Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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g e n

psieng dieses ordens-zetchen am ersten von Gualtero, Ertz-Bi-schoffe von Sens, den abend vor der Königin crönung. DieRitter trugen ein weisses Habit mit einem rothen barret. Aus-ser diesem Ritter-orden erwehlte auch König Ludwig 100.Edelleuthe zu seiner leib - garde, welche einen langen wapen-rock trugen nebst einem weißen trabanten-rock mit silber besetzt/worauf vornen und hinten eine solche staube gestickt war/ überwelcher eine Hand aus den wolcken eine crone hielt / mit dieserHetzschrift: üeus exalest tiumiles. Wiewol andere behauptenwollen / es sey dieses nur eine stiftung vor die Königlichen wa-pen-trager / nicht aber ein Ritter - orden gewesen / und zwar /daß solches von Carolo VI. seinen Ursprung habe. 6«/. ,ie, in vita ttuä. IX. Äs 8. , oriß. Lur-

xuncl. f. 152. /ÄE, tttestr. ä'ttonueur äs Lttsvslerie., äs orä. fgueü. x>. 89 - Ritter-vrdeil/ x>. 164.

ttili. äe8 orclres nill. Kr/i. tte, *

* Genesti, (Johannes) ein Cölestiner-Mönch/ gebürtig von!s Chaise-Dieu in Auvergne, trat in seiner jugend in die Gesell-schafft der Jesuiten / und lehrte darinnen viele jähre beydesdie Philosophie und Theologie / verließ aber nach der Hand ausunbekannten Ursachen diese Societät/ und-begab sich zu Lyon

- an. 164;. in den orden der Cölestiner/ worauf er Superior zuMante / und endlich auch zu Verdelai Prior wurde / an wel-chem letzten ort er an. iS;r. mit tobe abgieng. Von seinenschriften / deren er verschiedene in manuscript hinterlassen / istnichts gedruckt/ als seine kiolulio TtteoloZicsäsGlorie ss L.xro kexrob-etis Lc. Lss^r/se, ttittor. Longreg. Lcslell. Oallic.

* Genet , (Franciscus) ward zu Avignon den 18. octobr.an. 1640. gebohren/ allwo sein vatter Antonius Genet ss v. 0 .war. Nachdem er seine erstem studien gemacht hatte/ legteer stch mit solchem eifer auf die kkilolopttism und TtteologiLm,Tkomillicam, daß Dominicus äs Marinis/ damaliger Ertz-Bl-schoff zu Avignon / ihn erstlich die kttiloloxtti^m, hernach auchdie Tkeologiam bey dasiger Universität zu lehren ernennete/bey welchem anlas dann Genet den grsäum voeions itteolo-xi« annahm / und hernach auch an. 1670. stch zum voÄorsNtriu8gue 5 uris machen ließ. Er hat hernach jähr lang diesitten-Iehre in dem 8emim,rio zu Alp gelehret / da dann der Car-dinal Grimaldi / damaliger Ertz-Bischoff allda / ihn zu sich inseinen pallast nahm. Nachdem er von Papst Jnnocentio XI.zum Theologalen zu Avignon ernennet worden / hat eben die-ser Papst ihn an. 168^. zum Bißthum von Vaison erhoben.Er hat seinen eifer durch die verböte des tantzens / spielens rc.sehr an den tag gelegt/ und ohnerachtet des grossen Wider-spruchs / mit diesen seinen Verordnungen vermittelst Päpstli-cher beyhülffe durchgedrungen. Die Pfarreyen seines Bißthumshat er fleißigst besuchet / und öfters verschiedene mal in einemtag gepredigt. Den 29. sept. an. 1688. ward er wegen aufneh-mung der sogenannten kille« äs 1'LnKmce, zu gefänglicher hasstund auf die insul Re gebracht / allwo er i;. monat gesessen hat.Nachdem dieses ungewitter sich wiedrum gelegt hatte / trat erseine Bifchösslichen Verrichtungen wiedrum an / und trieb siemit dem vorigen eifer. Als er einsten in seinen geschäfften vonAvignon nach Vaison zurück kehrete/ ersoff erden 17. octobr.an. 1702. in einem kleinen Wasser bey Sarians in der Graf-schafft Avignon/ ohngeachtet aller mühe / die man sich gab / umihn zu retten. Er hatte just an diesem tage sein 62. jähr erfül-let. Man hat von ihm das bekannte werck: ItteoloML Kom-is , ou ssefolution äes Lss äs LonlcienLe felon fLsriture,je« Lanons >L Ie8 8airit8 Lere«, comxofes par oräre äs I'Lve-aue äs Orenodle, Paris in 12. VIII. volume8. We-sm«.

