Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
715
JPEG-Download
 

g e n

getragen werden sollten, und weil sie ver-^»kde , hierdurch viel krancke waren geheilet worden, soZeiche ^ ^ an die kirche äs diörre-O->msetne andere erbauet,Jllyy 6 enevieve äe 8 ^räens genennet wurde. Papstllifox^Uus II. nachdem er von allem, was geschehen , wohlA sxff ^ war, befahl, daß man alle jähr den rü. nov. selbi-jeil,?/^ren sollte. Indessen werden ihre reliquien noch alle-iievj^ 'vrer Estern und ältern kirche und Abtey von St. Ge-le» ho« ^ ^ont verwahret. Die klste stehet auf4. grossen säu-.iaspis, und wird durch 4. Cherubinen unterstützet,irq., ^ K Ferts Milon, Abt von St. Genevieve, ließ an.

Me machen, welche man ietzo siehet; sie ist von ver-darzu, , anstatt, daß die alte nur weiß war, und es sind

^in halb marck silber, auch 8 . und ein halbM gold gekommen. Der Cardinal äs 1 ^ Rochefoucauld,, ließ selbige mit einer grossen anzahl perlen undi» der/-, ° " besetzen, welche die Königin Maria von Medicis da->A, hatte. Wenn selbige in gemeinen nöthen soll her-hels«//lgen werden, wie noch heut zu tage mehrmals geschic-kt» es nicht änderst , als auf beseht des Königs und durchßheh/"" des Parlements mit sehr prächtigen ceremonien ge-Olles b 'ük, dieses kan allhier nicht vergessen werden , daß zwarSe» hj/M erzehlte aus den geschichten und lebens-beschreibun-diei di/, Heiligen hergenommen sey, gleichwol aber sich garMhhMter finde, woran theils viel gelehrte, auch selbst derElchen religwn zugethane Franzosen längst gezweifelt ha-Ae» auch aus sehr wichtigen, sowol critisch - als histori-«khuu/llwm kan disputiret werden; worvon noch seit kurtzemf? Wallin , der söhn , 1 K. Dr. und tteclor xrimarius desMjfss , ?u Hernösand in Schweden in einer sehr gelehrten

gehandelt hat. äe

st'q,.,, la csbinLt äs 1a bibl. äs 8 . Lenevieve.

* A" ' ^ Oenovsfa. *

bNevois-Llaigny, ein Französisches geschlecht in Cham-5 >c»n'o Mengm 1 e Genevois diente unter der letb-compagnieMda Albret, Herrn von Orval, und zeugte mit Bern-M tz'j ssrau von Blaigny, Wilhelmum Is Genevois, HerrnA dvu Mh, welcher an. i;oo. die stelle eines Commendan-^^td ^HEoß zu Bar-lur-Aube erhielt, und von Johanna" von Couvignon, zwey söhne nach sich ließ:"ikdda,,hungere, Renatus Is Genevois, war an. 1412. Com-L ltden ^ dem schlösse zu la Motte, und starb an. 1524. oh-, lllun,!' Der ältere, Petrus Is Genevois, Baron vonM cv v' H^r von Couvignon, Boussancourt, Curville, ThyMjch.!."^court, war ttisencisru8 .juns. und an. 1512. Kö-

^ Anevois II. Baron von Blaigny , Herr von Boussan-^Mg^^ttter des Königlichen ordens, hinterließ von Francisca

fMglissf

g)js/üier wittwe Petri von Saulx, Leonardum Is Gene-/ . < Baron von Blaigny, welcher Capitain

von der

°»

tilg

lth/'sserey gewesen, und an. 16; 1. gestorben, nachdem erh^wlte von Wie 2 ^

var/.^wen ihrer vie

dÄbt

Bl

Iv

2. töchter und 6. söhne gezcuget.vier in kriegs-diensten um , Dvmini-. zu Balleroy, und Carolus Is Genevois, Mar-? / Oberster von der cavallerie, hinterließ von

^ tu s?"vria äs Cazillac 2. töchter, davon Johanna Char-Nioin°t^°^ville in ein kloster gegangen, Maria Charlottet« ^,e>/, ^ an. 1684. mit Francisco Volsin, Herrn von°>u. , vcrheurathet worden. , IM. Zsnsal.

.

