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dem exempel anderer ortcr in der Nieder-Laußnitz zu huldigen,(e) welches land damals Brandenburg grossen theils an sichbrachte, sowol weil es ehedem zu unterschiedenen malen mitder Marck verbunden gewesen, als auch wegen einer neuen con-eeßion des jungen Böhmischen Königs Ladislai knMumi, (weildieser zugleich König gewesen , sicher man, woher es kommt,daß Ccrmtius (ä) diese stucke vor Polnische letzen ausgiebt.)Währender Minderjährigkeit nun dieses Printzen, und nach bestsen tode, so lange Georg Pobiebrad sich noch nicht veste genugin Böhmen gesetzt hatte, war es nicht schwer, diese pratensionauszuführen; nachgehcnds aber kam es darüber an. 1461. zumkriege, welcher im folgenden jähre also beygeleget wurde, daßder Churfürst Cotdus, Peitz, Trupitz und Beerenwalde behal»ten, das übrige aber bey Bohmen verbleiben sollte. An.1446. trugen ihm die Polen, nachdem der König wadislans,des erstgedachten söhnin der unglücklichen Wacht beyVarna das leben eingebüßet, ihre Crone an; allein weil nochCasimir, Uladislai bruder, im leben war, schlug er dieseserbieten großmüthig , ab, und begehrte nur, daß, wenn Casi.mir ohne erben abgienge, dre Polen seiner wieder eingedenckseyn sollten. Also hat er auch die Böhmische Crone, so ihm an.1468. von dem Papst und Ständen aufgetragen wurde, ausge-schlagen, ob er schon vorher, wie gedacht, mit Georgio Podie-brad zerfallen war. Doch mit den Polen bekam er bald daraufverdrieslichkeit, denn diese fielen an. 1450. mit den Litthanernund Preussen die stadt Franckfurr an, wurden aber mit vertustvon zooo. mann abgetrieben. An. 14?;. that er eine reise indas gelobte land, und setzte vorher seine merckwürdige glau-Lens-bekänntnts, welche auch bey Rentschen befindlich, (e)auf, nnd machte sie bekannt. An. 14;;. brachte er die neueMarck, welche von MarggrafJobsten an die Teutschen Ordens-Ritter in Preussen etwan 57. jähr vorher versetzt worden , wie-derum vor 100000. ducaten an sich. An. 1457. kam die erb.Vereinigung zwischen Sachsen und Brandenburg zum stände.(k"> Als an. 1464. Hertzog Otto III. zu Stettin ohne erbengestorben, wollte der Churfürst, vermöge der an. izzg. zuFranckfurt zwischen Churfürst Ludwig dem Römer und Her.tzog Barnim III. geschlossenen Verträge, dessen lande als ein ihmheimgefallenes erbe in besitz nehmen; ob nun gleich die Hertzo«ge in Vor-Pommern Ericus, und Wratislaus X., welche mitdem verstorbenen Ottone im 7. grad verwandt waren, wie auchdie Land-Stände, ihn daran verhinderten, so wurde er dochvom Kayser mit diesen landen belehnet, und er selbst zwang ih.nen durch krieg den Pommerischen titul und wapen, und dieamvartschafft auch auf das Wolgastische antheil ab; welchesin dem Svldinischen vertrag an. 1466. den 2;. jan. bestätigetworden, aber dabey nicht geblieben, indem diese fache seinenNachfolgern viel zu schaffen gemacht. Mitten unter seinenkriegen aber richtete er an. 1451-zwischen Churfürst FridericoLlsc-iZo zu Sachsen, und dessen bruder Wilhelms, wie auch an.1^67. zwischen den Hertzvgen zu Braunschweig und denHansee-stadten einen vertrag auf. Auch hat er zu Brandenburg einenbesondern orden gestiftet, der unser lieben Frauen Retten-trager-orden genennet wird, gleichwie er auch zu Cöln an derSpree an. 1469. eine neue Pfarr-kirche aufgerichtet, die er nach«gehends in einen Dom verwandelt. Als er endlich wegen grossjrr schwachheit die regierungs-last nicht wohl mehr ertragen kon-1e, überließ er an. 1470. die Märckischen Chur-lande seinembruder, Marggraf Albrechten, und begnügte sich mit einemjährlichen deputat von 6000. gülden aus dem obern Burggraf-thum Nürnberg; da er denn zu Plassenburg an. 1471. den 10.febr. gestorben, (s) Gundling, im leben Friderici I. Churf. zuBrandend. x>. 484- aus den chplomrnikus.- alle andere sttzeni4;4. (K) Wels Preuss. und Brandend. Staats-Historie, k. I.
x. 9;. (c) 6rova««/, 6srm. krinc. p. 497. (6) in vits X. Llector.
