G.
Dieser stumme buchstabe wird zwi-schen 6 und Lss ausgesprochen,und kommt mit dem GriechischenX überein. Er wird von den La-teinern , wenn von vergangenenzeiten die rede ist, oder, wo mandie Verbs aus dem prsslenti indas Präteritum verändert, in 6,und bisweilen in 8 oder X ver-wandelt. Die Alten gebrauchtensich öfters des buchstabens X an-statt 6n, gleichwie die Spaniernoch jetzo zu thun pflegen, da siez. e. schreiben 8enor anstatt Legnor, und Xino anstatt Mgno,Le. Die Franzosen verwandeln Vin 6, als 6»kcc>n8 anstattVsscones; 6s!Hz in Engelland vor MsIÜ8; 6sp vor Vspin-cum. Auch setzten die Alten, absonderlich die Griechen, wiewir heut zu tage ein X vor das 6 setzen, ebenfalls ein 6, alsägZelus vor Lngelus. Wann dieser buchstabe allein stehet , sobedeutet er in den alten Römischen schrtften 6sjus (so viel alsösjus) 6eU1u8, 6LNIU8, 6suäium, 6rstis, Lc. Sonstenist selbiger in der Lateinischen spräche neu, und erst in dem erstenCarthaginensischen kriege durch Sp.Carvilium aufgebracht wor-den , wie erstlich die alte stein-schrift (so C. Duillio zu ehrennoch in obgemeldtem kriege ist verfertiget worden, und anstatt6 durchgehends 6 hat,) erweisen kan ; und ein solches auch dieältesten 6r->mmsrlei ausdrücklich melden. , lib. I. snslog.
, äs orckogrspbis. OioMsä. Üb. II. csp. äs lirters. *
, ein altes volck in Gallien, so in der gegend wohn-te , woanjetzodieprovintzle Givaudanist, unter dem Seven-ner-gebürge, zwischen le Velay, Vivarais, Rovergue und Au-vergne. Ihre Haupt-stadt war vor zeiten Mimatum, so anjetzoMende heißet. lib. IV. c. Iy. 6.-/!» , äs L. 6. lib. VII.
, (le 6omre äs) ist der titul eines buchs, so voreinigen jähren gedruckt wurde, und von den geistern handelt,auch wegen der artigen schreib-art und netten Manier, ein ge-spräch zu formiren, von vielen gar hoch gehalten wird. Deriwrbor hiervon ist der Lbbe äs Villars. Siehe Villars. *
Gabato, (Sebastianus) welchen man wegen seiner wissen-schafft in der schiff-fahrt Xsuclsrum zugenannt, war von ge-burt ein Venetianer, hatte sich aber in Engeüand niedergelas-sen , und wohnte zu Bristol. Hieronymus Bezon meldet fol-gendes von ihm : Nachdem er aus dem xlob« geurtheilet, daßdie straffe nach süden, welche Christophorus Columbus genom-men , nicht die rechte wäre, und daß, wenn man norb-nord-westwarts segelte, man viel eher und mit geringerer mühe nachAmericam , von dannen aber durch die engen, welche beydebTmispkTris gegen norden vereinigen müssen, nach Ost-In-dien kommen konnte, habe er von Henrico VII. Könige von En-qelland, zu ausfuhrung dieses entwurfs ;. kauffarthey-schif-fe erlanget, Mit. welchen er m dem fruhling des jahrs 1496.in die see gegangen; stm Vorsatz sey gewesen, sich beständignach nord-nord-westen zu halten, so lange, bis er auf die höhevon Eatay bey der grossen Tartarey wurde ^kommen seyn; daer aber wahrgenommen, daß er zu weit nach norden, und vonnorden Mch osten gefegt habe er seinen lauf nach der mit-tags-linie pichtet, und diejenige msul angetroffen, welche dieSpanier nachgehends Florida genennet, von wannen er nacheinem kurtzen aufenthalt, weil es ihm an lebens-mttteln gefeh-let, nach Engeüand zurück gekehret sey, allwo eben damals,wegen des berühmten Perkins, eine ziemliche Verwirrung ge-wesen; diese habe ihn veranlasset, in Spanien zu gehen, all-wo ihn Ferdinandus und Jsabella in den stand gesetzt , vonNeuem auszulauffen , da er denn in Brasilien und bis in die