(derberg listeinesvonden Alp-gebnrgen

'i»'.

leu a ^ verg t m e»nev vvn ven A>p-gcvnrgcn, wo"nie durchgang aus Franckreich in Italien ist; er liegt-l auk s,"bhins, eine Französische weile von der stabt Brian-straffe nach Sufa und Pignerol. , vis-

da^5/ech, ist M fte in dem gelobten lande, so insge-sf hat ,^^a>ilaische meer oder der see Tabari genennet wird.in von norden gegen süden zu in der lange, 7.

bceile von osten gegen Westen. Die kleine stadt Tt-Genezareth genennet, liegt gegen westen. DerN hind,,/^ nahe bey Capernaum hinein, gehet durch selbi-i/M. und kommt endlich bey Bethfarda wiederumkA es a^ 5 " sagt aber, es sey das Wasser des sees so kalt,rch die allerstärckste sonnen - strahlen nicht er-,g,/?ve. Das bey dem Evangelisten Matthao soge-s/M es /„^ch^areth hat eine temperirte luft, dannenhero>>äu sklbfi,//Mand arten von früchten Herfür. Die nüsse,ls?, f.j^achlen, sind sehr schon. Es giebt auch viel palm-' und oliven , so eine gemäßigte luft haben wol-

U/^ereVE/uz- 6sneve, lat. Leneva, war vor diesem eineHiu/btien geschafft, deren Grafen von dem IX. Lculo anM^us .Man hält dafür, daß der erste, den man weiß,dir , weicher an. 88«. gelcdet, und von der Rr-

g!//' batte, der an. 9; 1. qeledet. Er hinterließ von^uradum, Robert-i vatter, der Albmum und Cvn-

gen 715

radum hinterließ. Albertus, Graf von Genf, starb vor an.iooi. Er hatte von der Hildegarde, so stiflerin der kirche zuVersoi war, Renaldum, Grafen von Genf an. ,004. und Airmonem I. der an. 1016. lchte. Dessen ,ohn war Gerardus oderGeroldus 1. welcher an. io;4> von Conraoo 8Lliso uverwun-den worden. Er hinterließ von seiner gemahnn Gljua, Ge-raldum II. Grafen von Genf, welcher an. ic>8o. lebte, m.d nebstandern söhnen Aimonem II. hatte, welcher tue Abiey Beau-mont in dem ländlem Vaud an. n;4-stntcie. Sein wyn,Amadeus I. lchte um das jähr 1157. Er führte um dem Her-tzoge von Zähringen krieg, welcher durch St. Bernhardum oey-gelegt wurde. Sein söhn, Wilhelmus I. Graf von Genf undvon Vaud , war stsster der Carthaus zu Pomimers in Gene-vois , und hatte von semer gemahlm Beatrice, stiflerin des St.Catharinen-klosters unterhalb Annecy, Humdertum, welcherfolgte, Wllhsimum, Aimonem, Blfchoss von Morienne, Pe-trum und Bealncem , Thomä 1 . Grafen von Savoyen, erstegemahlin. Humbertus, Graf von Genf^ hatte von semer ge-mahlin Agnes, Graf Amadei III. von Savoyen töchter, denEval, welcher an. 1259. m Engeliand starb. Es folgte alsoHumberw lein bruder Wilhelmus il. welcher nebst andern kin-dern Rudolphum htnterließ, der bis an. e2v;. gelevel. Er hat-te von ferner gemahlin, Maria von Cougni, Amwmm II.Amadeum II. Güldenem, bMonicum zu Scnlis, und nach-mals Abt von St. Seine. Sein Nachfolger, Aimvn II. starbum das iahe ,290. und weil er kerne männliche erden hinterließ,folgte ihm sein bruder Amadeus II. welcher den 21. may an.i;o8. verstarb, und von seiner gemahlin, Agnes von Chalöns,Wilhelmum III. Hugonem und Amgtum, Blschoffvon Toul,htnterließ. Wilhelmus III. Graf von Genf, war des Dau-phins Guidonis Vormund , und lebte noch an. i;2v. Seinesöhne waren Amadeus III. der ihm folgete, und Petrus, derstamm-.vatter der Marquisen von Lullins. Amadeuö II!. Grafvon Genf, stund bey dem Kayfer Carolo IV. in grossen gnaden,welcher ihn auch zum Reichs-Fürsten machte. Sein söhn Ai-mon III. Graf von Gens, starb um das >ahr i z66. ohne erben.Amadeus IV. starb an. i;68. zu Paris. Johannes, Grafvon Genf, starb unverehlichl an. 1 ;7c>. Robertus nahm nachfeiner brüder tode den tttul eines Grafen von Genf an. Huin-bertus von Vlllars folgte ihm, und weil er an. 1400. ohne An-der verstarb, hinterließ er Odonem von Villars znm erben.Dieser trat vermittelst eines besondern tractats, welcher den ;.aug. an. 1401. zu Paris geschlossen ward, diese GrafscyasstAmadeo VIII. von Savoyen ab , dessen nachkommende das mei-ste von dem zu dieser Graffchassr gehörigen lande Genevors au-noch besitzen. , bist. äs 8iiV0)-s.

