Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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zeiten bey ihnen aufkommen, waren vom Haupt bis aufdie fussegeharnischt. Sie führeten lange schwere degen ohne spitze, abervon schlechter schärfe, daß die schneide auf den ersten hiebstumpf wurde. Sie fochten mehrentheils mit dem ober-leibeäantz nackend. Die Waffen der reuterey waren lantzen und arte,des fuß-volcks, wurf-spiesse , piquen, bögen und schleudern.Vornehme Herren fochten auf wagen, so durch 2. oder 4. Pferdegezogen wurden, und an der achs mit sensen versehen waren.Ihre art zu streiten bestund darinnen, daß sie hin und wiederfuhren, häufig mit pfeilen um sich warfen, um zu sehen, daß siedie feindliche ordnung möchten aus einander trennen. Manch-mal stiegen sie ab, und fochten mit dem degen. Die trouppenvon jeder provintz stelleten sich in der schlacht-ordnung beysam-men. Wenn die armee in bataille stund, hatte jeder soldat einbund stroh oder eine faschine, darauf er sich indessen setzte. Sieverschantzten sich niemals in ihrem lager, welches denn nach derschlacht bey Avarico, so heut zu tage Bourges genennet wird,am ersten geschah, indem sie es den Römern nachrhaten. Wennsie eine stadt belagerten , so umgaben sie selbige mit allenihren trouppen, und nachdem sie eine Wagenburg um sich ge-schlagen , fiengen sie an stürm zu lauffen , die schilde über dieköpfe haltende. Sie bedienten sich auch gewisser brennenderkugeln und brennender pfeile, die, wo sie hinkamen, anzünde-ten. Wenn sie in der schlacht den feind umgebracht, schlugensie ihm den köpf ab, bunden selbigen mit den haaren an daspferd, oder steckten ihn auf ihre lantzen, und wenn es ein vor-nehmer Herr war, balsamirten sie ihn ein, um solchen denfremden zu zeigen, gaben ihn auch nicht wieder, man mochteihnen dafür bieten, was man wollte. Sie brauchten zum öfterndie hirn-fchaale, die sie in gold einfassen liessen, zu einem gefässebey ihren opfern und gast-mahlen. Sie schwuren zu den sah-nen, welcher eydschwur unter ihnen gar heilig war. Ihre übri-gen gewohnheiten waren, daß sie bey ihren zeit-rechnungen nichtnach dem tage, sondern nach der nacht rechneten, und mit sel-biger allezeit anstengen , und zwar dieses darum, weil sie vondem Dite und Plutone herstammen wollten. Ihre Linder, ehesie erwachsen und Waffen zu tragen tüchtig waren, dorften nichtvor die eitern kommen. Ihren weibern machten sie so viel ge-gen-vermächtnis als die mitgift war, und wer das andere über-lebte, bekam allezeit die wahrenden ehestands gehabte Nutzungen.Die männer hatten über Weiber und Linder alle gewalt zumtobe und leben. Ihre leichname wurden verbrannt, und gienges bey ihren leichbegängnissen gar prächtig zu, dergestalt, daßsie alles, was dem todten bey seinem leben lieb gewesen war,mit ins feuer warfen, ja auch knechte und aufwärter. ,äs bell. 6all. lib. VI. lib. X. L XXIII. , lib. III.

äs mor. vet. Lall. sntiguits äs li, nation L äs

la langue des Leiten

* (Fallt, sind drey kleine insuln oder klippen im Toscanischen

Meer gegen das Lapv clella Minerva in krincipato Oltr-i, einerprovintz im Königreich Ncapolis. Man hält sie vor der AltenLirenula8 oder 8irenL8, weil die bekannten Sirenen sich daselbstaufgehalten. Ävada , I. p. 41. VI. p. ;y6. II. 4.

III. r. extr. bibl. I. y. n. 2;. not.

orb. ant. II. ro. H. 28.

* (Fallt, ^Wenceslaus) ein vertriebener Evangelischer Pre-diger aus Bohmen, war zu Pacoffben7.april an. 1600. ge-bühren. Er kam zwar sehr zeitlich ins Ninillerinm, und wur-de schon in seinem 21. jähre viaLonu8 zu Iütschin oder Giczin,ferner an. 162;. Prediger zu Kostelitz, muste aber, als er nochnicht völlig 2. jähre daselbst gewesen, wegen angegangener Ver-folgung den exulanten-stab ergreiffen, der ihn nach Zittau lei-tete , wo er anfänglich auf erhaltene conceßion den vertriebe-nen Böhmen auf seiner stube an den sonn-und fest-tagen einepredigt und gottesdienst hielt, hernach aber mit informirungder jugend sich eine lange weile hinbrachte , bis er endlichden 26. jen. an. 1674. sein leben beschloß. Schröter, in derexul. hist. x. 17.

eines der grösten Königreiche von Europa,, soaber nnnmehro Franckreich genennet wird. Selbiges land,so die Griechen Galatien nenneten, wurde von den Römern ein-getheilet in LlLIpiliLM und IrLnlalxiliLm. Jenes ist ein stückvon Italien, weil es aber von 6slli8 bewohnet war, wurde esauch 6allia benennet, dieses aber das eigentliche Gallien. Nachder zeit, als die Romer O-llllX LiLlpinR das bürger-recht gaben,wurde selbiges von der Römischen bürger Habit, Lallis wggmbenennet; Tmulsivma aber, weil die einwohner daselbst langehaare zeugten, (EiÄ Lomsts. Ein theil davon gegen juden,sonst Xarboneruis genannt, bekam den nahmen Lraoo-iw , weilsie Hosen trugen, die noch heut zu tage an verschiedenen ortenTeutschlands brachen und bruchen genennet werden, da hin-gegen solche kleidung bey den Römern gar nicht üblich war.Das gantze Gallien, me es jenseit des Alp-geburges den Rö-mern gehörte, erstreckte sich von dem Pyrenätschen geburge zwi-schen 2. meeren bis an die Alpen und den Rhemstrom. Dieseswurde von Iulio Cäsare eingetheilet m Leltioam oder das ei-gentliche Gallien, so von dem ffusse Rhone zwischen der Garon-ne, dem Ocesno und Niederlanden begriffen, auch von derSchwettz bis an den niedern Rheinstrom gieng; Lelgicam, sovon dar sich anfieng, und den niedern Rheinstrom begriff , undLguitanicgm, von der Garonne an bis an das Pyrenaische ge-bürgt und an Spanien. Der Kayser Augustus machte noch

