Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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, (Albericus) kroksüor ßuris zu Oxford, geboh-c°t,L, Er war aus einem adelichen geschlechte^ von An-MN Matthäi Gentilis, eines berühmten üleäisi,msiMr wegen der Lutherischen lehre, so er annahm,°glicb?n L " söhnen aus Italien gemacht, und an dem Her-chen 'Lvfe zu Crain einige zeit als leib-stleäicus aufge--nwericus ward in seinem ri. jähre Doktor ßuris zuNter A und hernach Richter zu Ascoli, gieng aber Mit seinem" ihn, ^ und kam zuHertzog Ludwigen von Wurtemberg,°erga»^/nn auch eine kroksllicm zu Tübingen und Heidel-er wurde. Er gieng aber nach Engelland; all-

"chdurch seine schriften dergestalt bekanntmachte, daßü'lchenkrossssor ßuris zu Oxford, auch hernach der Spa-Ck a "thanen in Engelland stävosLtus xerpstuus wur-tb zu Londen den 19. jun. an. 1608. Er hat äsher 1^."'; äs ÜSMtionibus; äs Vi Livium in stegem kem-' ä ^ ^nris Interxretibus; äs äävosations Hikx2-b ^Uptlis; ksrergL, Ls. geschrieben. LsenrL. in bibl.' ^olir. ecclek. tom. II. x. i?i.

^bWlis, (Scipio) war Alberici bruder, gebohren zu La-Msein l> ^ngenelio in Italien an. i;6;. Er war ein kind ,„"utter (der Matthäus hieß, und ein vostor stlsäisinseder reliqion willen sein vatterland und seine frauH »dergestalt,'daß er mit ihm nicht fort kam. Es fandKe„ ?uch,nals eine gelegenheit, ihn von der mutter abzu-man ihn, unter dem schein einer Promenade, zu?h>o ekVer führte, welcher ihn darauf nach Tübingen that,M „" die Griechische spräche unter Martino Crusio begriff,>°lche disposttion zur Poeste zeigte, daß Mestssus, wel-Mn der berühmtesten Poeten von Teutschland gehal-K gjU stch unter ihm zu stehen vor eine ehre hielte. Hrer-M erster nachWittenberg, und von dar nach Leiden, da«!ra,'»u?n vatter desto näher seyn möchte,welcher, da

L 1'N vatter desto näher seyn mochte, welcher, da erKelIaffr,U)egen der religion nicht sicher genug war, sich mWji iu seinem ältesten söhn verfügte. Er profitirte da-Rl, un? Hugonis Donelli und Justi Lipsii anfuhrung sehrZung darauf nach Baftl, woselbst er an. i;8y.°urde. Wenige zeit hernach wandte er sich nach Hei-?llwo Julius Pacius, ebenfalls ein Italiäner , in )urs^ ihn s. Es entstund aber zwischen beyden eine amulation,?telnn^°g-sich nach Altdorf zu begeben, da er durch ver-Äv. dADonelli, so damals krokellor suris daselbst war , an.Msen n ti LoileZn, und nachdem Petrus Wesenbecius inden puffen war, der vornehmste kroksüor , auch Consu-A»^°aftadtNürnberg wurde. Seine Methode zu dvci-5»»^- schreiben machte ihn dergestalt berühmt, daß er mN veeitz, A nach Heidelberg und nach Leiden, und welchesMindern, von Elemente VIII. nach Bononien, nebst ver-m,^ligions-freyheit , zum kroksüor beruffen wurde,seine damalige stelle allen andern vor, starb auchö», g! 7. aug. an. 1616. und hinterließ einen einzigenUe/^öium Albericum. Seine vornehmsten schriften

I? »Uv. ^re puklico kopuü Komani; äs LonjurrMonidus li-NsIlonLtiomkus inter Virum L Ilxorsm übri IV.; äsUsais ^ kscunäis Xuptiis übro äuo ; Lommentnriusiv v^oiogism; äs ßurisäiclione übri tres ; Lommen-knuü aä küilemonem; äs Lrroribus Ts-^ Nr. or. parent. sx. in ^Ltis p. 2;.

"nez 6entiÜ2ni.

