Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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land, Engelland und Franckreich, auch Italien besuchet, warder zu Leipzig voÄor, hernach kl^üoloZise, und darauf llL-tkoloZi-e krokeilor, inaleichen veaauus seiner Facultat undOeLemvir. Er starb den 14. aug. an. 1700. ManHat verschiedene medicinische disputationen von ihm. VogelsLeipziger snnslee.

priesen. Das vornehme gesthlecht der Grafen und Freyher-ren von Friesen, hat seinen Ursprung aus der Schweiß, undist nachmals in Meisten und Voigtland gekommen, allwo essich vor mehr als 400. jähren bekannt gemacht. . Denn an.1272. lebte Heinrich von Friesen an dem Marggraflich-Bran,denburgischen Hofe, und in den folgenden zelten haben sich ei-nige aus diesem geschlechte bey Marggraf Friedrichen zu Mis-sen, dem freudigen beygenannt, durch ihre tapferkeit sehrverdient gemacht. In den junger« zelten hat sich Carolus vonFriesen, Sachsen-Altenburgischer geheimer Rath und Hof«Marschall, auch Amts-Hauptmann zu Altenburg, Eisenbergund Ronneburg, in Hochachtung gesetzet. Sein söhn Henri«cuS, Freyherr von Friesen,, Churfürstlich-Sächsischer gehei-mer Rath, Cantzler und Präsident im Appellations-Gerichte,auch Dom-Probst der Stifts-kirche zu Merseburg, zeugte mitCatharina von Einsiedel aus dem Hause Schweinsbnrg Henri-cum und Carolum. Von jenem, nebst seinen gemahlinnen undkindern handelt der folgende artickul; dieser aber, nemlichCarolus, Freyherr von Friesen, (von dem auch besonders)wurde an. 1619. gebohren, und starb an. 1636., nachdemihm seine gemahlt», Justins Sophia von Raben, verschie-dene kinder gebohren. Unter denselben hat sich ChristianusAugustus, Graf von Friesen, Chur - Sächsischer geheimerRath, e-inonicu5 zu Magdeburg und Dom-Probst zu Mis-sen , mit Christian« von Offenberg, Carolus, Graf von Frie-sen, mit Anna Beata Elisabeth» von Ahlefeld; und OttoHenricus, Graf von Friesen, ( der gleichfalls in einem eige-nen artickul beschrieben wird) mit Anna Genefieva, Frey.Herrn Wolfgangi Helmhardi von Hohberg tochter an. 1631.,und zum zweyten mal an. 1698. mit Louise Henriette, Freyinvon Canstein, vermählet, und starb an. 1717. den 20. aug. ohnemännliche erben zu hinterlassen. Von den töchtern wurde Hen-riette Catharina, eine gemahlin Nicolai, Freyherr» von Gers-dorff, Königl. Poln. und Chur-Sächstschen geheimen Raths-Vi-reüoris; Rahe! Sophia, wurde Johanni Georgio von Schlei-mtz ; und Magdalena Sibylla, erstlich Bernhards Hildebran-do von Burgsdorff, und nach dessen tobe dem Chur - Bran-denburgischen geheimen Rathe, Baron von Schweinitz, bey-geleget. Charlotla Justins hatte bereits in ihrer zarten ju-gend den rühm, daß sie sehr nett Französisch und gut Latei-nisch reden können. An. 1718. florirte Clas, Freyherr vonFriesen, Königlich-Polnischer und Chur-Sächstscher Hof-Rath,und dl. dl. Königlich-Polnisch-und Chur-Sächsischer Obrister.Aufdes ersten damaligem Ritter-guth Alt-Ranstadt unweitLeip-zig nahm der König in Schweden an. 1706. sein Haupt-quartier. in p-meg^rico, guein äixit Üsnri-

cc> I.. Lar. n krielsn , <L in exiü. nck eunäem , ejusgue ü-liam. proär. lVliüi. gnnnl. 8sx. GSU«

veratn. von Europ. cle kem. eruäit.