eine andere ordnung, indem er blorbonenlemfügte, und die grentzen anders eintheilte. Nach Ars Hor-de 6M3 in 17. provintzen getheilet, alsViennelE -unter auch Xarbonenlie prima und lsLuncl-r ; z- Agn hooriD5. Lionnesische, wenn die Sequanensische darunterwird; und 4. Belgische, wovon 2. die Teutschen gene"' Aneden, weil sich in selbigen die Teutschen veste gesetzt yaujedwede selbiger provintzen hatte ihre Haupt-stadtViennesischen, Vienne, Narbonne, Aix, Tarantaye ^ ;brun; die z.Äquitanischen, Bourges, Bourdeam «^1,-die;. Ltonnesischen, Lyon, Rouen, Tours, Sens m" ^esgon; die beyden Teutschen, Mayntz und Coln; 7, hallt'-Niederländischen, Trier und Rheims. Unter drest"städten stunden mehr als 100. wichtige städte, AAfmccksslmals meistentheils Bischöffliche sitze sind gemawt ^Daneben hatten sie eine grosse anzahl anderer staowi^^ Moppicls genennet wurden, deren man 1200. zeh»e/^',i„jrte»'.mer Gallien einnahmen, welche sie aber mcistenthens r'

Das land ist allezeit vor sehr fruchtbar gehalten morde"die einwohner mehr auf den krieg als auf den acretA yaEJulius Cäsar zog grosse geld-summen daraus , da^.z grEnicht allein seine schulden bezahlen, sondern auchwerck der Monarchie ausführen konnte. Wie dann 1durch Cäsarem und sein kriegs-heer eme solche "WpssMaus Gallien nach Rom gebracht worden, daß sE. ^ «aEvon selbiger zeit an in dem werth gegen dem silber.um aM,hafftes gefallen ist. Das volck in diesem lande ist " ^ß s,ete» sehr fruchtbar gewesen, und mehrte sich dergejta"^M isich genöthiget fanden , colonien in andere lande zl Ewie sie denn auch Italien überschwemmeren, und ^ri, L»angriffen, vie zogen sich auch in Teutschland / < 5 >pgelland, Sclavvnien, Griechenland, Macedomen, "über den Hellespont in Klein-Asien, woselbst sie eine pro >nlatien genannt, stifteten. Vor Christi geburt war daviel Staaten und völcker eingetheilet, welche theils d»"theils aristokratisch regieret wurden, darunter waren ^ ,,,iNL3 in Champagne, die Lckii im Hertzogthum BMP hisAdie 8equsni in der krsnclie-LomtL und dem SuNW ^den Rhein sich erstreckend , die bekanntesten. -,-TMn W-!letztern suchten ein jedes das vornehmste zu seyn. >,enGerichten waren gewisse factionen, welche jeder jE ^nt>Eschlag gaben, und dafür sorge trugen, daß memam ^leiden mochte. In gantz Gallien sindet man untA

men nur zweyerley art leuthe, die Druiden und die Aln"?

str sMiiden ^^'! ' die meisten entweder megA siesonst allru"/e^^-^I"?^^^^stdr auflagen, oder, m ^'n rw rsse.kkm',ß- ."''^ '^den, sich den vornehmen fknechte n, die nicht besser, als ein Herr

allem den ant "F^ssngen. Die Druiden versorg ^sonderbarem sondern es wurden alich , we-l

sch eden von ihnen alle rechts-sEh,!,e

wollte "wieÄa!^'^^? -hren ausspruch nicht A rB'°,'^ ?vlesen sie ,h„ p^n dem opferab, hatten auch sovo

Constantinns M. schickte Grase« m dle^er

nach^m^ä^ die grentz-plätze. Eben dieser

das gantze Römische Reich in 4. ?r-eseöwr»s ^,orA^iieilte, setzte auch eilien über Gallien, welchem er ^ »iideEdnete, emen in Franckreich selbst, einen i-i Spa"A„ ,si,

bis - welche regierung also gE^D-

... d ^sttancken rm V. sxculo sich des qantzen landch lsv-de nm-^^dser Augusto an bis aufGallrenum l>"d. A,vor-den durch innerliche empörungcn beu»M M ,

,,A "Ech an. 2; durch die revolte des Sacrovir' lMoLssd an. 70. durch die revolte des Civikis Tutorrs «nEbraes «»Idde aber fiengen allerhand fremde "MgEund ^ssen. Anfänglich waren es ni-r d-c s ^ - -

fem wenn sie über den Rhein mengen.

'^/En die Vgnd-rli,8uevi,LI-ini, West-Gothen und

1 ?? ^ Ses volck einen strich landes zu M

einer zeit 4. unterschiedene reaiernnaen in Gallien warem , ^ye^ML.BurguLN

NnckllÄ""dmm Sm»«ch ,-!-L

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