Ü ' (Johannes Valentinus) ein bekannter Socinia-von Cosenza aus dem Königreich Neapolis. EriAdte iU vatterland um die mitte des XVI. Lculi, und»n, Genf, allwo verschiedene Italiänische fami-

S h/Ä eme gemeine versammlet hatten. Es ftmden sichcÄijirte, ^vn einige, welche über das mMsrium' »umal über dir Worte siksmin, xsr

Georgius Blandrata, ein Meäicus,l»5^ldvm"/us Alciatus, waren die vornehmsten, nebst ei-sK a»Men, der Matthäus Gribaldus hieß. Die facheHÄeu Mgs vHne weitläuftigkeit durch emige particular-A ..»W > ben. Gentilis aber mischte sich mit barem, undV°ns-b^mg zu vieler unruhe. Dieses gab zu einemirin?Aai^vntnis anlas, welches den 18. may an. 1558. mV lehr-^"schen LoriWorio aufgesetzt wurde, worinnen died° ,"«e, 5 der Dreyeinigkeit enthalten war, nebst dem

ski /veineL diejenigen, so etwas darwider beginnen wurden,M sollte gehalten werden. Gentilis unterschriebaber doch nicht nach, seine irrthummer heim-»m. Als aber der Magistrat von Genf hiervonik "»gezogen, setzten sie ihn in ein gefangnis , undM, sauget war, daß er wider seine Unterschrift ge-^Kgen. ^ er sich durch seine gewissens-scrupel zu eut-i>>>i »ih zwavv §iib dannenhero verschiedene schriften ein, an-^k^vinuni Meynungen zu bescheinen, hernach aber,!i>ki,, luschm^" gewinnen, mit dem erbieten , seine irrthum-g^'voren, wannenhero der Magistrat zu Genf ihn nur!kh-?>e>: ''ivafe condemnirte, auch daß er seine schriften selbstkge? sollte V' und nicht ohne erlaubnis aus der stadt-V >sOlese stntentz wurde den 2. sept. an. i;;8. voll-dj) tage darauf aus dem gefängnis befreyet,*"lrte geld-strafe, weil er die Unmöglichkeit vor-oisttzx "s vvch muste er schwören, daß er ohne besondere' ///. Theil.

Trinitstizxsrlona Mißund

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erlaubnis sich nicht von Genf machen wollte. Ohngeachtekdessen grenz er bald durch zu fernem cameraden, dem Mal-thao Gribaldo , der sich in dem dorfe Fargia, des landes vonGex, aufhielte. Von dar kam er nach Lyon, vagirte voneinem orte zum andern in Dauphins und Savoyen herum, undweil er nirgend sicher war, gieng er nach Fargia zurück, sodamals unter dem Canton Bern stunde. Er wurde aber baldkund und gefangen gesetzt; jedoch wenige tage darauf wiederbefreyet, worauf er ein glaubens-bekenntnis übergab, welcheser durch etliche beweisthümmer bestärckte, und wider St.Athanasium mit verschiedenen invectwen anfällete. Er dedi«cirte selbiges dem Amtmann, welcher ihn gefangen setzen laßsen, so thn aber gar sehr verdroß. Um selbige zeit würde er°wegen jemer irrigen lehre zu Lyon in arrest gesetzt; allein ,wen er vorgab, er habe nur mit Calvino zu thun, ließ manchn wieder los. .Blandrata und Alciatus, welche damals inPolen ihre schwarmerey fortsetzten, verschrieben ihn zu sich,um sich semer zu bedtenen, und wurden sie daselbst mehr unfugangerichtet haben, wofern sie recht zusammen gehalten hät-ten, und nicht König Stgismundus Augustus auf einem Reichs-tage zu Ludlm an. i;66. alle fremde, welche dieser neuen lehrezugethan, aus dem Reiche verwiesen. Gentilis wandte sich hier-auf rn Mahren, und gieng von dar nach Wien, in willens stchwieder m Savoyen zu seinem alten freunde, dem Gribaldo,zuwenden, rumal da sein vornehmster femd, Calvinus, ge-storben war. Allein es gencth solches zu seinem verderben, in-dem der Amtmann aus dem Canton Bern, welcher ihn vor-mals gefangen setzen lassen, auch diesesmal, da er ihn ansprach,ihm eine öffentliche disputation zu vergönnen, ihn dew n.jun. an. i;66. ins gefängnis führen ließ. Diese fache gelangtenach Bern, und wurde daselbst vom ;. aug. bis den ?. sept.untersuchet, worauf Gentilis , weil er überzeuget, daß erwider seinen gethanen eyd das mMsrium Trinimri» angegrif-fen, zum ichwerdt verdammt, nicht aber, wie Hornius will,verbrannt wurde. Er schätzte sich solches für eine ehre, daßer um GOttes des Vatters willen leiden sollte, und beschul-digte seine ankläger des üabellisnilmi. Seine meynung wargantz besonders, indem er glaubte, GOtt habe in der ewigkeiteinen alleredelsten geist geschaffen, welcher in der fülle der zeitmensch gebohren worden. conäsmn. 6entilis. /tai-

