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behielt sich der Churfürst vor, daß er nicht wider Moscan in Lit-thauen agiren dürfte, als mit dein er in frieden bleiben wollte.In den geheimen artickuln wurde stipulirt, das Königreich Po-len also unter sich zu theilen, daß der Churfürst die Woywod-schafften Posen, Calisch, Siradien nnd Lenczitz; Schweden aberalles, was fausten congueriret werden würde, behalten, und einerden andern bey der posseßion schützen sollte. Anch wurde beydieftr gelegenheit einige erklarung des Konigsbergischen lehen-tractats gemacht. Man eiiete darauf den Polen, dre sich wiederrecolligirt, Warschau eingenommen, und mit erner armee vonz 9000. mann daselbst versammlet hatten,mit i6°oo. mannalliir-1er trvuppen aufden hals, da denn den 8 . ,9. und 10. jul. die be-rühmte schlackt bey Warschau vorgieng , unvelcher die Polen,die sich gegen das Königliche frauenzimmer geruhmet hatten, siewollten nicht ihre säbel, sondern nur ihre carbatschen brauchen,mit Verlust von mehr als 4000. mann m die flucht getrieben wor-den, wobey man alliirter seits nicht mehr denn 400. mann ver-misset. Nach dieser schlackt, als die Schweden sahen, wie nütz-lich ihnen des Churfürsten hulffe, bediente sich dieser der gelegen-heil , die aufhebung des Konigsbergischen lehen-vertrags , undalso die souverainität über sein Preussen zu erlangen, welcheihm auch in dem Labiauischen tractat an. 1656. den 10. nov.von den Schweden lolMmwr zugestanden wurde; doch so, daßnach abgang der männlichen linie des gantzen Hauses Bran-denburg , alle Preußische lande an die Cron Schweden fallen,und von dieser den vorhandenen Marggräfinnen in solchem falldas Amt Insterburg als eine hypotheck von; 00000. rthlr. über-lassen werden sollte. Auch ward gegen erlegung 120000. rthl.dem Churfürsten der zoll zu Memel und Pillau alleine gelassen,und ferner stipulirt, daß beyde Potentzien einander bedürfendenfalls beyderseits mit 4020. mann beystehen wollten. Endlichwurden auch einige erklärungen der geheimen artickul des Ma-rienburgischen tractats hinzu gethan. Ob nun schon bisher dieseAlliirten ziemlich glücklich gewesen, so nahm doch die armeeab, und ihre feinde zu; die Polen fielen dem Churfürsten in dieMarck, und muste selbige regierung, wiewol fast wider desChurfürsten willen, durch nicht gar zu vortheilhafftige tractaten,sich ihrer entledigen. Die Schweden bekamen mit den Dänen,zwischen welchen der Churfürst friede zu stiften sich vergebensbemühet, genug zu thun, und muste der Konig alle seine troup-pen aus Polen dahin ziehen. Die übrigen Potentzen wolltenoder konnten dem Churfürsten wenig helffen. Diese conjun-cturen bewegten ihn, daß er mit ernst bedacht war, sich mitPolen zu setzen, worzu des Churfürsten mutter und die Königinvon Polen durch ihre correspondentz nicht wenig beytrugen.Man machte also erstlich, die Schweden zu amusiren, den 22.aug. an. 1657. einen interims-vergleich, worinnen nur ein still-stand, und daß alles in üaw guo gelassen werden sollte, vergli-chen, durch einen geheimen artickul aber der gantze vertrag caßirtwurde. Der wahre vergleich aber ward durch OesterreichischeVermittelung zu Welau den iy. sept. geschlossen, und zu Brom-berg oder Bydgost ratificier. Vermöge dieses friedens muste derChurfürst das Bißthum Ermeland, und was er sonsten bisherdurch hülffe der Schweden acquirirt, wieder hergeben, davorward ihm und seinen männlichen descendenten die völlige sou,verainität über das Hertzogthum Preussen in den grentzen , wiees vor dem kriege gewesen, überlassen ; doch daß es bey abgangehelicher