Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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^ er doch die linien und kores eroberte, die Hol«ÜHwen » Yete, und ihnen behülflich war, daß sie Hülst ein-

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E.Men. DieSpani'er suchten zwar diesen schimpf zu

,, ve/aM Weil sie durch ankunft des Hertzogs von Lothrin-i den."„^.worden, wollten sie ihn mit zusammen gesetztenMctiv« "Menin überfallen. Gaßion aber erwartete ihre con-sondern griff den Grafen von Fuensaldagne beyde ' Ab schlug ihn gäntzlich aus dem selbe. Er fortist-die an der Lys eingenommene Plätze, setzte fast.M,in contribution, und that dem feinde durch con-, ^vc>e k »fereyen grossen schaden. Ja, er fiel selbst dentddnlaniti?? Lothringen, welcher damals auf Spanischer feiteM e„ Me / in das Haupt-quartier zu Ath, ob gleich solchesund durch die Scheide bedeckt war. Dann erÄs ^ in der stille aller schiffe auf der Scheide vonl>, n^'°Oudenarde, ließ in der eil eine brücke davon schla-

oe gantz unversehens gegen Ath, allwo er alle

d q„san Lothringischen trouppen erbeutete. Als man mitdes frühlings an. 1647. wegen der folgenden cam-^j.,,dschlagte , ließ man den Marschall von GaßionVelins ^?urt kommen , dahin sich auch der Hertzog vonA- u»b der Cardinal Mazarin , und Monll. Tellier verfüg»N seilu,, d andern complimenten, welche anfänglich zu bey-vorfielen, sagte der Cardinal zu dem Marschall r.BOtt! ihr wäret Latholisch; ich wollte euch

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k D Rom dienen, als bey Hofe. Gaßion aberIch bin verlohren, Monsteur ! wenn ihr al-

sdhx/ tneme seligkeit sorget. Der Cardinal lächelte zwar!sst, Istagte aber wieder: So ein grosser mann als ihrhr doch noch den unterscheid nicht unter ei-M und einer pickel-haube. Ich will euch abereuren willen hierin» behülflich seyn, laßtti, dir suchen. Worauf der Hertzog von Orleans sagte:Misch ^uur einmal Cardinal ist, wird er gar bald Ca«Me an,», ven. Gaßion aber nach seiner gewöhnlichen brus-Mch i^Itele: Daß man ihn wegen der religton mittzpAgsa^ «1 sEte; daß er die Latholische religton»d n'!!,Anne, und so viel davon wüßte, daß erNte. M und allen Lardinalen den köpf bieten>vqx ^tan berathschlagte hierauf wegen der campgne,Cardinal der meynung, daß man einen wichti-Miidex g.der Scheide angreiffen sollte, da immittelst die^«Fulwerpen wegnehmen könnten; aber Gaßion,Malten uis selb als ins cabinet- schickte, wollte nichtsondern riethezur belagerung von Dünkirchen,N.dr, ^.Antwerpen einzunehmen; wobey er so halsstar->iek Wider den Cardinal selbst einige freye Wortel>Aek z^ Inzwischen blieb es bey des Cardinals meynung,w>ge Courtray belagert, und in Vierzehen tagen ero-^ aum»^orbey Gaßion nicht mehr allein commandirte,HÄ über Hertzog von Orleans noch den vuc- ä'En-hatte. Die gantze armes stieß hierauf zu den^ un dem canal von Brügge stunden ; weil sie>veci-/U)°u friedens-gedancken hatten, marschirte manbliß^Urde^ auf Dünkirchen los. Der Marschall von Gaf-Benus "b geschickt, um den weg frey zu machen, undsu! ?uiuler wegzunehmen, welches er auch bewerck->var, ,/U aber die Holländische flotte noch nicht angekom-dh/ktsi Dünkirchen von der see zu sperren, belagerteV.ü ziemul^gen; nach dessen eroberung man auch Mar-^'ehen Verlust einbekam. Furnes ergab sich ohne..widerstand, nachdem Gaßion die Spanier auswimtten und canälen verjaget hatte, worauf end-^ aennü. uald folgte. Die Winter - quartiere wurden anÄE ubx^'ffwmen, und Gaßion die sorge vor die dastgenvon welchen die Svanier inrwistben bereits

