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irhr befindlich, welche nooo. pfund wieget, und Roland ge--uennet wird , worunter ein drache von vergüldetem kupfer zu se-hen , welchen Balduinus IX. von Constantinopel geschickt. An.
rcvoltirtev die Unterthanen wegen allzngrosser auflagen,und wollten sich unter Francisci I. in Franckreich protectwn be-geben , welches er aber nicht allein ausschlng , sondern auch Ca-rolo V. zu wissen that/ und ihm an. 1540. sicher durch sein Reichin die Niederlande zu reisen / verstattete. Carolus züchtigte aberdie stadt gewaltig, indem er 25. oder der vornehmsten bur-aer hinrichten ließ / einen grossen theil davon in die acht erklärte,ihre publiquen gebäude einzog, sie aller privllegren beraubte, ih-nen alle artillerie und gewehr nahm, eine strafe von mehr als1200000. lhaler dictirte/auch damit er sie desto besser im zäumhalten möchte / eine cttadelle bauete, wodurch die stadt nichtwenig ins abnehmen geriethe. Ausser der citadelle hat sie feinewälle / starcke bollwercke, breite graben , grosse aussenwerckenebst einer contrescarpe. König Ludwig XIV. nahm sie den y.mertz an. 1678. nach sechstagiger belagerung ein. An. 1706.ergab sich dieser ort nach der schlecht bey Rameüies an KonigCarln III. von Spanien, wurde aber an. 1708. kurtz vor derschlecht bey Audenarde von den Franzosen, ohne Verlust einesMannes wieder mit list erobert, aber noch zu ende desselbenjahrs durch den Printz Eugenium mit accord ihnen wieder abge-nommen. Einleitung zur heutigen Historie, wm, II. 5««-LIsnäris illulirgts. , äescr.
Lslßü. topnM. sirc. Kurgunä. p. 17z.
* Gent, oder Ghent , ein altes Freyherrliches geschlecht inden vereinigten Niederlanden, stammet von Martino von Roffsem, einem bekannten kriegs - Helden her. Walrau und Otto,Freyherren von Gent, thaten sich in dem kriege gegen die Spa-nier hervor, und es erwies insonderheit der letztere, der unterdem nahmen eines Herrn von Dieben bekannt ist , an. 1629.-ey der einnähme von Wesel grosse tapferkeit. Wilhelmus Jo-sephus , Freyherr von Gent, diente anfangs zu lande, her-nach als Vice - Admiral von Amsterdam zur see, half an. 1667.nebst dem Admiral Ruyter die Englische flotte bey Chattam ver-brennen , war an. 1670. in der Mittelländischen see gegen dieAlgierer glücklich, und befand sich an. 1672. als Lieutenant-Admiral in dem treffen mit den Engelländern bey Souls-Bay,wo er sich allzu hitzig unter die feinde wagte, und durch einencanonen - schuß das leben einbüßte, nachdem er seinem. vatter-lande sowol durch heilsame rathschläge, als durch seinen muthund kriegs - erfahrenhcit wichtige dienste geleistet. Sein bru-der, der Oberster war, ward gleichfalls an. 1672. in der bela-gerung vor Niemägen erschossen. Es ist auch ein Freyherr vonGent bey dem Printzen von Oranien und nachmaligem Königevon Engelland Wilhelms III. Hofmeister, aber wegen seinerallzu grossen strenge demselben sehr zuwider und auch bey demvolck ungemein verhaßt gewesen. Er ward an. 1672. nebst an-dern an den König von Franckreich geschickt, einen frieden vonihm zu erlangen, war aber in seinen Verrichtungen unglücklich.
Fasste, snnsl. tom. I. II. , msm. äs? äsrn. revol.
ä'Lngletsrre x. 25;.
