Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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613
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»a n- (Otto Henricus, Freyherr von) Erbherraufr-^Ea, Jeschwitz und Rüben, Königl. Polnischer und! ^Wer ältester geheimer Rath und Cantzler, war eing^^verstehenden Caroli, Freyherr» von Friesen, vonL,, , Justins Sophia von Raaben, die ihn an.

uhlile r,, "Ig. gebohren. Nachdem er sich auf der Fürsten-

«lestk-, ln den sogenannten schönen wissenfthafftenbegab er sich an. 1674. auf die Universität zu

Neml,^^^ Oder, und hielt daselbst zwey vilpuwtio-k ^uribäiÄione krincipi8 extra territorium, und

Maus , welche letztere er als kr^sss vertheidigte.

is^ rr von dem Churfürsten Johanne Georgio II.'° 78 . /,/' ä"m Cammer-Herrn und Appellations-Rath, an.°A gebra,,!"^ Hof-Rath bestellet, und in vielen verrichtun-, An. 1684. schickte ihn Johannes Georgius III.

?<ich bis^« n auf den Rcichs-tag nach Reqenspurg, allwo?k», 1687. aufhielt, da er nach Dreßden zurück kom-

M v>e bedienung eines geheimen Raths auf sich neh-Zkr tz-s«An. 1690. befand er sich als dritter Churfürstli-^^sp»ra. bey der wähl des Römischen Königs Josephi zu

stlS.Mnder Mn, welches im schilde einen berg von zehenI.^vben felftn , und auf dem Helme zwey büfMtes f jeder "s« °bren jedem an der äusser» feite drey spitzenAn' lebt-/» Eugel stehen. Frieß von Friesenberg, eir^ vrrs Stumpfen- Schweitzer-chronick, VII.

/ 8z. ' -^UI. 4. 419. Stettlers Schweitzer-chronick,

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i deyl sMa , war eine bürg der stadt Zürich gegen über,^schilde »s Uetliburg, hatte seine besondern Herren, wel-

?». Lesend.

vvn'^' (.Johann Fridericus,a-o-!

, Freyherr von) wardSchweden als Resi-geschickt, das han-lungs-interesse der''alion nach innhalt des an. 1641. mitdenPor-tractats zu befördern. An. i6;r. kam erund folgte hiernäckst dem Kvmge Ca-dem Polnischen kriege, ward auch an. rSrr.Wen Avpellations-Rath gemacht. An. 16;?- wardNl. ^v'assunq drsknegs, der sich nut dem Könige Fri.- «n ,?emorck angesponnen, als aufferordentlicherlhNßch a^^eÄor Crvmwel nach Engelland gesendet,^ besij-,, vch noch in diesem Reich, als Carolus II-den^istav W welchem er- nebst dem Grafen Nicolao Bra«^ in. Theil.

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il> Atz?.' ?v. 169;. aber muste er an dem Kayserlichen Ho-Er nahmen Johannis Georgii IV. die lehn empfan-

s. lolcheZ W auch bey dessen Nachfolger, Friderico Augusto,Lande^'W, daß derselbe ihn nicht nur an. 1695. bey

idv?n zum Cantzler verordnete, sondern auch

t, ^dssn "ach des Kaysers Josephi ableben, als Principal-ss worauf ° den wahl-tag nach Franckfurt am Mayn sende-- wik a/nlr '""bn ämtern an dem Hofe zu Dreßden bestän-

treue vorstund, und an. 1717. den 20. aug. das

. gesegnete. .

^l»jsch 5 stn, (Christianus Augustus, Freyherr von) Königl.M Grj»""d Chur-Vächsischer General-Lieutenant, war einAugusti, Freyherrn von Friesen, von dessenb? ^tte' ^.bristina von Offenberg, die ihn an. 1674. geboh-d? «llen ^, folgte von jugend auf dem kriege, und that sich7M vv„ ^bgenheiten dergestalt-hervor, daß er schon an. 1717.k^tico. vatters bruder, dem vorherstehenden OtloneNw-F, oMn lehn-güther erbte, in Königl. Polnischen undMerjx UWen diensten die stelle eines Obersten von der in-A°rmundete. An. 17;;.imnov. gieng er als General-x'teie tz'a den Chur-Sächsischen völckern nach Polen, und be-N do>fMdle Polnische Deputation, welche den Churfür-1^ als neu-erwchlten König ins Reich einlud,

h^den , x"ach Tarnowitz. In eben diesem jähre, und2 »e dec. half er, nebst dem General-Lieutenant, Jo-.'S«W don Diemar, die stadt Cracau besetzen, um dieNwe-11 Mn bey der bevorstehenden crönung Augusti III. im^li^?v>ten. An. 17,4. im febr. wurde er zum General-

