Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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gantz was neues aufbrachten, sonderlich aber mit einem Haus-sen selbst wunderlich ausgedachter Teutschen Wörter sich beyandern lächerlich machten. Wie denn bis dato sich niemandmehr finden wollen, der dieser anfangs so berühmten und starckzugenommenen, nun aber sehr herunter gekommenen und fastvergessenen Gesellschafft sich als Haupt und Schutz-Herr.an-nehmen wollen. Neumarck, iin neu - sprossenden Teutschenpalm - bäum. Rurtzer bericht von der fruchtbringenden Ge-sellschafft vorhaben, auch dero nahmen, gemahlde und Wör-ter , in achtzeilige reim - gesetze verfasset, 'tsieu - sprossenderTeutscher palm-baum. Von Hille, Teutscher palm-baum.

äillermc. äs krstrihas Lalenäarus cum notis LüristiamkrauLlssi kaulini p. 6. 7.

Frumarius, ein König der Suevorum in Gallicien , wel-cher an. 46°. dem Maldra in der regierung gefolget, und nochin dem besagten jähre den thron zu verlassen genöthiget worden.

Ihm succedirte Remismundus. lnLürcm.

* Dessen zu Rom nicht allein die korn-

messer, welche aus den öffentlichen korn-döden einem jeglichenso viel getreyde, als ihm von den Luraroribus krumsmi aufseiner restsra und zettul angewiesen war, zu geben psiegten ;sondern auch die Proviant-verwalter bey den legiönen; inglei-chen die , so in den Römischen provintzen, und in den Häusernherum liefen, um einen vorrath an getreyde aufzubringen.Wie aber diese letztem alles ausspürten, wo nur etwas anzutref-fen möglich war; also gab man diesen nahmen nach der Handauch den spionen , welche von den Kaysern ausgeschicket und ge-halten wurden, damit sie alles, was in den provintzen, und ei-nes jeden haust vorgieng, einberichten sollten. Diocletianusschaffte sie zwar endlich ab; welches aber dem volcke wenig half,indem an deren statt die sogenannten Lunoli aufgekommen, wel-che eben dieses handwerck trieben. slsck. üb. VIII.äs LOriv. L. 7. bist. äss Lmpsr.

Fruinentrus, Abyßinisch sibba Lalama, ist der AethiopierApostel, welcher sie um das jähr Christizum Christlichenglauben bekehret. Er kam nebst einem andern jungen menschen,nahmens Aedesio, und mit einem Lyrischen kaufmann Meropio,welchen andere für einen kbllolopbum ausgeben, und welcherdaselbst starb, diese zwey jünglinge nach sich lassend, nach Ae-thiopiem Die Barbarn, welche Ruffinus für die mörder Me-ropii ausgiebt, führten sie gefangen zu dem Könige, welchersolches vergnügen an ihrer gefchicklichkeit hatte, daß er sie mitder freyheit beschenckete, und zu bedienten in der Cantzeley undRent-Cammer machte. Diese aufgetragene chargen verrichtetensie nach des Königs tobe, wie vor, mit grosser treue, und mach-ten sich dadurch sowol als ihrer religion wegen beliebt. Fru-mentius wollte diese geleqenheit nicht vorbey lassen, sondern rei-sete zu dem heiligen Athanasio, welcher ihn zum ersten Bischoffvon Aethiopien machte, worauf Frumentius zum andern maledahin reisete, und einen glückseligen ansang zu bekehrung die-ser Heydnischen götzen-diener zum Christlichen glauben machte.

H. L. üb. I. L., II. L. Ist,. I. s. 1;. ^0-

H. st. üb. 1 . c. 22. lib. II. L. 2;. AN. Z27.

/.kita/ss.' bist. Lrbiox. üb. III. c. 2. L aübi.

