6oo
fri
worden, wo auch ;u ersehen, daß er nicht der erste Burggraf zuNürnberg aus dem Zollerischen Hause gewesen. Man legt chMur ersten gemahlin Elisabeth, gebohrne Hertzogin von Meran>ey, mit welcher er sich an. 1246. vermählet. Als nun 2. lahrdarauf Otto, der letzte Graf von Andechs, Hertzog m Dal-matia, Meran, aus dem Voigtlande, Marggraf zu Oester-reich und Pfältzgraf zu Burgund, um das leben kam , fieldem Burggrafen Bareuth, Carlsburg und andere wenige or-ter von der verlassenschafft heim. Desgleichen bekam er auchdavon etliche Herrfchafften in Burgund , welche er aber demGrafen Hugoni von Burgund kausttch überlassen. Bereitsvorhero HM er sich einige zeit an dem Hofe Kaysers ConradiIV. auf, von welchem er auch mit dem stadtlein Creussen an.1251. beschencket und belehnet worden. Nach seiner zuruck-kunft von demselben Hofe richtete er an. 1260. mit GrafOtten von Orlamünda, welcher die älteste Printzeßin aus demMeranischen Hause zur gemahnn hatte, wegen gedachter ver-lassenschafft einen vergleich auf, wie auch eine erb-verbru-derung, dadurch nachgehends die Meranischen qüther an dasBurggräffiche Laus gelangten. Kaysers Conradi IV. söhn,Conradinus, König in Sicilien und letzter Hertzog in Schwa-ben , hatte sehr grosse liebe zu dem Burggrafen, und schenckteihm nicht allein an. 126;. die Vogtey des klosters Mönchstei-nach , sondern besuchte ihn auch kurtz vor seinem unglücklichenzuge nach Italien, auf dem schlösse Cadolzburg, und ertheilterhm bey dieser gelegenheit an. 1267. ein decret, wie bey erman-gelung männlicher erben die Burggräflichen lande auf dierechter Mariam, Gräfin zu Oettingen und andere seine töch-ter fallen sollten, welches alles von dem Kayser Rudolpho I.an. 127;. bestätigt worden. In dem besagten jähre wohnteer auch der belagerung der stadt Basel bey, mit deren Bischof-fc Graf Rudolph von Habsburg einen schweren krieg führte.Es hatte aber bereits vorhero der Burggraf besagten Rudolphvon Habsburg in so grosser Zerrüttung von Teutschland zumKayser vorgeschlagen. Als nun die Churfürsten , welche zuFranckfurt zusammen gekommen waren, diesem rathe gefol-get, und gleich darauf ihre wähl dem Burggrafen vor Baselentdeckt, war er der erste, welcher sie dem Grafen hinter-brachte , und deswegen seinen glück - wünsch abstatten konnte.Wiewol die Baßlerische alte Urkunden mit viel grösserer Wahr-scheinlichkeit hierüber den bericht geben, daß Burggraf Frie-drich von dem wahl-tag selber kommen sey, um Rudolphoseine erwehlung kund zu thun, welcher dergleichen botschafftso wenig erwartet, daß er anfänglich gemeynt, es wäre einlediger schertz. Dieses hat den Burggrafen bey dem neuenKayser in solche Hochachtung gesetzt , daß er ihn stets beyHose behalten , und ihm die wichtigsten Verrichtungen anver-traut. Wie er dann auch