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Quen "" bie Spanier inzwischen bereits

d^ch ^»»venvnuueu , u»v vuiv yre-

einbekamen. Gaßion setzte Courtray ina Rand ' stand, aber seine Uneinigkeit mit dem Mar-sch wjaMu war ursach an dem Verlust von Armentieres,qAa Landr^^" anschlug auf St. Omer, und auf den

eingenommen hatten , und bald her-

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recres,

en»u,H' welches die Spanier belagert hatten..,>> h. bch Gagj„"ch.beyde von einander abgesondert, und dad^Djxn.,, a*> alsobald Meister von Is Bassee , und Ran-d »jh^ch denGaßion belagerte hierauf Lens, wurde«i^Mte Ansatz der Spanier davon weggetrieben. ErMzAa; ab-E ^auf wieder mit Rantzau, um Zpern weg-Mtepachtev,e continuirliche Uneinigkeit dieser beyden Ge-

^Oln« ^ . irrn

^ unternehmen fruchtlos. Gaßion, um diese

tödW-belagerte hierauf wiederum Lens, wurdess°>b>dagehxx wch bleßirt, und nach Arras gebracht, woselbstMüS ihns«wden 2. octobr. an. 1647. den geist aufgab.Ai» !lleichx„ wruhnien, daß er an Hertz und tapferkeit we-^g»na" ^A^t. Er war vigilant, und unaufhör-bn'.Üeß er a^k ° ^ am gefährlichsten und desperatestenAkty dd gxyff'w am liebsten gebrauchen. Aber zum rath-bAex Auter "achdencken war er nicht geschickt. Dan->ederr/i??haten viel temerität mit unterqelauffen,«Aey "Aere von"?^^ gluck favorisiret hat. Um deswillenIdss^gängev lhm geurtheilet , daß er zwar ein guterA aber „i !? Leld unter den Croaten oder HusarenKia Würde ak'A^ehr einen rechtschaffenen Capitain"üwr."dgegeben haben; und der Hertzog von En-Theil.

guien nennte ihn nist un ÄvuM Laporsl, einen unbesonnenenCorporal. Darneben war er aus der Massen opiniatre in sei-nen meynungen, und ließ sich oft von den allerklügstcn Capi«tains und Ministern nicht eines andern bereden. Seine svldarten liebten ihn wie einen vatter, theils weil er alle fatiguen mitihnen theilte, theils weil er ihnen jederzeit gute quartiere ver-schaffte , und sie meistens auf discretion leben ließ. In derjugend hatte er ziemlich studiret , und nach der zeit ausserder Lateinischen die Teutsche spräche erlernt. In fortificativnenwar er besser als mancher Ingenieur. Gleichwie er aber vonnatur zum kriege gleichsam gebohren war, also hatte er einenabscheu vor dem weibs - volck r und vor dem Hof-leben. Einschönes pferd war ihm lieber als die allerschönste Dame, undman konnte ihn niemals bereden, sich zu verheurathen. Erhatte auch allezeit mehr vergnügen in seinen Winter - quartieren,als bey Hofe, und kam niemals dahin, wenn er nicht erpresseberuffen worden. Seine allzu grosse freyheit im reden, und sei-ne Unwissenheit zu flattiren machten ihn nicht nur ungeschicktzu einem Hof-mann, sondern brachten ihn auf die letzt indas gröste unglück. Er verdarb es mit den vornehmsten Mini-stern und Generalen, auch mit denen, die ihm zu seiner erhöshung geholffen, als dem Hertzog Bernhard von Weimar, demHertzog von Enguien und andern. Er warf sich mit alle«Marschallen ab, die neben ihm commandieren. Der Cardi-nal Mazarin war ihm anfänglich gewogen, aber durch seineeigene schuld machte er sich denselben zum ärgsten feind. DerGraf von Paluau wollte ihm einmal die charge eines Nsstre äsder cav-llerie legere abkauffen, und weil er nicht ge-nug baares geld hatte, bot er ihm jemand zur caution an.Als Gaßion nicht damit zufrieden war , sagte der CardinalMazarin, der dabey stunde: Ich will selbst bürge seyn.Ader, Gaßion antwortete ohne dedencken: So soll ich michbetrügen lassen ? denn wer eine mächtigere caution an-bietet , als der Lreäiwr ist, hat keine rechte luft zu be-zahlen ; ich muß einen bürgen haben, den ich zwingenran, wann er nicht bezahlet. Er war auch so unbedacht,daß er oftmals in gegcnwart des Mazarin die grossen qualitä-ten des Richelieu erhöbe, welches jenen nicht wenig verdroß.Ja, er nennte ihn einen äffen des Richelieu, der aber nur dierothe färbe mit demselben gemein habe. Als einsmals eine or-dre von Hof kam, die ihm nicht anstünde, sagte er: Diß könn-te von niemand anders herkommen , als von einem un-wissenden Pfaffen, oder von einem Italiänischen coyon.Weiler steh nundengantzen Hof,und alle Generals zu feindengemacht, konnte ihm sein ungluck nicht fehlen. Dann seinefeinde brachten ihn in den verdacht, als wann er mit den Hol-ländern in tractaten stünde, um ihnen Courtray zu liefern, unddaß er mit der gantzen armes untreu werden wollte. Der Car-dinal war deswegen zweymal willens ihn arrestiren zu lassen;verschob es aber noch auf eine kleine zeit, bis er mehr erläute-rung von der fache würde bekommen haben. Ob er nun wolhierum unschuldig befunden wurde, war der Hof doch willensihn abzusetzen, und wenn er nicht dazwischen gestorben wäre,hätte er seinem Unglück nicht entgehen können; wie dann derCommendant zu Arras, wohin er sich nach seiner letzten blessurbegeben, bereits ordre bekommen, ihn zu arrestiren. O«