^ .''.V," AN. i7;4- mi scvr. ivurve cr zum

,Äoge .„Wäret, "nd befand stch unter Johanne Adolphs,üb-^belssenfels, bey der belagernng von Dantzig. An.er über die Sächsischen hülfs-völcker, die wi-,!Mo, ,,^ch an den Rheinstrom geschickt wurden, das com-an wohnte unter dem Grafen von Seckendorf dereh^Köni),- <Um bey. An. 1776. im vctob. wurde er von„ich mrt dem neu-gestifteten orden St. Henrici be-1777. mit etlichen 1000. mann wider die Tür-^"beM^vtn geschickt, woselbst ihn eine so heftige kranck-»> M,t lass-« aß er zu Belgrad, dahin er stch aus dem lagerti> .beabai-« vm 24. ftpt. in dem 6;. jähre seines altersv»d worauf man seinen leichnam nach Hause brach-* 8rj ^vtha beerdigte.

ein schloß in der Grafschafft Kyburg, welchestad.M-oen Bernern und Solothurnern erobert, und»A den naA* worden. Es hatte ein berühmtes geschlecht^ 'l»n>^.' "Men, welches im schilde einen berg von zehen

auf dem Helme zwey büf-

he, einen tractat, der die Handlung und das see-wesen beydervölcker betraf, an. 1661. schloß. Das jähr darauf ward erwieder nach Hause beruffen, und that bey dem Commercien«LolleZio, von welchem er ein mitglied war, ersprießliche dun-ste. Er starb endlich zu Stockholm an. 1669. Kayser Lcopol-dus hat ihn an. 1664. in den Freyherrn-stand erhoben , daß erstch schreiben könnte, Baron von Cronenwerth , Freyherr aufHerdiecke und Kvrup. Von seinen nachkommen war Carl Gu-stav , Freyherr von Friesendorff, Cantzley-Rath bey dem Kö-nig in Schweben, und Gesandter am Berlinischen Hofe, starban. 17,;. den 2;. sept. und Johann.Friedrich, Freyherr vonFriesendorff, an. 1729. Capitain beydem Osterbotlischenregi-nient in Schweden. Büttners gsnssl. praökiL. LüneburZ.lud Friesendorff. sä Vitrisr. inKit. .für. pulst. I. 5.

§. n. p. 771. Von Henel, an. 1729. siorir. Schweden, x. 84.

Frieß, (Christian) ein berühmter Dänischer Minister,wurde an. i;? 6 . gebohren. In seiner zarten jugend schickteman ihn auf die schule nach Rotschild, und im 10. jähre sei-nes alters auf die Universität Rostock. Nach dem tobe seinesvatters wurde er zwar an. 1571. nach Dänemarck zurück ge-fordert, doch gieng er bald daraufzum andern mal nach Teutsch-land , und nachdem er sich einige zeit auf den Universitäten zuLeipzig,. Jena, Tübingen und Basel aufgehalten, that er an.r?77- eine reise durch die Schweiß über Genf in Franckreich,Engelland, Holland und Italien, allwo er zu Padua,' Sie-na und Bononien, sich mit den gelehrtesten leuthen unterrede-te. Nachdem er aber Rom, Venedig und Neapel besehen,und durch Teutschland nach Dänemarck wiederum zurück ge-kommen , berief ihn der Konig Fridericus II. zu seinem Cam.mer-und Justitzien-Rath , und hierauf zum Präsidenten zuDrontheim in Norwegen. In solchen ansehnlichen dignitätenwußte er stch so geschickt aufzuführen, daß ihn besagter Königzu den wichtigsten Verrichtungen, sowol bey Hof als ausserlandes, gebrauchte. Sein söhn, König Christianus IV. machteihn an. 1789. zum Amtmann zu Anderstem, und schickte ihnan. 159;. nach Schweden, den Königlichen Printzen Gusta-vnm Adolphum aus der taufe zu heben. Das jähr darauf wur-de er zu der entledigten Cantzlers-würde befördert, von welcherzeit keine wichtige Ambassade noch Conferentz war, darinnensich nicht Dänemarck dieses getreuen Cantzlers rath bedienet hät-te. Endlich, als er an. 1616. mit dem Könige Christians IV.auf den Reichs-tag zu Aseo in Norwegen verreiset, überfielihn eine Unpäßlichkeit, dahero er sich auf ein schiff setzte, umnach Dänemarck überzufahren, allein er starb gleich vor Aseoauf dem schiffe. Im übrigen war er ein sehr gutthätiger Herr,welcher der stürmenden jugend aufzuhelffen sich auf alle weisebemühte, auch sonsten den armen wöchentlich ein ansehnlichstück gelbes austheilen ließ.