landschafft ä- !s Plata gekommen sey. So viel bMA^zon. Allein Baco äs Verulamio saget, daß Gabaio'Indien, sondern Americam gesucht; daß er biS»gr-iäum 1ariwäim8 gekommen, das land tw schüftdeckt, und in Engeüand gantz vergnügt nach ^wieder angelanget sey , weil er von dem andern M er 6so wol wasser als land gefunden. In der that ". ^ne gantz andere fahrt, als Columbus; denn diejerden Canarien - insuln, und nach denjenigen, Eheissen, gesegelt, und von dannen nach demtheile von America gebracht worden. Gabato , epssjmeynte noch viel eher die nördliche gegend bavo» ch pmcken, und betrog sich auch nicht darinnen. Er verw p Mi.reiche land für Henricum VII. in besitz zu nehmenK'König war entschlossen, ihn zum andern mal m» " bfen auszuschicken, als eben um dieselbe zeit Christoph, A«.lumbns ihm zu solchem ende die dienste ftmes btm ssyM
thoiomai, anbot. Nun war des jetzt-gedachten K-^n ^rühm so groß, daß Henricus VII. ohne b/dchcken 6>der dem Gabato vorzog; allein da Bartholomau ,
gelland übergehen wollte, wurde er von sce-rauve > ih ^und nicht eher, als nach 2. jähren losgelassen, Aussen ^cher zeit Christophorus Columbus für die Cron Vvjenige land einnahm, dessen sich sein bruder G" jca-Cron Engelland hätte bemächtigen sollen. ^
co, vit. Llenr. VII. Le Larre),, biit. ä'önglet. t ' .chjg. ,Gabellus, ein ffuß in der Lombardey, stehet ^Gabiano, eine stadt auf einem Hügel §elE"ss§zu,unter dem Morite kslsone, an dem Wege nach ^ PjeiU^^dar sie 7. weilen entfernet ist, an den grentzen "
jedoch nicht zwischen Casal und Vercelli, wie 6
^ 6 ^ 811 , ein an Rom grentzendes volck,
Gab« hieß, welche in 6srio oder Osmpsxna a, .gegend, so anjetzo Lsmpo 6sb>» genennet wiro, ss,volck suchte der Römische König Tarquinms amm .walt unter sich zu bringen, da es aber also nicht ^
gebrauchte er diese ltst, daß er Sextum stmen ga^jchwelcher sich stellen muste, als wäre er mit dem v sonvezerfallen; als er sich nun da in ansehen gesetzt, " patler M"des gemeinen volcks gunst gewonnen, ließ er ftim ^zug" >lich um rath fragen, wie er nun die hote"
hätte; dieser, der in einer so wichtigen fache bem>^ venles vertrauen wollte, und seines sohns schE, aarten b-.sMschon vorhero kannte, gieng mit selbigem m demund schlug währendem dilcurs die höchsten k0M,^ >vemmen mit einem stock herunter, ohne demklärung hierüber zu geben. Der iunfle ^arg» ^M je» ^er von diesem des vatters verfahren vernommen, ^tention alfobald, fände mitte! die vornehmste" v^jse oh»rnach aus dem wege zu räumen, und auf jo>cn^ ^ _ 0.stand dem vatter den ort zu übergeben. lib. 8-. yce
not. orv- ^Mie" '
Gabin, lat.6sbinum. ist eine stadt »n G« ^a!»'Woywodschafft Rava, am fluß Bzura, rwn ^und Warschau. kolon. Rom'
Gabinius, (Aulus) war Bürgermeister^ ^0 M
in dem jähre, da Cicero von P-Clodw woljagt wurde, worzu dann Gabinius eben ' viel st,"damaliger OoUsgs, L. Calpurnius Ptso,theils aus heimlicher anstistung P""!s5' auch, G lichesi, deren faction sie anhiengen, theils anfthntz pacameinem jeden aus ihnen auf solchen fast ^ .«urde che"vintz zu verschaffen verheissen hatte. 6s