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lien , ein tnrnier-stechen angestellt, von dem Papst in derklcidung eines reut - knechts, der einen arm-brust am Pferdehangen hatte, zu der zeit, als wenig vvlckS auf den gaffenwar, auS -er stadt practiciren ließ; worauf er dem noch selbigenabend nachfolgte, und ihn erstlich in Schafhaufen / hernachzu Lauffenburg / Neuburg am Rhein / Freybura und Breysachso lang aufhielte / bis er nach erlittenem grosstm Verlust anseinen ländern denselben endlich wieder in die hasst des Lon-ciln liefern muste. Dann weil durch diese ausweichung desPapsts die gefaßte Hoffnung / die so lang getrennte Occiden-talische kirche wieder unter ein Haupt zu bringen / auf einmalzu verschwinden schiene / wurde Kayftr Sigismundus aufdas heftigste erbittert/ und erklärte Hertzog Friedrich in dieacht / und das Lonciliurn auf sein exempel hin in den bann;da erhielten nun sonderlich, die Schwätzer befehl, die ansie grentzende länder und städte dieses Freden« einzunehmen,die auch alsofort die städte und die Herrschafften Mellingen,Surfte / Bremgarten / Zofingen / Arourg / Arau / Lentzburg/Baden lind Bruck hinweg nahmen. Sein leiblicher bruder,Hertzog Ernst der eiserne / riß die Grafschafft Tyrol zu sich,weil er wohl sahe, daß sonsten andere solche execution ver-richten , und diese herrliche Grafschafft für sich behalten wur-den. Wodurch dann Hertzog Friedrich innerhalb jahres-fristein Herr ohne land und dahero Friede! mit der leerenlasche genennet worden. Zwar unterwarf er sich dem Kay.ser Sigismundo , und wurde dadurch bey demselben wie-derum ausgesöhnet; allein, als er sich ohne dessen einwilli-gung von Costmtz hinweg begeben, siel er an. 1416. aufsneue in die acht. Doch hatte dieses so geringe würckung, daßihm vielmehr sein bruder, Hertzog Ernst, Tyrol wiederumabtrat / und er hingegen mit einer starcken mannschafft beydem Kayftr sich einfand, ihm die gegen ihn verübte unbil-ligkeit deutlich vor die äugen zu legen. Der Kayftr ließ sichauch hierdurch bewegen, daß er ihn an. 1418. aufs neuemit den Oesterreichischen Herrschafften belehnte. Gleichwolmuste er Baden, Surfte, Mellingen und Bremgarten, wienicht weniger Bruck, Arau, Lentzburg, Zofingen und dasLand-Gericht Turgau im stiche lassen. Hierauf setzte er sichin Verfassung, seine unruhigen Tyroler zu paaren zu treiben,welches er auch in gar kurtzer zeit, nachdem er die vornehm-sten rädelsführer gezüchtiget, glücklich zu stände gebracht. Ersammlete auch eine ansehnliche summe gelbes, indem er, alser an. 14? y. gestorben, eine Million baaren gelds hinterlassen,auch vorhero auf das kupfer-dach der Hof-Cantzley zu Inspruck,welches er mit gold überziehen lassen, 200000. tyaler gewen-det hatte. Er hatte zwey gemahlinnen , davon die erste Eli-sabeth , Kayftrs Ruperti tochter, welche er sich an. 1406. bey-gelegt , an. 1409. wiederum verstorben, nachdem sie ihm indem letztgcdachten fahre eine tochter gleiches nahmens ge-bohren , so aber in eben demselben fahre dieses zeitliche ge-segnet. Die andere war Kayftrs Friberici Hertzogs zu Braun-schweig tochter, die ihm neben andern Andern, so in ihrenjungen fahren verstorben, Sigismundum den einfältigengebohren. Fuggers ehren-fpiegel. sMo§e.cke Loncll. Lcmlt. *
Hertzog in Bayern.
Fridericus, Hertzog in Bayern, war Stephani kibulst!und Margarethä, Burggräfin von Nürnberg, söhn. Als an.i;6r. sein vatter mit emigen von Abensperg, welche sich dervormundschafft über den jungen Mainard, seines bruders Chur-fürst Ludwigs von Brandenburg söhn, anmaßen wollten, inkrieg verfiel, hielt es Friedrich mit seines vatters feinden, kamaber bald auf bessere gedancken, und ward mit dem vatter wie-der ausgesöhnt. Nach des vatters tode führte er die regierungmit seinen brüdern Stephano und Johanne gemeinschafftlich,und bekam das lob, daß er der weiseste Herr seiner zeiten hies-se. Wie ihn denn Kayftr Carolus IV. zum schieds-richter in derzwischen ihm und der stadt Ulm obschwebenden harten streitig-keit selbst ernennte, welchen streit er auch mit solcher zufrie-- denhett des Kayftrs beygelegt, daß ihm dieser die Vogtey überiL. Schwäbische Reichs-städte zur erkanntlichkeit auftrug. Sohat er auch Graf Eberhard von Würtemberg, und die Schwä-bischen Reichs-städte, als schiedsmann, aus einander gesetzt,und den Kayftr Wentzeln in dem schweren städte-kriege von derstädte parley ab, und auf der Fürsten feite gezogen, worausan. N 89. der friede erfolgte. Hierauf theilte er an. 1592. mitseinen brudern, und bekam Landshut zu seinem antheil, re-gierte aber nicht langer, als bis an. i?9z. in welchem fahreer starb. Seine erste gemahlin war Anna , Gräfin von Mis-sen , und die andere Magdalena , Barnabä von Maylandtochter , von welchen er l- Ander, nemlich Henricum vivirsm,Maqdalenam, welche an Graf Mainhard von Görtz verheura-thet wurde, und Elisabeth, Churfürst Friberici I. von Bran-denburg gemahlin, hinterließ. L. II. Ilb. VI. Lünigs
Neichs-Archjv, com. r- n. 224.