elog. äu lVlLreLksl äs Osllion , impr. Ü?3N8 an. 1654.blüoirs äu Rarecbal äe 6 allion. Nercurio äs tempi cor»renti tom. X. lnstoirs äs snui 8 XIII. kistoir.

genest, äe la Mai ton äe krancs rom. I.

* Gast , (Abraham ) war zu Schwibus in Schlesien ge-bohren , und studirte zu Gvrlitz unter Mylio, einem in der Lau-sitzischen Historie sehr erfahrnen mann. Er setzte seine studimferner zu Franckfurt fort, da er in der Jurisprudentz, Orato-rie, Poesie und Music treflich zugenommen.. Er wurde dahernach Guben zum 8 vnäico und Eellore der Königlichen Ländes-Regierung in der Nieder-Lausitz beruffen. Er hat Lnnatwni6 oerlieentium brsvem Oeäuüionem zu Erfurt 1 < 86 . in Versen

Heraus gegeben , die mehrentheils aus Maniio genommen sind.Sie stehen auch in Hvfmanni leript. rerum Cul^ie. rom. I.k. II. p. 101. tgg. 8ileliograpt>. p. 547.

* Gasten, d, ( Franciscus) war zu Air in Provence aus ei-ner angesehenen familie gebohren, und begab sich in dem 14.jähre seines alters in die Cvngregation des Oratorii, die er abernach fünf jähren wieder verließ, als er in derselben sowol diePhilosophie als Theologie gehöret hatte. Indessen wiedmetter sich doch dem geistlichen stände, und legte sich zu Parisinsonderheit aufs predigen , worinnen er auch theils wegen sei-nen guten äusserlichen gaaben, theils aber wegen feines gründ!»

, chen und aufgeweckten vortrags, einen grossen beyfatt .angetrof-fen. Hierauf verfügte er sich an. 1700. wieder in seine vatter-stadt, und weil um diese zeit sein älterer bruder, ein berühmterAdvocat, imt tode abgegangen, studirte er die Rcchtsgelehrsam-keit, und ward, nachdem er mittlerweile eine dljpenjation ausRom erhalten, zu Air unter die Parlements-Advocaten aufge-nommen. Hieselbst nun that er sich m unterschiedenen wichtigenRechtsfachen hervor, wurde ab^-endlich an. 1727. und fodannzum andern mal an. 17z 1. nach Vwrers verwiesen, allwo er auchden 18. mertz an. 17,2. das zeitliche zeichnete. Seine schrif-ten sind: Erne sammluna von semen Predigten über die Epistelan die Römer in zwey banden ; llerenfe äu DilLours äs Är.

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