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ur-groß-vatter, vermählet worden, eine prätension an das Her.tzogthum Lüneburg gemacht, und der gleichfalls nur weibli-chen posterität Wilhelmi, (welcher gedachten Ottonis jüngererbruder gewesen) vorgezogen zu werden verlanget. Es wärediese prätension von des Grafen ur-groß-vatter schon wider Wil-helmum selbst angebracht , und von Carolo IV. demselben zuer-kannt worden , looocro. marck feinen silbers aus dem Hertzog-thum zu heben. Da man aber bey erfolgten troublen nicht zuseinem recht gelangen können, obschon weder des Grafengroß-vatter Otto , noch sein vatter Henricus der eiserne jemalsihren anspruch fahren lassen , hätte endlrA Graf Heinrich sichauf die damals übliche art recht verschaffen, und den erwehl-ten Kayser Fridericum gefangen nehmen wollen, woraus, we-gen hitziger gegenwehr, dessen tod erfolget. Unterdessen wardder cörper Friderici nach Wibbrechtshaufen gebracht, und daseingeweide daselbst heraus genommen und begraben, der übrigeleichnam aber zu Braunfchweig in per Dom-kirche beygesetzt.Die übrigen gefangenen, die den Kayser begleitet hatten, wur-den zwar gegen ausgestellten revcrs, daß sie sich nicht rächenwollten, losgelassen; doch die Hertzoqe von Braunschweig, Fri-derici brüder, zogen fast alle Sächsische Stände an sich, undfielen dem Churfürsten zu Mayntz und Grafen zu Waldeck indas land. Diejenigen, welche sonderlich Hand an den Kaysergelegt hatten, waren Friedrich von Hartinghaufen und Cuntz-mann von Falckenderg. Diese wurden von ihren Verfolgernin dem schloß Gebclhausen belagert, entgiengen aber, undwurden erst an. 140z. von Kayser Rupert in einem besondernbey Meibomio befindlichen decret dahin verdammet, daß sie indem Stifte zu Fritzlar eine ewige messe und alkar stiften , inein gefängnis, wo und wenn es dem Kayser gefällig, gehen,und darauf io. jähr ausser Teuischland sich aufhalten sollten,die ersten vier jähre zwar ohne gnade, die andern sechs aber so,daß der Kayser nach befinden ihnen die Wiederkehr gestatten könn-te. Im übrigen wird Kayser Friedrich als ein kluger, tapfe-rer und doch dabey gerechtigkeit und friede liebender Herr ge-rühmet. Von seiner gemahlin Anna, Churfürst Wenceslai zuSachsen tochter, hatte er zwey töchter, Annam und Elifade-tham, davon die erstere an Hertzog Friedrich den ältern vonOesterreich, die andere aber an Graf Günthern von Schwartz-burg , oder, wie ihn andere nennen, Henricum vermählt wor-den. (a) >-?,», Ich. V. p. 868- feg. (k) In
der Gräflich-waldeckischen ehren - rettung, sonderlich k. I.
c. 7. p. ;y. feg. sää. striÄur. VVktläecLiaruman-
Uguit. §. ic>. das übrige ist genommen aus Büntings von Mei-bomio gebesserten Braunschweig und Lüneburgischen chronick,p. 260. feg. und sonderlich kk. junior,? äilk. äs
Vriäeriei Oucis Lr. L I-ün. in Imperatorem eledkione L mi-fera eseäs tom. III. rer. Oermsn. p. 419. fegg.