Griefen, (Heinrich, Freyherr von) Chur-Sächsischer ge-heimer Raths-Virsökor, wurde an. 1610. gebohren, und giengjmi iy- iahre seines alters mit einem geschickten Hofmeisterauf die Universität Leiden, allwo er über r. jähr dem studi-ern mit- grossem fleiß obgelegen, und sich durch feine guteaufführung bey Heinsio, Voßio, Cunäo und andern in grosseHochachtung gesetzet. Hierauf begab er sich nach Franckreich,und hielt sich sonderlich zu Paris auf, allwo er gelegenheithatte, sich mit Grotio, den kuteani« und andern öfters zuunterreden. Seinen rück-weg nahm er durch die SpanischenNiederlande, und kam endlich zu Wittenberg an, allwo sichseine eitern wegen der damaligen kriegs - unruhe aufhielten.Er blieb daselbst, wegen des gelehrten Buchneri, eine zcitlang,und schrieb einen k-mezyricmn, dem Hertzoge Bernhards vonSachsen-Weimar zu ehren. Nachgehends begab er sich auchnach Leipzig, und an. 16)4. begleitete er den Sächsisch-Al-tenburgsschen Gesandten von Brandt auf den Convent zuFranckfurt am Mann. Nach seiner zurückkauft gieng er an.i6z8. mit der Chur-Sächsischen Gesandtschafft nach Prag,allwo sie die lehn empfangen sollte, da er dann im nahmender Altenburgsschen und Weimarischen Höfe dem lehns-aüuibeygewohnt. In dem folgenden jähre wurde er zum Chur-Sächsischen Hof-Rath ernennet, nachdem er die ihm aufge-tragene Gesandtschafft nebst dem geheimen Rath, Friedrichenvon Mtzsch / auf dem Churfurstlichen Collegial-tage zu Regen-spurq abgeleget. An. ^4i- resignirte er die Churfürstlichendienste, reisete nach gebrauchter säur -brunnen-cur zu Egerwiederum nach Franckreich, und blieb zu Paris in die 6.mo-nate. Hierauf gieng er nach Teutschland zurück, mit demVorsätze, nach Italien zu gehen. Doch änderte er solchen wie-derum auf zureden des Chur - Sächsischen geheimen Raths,Adolphi von Haugwitz, und hatte nun vor, aufs neue Franck-reich zu besehen. Die darzwischen gekommene andere Ver-mahlung aber hinderte ihn hieran, und kam er an. 1647.wieder nach Dreßden. Drey jähr darauf wurde er zum ge-heimen Rath ernennet, und an. r6;r. von seinem Churfür-sten mit nach Prag genommen; gleichwie er folgends als

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-essen Vrinelpal-Gessm-ter avf den ReichsAS

spurg abgefertiget worden. Er vertrat daselbst, ore M>jgo

fürstliche stelle bey der damaligen wähl des RonnE« Me»und andern wichtigen Reichs-geschäfften im.Court ' undLollegio zu sonderbarem vergnügen seines Principalbey dem Kayser selbst brachte er sich in solches uusiA fWilieihn dieser aus eigmer bewegnis samt feiner gaiM> ^ son-in den Freyherrn-stand erhoben. An. 1657. wurorderbaren geheimen angelegenheiten an den Kaystr"^nach Prag geschickt, und an. 1653. begleitete er semc Mauf den wahl-tag nach Franckfurt, allwo er semm ruU^aSvermehrte. An. 1664. gieng er mit ihm auf den ^ dernach Regenspurg, und in dem folgenden jähre "«8^; mChurfürst dasviraittorium des geheimen Raths- u»'eigener Person auf. Jmmittelst continuirte er ^istM1er den wichtigsten angelegenheiten sein studiren,»''^^ tö-tete eine schöne bibliotheck, in welcher man nach '7 hgcher,de, der an. 168». den 14. may erfolget, sehr viund fast eben so viel eigenhändige proben seines Mfunden. Nächst dem war er ein sonderbarer «eos -allerhand raren natürlichen fachen, deren er eine m > ^yenge zusammen gebracht. Im übrigen hat er stA.'MsEmalen vermählet, erstlich mit Ursula von Löß,