*OenetaV, ein lust-schloß bey Rouen / in welchem das alldabefindliche echo sonderlich merckwurdig und berühmt ist. Vi-gneul-Marville hat es weitläuftig beschrieben in dem ersten theilseiner Kelange« ä'Uiüoire« L äs ttiterLturs, und sagt endlich/daß der k. Quesnet die ursach dieses so verwunderlichen wieder-halls / der halb-runden figur des Hafens / in welchem es gehöretwird / zuschreibe / und solches Mometrice erwiesen habe.

, ein alter Ritter-orden in Franckreich / wel-chen Carolus Martellus um das jähr 726. gestiftet. Die Ursa-chen werden verschiedentlich angeführet / denn einige führen esvon Caroli gemahlin Johanna her / die nach alter spräche auchJanetta genennet worden ; andere aber von dessen berühmterWacht wider die Saracenen bey Tours, weil er daselbst vielfette von biesem-katzen, (welche auf Französisch Oenens heißem)auch lebendige biesem-katzen gefunden / habe er zum andenckenselbiger Wacht diesen orden gestiftet. Er machte 16. Ritter, de-ren ordens-zetchen waren ;. goldene mit roth-amulirten rostnunterflochtene ketten, an deren ende eine solche goldene, schwartz-und roth-amulirte btestm-katze gehangen , die ein mit Französi-schen litten besetztes Hals-band getragen. Mein neben dem, daßvon keinem alten und glaubwürdigen scribenten dergleichen et-was gemeldet worden , so ist auch wüsten klar genug erwiesen,daß gar kein Ritter-orden vor den zugen m das gelobte land auf-kommen , und also alles falsch und ertlchtet sey, was von al-tern stiftungen derselben gejagt wird. , rttsat. ä'ttonneurL äs Lttevrä. , äs Lquelir. orä. x. 90. ,

p. 29. ktr/i. äs/ orär-ev *

* 6 L^L 1 ")sLI.ir)ss 8 , waren besondere göttinnen der Athe-nienstr, so aber weiter als dem nahmen nach , auch nicht be-kannt sind, ausser daß doch dienicht vor

gen

die besten leuthe, sondern vor lsmiviro« und gs lv»^halten wurden. , I. I. ikigue Xülm.

den diese göttinnen oft mit der Venus zugleich nsslV>-'' ^ ^verehrt. Man meynk, baß sie den nahmen von zE ^ jhnbahren haben, als dabey sie, nach der Heyden lE" 6eo-

krafft zu erweisen pflegten. Bey den Phocensern

imiäe« verehret, welche mit diesen einerley seyn ss"-/ei»elWelches auch aus Pausaniä Worten zu erhellen A-er spricht, die Kennsiäe«, so bey den Phocenstrn / ^Nischen volcke, verehret wurden , wären mit denjemv^ ^,Mneu, die in Colias, einem Attischen vorgebürge, veiden, (welches bey den OenetMiäibi^ zutrift) eine» »or^'Auf diese art findet man auch vso« Oemmlss. ,

III. ;8.

6ML VL. siehe Genf.

St. Genevieva, oder Genovefa, warzuBouegterre, z. weilen von Paris gelegen, um das iayr 5 Me, Vren, unter dem Kayser Hönorto und Theodosio lwelche zeit der ansang der regierung Pharamnndt,. AeE"nigs von Franckreich gesetzet wird. Ihr vatter tM »und ihre Mutter Gerontia. St. Germanus, N