Frieß, lat. Lrisius, (Johannes) war zu Gryffensee in demCanton Zürich an. 150;. gebohren. Nachdem er in gesellschafftConradi Gesneri sowol in Teutschland als zu Paris die stu-dier, fortgesetzet, wurde er an. i;;6. zu Zürich zu einem Kir-chen-diener angenommen. Allein an. 1547. that er mit eini-gen jungen Edelleuthen eine reise in Italien, und übte sich zuVenedig in der Hebräischen spräche, die er nachgehends nebstseinem schwager Pellicano zu Zürich empor brachte. Wegenseiner trerien schul-dienste scheuchte man ihm das bürger-recht,und da er 27. jähr Noäerswr der schulen daselbst gewesen, starber an. i;6;. Er hat verschiedene bücher der heiligen Schriftaus dem Hebräischen in das Teutsche übersetzet, und sonder-lich ein Oiöklonarium I.minse I.ir>gu°e heraus gegeben. Er warauch ein guter Aullcus und Poet, Hat über die gantzeMull-csm ein kurtzes Lomxenäium verfertiget, und des Horatii Lsr-mina den üuäiolls zum besten in eine 4. stimmige melodeygebracht; er war in sprachen wohl erfahren, und wurdevon Gesnero wegen seiner erudition Lorm-mise vecus ge-nannt. Sein sohn Jacobus war von an. 1576. bis an. 161a.kkil. und Ikeol. krofessor, hat auch einige philos. Philolog,und theologische schriften hinterlassen; sein anderer söhn, sogleichfalls Johannes hieß, wurde zu Marpurg in MMrun»creirt, und darauf an seines vatters statt ImäimaZiüer der La-teinischen schulen, ersetzte auch seinen vatter an gelehrtheit undfleiß, und starb an. 1611. an verpest. Henricus, einer seinerdescendenten, wurde nach einer 10. jährigen der studien hal-ber gemachten schönen reise krokels. Lmeck. an. 1676. krokLlog. an. 1682. und krok. IsinZuar. in LolIeZio inferior! an.1684. Er schrieb etliche villerMtiones, als: äs 8eäe Lnimserstionalis; cle Lommnnione 8anÄorum; äe Ilnions 8snÄc>-rum; LxxliLationem ärticuli cie 8. Lcens; Orationem ästzuietrsmo; kstris Vlüuri, genannt Heidelberger, gewissen-lo-se wiederkehrung zu dem Papstthum; und starb an. i?r8. Sei-nes bruders söhn Henricus wurde an. 1718. Pfarrherr bey St.Peter , der für einen gelehrten Prediger und trefllchen 8eri°pturarium paßiret. Johannes, von eben diesem gejwlecht,ein gelehrter mann und ^ur. Licenc. wurde an. 1727. Seckel-meister der stadt Zürich. ^0«,»^''. bibliotn. Dgur. Durfte!»Zürich, geschlechtb. *

* Frieß, oder Frisius, (Lorentz) war zu Mergentheim inFrancken an. 1491. gebohren, und m allen nützlichen wissen-schassten erzogen. Er kam agrbald als 8 ecrersriu 8 in die dien»sie Conradi W. Bischofs zu Wurtzburg, und weil ihm zugleichdas Archiv anvertrauet war, hatte er die beste g-legenheit, sich

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