Frundsberg, Fronsberg, oder Freundsberg ein sehraltes berühmtes Tyrolisches oder auch Schweizerisches ge-schlecht. Für die erste dieser Meynungen wird angezogen, daßdieses geschlecht ehedessen das schloß Freundsberg, so nachge-bends Sigmundsfreud genennet worden , besessen, solches aberbald darnach an das Haus Oesterreich um die Herrfchafft Per-tersberg und Stertzling verwechselt. Die andere hingegengründet sich auf ein schloß, und vormals auf demselben feßhafftgewesenes geschlecht dieses nahmens, welches ohne Veränderungeiniges buchstabens Frundsperg geschrieben worden. Das Burg-stal ist noch zu sehen, ohnfern Raperschweil am Zürich-see,oberhalb dem sogenannten Hittenbcrg. Nach dieser zeit hat esan. 1487. Mindelheim in Schwaben an sich gebracht, dahero .eS aus den turnieren zu den Schwäbischen Rittern gefetzt wird.Sonsten hat sich bereits an. y68. Ulricus von Frundsberg aufdem turuier zu Mersedurg befunden. Ein anderer dieses nah-mens hat an. 1267. das Frauen - kloster Prediger-ordens zuMarienthal, genannt Voldepp, erbauet. Und endlich hat Ul-ricus , welcher um das jähr 1492. gelebet, und Hauptmannder Gesellschafft St. Georgen Schilds, des theils an der Do-nau , gewesen, auch vor den Urheber des Schwäbischen bundesangegeben wird, sein geschlecht durch seinen söhn Georgiumund cnckel Caipar, von welchen beyden nachgehends mehr sollgesagt werden, m den höchsten flor gebracht. StumpfensSchweitzer-chron. üb. VI. c. 8. Hund, Bayerisch, stamm-buchx II p. 104. feg. üemmst. k. II. Beschreibung

von Tyrol. Brandts, ehren-krantzlein des Tyrol. adlersk. II. p. c c.leg. *

frundsberg, (Georg) Herr von Mindelheim in Schwa-be,?) war ein söhn Ulrichs von Frundsberg, welchen ihm seinegemahlin Barbara von Rechberg an. 147;. gebohren hatte.Gleich m seinen jungen jähren wurde er zu dem krieg ange.wöhnt, dann er schon an. 1492. den zug des Kaysers UndSchwäbischen bundes beygewohnt, durch welchen Hertzog Al-brecht in Bayern, Regenspurg dem Reich wiederum einzurau- ,mem gezwungen worden. In dem 24. jähre seines alters begaber sich in den Schweitzer-krieg, und an. 1504. erwies er sich in

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der Macht bey Regenspurg, welche Kayftr MaM'A" xaßdem Pfaltzgraf Ruprecht am Rhein gehalten, sslapi 'ihn der Kayser zum Ritter schlagen ließ. Worauf van.Kayftr in den mit dem Hertzoge zu Geldern, den Demdem Papst Iulio II. und den Franzosen geführten kE'gemeine proben seiner treue und tapferkeit abgelegt,rung des Hertzogthums Würtemderg commandirte er > ^men des Schwäbischen bundes 20000. -mann zu AMCarolus V. ernennte ihn zu Worms an. i;2i. zu le ^'.^abund Feldherrn in der Fürstlichen Grafschafft Tyrol,ihm auch das schloß Rungelstein samt der Burghur. ^hen-gute meynung nun von sich zu erhalten, gienger beydem Französischen kriege in die Kayftrlichen erb-lanve, 0und Hennegau, solche wider den besorgenden einfallren, allwo er auch bey dem starcken anzug dermacht seine schwache mannschafft mit grosserführet. Aus den Niederlanden begab er sich naw.rMnill-und hatte an den dafelbst vorfallenden schlachten uno egen immerdar grossen antheil; wie denn ihm sondern"-'dem bey Bicoque erhaltenen siege das gröste lob ertycmAls Genua mit stürm an die Kayftrlichen überg'eG h, ^ pjeFrundsberg das silberne scepter, die silbernen lev'U MiiHaupt-sahne des mecrs und einen kostbaren compapßgB-antheil, da er im übrigen seine Teutsche armee naw M

