ s„l-allem Unglück des Kaystrs schuld war, völlig a»s,,nno ^cher auf die dreymalige citationen , um auf dre r > ^,,esächsischen Bischöffe,und anderer weltlichen Herrenw^ ^ Wharte regiernng zu antworten, nicht erschiene, ,erkian ^an. ngo. indte acht, sprach ihm alle seine länder) jüberließ das Hertzogthum Bayern dem Grasen _ HguWittelfpach, dessen Voreltern dasselbe von dem '!>«!>"rico I. entzogen worden , das Hertzogthum Sachst'I.j^ch l>e»Grafen Bernhards' von Ascanien und Anhalt, A^e »EBären söhne. <xx) Hertzog Heinrich wollte sich st/ , ",hevertreiben lassen, sondern schickte die neuen lehns-'* «Wsckn8i. mit blutigen köpfen nach haust. Als aber 0»in eigener perfon wider ihn zu selbe zog , mustezum creutz kriechen, und sich mit dem Hertzogthum ^ z.schweig und Lüneburg vergnügen, doch so , daß erjähr im elende in Engelland zubringen muste. M

übrigen ländern des Hertzogs machte der Kavstr^ MRegenspurg zu Reichs-städten, desgleichen unterm«'' p xgsMarggrafthümmer «steyermarck, Jstrien, VohbmS AM-gantze Tyrol unmittelbar dem Reiche. Von den üb*'» ärsschoikfischen landen haben der Landgraf von Thüringen, 0*von Bremen , und sonderlich der Ertz-Bifchoff ru^«M,l, ^Engern und Westphalen an sich gezogen, was sieE ^gezwacket. (7.2) Inzwischen gieng der mit den stad" .„f a>>'lien geschlossene stillstand zu ende, worauf der Kameestiften seines ältern sohnes Henrici, welcher gerne »« ttK«ge in Italien gecrönet seyn wollte, an. n8). Vbeständigen frieden schloß, und die Huldigung von 0*«

Nischen städten einnahm, (aas) An. H84. ließ ermit grossen soiennitäten seinen söhn Henricum undwehrhafft machen, (bbb) gieng darauf nach Italiem Mte Henricum mit der Sicilianisthen erb-tochter, un« perdie Mayländische crone aufsetzen, (ooo) Als dieses' schellPapst Lucius III. nicht gerne sahe, und noch andere Mdarzu kamen, ließ es sich zu einer gefährlichen wen*neuem an, die aber sowol durch des jetztgedaE'

Lucii III., als auch seines Nachfolgers Urbani IU- x', dieMtod glücklich gehemmet wurde, (ckckck) In wahren^chrEbegebenheiten kamen von tage zu tage mehr traurig* ^ peiten von der Türcken progressen aus Orient an, 0.^.^Kaystr bewogen wurde, sich mit Philippo in Fraw* HEHenrico in Engekand , in ein bündnis einzulassen- „ M»te eine armee von 150000. mann zusammen, >«>',. l<n?f,davon zu Wasser gehen, mit dem übrigen aber zog * " va»'«!durch Ungarn und über Constantinopel, und drang ^nicht ohne grosse mühe wegen der Griechen widern«

Asien bis in Syrien hindurch. Er machte einen g^ch v'ansang zu künftigen siegen, indem er sich nicht aue> ^ra*'Griechen schlug, sondern auch in zweyen treffen 5 MlUs16000. erlegte, (flehe Lreutzfahrten.) Aber zu au „starb er an. npo. den ic>. jun. und melden die m*n -M««daß, als er mit seiner armee über den siuß Cydnus g ^tr'«hsich allzu unvorsichtig in das wasser gewagt, ercken, (sse) welches aber von einigen in zwessel ge» Meit gbehauptet worden, daß er zu Selcucia an einer * p,e'sterben, (kkk) Er hatte 2. gcmahlinnen, davon er' PoMvste, nahmens Adelheid, Marggraf Theobaldl ro ^ rtochter, an. H49. beygelegt, aber an. „ nch' ^esich scheiden lassen. Hierauf vermählte er sich zens'

Beatrix, Graf Neinaldi in Burgund erb-tochter, M Hmit ihr Henricum VI., seinen Nachfolger, FUoe*„. ny.tzog in Schwaben, welcher an der pest bey Mole»'« f§,get - ^gestorben, dem sein bruder Conradus an. i ArEä

tonem, Pfaltzgrafen in Burgund und Statthalter ^ xy«fischen Königreiche, und endlich Philippum, Hery g erEcien, der an. 12--8. von GrafOtten zu Wittellp^, geworden, (s) c?a»,-. p 215. L 229. „ss. ?' ,-a.

I-suä. p. 848. (b) Oeea Bi/I cdron. üb. "

L äs rsb. kriäer. lib. I. c. 14. A 1it>. II- V' ge

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L. 5 - -ick lj. L. ^oiis .2,

p. 215. /ke/msÄ. üb. I. L. 72 - 5- .V77 p-

-rvs/^. cke 8 sptsmvir. c. 6 . (§) Ott» />(/- / '7 c. 7 t s,'

I-igur. üb. I. p. 292. leg. /g.

Äag. scksri. ii52. Lonf. cüploma ->p- (,) /-l'-

ckerb. p.792.leg. (b) Or,a ^ 1^. ü. c.6. P-44V ^üb.II. 0.7.9.11.27.28.52. «ä an-i«; ^

sie 5 .0.6. sck nn. ii54. üb.I. L.84-

n;7- ilck sa.n;6. x.216.

14. « i,v. i 7 .1-- ge

(0) Orra/'»-i/I üb. I. 0. 25. leg. L 59. Otto ge .

' " " cl. 0. 59 -^ /g-

sä sn. 1147. x. 797. (ä) Otto§. L/«/l I. 0. (e) Oera F>,/' üb. I. c. 6;. pII. 0. r. feg. k. XVII. P- 5-4

xurin. üb. 1^ p. 280. segg. L 7 ^o«. V««-. ^sä '