Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Ä 2 " Leib - Aleäicyrum gefälltes urtheil bekräfftigten den^>cvn^ beygebrachten gifts, weswegen der Cardinali» den, des Königs vornehmster Staats - Minister, sichseines verfügte, ihnCaroli VIII. beständiger gewo-M, b^W'cherte, und ihn wegen beforglicher todes - gefahrA Elchen glauben zu bekehren bemühete. Allein GemesbA "Wort: Er bäte, feinem Alcoran zu folge, den eini-

Ä ' Schöpfer Himmels und der erden, an, und weil er

'M nickx,? "gion ^ leben und zu sterben verlangte, fo bäte er,dw„d /^weiter Hiervon zu fagen. Wiewol einige, doch ohnep kivv^o^geben wollen , er habe noch vor feinem tode die tau-Mlqgle So bald der Cardinal von ihm geschieden war,Nn, >!«) mit sehr nachdrücklichen Worten über des dama-Ky tätlichen Hofs verrätherey , und starb nach zwey oder^»njg §m>, " febr. an. 1495. Nach feinem absterben schickteN der zwey tage hernach, nemlich den 22. febr. fei-Aur<w" einzug zu Neapolis hielt, den Ertz-Bifchoff von

-"i> vvrsat/wen Albaneser von geburt, in Griechenland, mitselbige nation wider Yen Groß-Sultan aufzuwie-M Weil ihm fein glück in dem eroberten Königreiche^e a«U,,den rücken kehrte, fo wurden alle seine weit anssc-My,i»Mäge zu wasser. Hierauf wurde des GemeS cörper' ?"d auf beseht des Königs von Terracina nach^^acht, allwo er ihn in dem arsenal bewachen ließ.!Mz^"<wer der vertriebene Ferdinand von Aragonien, demN>vl^° " Franckreich durch seine retirade platz machte, da-' A dw anlangte, foüberschickte er dem Sultan Baja-Aes^wwelten Gemes mit allen feinen bedienten, welche ere» s-lein, "^gnadigte; fo erfreuet war er über die angenehmeWchx wng; weswegen er auch dem geschleckte Borgia den ver-wes qg.,, whn ehrlich entrichten ließ , wo man je in belohnungss'--,, bubenstücks einige ehrlichkeit beweisen kan. M«-"1. II. ^cr. p. iLv^. /.ennc/sv/r LN. ^urc:. 3ä3N.ennssä. X. lib. VIII. p. 517-in Lsjsreriie. äe L-elsr. in Lsjsr. II.

" iib. I. kaco/tt, diiior. cle Lemes. Zie»

^ 27 ?d-rzeit, 9 . ' 7 '-

^tzvglh^lk, ein Cistercienfer-k

- - ein Cistercienfer-kloster in Schlesien, fo in dem) vrt an w Oppeln, die Landes - Fürsten von diesem nahmenIiOem.m ^o. fundiret haben.

^stzLu>„.^"us, ein Priester aus Antiochien, hat in demc! ? Skfchni!!!"er Kayfer Alexandro gelebt, und versthiedene sa-"wen. Hieronymus setzt ihn unter die ssripwiss ee-Tx». ' und Baronius gedencket f'

!^>?"Nus, aus der inful Rhodis

und Baronius gedencket feiner sä sn. 219.>caz""fus , aus der inful Rhodis, ein berühmter IVlsrhs-^zu Ciceronis , nicht aber zu Theodosii Seuioris

Er hat verschiedenes geschrie-und Geometrie.

.c' in der Witze davor halten,b tg^iirvlogre, 8 xbMLs

Nsrn. äst. lllirol. p'erar'Mi, not. sä 6emin.

Wm. Mark.

Me„tz.Ws, (Victor) ein Africaner aus dem III. Lsulo,^ Wwem tode von dem heiligen Cypriano in den bannbAt, ^ einen Priester zum Vormunde seiner kinder ge-. - W chn dadurch in die weltlichen gefchäffte verwickelt

c Gew' ep. 66.

