Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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damit er solches in dem Elsaß complet machen könnte. Meindieses anscheinende glück hatte keinen bestand , weil sich unterden Schwedischen Generalen und dem Cantzler gar bald jalou--sien und Uneinigkeiten äusserten. So bald Gaßion seine zwölfCompagnien auf den beinen hatte/ wollte er mit denselben zudem Hertzog von Weimar gehen; der Cantzler Orenstirn aberHieß ihn m dem Elsaß bleiben. Der Hertzog von Lothringenverlangte ihn in seinen dünsten zu haben, und schlug ihm sthrfavorable conditivnen vor / Gaßion aber hatte keine lust darzu.Weil inzwischen Franckreich gleichfalls angefangen / sich in denTeutschen krieg zu mengen / so recommendrrte der Hertzog vonWeimar Gaßion an den Französischen Hof, und gab ihm ordre,mit seinem regiment im Elsaß zu dem Marschall 6s l-i Forcein Lothringen zu stossen , wann es solcher begehren würde.Gaßion nahm bey dieser gelegenhett eine reise nach dem Fran-zösischen Hofe vor, und ward von dem Cardinal Richelieu mitgrosser Hochachtung empfangen. Zu gleicher zeit erhielt er vondes verstorbenen Königs in Schweden natürlichem söhne Gusta-vs unterschiedliche schreiben, darin» ihn derselbe ersuchte, zu ihmzu kommen , und ihm unter andern sehr favorablen condrtionenversprach, ausser seinem regiment noch eines von 1200. mannzu schencken. Kurtz vorher, als er dem Hertzoge von Würtem-verg in der belagerung Villingen hülffe leistete, ward er so ge-fährlich bleßirt, daß er lange zeit nicht wohl dienen konnte.Als er endlich sahe, daß die Schweden ihn kaltsinnig tractir-ten, entschloß er sich, in Französische dünste zu gehen. Er fandaber noch allerley Hindernisse, bis endlich an. i6;c. als Franck-reich den krieg öffentlich wider Spanien declarirte, der Her-tzog Bernhard von Weimar ihn an den Französischen Hofschickte, um solchen dahin zu disponiren, daß der Marschall6s la Force zu ihm stossen sollte. Der Cardinal Richelieutractirte ihn auch bey seiner ankunft mit grosser distinctivn,und wollte ihn an die vornehmste Protestantische Fürsten inTeutschland schicken , um mit denselben wegen anwerbungloooo. mann und einer genauen Verbindung zu tractiren. Al-lein Gaßion verdarb die gantze fache durch sein eigenes versehen;dann als er mit dem katsr Joseph, welcher damals au demFranzösischen Hof, und insonderheit bey dem Cardinal Riche-lieu in grossem ansehen stunde, wegen der anzahl völcker, soman von dem Churfürsten zu Sachsen erhandeln wollte, con-ferirte, konnte er nicht mit ihm einig werden. Der katsr sagteendlich: Ich sehe wohl, daß wir nicht einerley glaubens sind.( Dann Gaßion war ein Hugenott.) Worauf Gaßion ant-wortete : Und noch weniger einerley handwercks , ihm heimlichdarmit vorwerffende, als ob er die kriegs-sachen nicht verstünde.Der Lster versetzte aber, es ist genug, daß ich des Königs in«tention weiß, und darbey muß es bleiben. Und hierauf wur-den nicht allein alle schreiben und instructionen dem Gaßion wie-der abgenommen, sondern er hatte nach diesem jederzeit andem kster Joseph einen tvd-feind. Inzwischen nutzte ihm seinereise nach Paris so viel, -aß er mit einwillign»« des HertzogBernhards von Weimar in Französische dünste genommenward, und zwar unter diesen vortheilhafftigen conditivnen, daßer die völlige dispofltion von allen Officiers, und die gewalt deSlebens und todes über sein regiment haben, auch sonst unterniemand, als unmittelbar unter dem General stehen sollte.Hierauf begab sich also Gaßion nach der armer des MarschallsForce in Lothringen, güng bald auf partey, und recom-mendirte sich durch seine tapfere actionen dergestalt bey Hofe,daß ihm die consiscirten guther des Barons äs Sales, der zudem Hertzoge von Lothringen übergegangen war, und nichtlang hernach eine gratification von 20000. livres gegeben wur-de. Der Cardinal Richelieu hatte ihn auch unter seine gardegenommen, wann der ksrer Joseph, den Gaßion von neuembeleidiget, es nicht gehindert hätte. Indem mertz an. 16; 6.zerstreuete er bey Rabon in Lothringen nebst dem jungen 6s iaForce 2500. mann cavallerü, welche Coloredo nach den Nie-derlanden führen wollte, und bekam den General selbst ge-fangen. Zwey monate hernach ward er zu der belagerung derstadt Dole, und hierauf zu der belagerung von Corbie gebraucht.Auf dem marsch nach diesem letzten ort, ward er durch ein sie,ber verhindert, im felde zu stehen; da dann mittlerweile seinregiment durch Jean äs Werth sehr mitgenommen worden.Der Konig ließ ihm aber sogleich 50000. livres auszahlen, wo-durch .er seine völcker gar bald wieder ergäntzte. Kurtz hernachward ihm fern regiment von dem Könige noch mit zwey compa-gnien vermehret, und zwar bey folgender gelegenhett. DerHertzog von Candale «eß dem Könige vierzig der auserlesenstenSpanischen Pferde vorführen. Gaßion war auch zugegen, undals ihn der Konigfragte, ob er sich nicht auch einen stall vollsolcher Pferde wünschte? antwortete er: Er wollte, daß sie demfeind zugehörten. Als der Komg tue Ursache wissen wollte,sagte er: Wann sie demfemd waren, konnte ich sie wegneh-men. Da hingegen well sie meinem General gehören , ich mirkeine Hoffnung dar;» machen darf. Wie aber, sprach der Kö-nig , wenn er sie euch schenckte ? Auf diesen fall, versetzte Gastsion, wollte ich sie mit grossem danck annehmen , und mein re-giment mit zwey compagnien dadurch vermehren. Hierauf ant-wortete derKönig,daß er seinem verlangen hierinn wol ohne Can-dale ein genügen leisten könne, undgab alsobald die benöthigteordre darzu; welchem der Cardinal Richelieu den folgenden tagnoch zwey compagnien dragoner beyfügte. Durch seine meritenbrachte er es dahin,-aß er zum Nareeiml äs Lamx gemacht wur.