^ridericus v., oder III., wie ihn andere nennen, welcheFriedrich den schönen von Oesterreich und Hertzog Friedrichvon Braunfchweig aus der zahl der Kayser ausschließen, war* ein söhn Hertzogs Ernesti des eisernen von Oesterreich, wel-chen er mit Zimburgis , Hertzogs Ziemoviti in Masovien toch-ter gezeuget hatte, und wurde an. 141;. gebohren. In dem20. jähre seines alters nahm er eine reise in das gelobte land vor,und in dem 2;. wurde er zu Franckfurt einhellig zum Kaysererwehlet, auch in dem 27. zu Aachen gecrönet. Den Römer-zug trat er erst an. 14^2. an , weil zwey Päpste, Engenius IV.und Felix V., noch nicht wegen des stuhls einig werden konnten,bis endlich Nicolaus V. allein zum Haupte der kirchen erkläretworden, von welchem er sich dann zu Rom an. 1452. den 14.mertz mit der Lombardischen und drey tage hernach mit derKayferlichen crone crönen lassen. Weil er von natur zu ei-nem stillen leben geneigt war, so schlug er öfters wider seinenVortheil dasjenige aus, was ihn hieran hindern konnte. Dannan. 144^. trugen ihm die Böhmen in einer Gefandtschafft an,entweder ihre Crone oder doch die vormundfchafft über den un-mündigen Ladislaum anzunehmen; allein er wollte sich zu kei-nem verstehen , und gab dadurch gelegenheit, daß die BöhmenGeorge Podiebrad zum Vormund und Statthalter ihres Königsmachten, welcher den Kayser nachgehends wegen vorenthal-tung des jungen Ladislai mit krieg heimsuchte. Dergleichenthaten auch die Ungarn , und zwungen ihn , daß er den zwölf-jährigen Ladislaum los lassen muste. Er setzte ihm zwar dreyStatthalter und Vormünder, Hunniadem in Ungarn, Podie-brad in Bohmen , und Ulricum in Oesterreich; allein der früh-zeitige tod des mehrgedachten Ladislai, welcher an. 1458. er-folgte, entrisse Ungarn und Böhmen dem Haufe Oesterreich,und wandte es hingegen des Hunniadis söhn und dem Podie-brad zu. Gedachten Hunmadrs söhn, Matthias, bekriegte an.1477. den Kayser, und Oesterreich muste nach vielem erlitte-nen brand-schaden nut looooo. gülden diesen feind von sichkauffen Allein als diese nicht zur bestimmten zeit abgetragenwurden , auch überdiß der Kayser den entflohenen Ertz-Bischoffvon Gran wider König Matthiam m schütz nahm, gieng derkrieg an. 1480. aufs neue an, darin» gantz Oesterreich verloh.ren gieng, und es würde der schade noch grosser worden seyn,wo nicht Hertzog Albert von Sachsen von seinen Mitteln einearmee auf die deine gebracht und unterhalten, damit den feindhier und dar in die enge getrieben, und ihm endlich an. 1437.einen stillstand der waffen abgenötiget hätte. Nach des Kö-nigs Matthiä tobe, welcher an. 1490» erfolgte, wurde Oe«
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sicrmch völlig von den Ungarn befrevet. Nebst blestrst Ä'
rifchen ist wol der Niederländische krieg der merckwuzworzu des Hertzogs Caroli von Burgund hochmrnygebrochen. Denn weil dieser nicht allein ein Herr , ^gund, sondern auch durch erkauffung des Hertzogwu xxVernein besitzer von den gantzen Niederlanden war^ M-mit gewall König seyn , und bot dem Kayser an , we>"innen seinen willen vergnügen würde, nicht allein die vv rreich abgerissene lande wieder zu Teutschland 1» brm;>. ^ 9Mdern auch seine erb-tochter Mariam mit des Kavstrs nximiliano zu vermählen. Weil aber der Hertzogantwort bekam , hegte er schwere feindschafft wider st,und suchte bey guter gelegenheit nachdrückliche proben '