Löß, Churfürstlich-Sächsischen geheimen Raths, Aorten ^ter, die ihm zwey söhne gebohren, so aber in einem »^Man-ier wiederum verschieden, gleichwie ihnen die mm^ ^ leg^1644. in der sterblichkeit gefolget. Drey iahr dar» ge-er sich Mariam Margaretham, Weigands von ^"UraMÄ'wesenen Spanischen Obristens über ein regimmt rumittlere tochter bey, und zeugte mit ihr verschiebe" «xjEunter welchen zu mercken: 1.) Henricus, Graf vs. HMErb-Herr zu Schönfeld, Putzgau, Jessem Kraupa ^ zo-Witz, ehemals Oberster bey den General-Staaten, v ^ nriI E.ntglich Polnisch-und Chur-Sächsischer geheimerheimer Kriegs-Prasident, nachmals KayserltcherMarschall-Lieutenant, Commendant in Land«», ^ M!

ral-Feld-Zeugmeister, welcher an. 1706. den. 2;. astatt gestorben, nachdem er vorhero durch die tapst Aei"digung gedachter vestung seinen nahmen verewMgemahlin, die er sich an. 1630. beygelegt, war AE AoErina, Graf Friderici von Dohna tochter; 2.)

Freyherr» Henrici von Reichenbach gemahlin; .77 ^

Sophia, wurde an Johannem Henricum,

Maltzau; 4.) Johanna Margaretha, an Freyherr» ^lianum von Schellendorff; 5.) Ursula Regina, eine ^0,"teinisch-und Französischen spräche, wie auch ^zischen streitiqkeiten wohl-erfahrne Dame, an ^ Eleonr,.^,dum Reineccium von Calettberg; 6 .) Chrlstrana HeiEsian Graf Friedrich Wilhelmen von Stollberg; V perAÄ,Amalia, an Graf Henricum VI. der altern l"«^ Ayysen; und 8.) Johanna Christina, an Graf Hemmen von Solms-Sonnenwalde, vermahlet.

* Friesen, (Carolus, Freyherr von) Herr auf TAd gEta, Jeschwitz und Rüben, Chur-Sächsischermer Rath, Ober-Conflstorial-Präsident und Oder..zu Leipzig, war Henrici jüngerer bruder, und w» ^ iden iz. may zu Rötha gebohren. Nachdem er v j^g ee ftrbis 16Z7. zu Wittenberg dem studiren obgelegen,i6;8. mit der Chnr-Sächsischen Gesandtschafft z »ndnach Prag, trat von dar seine reise nach Italien br> ^an. 164«-. nach Regenspurg zurück, woselbst dämm ^ BHeals Chur-Sachsischer Gesandter zugegen »vak. „ an,-U -yfMonaten langte er bey seinem vatter m Drev^ sAgteaber an. 1642. Holland und Franckreich, «»d ven>dem rückwege nach Gottorf, da ihn der Ei seine W ve»an. 164z. zum Rath und zum Hofmeister über ^ Aaty"^^,bestellete. An. 1644. nahm er die bedlenung .cn ^dem Pfaltzgrafen Christiano Augusts zu SMy ^ Hcher ihn folglich zum geheimen Rath, HoEÄs«Ae^ler und Cammer-Vireötor erklärte, auch als AvbOsnabrück schickte. An. 1649. legte er dieste nieder, und wurde von dem ChurfürstenJohanne Georgio I., an. 1650. rum.Cammel6?z. zum Ober-Aufseher der gechrstelen V^^ ^et.^l'neberg, und an. 1656. zum geheimen Rath v zll

i6;g. reisete er mit dem Churfürsten nickt

auf den wahl-tag nach Franckfurt , allwo dck

den wichtigsten Handlungen, sondern auch, " beylchÄxgnEMayntzischen Minister von Waücndorf,. °"naen. reistzwischen Pfaltz und Bayern entstandenenwurde. An. 1660. gab er das Steuer-ver einige iahre vorgestanden, auf, und wuro Adgs'^A>mConflstvrial-Präsident. An. 166;. muste er ^onig^chcktnach Coppenhagen, um die vrrmählling'Mk 0 j.schen Printzeßin und dem Chur - Prmtzen ^ Höftauch nackiaevends an „nt^tckuedliche jiM

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auch nachgehends an unterschiedliche a»^^ber-V^s juAn. 1676. übernahm er auch die stelle cmes ^ters zu. Leipzig, und starb endlich an.' 08 „gten ^ .Von ferner gemahlin und den mit >yr ((halst"

siehe den gesthlechts - artickul. auf §

Lanegyrici.

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