Heryoge zu Braunschweig und Lüneburg:Fridericus der andächtige, Hertzog zu Braunschweig und
Lüneburg, war ein söhn Hertzogs Bernhardt, welchen ihm sei-ne gemahlin Margaretha , Churfürst Wenceslat zu Sachsentochter, gebohren. Als der Ertz-Bischvff zu Cöln mit dem Stif-te Münster an. 14,4. zerfiel, stunde er dem Stifte bey, war
aber so unglücklichgesühnt wurde.
wieder in seine erb-mnoer gekommen, nn^.r'-mebe»-- „Franciscaner-klosterzu Zelle, darinn er seine übrigezuzubringen, hingegen die regierung seinen beyoen , Müberlassen , beschloß. Mein, als der ältere an.At,aBjüngere aber an. 1471. verstorben, fand er sich gtnow MEneue die regierungs-last über sich zu nehmen ,das erwehlte kloster-leben zu verlassen. Er starb aber . ^nachdem ihm von seiner gemahlin Magdalena, vyrm. jArMdrichs zu Brandenburg tochter, Bernhardus ^ ackere»des Stifts Hildesbeim , und Otto der sieghssM/Mworden, welche aber, wie bereits gedacht, A^«nfch"Evor dem vatter ihr leben geendiget. Büntings Br««sehe chron. sxllox. . ..koa ^
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Chri'sttaM lil-
tochter, an. 1574. den 24. aug. gebohren. Nach V'^ Mr«tode, welcher an. 1582. erfolgte, führetenbruder Ernestus, Christianus und Augustus nachxM-regierung zu Zelle. Unter dem letzten ereignete M AM",fall Hertzog Friedrichs Ulrichs, des letzten von der §<> esbuttelischen linie, dadurch denn die WolffenbuttelE "bergischen und Göttingischen antheile nach gemaciMge ihm Heimfallen sollten; allein er wollte sich keiner >, MSannehmen, sondern überließ das Calenbergische z,jüngern bruder, Hertzog Georgen, bis daß an. M l'vHertzog Auguftus starb, da er die regierung zu s^tet Ugenommen , und selbige ir. fahr mit rühm ve^>
Durch den tod seines Vetters Wilhelmi, letzten HHarburgischen linie, fiel ihm das schloß und dre stao^^Mmit ihrer zugehorde anheim. Sonsten beschickte er ^' Mist.Nieder-Sächsische Kreis-täge als Lon6ireÄor degelocund fertigte seine Gesandten zu den Osnabrucklscv er ^tractaten ab, deren ausgang er auch erlebet, wor^^xM1643. den iv. dec. nnverheurathet gestorben. Dow ^ser der ehe mit eines 8ecremiü tochter Ernestum oo>> si,evrgezeuget, und dadurch den gründ zu der adelnde» mLüneburg geleget. Bünttngs Braunschweigls.
Fridericus Ulricus , Hertzog zu BraunschwA^ z» A,bürg, war ein söhn Hertzogs Henri« Juln, ^ ^
berstadt, welchen ihm Elisabeth, Königs Friderl«nemarck tochter, an. 1591. den april geb.oyr«"er auf den Universitäten Helmstadt und Tudlnge» 6 .zu den wissenschafften geleget, trat er eine reise n^er^reich, Engclland und die Niederlande an. NE * <,llivegeendiget, begab er sich an. 1612. nach Franckfnn^ heftLpkKayftr Matthias erwehlet wurde, gleichwie er auw
Grubenhagische Fürstenthümmer antrat, wiewol e ^ Mlere, vermöge Kayserlichen ausspruchs, an.bürg abzutreten genöthiget worden. Ausser »v.. jMe AFurstenthummern bekam er auch in angeführtem^administration des Stifts Walckenried. Zwey U gehörigsuchte er die widerspenstige stadt Braunschwelg rm^veEetzu bringen, und belagerte sie vom julio bis m vrmuste aber wegen des succurfts, welchen tyr ^bz>w.^und Hansee-städte zuschickten , wiederum oavo ^ ^
, wiederum
Doch wurde die fache durch Vermittelung^'^
sten dahin ^ . -
sKdlichekrieg -ms die^"-». disponiren suchte^ Fletztere durch der^.A'se bleiben möchte. ^
Milchten, ergriff -r^^ftrl. anmarschirung u"MWMN
, welche sich ^,,,5.^/ley der andern Nieder-SEMchwider den Kayftr bem König Christian
HlNtvegnchniuna de/si^?/^- l"mal ihm bieKapftel-chen^^
vAer, nicht wenia E K°tter , Holtzmunden und an^z
^ber an. 1626. die unal^«"^rt hierzu gegeben hatten. ^0er stch genöthigt , sthlacht bey Sitter vE '
hingegen zn -ex ^»E-L^tey wiederum z» verlaW/. ck
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durch dff restden?,»^^ hervor stch, daß derMpgch
ward. Weil nun I^unlchweig zu nehme» E-Mwerft den Hertzog bed»/^dftrl. General Pappenbei'» »'»M-jandten auf den Con^»> , schickte dieser
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