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ve. Kurtz hernach an. ,6,y. ward er nach der Nor-dAA-schickt, um die daselbst entstandene rebellion zu stillen,er so glücklich verrichtete, daß ihm deswegen die MM».te eines Königlichen Lieutenants der provintz gegebenAn. 1640. that er bey der belagerung Arrao mit leim«Mreyen grosse dünste, war auch einer von den ersten/ mFo»der breche posto fasteten. Zu ende der campagne waronach Hofe beruffen, weil ihn der Cardinal ausforicy" ^ ya--ob er nicht etwan von dem Grafen von Soissons, ver ^mals seine unruhe ansieng, in seine partey gezogen, MEr fand ihn aber nicht allein unschuldig, sonderndie fache vertraute, schwur ihm Gaßion eine unvero ertreue. Doch konnte ihn der Cardinal nicht bereden / .zum schein des Grafen von Soissons partey nehmen, " ^ Mnach wieder davon abtreten sollte; weil Gaßion vmrichtig und zum simuliren nicht geschickt war. V oe ye,den campagne an. 1641. hat er das meiste zu erobern»» Mosstung Aire beygetragen. An. 1642. sollte er nach rchyg dssmarschiren, um dem Marfchall äs Breze in belage» Mvestung Perpignan behülstich zu styn. Gaßion wardem marsch; so gerne aber als Richelieu ihn mm ^ Mirwünschte, weil er einen getreuen clienten an ihm wuv ^ ^es doch von seinen feinden hintertrieben, und Gaßron ^ pe»'dre, wieder zurück nach Flandern zu gehen; allwo er" ber>MGrafen von Harcourt stunde, und sich sonderlich mu r KMeiniger vesten schlösser, Cürmont, Oy, rc. hervorvor dem tode des Cardinals kam er nach Host, m> rE.denselben , ward auch unteranderm mit zwey kojtvm, vnbeschenckt, nebst den Worten , daß der eine davon vor -andere vor seine zukünftige gemahlin seyn sollte. -lieu " - "' "" ".. " '."""