xerre, und St. Lupus, Bischofs von Troyes, als v. ^ ^gelland giengen, um daselbst die Pelagianer zu danwan. 429. durch selbige stadt, allwo St. Germania . ^er die sonderbaren gaaben dieser jungen Person erca>mahnte, sich GOtt gäntzlich zu wiedmen, gab ihe a"^,kupfer, worein die figur des creutzes gegraben, aw Mder alliantz, welche sie mit Christo machte. Naehderide Prälaten von dar weggegangen waren, ließ nniavieva meistens in der kirche finden, welches aber w w .nicht zum besten gefiel, als welche ihr einsmals ^ohrfeige gab, daß sie zu Hause bleiben sollte, davorblindheit gestraft wurde, bis ihr die tochter selbst 21-a' Enach das gesichte wiedergab, indem sie ihr die aiM''nen-wasser auswusch. Es war damals noch kein ^zu Paris, welches von dem Papst zu Rom deps^ thu»wannenhero diejenigen, die das vowm virgimwu« ^ sie ''.,ten, sich allein bey dem Bischoff anmeldeten,gewissen ceremonien einkleidete. Dieses that auw ^.icher ^va, und stellete sich dem damaligen BischofZs 'hMarcellus gewesen seyn soll, dar, kehrte aber 'äter"terre wieder zurück, von dar sie nach dem tobe ihrer

Paris gieng, allwo sie sich bey einer Dame, so Mwar, aufhielt. Ob sie nun gleich daselbst einen E hc>'sührte, so funden sich doch viel, die sie vor eine heE^r 6 .wollten, auch solches bey St. Germano, als er zog/ Anach seiner ersten reise zum andern mal durch v« Mnach Engelland zu gehen, anbrachten. Dieser avo chre r r,daß man es ihr nur fälschlich nachsagte, wodurch de''tation nur vermehret wurde. Als Attila, der HU"' xjemit Looooc,. mann in Franckreich einbrach, wswrihre stadt verlassen, und, wie die geschichte dieser 4 /^,den, in Italien fliehen; allein Genevieva versm)/ ^nv e^j»den in ihren Häusern sicher seyn, wie auch gemM/,.',peraus Champagne nach Orleans, gieng von dar w» , ^,Champagne, ohne daß er nach Paris gekommf» ^ Mo> ^wurde endlich durch eine herrliche vtctorie, w/m/ yFcnFrancken und Gothen, die stch zusammen gestö^wigei.,,^,^der ihn an. 4?-. erhielten, zurück zu weichen ge»w^ xr» ^oder 6 . jähr darnach kam Meroväus, der dritte Kv> ve«reich, vor Paris, machte sich nach einer langen, ^s ger h,rung davon meister, darwider aber Genevieva »on

ste that. . Nach diesem fand sich daselbst grosse setzte -wannenhero sich Genevieva auf der Seine zu vo" „pd

..- gross-' bürge -

stadt zu stadt fuhr, und in kurtzer zelt 12. grolle' Würger 'zusammen brachte, welches ste hernach unter ss-,, Dev^vornemlich unter die armen austheilte, für we ein ^,p,ehörlich brodt backen ließ. Meroväus, ob er g'^ hien'war, erwies ihr, so lang er lebte, grosse ehre, ' Cb ^„he'keine halbegottin. Eben dergleichen that M lv-welcher ihr so leichtlich nichts abschlug- sAer ^ließ ste um das jähr 460. eine kirche über die gu gnd ss ,^e>i isii, St. Rustici und Eleutherii, seiner geW Paris s^bauen, beydem dorfeChasteuil, 2.rneiienvo'^pen -wo heut zu tage St. Denys ist. Sie starban. 499. und ward begraben in der unterirdisch ^ ehrsüchtig

tu,. 499. unv warv vcgruocn m orr m ez-^„raci)"^

che St. Dionysius sonsten Petro und Pss", bitte ein l'weyhet, worauf auch Clodoväus auf derrn b^^so bal^ch,gebäude zu fetzen angefangen hatte. Auf M^pol d>e ^c>pder nähme dieser 2. Apostel weggefallen, tirio Genevlch/.chEals die dabey gestiftete reiche Abtey allein von ^ Konc v'x,s,net worden, worzu man hernach dre worttr ^ ßadl ch yiit

hat, weil sie auf einem Hügel in dem the wirLheldSÄ

welchen man die Universität nennet, liegsn unterMEselbige von der andern kirche dieser Hest'gsn ans^ dckwelche nachgehends an die kirche von dwere ^nrworden. Dann unter Ludovrcl regle^^^^^l vPariser um das jähr n; i. von einer ae'vlssen^^, w M

so die Keäici ignem fscrum zu nennen -

leuthe stürben, indem dagegen kein PssA?Paris, Hessanhalten aber des damaligen Bischof bon -b^jqmcn Mwurde beliebet, daß die kiste, wormnen bi ^^,„en cvGenevieve verwahrt lagen, mit gehörigen er