männlicher descendenten des Churfürsten , wieder alsein Polnisches lehen an selbige Crone fallen sollte, wobey aberweiter versprochen worden, bey neuer conferirung solches lehensvornemlich auf die Churfürstlichen anverwandten Fränckifcherlinie zu sehen, und ihnen selbiges mit eben den conditionen, wiees des Churfürsten vorfahren besessen, zu übergeben, wie auchauf eben diesen fall der lossterbung den weiblichen descendenten,oder sonst nächsten anverwandten des Churfürsten dieHaupt-mannschafft Insterburg so lange einzuräumen, bis sie 150000.rthl. daraus genossen. In den Brombergischen neben - arti,Äuln ward dem Churfürsten auch Lauenburg, Bütow und El-bingen überlassen, welche letztere stadt jedoch der Churfürst ge-gen erlegung 400000. rthl. wieder an Polen abzutreten,versprach. Ferner ward verglichen, daß man mit gesamterHand die Schweden aus den Polnischen und Preußischen lan-den delogiren wollte, und wie es , im fall auch nach erfolgtemfrieden ein oder der andere theil von Schweden innerhalb lo.jah«ren angegriffen würde, mit der mutuellen hülffe gehalten wer-den sollte.. Endlich ward dem Churfürsten versprochen, daßihm zur rustung wider Schweden 120000. rthl. von der CronPolen in z. jähren ausgezahlt werden sollten, und zur Versiche-rung die stadt und Starostey Draheim angewiesen. Alle die-se pacten sind von dem Könige in Polen, dem Churfürsten, undden Polnischen Senatoren mit einem körperlichen eyd beschwo-ren worden. Weil mm bey diesen umständen der Churfürst vonden Schweden sich nichts gutes zu versehen hatte, welche alleschuld ihres schlechten fortgangs m Polen demselben aufbürde-ten , so hielt er am sichersten, sich auch mit Dänemarck zuverbinden, welches den oct. an. 1657. geschahe, da beydePotentzien, sonderlich versprachen , den krieg, jeder wo es ihmam bequemsten, mit aller macht wlder Schweden fortzuführen,und keinen particular-frieden einzugehen. Danemarck nahmüber diß die garantie der Welauischen, der Churfürst aber dieVersicherung des zwischen dieser Crone und Polen gemachtenfriedens über sich. Ferner ward mit Leopoldo, damaligen Kö-nige in Ungarn und Böhmen , und Candidaten des Kayser,
thums, ein tractat geschlossen, und den 27. febr. an. ,firmirt, vermöge dessen der König dem Churfürsten nmund dieser jenen mit 5520. mann bey seinen ländern E rc ^wider alle feinde, sonderlich die Schweden, schützen helM'aMBey Leopoldi Kayser-wahl wurde abermal die Jagecndow^.prätension hervor gesucht, und Oesterreichischer stiisrthl. davor geboten, welche aber der Churfürst anznueymdencken trug, und die fache lieber hängen lassen wollte.dem man vergebens an einem vergleich mit Schwedentet, wurde resolvirt, dem von dieser Crone bedrängt/"- 7 ,,marck mit aller macht zu hülffe zu kommen, und dißfallv r-.jan. an. 1658. ein besonderer tractat geschlossen, woraus ^stein, Preussen und Pommern die feindseligkeiten anglenaPreussen von den Schweden gesäubert, in Holstein aver^^ben Friedrichs -Oede und die insul Fünen wieder abgeuv ^worden. In Pommern wurden Wollin, Damm underobert, Stettin und Greyphswalde aber vergebens ^Elk-Doch in dem Olivischen frieden an. 1660. den 22. apr-te der Churfürst alles wieder, was er den Schweden aov/^men hatte, und erhielt davor die solenne renunciatron ^,Königsbergische, Marienburgische und Labiauiscke tU,und das wenige, so die Schweden von seinem Preuiu' stierinne hatten. Daß aber seine prätension auf Elbingendens-schluß inserirt, und von den Schweden gleich an ^ stgeben werden möchte, konnte er nicht erhalten, fondem Mviel, daß dem Bydgostischen vergleich