.en b . Mln„« xj„ Römisches gefchlecht, aus welchem unter

Nyiti.,, ' cm momuches geicyiccyr, ausweieyem unccr" vtele vortrefliche männer entsprossen sind. L. Ru-Uch ZrVwuü und C. Fusius Geminus waren unter Tiberio. ^ iih v^^weister zu Rom, in dem jähr Christi 29.

j^us Livius, ein Römischer Rathsherr; er war,sen^n ^u schmeicheln, weich genug, daß er eydlich undihr-^ey W.^"ungen wider sich und feine familie in dem of«W ivde bezeugte, daß er die Prmtzeßin Drusilla nachsMi ^ Aschen habe, gen Himmel fahren , welches im jährSen 6er l',«k er 4i. soll geschehen seyn. Sie war Caliguladx^.litN d?« ^'kesse, und Geminus erdachte obgemeldte lu-Vaystrs widerrechtliche liebe nach ihrem tode beyerWser f,,'Wirrenden volck gut zu machen. Seneca ziehetskldWvr^W wegen durch, ob er ihn schon nicht nennte, da* ^OudliA tz.ber die Lporsseolm oder Vergötterung des Kay-,' Bem ^schrieben.

vicennius, ein Bürgermeister, welcher un-iin .V, Dompejo Paulino sudrogirt wurde; sie fiengeni>erW, an. Zu Galbä Zeiten war Geminus noch lnmachte ihn zum krXkeüo Xomse. vderGou-< Wit u ,.°A stadt Rom in militar-fachen, an. 69. Er warreugen, da Galba Pifonem adopttrt hat.»>>hAnli«.. bik. lik. I.

Ai»Wicet!n«' VirdiuS) wurde von dem Kayfer VitellioI «nen freygelassenen des Königs Polemon ge-

des Ponti unru-

r-E, iitt w Asia unter den einwohnern ibtkl,...' die fcvur Trapezunt eingenommen, und die frechhettV ^ "(nie, so dasige küsten bewahren sollten, zu ver-

la!a<i V j- 1 " v»!lge ruuen oewayren Ivuceii, zu vcr-M W vlünAtz "6 das veste land und in die Mittelländische feeN> ,A>ahr und beute zu machen. Geminus aber fiel2 * Wehr es, auf den hals, und schlug ihn, .so daß erjAkje» k,'„Mwu konnte, sondern bey dem Könige der»ln-tzber bH"^^' und sich zu ihm flüchten muste, wel-^ergeb-, kWufum geld verriethe, und der RömischenListo^e» hat. lib. m! c. 47. L 48 -

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gem 709

* Geminus , (Antonms) ein söhn des Kaysers MarciAurelti, und ein zwilling und mit-bruder des Kaysers Commo,di, kam aufdie weit im jähr Christi i6i. und brachte darauf nurvier jähr zu, obschon die thörichten Wahrsager und zeichen-deu-ter ihm eine gleiche lebens-zeit mit seinem bruder CommodomndCommodo eine gleich daurende zeit mit diesem vorher gesagthatten. , lik. I.

.Gemisthus, (Georgius) mit dem zunahmen Plethon, ge.hurtig von Constantinopel, ein Platonischer kkiiosopkus undNstdemsücus, war an dem Florentifchen Hofe in grossem an-sehen. Er wohnte dem Loncilio zu Florentz unter Cugenio IV.an. 1448. bey, und brachte sich durch seinen verstand und guteconduite in ansehe». Er schrieb einen tractat von dem unter,schied zwischen Aristotelis und Platonis lehre, worinn er demletzter» vor dem erster» einen sehr grossen vorzug zuschreibenwollte. Weil nun das ansehen Aristotelis selbiger zeit fehr großwar, verursachte diese schrift ein ««gemeines aufsehen. Dreyberühmte Griechen, Georgius Scholarius, (so hernach unterdem nahmen Gennadij Patriarch zu Constantinopel worden)Theodorus von Gaza und Georgius Vrspe^uminug, griffen Plesthonem hierüber auf das heftigste an, der ihnen aber ebenfallsnicht viel schuldig blieb, wie dann auch Bessarton dessen lehr«jünger, als er sich die streitende zu vergleichen bemühete, end»lich mit angeflochten wurde; und was das allerschlimmste war,so warf man, Bessarion allein ausgenommen, von allen fei-ten mit groben und harten schelt - Worten um sich, ohne diefach gründlich und vernünftig zu untersuchen. Sonsten schriebauch Plethon einen Lommc-Msrium über Zoroastris Magie,und andere dücher mehr, worunter vornemlich likri II. äs 6e-üis klruecorum pol! puZnsm sä NIsntinesm. Wie sich Plethondurch alle diese dücher grossen rühm erworben , fo verschätzteer denselben letztlich auf einmal durch eine schrift, worinnen erdie lehren des Platonis von der religion, so in dessen werckenzerstreuet zu finden, gleichsam in ein 8Kems zusammen faste-te, und nicht undeutlich zu billichen und zu loben schiene.Er hielte solches zwar zurück, so lang er lebte, hauptsächlichaus forcht vor Gennadio , der indessen Constantinopolitani-scher Patriarch worden war. Aber es ward nicht so bald nachPlethonis tode, welcher erst bey einem hohen aller in dem Pe-loponneso erfolget , durch Demetrium Paläologum an daslicht gegeben , da Gennadius mit seinen bann-strahlen darauflos schoß, und das buch als höchst ärgerlich zu dem feuer ver»dämmte, ohne daß jemand von des suNori« freunden darüberdas geringste mißfallen bezeugen börste. Das buch selbst istnicht mehr vorhanden, allein, so man nach dessen auszügen,welche sich in einem brief des oftgemeldten Gennadij an Johan-nen: Erarchum finden, davon urtheilen darf, wie sie dann inder that nicht leichtlich falsch seyn können, so hat also freylichdieser thörichte eiferer und liebhaber Platonis die Christlichereligion in ein völliges Heydenthum verwandeln, die Vielheitder götter, so doch unter einem obersten gott rräx oder Jupi-ter stunden, einführen, allen gestirnen seelen zuschreiben, unddergleichen absurditälen mehr approbiren wollen. me-