Lwnä. x. ;o. (e) Brandend. Cedernhayn, x. ;8». sg. (k)GundUng l. c. x>. 24;.
Fridericus III., Churfürst zu Brandenburg, siehe Frideri-cus i., König in Preussen.
Iridericus wilhelnms, der grosse, Churfürst zu Bran-denburg, war zu Cöln an der Spree den 6. febr. 1620. geboh-ren. Sein vatter war Georgius Wilhelmus, Churfürst zuBrandenburg, die mutter aber Elisabeth« Charlotta, eine roch-ier des Churfürsten von der Pfaltz Friderici IV. Er hatte erst-lich Johannem von der Borch zum Hofmeister, und als dersel-be Statthalter m der Grafschafft Ravensberg worden, folgteihm in dieser functwn Johann Friedrich Kalckhun , genanntLeuchtmar. Well dre Kayftrl. völcker die Marck ziemlich unsi-cher machten, wurde er theils zu Cüstrin, theils zu Stettin beydem Hertzoge Bogislao auferzvgen. An. 16,4. gieng er nachLeiden, wo er sonderlich die antiqmtaten und die Historie studie-re: aber bald sich wegen graßrrender pest nach Rhenen zu derBöhmischen Königin Elisabeth verfugte. Er tractirte hieraufseine studien und exercrtien zu Arnhenn, und that von dar oftkleine reisen zu dem Printzen Heinrich Friedrich von Oranien,welcher eben die Schenckenschantz belagerte, auch hatte er zumAftern converfation mit Wilhelm «ud IDhann Montzen gebrü-
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converiarron mil Wunru»» »>>v ^.,"..7.
on Nassau, ingleichen mit GrafHernnch von Berg, und
> Generalen. An. i6;6. und ressete er m den Nie-
dern von'
andern G.«..u»i». «».derlanden hin und her, hielt sich sonderlich im Haag zu demPrintzen von Oranien, welcher ihm auchm ^w lager vor Bre-da vieles zeigte. An. iszg. müsse er Ach auf begehren fernes
vatterS nach Haufe begeben, welchem man beygebracht^"^wollte der Chur-Printz eine gemahlin aus dem Hausemen, und die Clevischen länder auch wider dessen wmen,proteclion des Printzen von Oranien undderHoüanver, Msitz nehmen. Bald nach seiner ankunft fiel er inemei /
, vcti fru-,kippen 1V gar zum
Hoffnung machen dorfen. An. 16)9. that er Mit seine»ter eine reise in Preussen, wo alle beyde in ein hchstErvattcklen, davon er die wurckung wohl ein gantz jähr fuhlece, oc^aber so mitgenommen wurde, daß er sich nimmer erh° ,^xe,er an. 1640. gestorben. Er fand seine lande in dem w»,wie es in dem leben Churfürst Georg Wilhelms beE» z,Bisher war der Hof meistens nach den anschlagen ^ perGrafen von Schwartzenberg, regieret worden. Diesen st»verstorbene Churfürst zum Heer-Meister des Johannue»'und Statthalter in der Marck Brandenburg gemach», Maber dem Kayferlichen interesse fo sehr ergeben, daß w> deszugeschrieben wurde, was bisher zum Nachtheil deraesthehen war. Dieses Grafen gewalt kam dem neue» ^fürsten verdächtig vor, daher er auf Mittel dachte , M» ^guter Manier los zu werden. Er gab also bemstioengute Worte, machte aber doch anstatt, daß des Grass»ben, die vestungen Cüstrin, Spandau und Peitz den» abse-in die Hände zu spielen, nicht anaieng, indem er den snen, fo bisher dem Kayser und Churfürsten zugleich, v'müssen, ordre zusendete, durchaus keinen KaystrNwe'Mten einzulassen. Der Graf überhub auch den Churm»'ler sorgen, als er an. 1641. vom schlag gerühret stnrv, er-er 6. tage vorher von dessen Ungnade durch briefe naa-»'halten. Doch machten dem Churfürsten die Cornmen" § siezu Spandau, Peitz und Berlin noch verdrieslichkeiten,nicht allein von ihm bependiren, sondern als KayU'xggMdiente angesehen sey» wollten ; sie wurden aber von MtchErnsten von Jägerndorff in arrest genommen " ^