durch diesenbenommen seyn sollte. Daher die Polen nachgehend/heit hatten, unter allerhand ausflüchten ihm diese stau . „osenthalten. Doch wollte der Churfürst dessentwegen w / Wneuem krieg anfangen, sondern war vielmehr bennM Zuland wieder in ruhe zu setzen, und darinnen zu erhängwelchem ende unter andern mit Carolo ll. in Engelsvergleich, sonderlich wegen den commercien, aufgerichrci ^Darauf war er bemühet, die erlangte souveraimtal » esPreussen in besitz, und die Huldigung einzunehmen, zuviele fchwierigkeiten gab, indem die Preussen, sondernKönigsberg, sich eine fouveraine herrschafft gar zuvor ihre Privilegien einbildeten, wobey sie sowol durch vreitzung der Polen, als sonderlich durch offenbare vAestheu,Hieronymi Rhodii in ihrer Widersetzlichkeit gestarckel '
so daß sie sich schon nach Schwedischer hülffe umM"'^hxet tdein aber alle mitte! die gemüther zu gewinnen vorv Mund Rhodius vest gesetzt worden, kam es endlich vav ^ Pfstan. 166;. den 18. oct. die Land-Stände in gegenware -nischen Gesandten dem Churfürsten, als ihrem Souper» ,der art, wie es in den Welamschen tractaten vorgesckM.digten. Im folgenden jähre wurde das alte bundnts nu u §enreich wieder erneuert, und in einigen Puncten gean hpA27. wart. an. 1666. ward von neuem mit Schweden ^
ss. ward von neuem nur
nis gemacht, in welchem diese dem Churfürsten MEsouverainität, und der Churfürst ihnen , was sif 'AestEund Lieffand hatten, beyde aber einander die in veu»lischen frieden erlangten lande garantirten; zu "Asiens LstSchweden dem Churfürsten mit zooo., dieser abe^-n dE2520. mann beyzustehen gehalten seyn sollte. I" PMjähre machte der Churfürst auch den streitigkettenNeuburg wegen der Clevischen erbschafft durch denerb-vertrag ein gewünschtes ende, wovon der arna» ^rsehe Succeßions - fache nachzusehen. Unterdessen ^et166;. der Türcken-krieg angegangen, wobey aus 0 pjeg<"kommen war, unserm Churfürsten das commanvo uotze armee aufzutragen z allein ob schon dieses u>>schickte er doch feine völcker dahin, welche unter oe . ha > .chen General von Souches gute dienste thaten.durch seine Vermittelung den vertrag zwischenscheu Hertzogen, Georg Wilhelmen zu Zeü, und pstr WA-brich zu Calenberg befördern; dergleichen er auch w ^ Mi-schen wildfangs-streitigkeit, und in der irrung S'
den und der stadt Bremen gethan. Er war mich e' ,lich, daß er die weit aussehende fache nut MaEv, ausstadt bey dem Reichs-tage ihre gäntzliche erernnv' «get» ^Stift und immedietät gesuchet, und ziemlichenden hatte, fo bald und ohne blut-vergiessen zu U,urfueEAindem die stadt, sobald sie die annäherung ^UilderAr,armee gemercket, sich zureventual-huldigung „«ahw Meufischetkäministrawr noch lebte) und willigen e u^g zivE^fürstlicher besatzung verstünde. Als darauf dee^^-nF^oUHolland und Engelland , wie auch dieMummit dem dasigen Bischoff angieng, juchte derden Holländern die einraumung seiner Clevffcheu vemegebens; doch ließ er sich in eine defensiv-alllauy .Mnein, welche den 6. febr. an. 1666. r» bU 8den, daß sie im fall der invasion dem Churfuru^„ daw/st ^er ihnen 2000. mann zu hülffe senden sollte. Aev >, tracltz^Ader Munsterischen nnruhe ward in einem veio" ssjbige s» ^i>liebt, der Churfürst sollte allen fleiß anweliden^^ maw^adbeyzulegen , im fall aber dieses vergebeils^nm^^offBischoff zum frieden bringen helffen.sich bey diesem ernst zu dem erstem, und bf,
sten nach der Hand keine Verdrießlichkeit aus der a hell
möchte, ward er auch in dem Bredarschen sr«e» M
sonder instrument eingeschlossen. Zu sttuer st'^ auf,yllmachte er auch noch in diesem jähre eme all