moire8 äs I'ücsä. äe8 bells8 Iettre8. äs Hist. Orseo.

lib. II. c. zc>. L äe leÄis Liiilost L. 16. §. 6. äistribs äs

6eorg. p. 28;. *

Gemma, (Reinerus) krilms genannt, weil er von Doc.cum aus Frießland gebürtig, war Lrokellor lVIeäici.nse zu Löven,und excellrrte dabey in Mstbeli. Er wurde zum öftern an denHofdes Kaysers Caroli V. begehret, weil er aber die ruhe lieb-te , schlug er es ab. Er starb an. 1555. am steine im 47. jährefeines alters, und ward bey den Dominicanern begraben.

Ilb. XVI. p. 541 . elog. Lelg.

in vitis IVisä. äs tciont. iVlstk. iVleä.

äe ssript. kris. Ok//e/r«^ bibl. Lelg. ckron. Nstk.

Gemma, (Cornelius) des obbemeldten Reinen einzigersöhn, war an. i?;?. zu Löven gebohren, wurde Professor ssle.äicinT daselbst, und starb den I2.oct. an. i; 79 . an der Pest.Er hat verschiedene fachen geschrieben, zumal von dem neuenstcrne, welcher an. 1572. in der Caßiopea erschien, weshalbenihn auch der Hertzog von Alba zu sich nach Nimwegen kommenließ ; ferner äs Xsturne Oivinis Ldsrsclerismis ; äs strte L^slo-xnnmics und Mrolsbiurn. üb. LIV.

dibl. Lelg. ^i^«-»^vit. Aleäis. ,i^ vit.ÄIeä.

Gemmi , ist ein hoher berg in Wallis, darüber man anSem Frutinger-thal auf Leuck und in das Leuckinger-bad gehet.:r ist mühsam zu besteigen, und sonderlich auf der Walliser-sei-:sehr gäh, so daß er durch viel krumme, schmale, hier undar in die felsen eingehauene, mit zwerch-balcken als mit brück-st« belegte und auch.hin und her mit mauerwerck unterfahrne>eqe, geraden Wegs in die höhe führet. Wer dem sthwmdelnterwörffen ist, darf solches steigen fo leichtlich nicht wage«,mdern laßt sich in einem sessel durch sonderbar darzu beste ltcränner hinüber tragen. Er soll übe» geometrische schu-e hoch seyn; zu oberst darauf ist der D^uben-fee, neben wel-:em der weg hin gehet. ^L^.Kla.nst. lisiv.p.z8. I-Iac.Zcheuchzers B.R.wm.lil.p-ny'/^E/ex.äs älpibus 9.121*Gemmingen , eine uratteadeliche und nunmehro zumtheilirevherrliche familie an dem Rhein, in Francken, und inSchwaben , welche ihren Ursprung aus der Römischen familieer üemmiorum herleitet. Abttyda eigentlich in dem alten