so glücklich hierinnen gewesen , daßer den König Ottokar in Böhmen, so wegen seines reichthumsund grosser macht dem neuen Kayser Rudolpho, welcher vor-mals in feinen diensten gestanden, sich nicht unterwerffen woll-te , dahin bewegte, nicht allein Oesterreich, Steyer, Kamb-ien und Crain dem Kayser abzutreten, sondern auch wegenBöhmen und Mähren die lehn-pflicht abzulegen. Als gedach-ter König sich durch seiner gemahlin Hochmuth zu neuer feind-feligkeit verleiten lassen , gieng der Burggraf mit dem Kayserwider ihn zu felde, da es zu einem treffen kam, in welchem14000. Böhmen mit dem Könige selbst auf der wahlstatt blie-ben. Damit nun der Kayser diese so grosse dienste dem Burg-grafen in etwas belohnen möchte , eignete er ihm die Herr-schafft Seefeld in Oesterreich nebst verschiedenen örtern inFrancken zu. Rentsch berichtet, daß Christian Wilhelm Marg-graf zu Brandenburg , nach Verlust seines Ertz - Stifts zuMagdeburg diese Brandenburgische Herrschafft, wie er sienennet , eine zeitlang bewohnet. Rudolphus belehnte ihnauch an. 1282. mit Lenckersheim, ( so zwar ohnedem schoneiniger Massen von dem Burggrafthum dependirte) nebstMarck Erlcbach und Bruck, und dem äomlnio- clireclto überWonsiedel, gleichwie der Btschoff Bertholt» zu Bamberg ihmalle monals - lehen, so ehedem Landgraf Friedrich zu Leuch-tenberg von dem Stift gehabt, an. 1284. aufgetragen. Überdem hatte er an. 1231. Burgbernheim von dem Grafen vonTruhendingen , an. 1281. Lauterbach und Rhau-Culm vondem Landgrafen von Leuchtenberg, an. 1282. Dachsbach vonden Grafen zu Oettingen, an. 1285. Neustadt an der Aischvon den Waldpoten, an. 1292. Roth von den Herren zu Hei-deck, und anderes von andern an sich gekauft; aus welchemallen.zu ersehen, daß er einen guten gründ zu vermacht undvermögen dieses Haufts m Francken geleget. Abel muthmassetwol nicht uneben, daß Kayser Rudolph die mit dem unglückse-ligen Conradino ausgegan^ne stelle der Hertzoge in Franckenmit dem Burggraf Friedrich ersitzen wollen, ob er ihm gleichden würckiichen besitz dieses Hertzogthums nicht verschaffenkönnen. Er starb an. 1297. den 14. aug. und ist zu Heilsbronbegraben. Er hatte 2. gemahlmnen, davon die erste, wie be-reits gedacht, eine gebohrne Hertzogm von Meran war, undan. 1272. gestorben. Er zeugte Mit ihr nebst ;. wchtern 2. söh-ne , Johannem und Sigismundum, welche von dem unsinni-gen pöbel zu Nürnberg erschlagen worden, weil, da sie aufdie jagd reuten wollen, ihre Hunde, welche die voran geschicktendiencr aus Unvorsichtigkeit hatten losgelassen, eines fensen-schmieds kind angefallen. Die andere gemahlin,gHelena, Chur-fürst Albrechts zu Sachsen tochter, wurde ihm an.»?;. beyge«
frr ^
legt, mit welcher er gezeugt nebst 2. töchtern, Wan^A„^.Fridericum, die ihm beyde in der regierung gefolgen...^ an.