* Gent, (Wilhelm Joseph von ) war Admiral des Amster-damischen Lollepn , und gab insonderheit viele proben seinertapferkeit in dem kriege, den die Holländer an. 1667. mildenEngelländern führten. Dann da ihn der Admiral Ruyter mit17. kriegs - schiffen und etlichen branders in die Thems sandte,verrichtete er die ihm aufgetragene Unternehmung mit so grossenehren, daß er die Themse mit zersprengung der darüber gespann-ten ketten hinauslief, sich zu Chattam an dem ausfluß des Med-way der vestung Scheernesse bemeisterte, das Königliche vor-raths - Haus plünderte, und was er nicht mitschleppen konnte,verbrannte. Über diß verbrannte er 7. Englische kriegs - schiffe,darunter zwey Admirals - schiffe, nemlich der Königliche Ca-rolus und ein anders waren, und eroberte noch zwey andere.Es ward hieraufin diesem jähre der friede gcmachet, aber an.1672. wieder gebrochen , da dann dieser grosse Held den 28.may besagten jahres, indem blutigen see-treffen bey Souls-Bay , welches das erste in diesem neu - ausgebrochenen kriegewar, sein leben verlohr. Es ist ihm zu ehren in der Dom - kir-che zu Utrecht ein prächtiges grabmahl aufgerichtet worden.Lr'2k>§, IM. merLlIiyue äe8 krovinLe8 - Ünies.
* Gentien, (Petrus) ein alter Französischer Poet, von Pa-
rts geburtlg , der an. 1^04. zu zeiten des Königs Philipp! Au-gustl gelebt, und verschiedene getichte verfertigt, die noch hinund wieder lmmanuscript anzutreffen. Aus eben dieser familiestammte auch Jacobus Gentien oder Gentian her, der den Kö-nig Philippum den schonen an. 1^04. in verschlackst beyMonsmit grosser tapferkeit vertheidigte. Seine familie ward nachge-hends mildem alten geschleuste derer Malenzans vereinigt. Jo-hannes Gentien starb an. 1460. als Parlements- Rath vvn Tou-louse. , äes snciens koetes krsnqois. Le /« c>or'-v ^
Oe/a/srA, annsl. äs Toulouls.
Gentile von Lionessa, ein Venetianischer General in demXV. ts/Lulo. Er war zu St. Angelo, einem kleinen ort in derNeapolitanischen provintz Abruzzo, gebohren. Dieses sein vat-terland verließ er wegen einer beleidigung, so daselbst seiner fa-milie widerfahren , und welche zu rächen er damals nicht in demstände war. Er erwehlte das kriegs - leben, und ward anfangsein gemeiner soldat zu fuß,unter Nicolao Piccinnino, dem Päpst.liehen General wider Franciscum Sfortia. Weil er bey allen be°
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gehechelten ernen grossen muth und verstand MM lick ^er immer von einer stufe zu der andern, bis er envmv M
von cavallerie zu commandiren bekam, mit welM v-'
zeit ungemein wohl verhielt. Nachdem aber MMvnte Lauro eine grosse Niederlage erlitten, trat Anetianische kriegs-dienste wider Philippum Maria -on osetzog von Mayland. Gegen demselben erwies er M taE'Casal, als in der gedoppelten action bey Caravaggw,' a«In der ersten von den letztgedachten actionen schiendern Vortheilen auch diesen, daß er einen berühmten Mv ''Officier, nahmens Manno Barile, gefangen nahm ^ d cder letzter» fiel er selbst in der feinde Hände. Nack> .selbe wieder auf freyen fuß geftellet, ernenneten UM ^
ner zu ihrem General wider Franciscum Sfortm, AWan. 1450. zum Hertzoge von Mayland gemacht hm .landschafft griff er mit solchem succeß an, daß stadtmung vieler wichtigen örter bis an die thore von in H ^land streifte, und bey Gottolengo den Sfortra zur» vochen nöthigte, auch hernach an eben demselben oru »^ch nihm angebotenen Wacht sich präsentirte. Als dieMstarckes regenwetter verhindert worden , gierig er ^schloß Marerbio, und brachte es, ungeachtet der'