Genf oder Leneve, ist eine stadt der alten Allobrvger, anden Savoyischen grentzen und der Rhone gelegen, an dem en-de des I.scu8 1 .emLm, der Genfer-see genannt. Von selbigerwird die gantze provintzIs Genevois genannt, weiche jetzigerzeit dem Hertzoge von Savoyen zustehet. Sie hat das landChablais und Fauctgni gegen morgen, die Rhone gegen abendund theils gegen Mitternacht , das eigentliche Savoyen abergegen mittag, rc. Die stadt Genf macht eme Repudlick aus,und war sonsten ein Bischöfflicher sitz unter den Ertz-Bsschoffvon Vienne gehörig, jetzund aber hat er seine residentz zu A»,necy. Es ist eine sehr artige stadt, wohl bevestiget, und west-lich gelegen. Sie liegt theils auf einem kleinen Hügel, undtheils auf einer ebene, welche den see gegen Mitternacht hat. DieRhone, so aus demselben kommt, fliestet für die stadt gegenabend, oder vielmehr nord-west vorbey, und scheidet selbigevon St. Gervais, welches die kleinere stadt ausmachet. Amende der stadt nimmt die Rhone den floß Arve zu sich, welchesselbiger auf der nuttags-seite zur bevestigunq dienet. Die Ar-che zu St. Peter ist die Haupt-Arche, und stehet auf einem Hü-gel , an dem ort, wo zu der Römer zeiten des Apollo temvelgestanden; sie ward vom Burgundifchen Könige Gunrram an.;84. angefangen, hernach vom Kayfer Otto III. fortgeführt,und vom Kayfer Conrad II. an. 102;. vollendet. Es ist darin-nen das grabmahl Henrici II. von Rohan zu sehen, welcheran den in einer schlacht bey Rheinfelden empfangenen wundenstarb, und des Herrn ä'Aubigns, des'groß-vatters der be-kannten Madame äs Maintenon. Man findet darinnen unter-schiedene schöne platze, ein lrefliches stadt-haus, mit einer be-sondern treppe, so daß man mit einer kutsche bis zu oberst un-ter das dach fahren kan ; ein sehr jchones zeug-haus, grosse spa-kier-gänge, und saubere gaffen, sonderlich längst dem fee.Diejenige, so sie les russ Halses nennen, macht gleichsam ;.besondere gaffen aus, denn in der mitten reutet und fähret manzwischen den bvntiquen, welche von beyden feiten bis an dieHäuser neue gaffen ausmachen, da man denn unter grossendachen,, so mit Pfeilern unterstützet sind, vor stürm und regensicher gehen kan. Das neue Hospital ist sonderlich sehens-wurdig.Es ist eine vornehme handcls-stadt, der boden auch daherumsehr fruchtbar an wein. Carolus IV. hat an. i zsg. eine Aca«demie daselbst gestiftet, welche nicht allem mtt guten ?rc>keIIorl-bu8 versehen , sondern auch wegen dererercttten von dem Pro,tcstantifchen Adel fleißig besuchet nurd. Sie rst sehr M, u„d zxu-gen verschiedene alte inscnpcions-;, die man annoch findet, daßsie zu der Römer zeiten schon sehr consiberable gewesen. Damalsgehörte sie zu der Romijchen provmtz Lalliz diAi-boneM , unddiente selbiger zu einer Vormauer wider die Schweitzer , wie

Oo»4 denn