Heu zu lassen. Als nun der Kayser Landgraf Her"^" §rtz-EHessen, welchen die Dom-Herren zu Cöln wider ihren ,schoff Ruprechten aus dem Hause Pfaltz erwehlet yo „, Mschütz nahm, trat Hertzog Carl auf des abgesetzten xschoffs feite, und belagerte den Landgrafen zu Mus ^es aber wegen «»Näherung der Kayferlichen armee, ^ st»ndern; sondern muste, wegen einfall der Eydgcnoltz^te Hei-lande , einen frieden eingehen, und die vormals abäse ^ am?rath zwischen dem Kayferlichen Printzen und seinerneue dekräfftigen. Als nun diese nach Hertzog CssNzogen wurde, kam das Haus Oesterreich zum besitzlichen Burgundischen erdschafft, die aber sowol durwals äusserliche nnruhe dem Ertz-Haufe viel zu sthEJa der Kaystrliche Printz Maximilian, welcher
hero zum Römischen Könige gecronet worden, wurve» yai"
an. 1488. den ?. febr. gar gefangen gefttzt. Wes»^Kayser Friedrich zu seiner erledigung eine anfthnn ^ st"aufbrachte, welche aber die rebelten nicht erwart ' jjchemdern ihren Herrn auf gewisse bebingungen vorher» vnGleichwie aber Kayser Friedrich mit auswärtigen ^ M xczu thun gehabt, also machten ihm die innerlichen''' pE
Reichs gleichfalls grosse beschwerlichkeit. Das g^ chjE'.verursachte die zwistigkeit zwischen dem Ertz-Vllcksts^ ent'Azu Mayntz, welchen der Papst Pius II. seiner ^st^che» " „hatte, und zwischen Graf Adolphen von Nassau rA befolgPapst an jenes statt zu der Ertz-Bischöfflichen >vur 0 k.^stl>E.wollte. Der Kahfer nahm auf Veranlassung der ^stere"bedienten des letzter« partey an , ohngeachtet der v'Teutschen Reichs Hoheit mit grossem eifer wider den AM ^theidigte. So ereigneten sich auch einige fe^di^M-"«,Bayern, da Hertzog Albrecht in Bayern die fes^/ach un'°Regenspurg ohne des Kaysers wissen durch kam' §her vAwürfig zu machen suchte, welches unternehmen w" weilst"j,selbe durch bedrohung des bannes unterbrach. S^raftigkeiten, welche sich in Holstein nach dem ,
phi von Holstein zwischen König Christiano l- ^o f^assk fxerund den Grasen von Schanmdurg wegen der Mau ^stein zugetragen, verglich er endlich an. 1469-oao, hinge!'König die erdschafft gedachter Grasschaffl beM»ihreden Grafen von Schaumburg 4; 00. gold gülden' Ko>forderung auszahlen sollte. So ließ es sickl aamCarolo VIII. in Franckceich zu einem gefahrliastu ^
weil selbiger die Printzeßin von Bretagne, weiws e>>' ^Maximiliano versprochen war, sich beylegte; jeden,der Türcken verursachte, daß man sich zu ""MN'„erntt-cher an. 149;. zu Senlis geschlossen wurde, 0^, ,,„d 4 « ^übrigen sind die bekannte eoncoräam zwischen ^lao V. an. 1447., wegen ersetzung der geistlichr'!' ppist. epgerichtet worden. So hat auch der Schwaou ^
1488- unter ihm, 'zu erhaltung der iimerlichrn ^ si,ansang genommen. Gleichwie er aber em g" > Äschen ^der künste, sonderlich der natürlichen und waw" ^senschafften war, also hatte er das gluck, das ^ er jabuchdrucker-kunst erfunden wurde. Endlich st ^ Eduau-Aj-an. 149;., von seiner gemahlin Eleonora, KomoPortugaü tochter, welche er sich an. 14?»- bey»milianum I. zum Nachfolger im Reiche nach istA ^ 1 ^f.bekanntes f^mbolum war, L. L. I. O. V. co-
///. 3 puä ketr. I.LNibLLium in cksrio ! E
rer. kriäeriei III. ^
romrtione IHiäerici III.; ^
ÜLM xrole^ione votiva. ehren-sptkgei
Aönige von Dänemarck:
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Fridericus I., em söhn Königs ChrNmn Ma^imarck, welchen er mit seiner gemahlin, Dorm AJohannis zu Brandenburg tochter - qezeuger 9 in ^ ,„iv14^6. gebohren. Sein bruder,, Koma ^
marck, schickte ihn zwar nach Coln auf die r ,, nie ^würckte ihm daselbst eine geistliche m^uveauch im 9. jähre seines alters zu gemessen yichl ^ gii.aber bey zunehmenden jähren mit diesem l"' -,den war 4 gieng er nach dem tobe seines var ^ d«ß 7<,„fg^1481. erfolget, von Cöln nach Holstein, dast'A „aller ,thum nebst Schleßwig, vermöge des von st "richteten testaments, völlig in besitz zu nehmepa^der, mehrgedachter König Johannes, ralim ^^jicp E-nur einen theil von Holstein ein, da aber s" ^ an.
über beklagte, und ausser Schleßwig und Hc»>