genwehr Christophori Torelli, welcher im nahmen^ rdarinn commandirte, zur Übergabe. Ehe aber .^t, w"
folgte, ward er mit einem wurs- spieß in das krue ^ ,4?»an er zu Brescia sterben muste. Es geschahe sti ce»
in dem 4t- jähre seines alters. n»
LZpittml illustri p. 51 berlA
* Gentilesco, oderGentileschi, (Horattiis)^ lcbmter Florentinischer mahler, welcher die meiste zen lauffer seinem vatterlande in Spanien, Engekam'
Holland rc. zugebracht hat, und sonderlich genE tgrosse historische stücke zu mahlen. Sandrart gebe ^ ,
stücken von ihm, welche er zu Amsterdam geseve''^ W .,
Carolum I. König in Engelland gemachet worden , ^ v -daß sie von nngemeiner schönheit gewesen, theus ^
treflichen zeichnung, theils wegen den angenehmern. ^, aurolus I. zog ihn hernach gar zu sich in Engelland HM> jhner auch mit tode abgegangen. Die Brabanter nc>meiniglichGentiel. -^voü^iiid
Gentilettus, oder Gentilis, (JnnocentüM m.aus dem Delphinat gebürtig, hat im XVI. Kecuwsich mit seinen streit -schriften um die Refornurte ba>s^,,
sich mir jemen streit -,chrljlen um ore mesorinu^'v^gemacht. Von profeßion war er ein Jurist, um per eeinen Parlements - Advocaten zu Toulouse , v» .Parlements-Prasidenten zu Grenvble, bald vor sszu Genf ausgegeben. Man meynt, er stecke unter. - yornahmen, Joachimi Ursini Lnri - ^eluirse, und HM sthwungenannten sutkorem des Lnti - lVIsckisvelu, v;. Lommentsriorum cle Xegno.
Gentilis äs Fabriano , ein berühmter may ^dem XV. stkLuIo. Martinus V. ließ ihn in dertn^ yv-''hannis I.3tersnenli8 arbeiten. Michael Angelus l 0 ^lcksem mahler, daß seine wercke mit seinem nähme" istführete, wohl übercin kamen. Er starb an der »
80. jähre seines alters. ^ von M
Gentilis , (Lucas) ein Cardinal und BisaM.
Er war von Camerino aus Umbrien gebürtig / "-iM Eive^durch seine Rechts - erfahrenhcit sehr bekannt, day ^banus VI. an. n?8. den Cardinals-Hut gab- Erneur von Umbrien, und starb an. iz8y. M Cam ^0 > >AßMtkores versichern, daß er daselbst Bischoffgen'ck.^ zeigck/sein epirspüium in der Haupt - kirche allda, wem/^^7- .. ^er gar gelehrt gewesen. , ^teü
Gentilis äe6MTII.IM8, genannt äe he-E^.aus selbiger stadt gebürtig war. Er gehört unler^ ichrM^jesiNeäiec>8, und hatte Thadäum Llorentmum zu' ,, ZzoNEr war eines andern lVIeäici gleiches nahmen der ,,48»söhn, und hinterließ verschiedene kinder, wovo ^y.Paris sich veste setzte. Er starb zu Foligno denAgicund hinterließ Lommemsrios über ÄvtcennaM ///>-6s ssript. ecel. , b'b>-
lcript. ItsliX x. 90. . n>akd Ä!,ssstl
Gentilis von Bechis , gebürtig von UrbttMherBück UstyLitnonisus zu Florentz, den2i.oct. un.. V, steile^^,„l
Arezzo. Die Florentiner bezeugten darüber gr st ^
brauchten ihn zum öftern in Verschickungen' sendete^ ,h,siauch an den Konig Carolum VIII. in RanckrE ustvnach absterben seines vatters die condolentz E' Ick.jnigckwegen seiner erhebung auf den thron zu granm er M „ ge-heit war er wegen seiner beredtsamkeit beruhn», ^ Jtai"ELateinischen reden, so er an verschiedenen orte ^esie Mhalten, sehen lieffe, wobey er auch etwas mEr hatte einigen theil an des Papsts Leomsliche Lritici reden von seinen schriften gar veraw aN^e^ gckdaran sonderlich einige nicht gar reme LMenm ^ iE „ach-gen, welches aber nicht verhindert, daß er nm-^ ^ossem gykdancken und art die fachen vorzustellen betritt," ^
druck und guter würckung sollte geredt have"' ß„d- ö*zu klare und kräfftige beweisthümmer veryanv ,in ketro Neäice s,eZsro. Iral. p- 47?-
Lstsrl. VIII. Iiv. I1. i>. ,L 2 . ^