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, der ihn mit einer von seiner Verwandtschaft! Athen vorhatte, starb zu frühe, durch dessen tod l

viel verlohr , nichts destoweniger aber kurtz hernach /'ner in der schlacht bey Rocroy und in der belagerung" «denhofen erwiesenen tapferkeit, im nov. an. 164?« ^ gMfchall-stab davon trug. In dieser würde signalirte er >' §,che nim folgenden jähr in der belagerung von GrevelmgA v"'

nebst dem Marschall äs 1a Meilleraye unter dem He^E

Orleans commandirte. Es äusserte sich aber alss^'ihm und Meillcraye eine jalouste, ja der Hertzog wmnicht gewogen; wie er denn auf seiner attaque nut oe" M goten nicht genugsam versehen wurde. Gaßion erwm § >v>bey diesem allen mehr einen soldaten , als Generale»»tag und nacht bey den arbeitern zugegen; in allen u« ^ e„i sscharmützeln auf den aussenwercken föchte er mit, ^ygel emeiner; er stach das terrain vor die arbeiter auo ^Ingenieurs felber ab; er begab sich aber dabey m M >daß er nicht allein unterschiedliche mal scharf blE t»sondern auch der Hertzog von Orleans ihm vorwa >gleichen aufführüng einern Marschall von Franckrem/^^geidig; worauf aber Gaßion antwortete: daß er denIngenieurs und anderer fachen genöthigt sey ^gegenwart zu ersetzen. Als die stadt sich ergaozwischen ihm und Meilleraye ein heftiger streu/ Edie bastion , welche die belagerten vor dem au »räumten, mit seinen unterhabenden trouppen ^ jiw ^Gaßion aber behauptete, daß weil er von solcher "a>^ piaiu -ersten meister gemacht, ihm diese ehre gebühre.nirte sich auch mit gewalt dabey, obgleich der He^ce. ^leans den ausspruch für seinen qegenpart gethan Me»der eroberung Grcvelingen nahm Gaßion die "weg , und weil diß ein vortheilhaffter Posten rva»/^t/er sich daselbst. Meilleraye war deswegen nutz" »man ihm diese expedition nicht anvertrauet, Mlider armee weg. Aber Gaßion ward doch mM " ,pelE-jchsondern bekam den Hertzog von Elbeuf neben stm/^wiederum zu vielen jalousien anlas gab. strem

nicht müßig, sondern that in währendem w»m post^''^c»bis unter die thore von Ipern, und nahm alle M ^daß St. Omer gantz eingesperret war. Die E ,„ibauch nichts wider das verschantzte lager bey W Dellt.Aber die Uneinigkeit zwischen dem Hertzoge v" ^^yeGaßion nahm endlich dergestalt zu, daß sie ^ dl^f Bnen zweykampf ausforderten, welcher aber, ^ ä'Elb^ xelsdes Gaßion schreiben, verhindert wurde, M pey ^bey diesem zweykampf nicht stellen wollte. ^MlE^l -ansang der campagne des jahrs 164?. ^ HÄgpden dAgyp'unter demHertzoge von Orleans in den Niederm^ §>as ^ dstte,ward der Marschall äs Gaßion allen vorgezogabsehen gieng damals auf Dünkirchen. ^coloMw^Mgpassage über den fluß Colme, und Mang Pu^Sino^sich hinter den canal, der von Dünkirchen schguEhju--.

aus solchem posten wegzulocken. Solchemnach „t,hm ^, L'lsion mit dem rest der armee nach der Lys / M/Äid Ederlichen widerstand in kurtzer zeit Mervme, ^iyes Kelers, Bethune, Armentieres, Warneton, ^arEnin ein. Er that hierauf einen verwegen n . Mv ,nin bis an die Spanische linien zwürhen . h bge, welche die Holländer eingeschlossen v

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