Rudolphi chploma Über dieBucggr. ilivei Achs
127,. stehet in Lünigs Reichs-Archiv, k. Ipec. 4-».1. Urstisens Basel-chr. acl -m. 127;. Rentsch, im ^cedernhayn x. s°8- * ^cg»
Fridericus I V., Burggraf zu Nürnberg, war ein sM^Wgras Friderici III., und Helenä, einer Hertzogm M V ^roedie ihn an. 1232. gebohren. Nach seines bruders ^ Mer an. izoo. den iz. may zu Straßburg von dem Mbrechten von Oesterreich, semer jungen jähre ohagemv^Edem Burggrafthum Nürnberg belehnet, welches von v. Mser Henrico VIl. an. i;io. den ;i. jan. bestätiget,ansehnlichen freyherten verbessert worden. Er. waf hMe»treflicher Kriegs-Held, und dannenhero suchten die vor Vli-Potentaten ihn an sich zu ziehen. DeM Kaysererwies er sehr grosse dienste, indem er nicht allem 1»« ^, an-Johanni, der die Böhmische Printzeßin geheurathei v"i;i9. Prag einnehmen, und dadurch zur Bohmu", 'verholffen, sondern auch in Italien die Cardinaledaß sie in abwesenheit des Papsis den Kayser cronenNach dem tobe dieses Kaysers schlug er sich zu FestAwigen aus Bayern wider den Hertzog Friedrich vo.'^ vo>
reich, und stund ihm mit einer auserlesenen manm ^ ye
Francken und Rheinländern bey , auch hatte um» Msis lsieg in dem glücklichen treffen bey Mühldorf mehr udancken, indem er durch krieges - list OesterreichMgeführet, und dadurch so nahe an Hertzog Frieorm^hMsmen, daß er sich einem Burggräflichen Edelmam Mvon Rindsmaul gefangen geben müssen. DamlrLudwig ihm diese treue dienste belohnen mochte , '^x B»---.ihm die gefangene Oesterreichische vom Adel, welchegras zwar sämtlich wiederum los ließ , aber .vrevorher einzugehen nöthigte, daß sie ihre gutyer ^reich von dem Burggrafen zu lehen empfangen wo vEherzu Bareuth einLehen-Probst über die ;2.GMschafften in Oesterreich gehalten wird. Wie denn a ^ re».Nurnbergischen executions-receß, und in dem c»tuenäorum an. i6;4. der Burggrafen gerechtig^'.Aileslworden, da hingegen Oesterreich sich auf dasberuffet, daß kein Reichs-Stand einige lehen »»1 dichtnHertzogthum haben soll , er reeognoscrre den u-'U,
von dem Ertz-Hertzoge. Über dem hat der ^
Burggrafen an. i;r;. mit der stadt Hof im Vorgr ht. ^net, die damals die Herren Reussen noch mne 9Burggraf hat auch an. iziz. Wonsiedel, wonn §schon belehnt gewesen, von dem Herrn von ^ ^
gebracht, auch andere örter, e. Leutershaustn . ^ y-s e §berg an. i;i 4 . von dem Grafen von TruhendMg ^
schloß zu Castel an. i;22. von dem dasigen Grase'^feii ^,das vornehmste, an. i;;i. Onoltzbach von dem -o. i'Oettingen , erhandelt. Er starb an. aysKa^,
Mit seiner gemahlin Margaretha , einer Hertzog^ten, hat er gezeuget Johannem, FriderrcuM, 5^
Albertum I., Bertholdum und 4. Printzeßmn a ^sondA,,Von den Oesterr. lehen Hand ^z.
Rentsch im Brandend, cedernhayn x. '68- ^ constm'6erm»n. kririL. p. Z2). und 488. ,
wm. II.x_51.sq.
. . .«L'rSLs
was
Lebzeiten ...
orten Ar ^ Tänge^mr^che HeimgeMc,-.
EstA?^ann undK« vwNstrMK^
stemwE^br ihm E^eget war , und das E»de'
d'e Chtt^F't vielen HemN^-tage zu Nürnberg dFürst?» rn prrvilegren, derglE^^
daß er denDie MMelt,
der nemlich zu grösserer erkännmm
derbareE"5vlA lehen dem Burggrafen
orware Madcn-öezeun»?^en lverden sollten.sers /ch-kl zu ZMe"grumte chm auch derKA^,,-liebe ^dens-zeft. ^ am Rheine ein, beyde auf dev M,e
ehe-vv^ba den Bura-r?n5^Echsten aber gab Carolu^e
an, die er erkennen durch dF veM ^M
Frld^?^' verabredet ""!>?emsslben verglichen. ErMch
iochter Cach dbr Königliche Prinß S-egm-md '^rKavst^^denckliche L^''^ Heurachen. Ferner M