keit vom rauben und plündern abgehalten. Im. fE

Pavia umringte er die auf Französischer feite harwaa -tenden Teutschen, welche man die schwartzen sah'"',, nieder-neben Marx Sittichen von allen feiten, daß durch vew'läge ein grosses zu dem Kayftrlichen siege beygetE>' Mwovor er Königs Francisci schwerdt kriegte, so denn".. sollffMarschall Galeacius von Sanseverino nach gewohE ^ Mvorgetragen haben, und welcher wenigst nächst bey ^ Mnigs Person in der Macht umkommen , solches "ayw . ,,chel>mit nach Teutschland. Daselbst stiüete er dendauern - aufstand in, Algöw, ohn einiges blut - v", nDoch konnte er nicht lang in Teutschland bleiben^ ^

der.Papst Clemens VII. dem Kayser an. 1526. den ^gekundiget, auch mit seinen Mitten bereits widerftrlichen anruckte, warb er in grossereil von lem"' p MMitteln, die er aus Versetzung seiner Herrscham ivo-ner gemahlin kleinodien gelöset, 12000. mann zuvon er einem jeglichen einen gold-gülden auf dle^,z «E

und mit ihnen ohne gelb, geschütz und Magazinen, ^ ,,cv

treue gegen dem Kayftr, theils seinem söhne zubey der Kayftrlichen armee in Italien befand, ven^,,Wliehen marsch antrat, und unterwegens den P^Ekey Ei,neral Johann äs Medicis zu weichen nöthigte. W ^ E.er einen solchen zorn gegen den Papst gemßt / pW'strick im busen getragen, und gedroht haben sou/ H gchLzu erhencken. Wiewol er auch dabey das absehen ' ^ Ehaben, den soldaten dadurch einen bessern muth m> ^ se >'Hoffnung des sieges zu machen. Jedoch hatte er m BTeutschen zu dem Hertzog von Bourdon durchgebrE' ^ter denselben wegen geld- und vorrath-mangel em » »

stund, darüber sich Frundsberg also erzürnte, ^Atig wu^st

rührte, und er also zum commando forthin «Heini»"inmassen er sich denn nach Ferrara, und von om M er ^darauf nach Teutschland muste bringen lassen, wvn M, u>'i;r8. gestorben. Seine güther waren noch anekonnte er sie nicht wieder einlösen, weil er alles v/Ediesen krieg gewendet, und gleichwol nichts zur er, ^ eindavor bekommen. Man beschreibt ihn nicht allemtapfern, sondern auch als einen sehr starcken ma>m^er denn ungemein groß gewesen, und mit dem m>" -^pier 4der rechten Hand den stärcksten mann, so vest als e ^ „gdstanden, bewegen , ein Pferd in vollem lauf eryam.^,, yeivschwer stück geschütz mit unterlegten achftln Ast.

gen können. /„E, in eloZ. bist. ärrrn MHerrn Lasparn von Frundsberg ritterliche ^ xro>Hund, Bayer, stamm-buch ü. II. x. r«6.xogr. k. III. x.84. * - z-heli"

Frundsberg, (Caspar von) ein berühmter ^war ein söhn des vorhergehenden, welchen er m» ' A wv ^lin Catharina von Schrovenstein erzeuget ya"l- ^^ygleich in seinen jungen jähren zu den ritterlichen Änlichhalten, deren er sich nachgehends in den kriegen S §grou Mnen konnte. An. 1 c 24. wohnte er dem kriegs-z^yei>Bourbon bey, welcher mit der Kayftrlichen ar ^^Mern"^in Provence gethan hatte, ob gleich darinnen n> - AMausgerichtet wurde. Aber da gleich darauf vcr ^

ciscus I. sich selbst für Pavia legte, worinnen CaM^berg mit noch andern Teutschen Befehlshaber'' belagü^j-besatzung war, legte er von ansang bis ^ ^aurie "^„nvviel ehre ern; Massen er nicht allein das a-Mckssrende kriegs-volck zu Pavia wiederum mutW » ausfall-^ndchsänftiger, sondern auch durch einen tapftenFranzösische lager dem von der andern <e>'^^n, ^,xoll-Kayserlichen Heer mit Nachdruck tust machen^ erlaas^rMdenn in der that auch nicht wenig zu dem au . paldkommenen siege beygetragen. Dahero er " r"zu einem , Hauptmann , und nicht lange v ^ ^ gMObersten über das gantze Teutsche fuß - bbiee v