,n arrc» genommen, ^Ä.fret>chftoh, baß sie sich milder flucht an den Kayferlichenellkren konnten; daher an beyden feiten einige beschweruiUstunden, welche durch des verstorbenen Grafen von j^ Etzenberg söhn vermehret wurden, der auf das Johann»»»Meisterthum und unterschiedliche Churfürstliche g»ssh^ " KveS'machte. Auf jenes, weil fein vatter ihn zum Loaäiuco ,let; auf diese aber, weil derselbe dem Churfürsien Geo»^^Helm daraus geliehen hatte. Er wurde aber mit bE Mvr-rungen abgewiesen, und muste sich wegen einiger ycheoinnen er den Churfürsten an dem Kayferlichen Hoff " §feind und einen freund der Schweden angegeben,von Berlin, und in Kayferliche proteclion begeben. eEer diese gefährliche bedienten vom halse hatte, war er»bedacht, die aufdas äusserste ruinirten länder w»eder «»»^ c»»ruhe zu bringen. Er publicirte also an. 1641. dA/MnEeditt an olle seine Unterthanen, daß man gegen v»» ^ geh»'"nicht offensive, sondern allein im fall der noth cisren .^M»nnd nicht sowol mit den wassen, als durch brandlch Aund salve-gardien sich zu retten suchen sollte, b , hena^,vcstung Werbe», welche viel zu erhalten kostete, und a AMbarten orten mehr Unglück als schütz brachte,
. —.... .., - - - ^ ...V sthntz brachte, ' ^
Kayser überließ er den grösten theil feiner reuterryga^Bche ohne dem durch ihre ftreifereyen gegen den , 61 ''lande groß Unglück zugezogen hatte. Ja den 14^1»'-ss'„ Mjahrs wurde zu Stockholm ein stillstand mit «MÄjähr geschlossen, doch ist desselben ratification bis w ^Mka^gäntzlichen frieden aufgeschoben, aber doch keme »feinvseligkeit mehr vorgenommen worden. Dar»» > M»die Polnische investitur mit Preussen, die er »-a
schau den 8. oct. 1641. empfangen, und si<H.V„L^hE^muste, nicht nur den Catholifchen unterschiedlichegestatten, durch Königliche Deputirte seine vestunge" äuloe»zu lassen,und die bisher gewöhnliche peusion 00,1?° . soE^die im nothfall verdoppelt werden muste, zu deM^M av»-,auch jährlich looooo. gülden von den zöllen an dengeben, etlicher anderer Puncten zu gesthweigen, ko»> ^herrliche Hoheit ziemlich einfchränckten. „4
unterdessen der mit den Schweden getroffene st»»»" De,» ydern, daß nicht die Unterthanen durch die vielen ^
quartterungen und contrtbutionen vonSchweden wären ausgesauget worden. Jst" 5 ,I„ desviel weniger,weil ihnen die vielen Gesandtfchast»»"^^jssten nach Schweden verdächtig vorkamen, die»», theils .yMre conbitionen vor seine Unterthanen zu erlange,»,der Hand an der ehemals schon auf dem
mählung mit der jungenabfertigte. Doch in '
:n Königin Chrtstrna s» ^n»g»Kd?dem ersten punct wurde
andern aber gar nichts ausgerichtet, zu große»' ^ »' Ae-nigs in Polen, der sich äusserst dawider M»dieser Verbindung ----- — -'»'l'M
>g das Preußische lehn ein lehe 'gen seiner Clevischen lande brachte es der t<»w §M»'daß die Hessen, so diefelbigen inne hauen, »( Aheinv
unterfchtedenen andern an Per abend -stiwgenen orten an. 1645. wieder einräumten^
be-henden jähre bot er sich zum fchiedsmann rwss^ pon
den und Danen an, seine Mediation r .
letzter« nicht angenommen. Den FraMM» »e,»»-