«rouch.r, äs ort. §c xrogr. hrerel. üb. II. L. 16. x. 190. L«i>re»r-bist. rsiorm. kolon. p. log. 5 -r«^» biblioik. llnti-lrinit.p. 26. gää. aä Toxxii bibl. Xesx. x. 24;. AkNOlb-

kirchen-hist. k. II. üb. VI. c.

Gentilis, siehe Gentilettus.

* Gentilis, (Robert.) ein söhn Alberici Gentilis, wurdean. i?yo. gebohren, und von seinem vatter mit solcher geschick-lichkeit unterrichtet, daß er in seinem siebenden jähre schonLateinisch, Englisch und Französisch reden können. Im eilfsten jähre feines alters gab er bedtiones VirgiimE heraus,und hernach: Is Lbsmin Lbregs, or 2 Mietboäs kor sttsimnAok ksienses in 2 kbort time, Lvndett 1654. in 8. Übersetzteauch des Pauli 8 srvitD Historie der Inquisition , nebst etlichenwercken des Malvezzi aus dem Italiänischen, und einige an-dere wercke mehr aus dem Spanischen und Französischen insEnglische. ^ko,z,s/ LolMili. ütter. tom. I. üb. II. c. 9.§.igg.

Gentilly, ein flecken, eine kleine meile von Paris, an demfluß Biere, dessen Wasser bey der scharlach-farbe von sonderbarertugend ist. An. 767. wurde allhier ein Lonciüum gehalten, vorwelches Pipinus seinen pallast daselbst zurichten ließ. Es ka-men 6. Legaten des Päpstlichen stuhls, 6. Abgesandten desGriechischen Kaysers Constantini Loxron^mi, nebst vielenFranzösischen und Teutschen Bifthöffen dahin. Man handeltevon 2. Puncten, von der proselüone Spiritus 82Q<lti, und vonden im2§inibus 82NÄorum. 2NN2l.

KeZr»s. 2ä b. 2NN. (?ar. /e c?orE, 2ä bl

2nn. tom. V. x. 698.

Gentin, eine kleine stadt in dem Hertzogthum Magdeburg,an den grentzen der Mittelmarck,;. meilen von Ratenau gele-gen. Sie ist an. 1710. gantz abgebrannt. Gleich dabey liegtdas Amt Alt-Plaren, welches ehemals ein kloster gewesen,preuß. Staats-geogr.

Gentius, ein König der Jllyrier, st. II. 586. folgte in diesemReich seinem vatter Pleurato. Er nahm vor zoo. talent, dieer empfangen, des Königs Perseus partey an, und setzte dieRömischen Abgesandten gefangen, wiewol es aus der nachfol-genden erzehlung Livii scheinen will, daß er von dieser gantzensumme mehr nicht als io. talent empfangen. Weil seine ambi-tion groß war, ließ er seinen bruder Plator hinrichten, damiter allein regieren möchte, wurde aber von seinen Unterthanenwenig geliebet, welche er auch hart genug tracttrte, da ersonderlich dem wein sehr ergeben, in der trunckenhelt aber zuder grausamkeit heftig geneigt war. Als der Römische iM-tor Anicius die Haupt-stadt in Jllyrren, Scodra genannt,wegnahm, nöthigteer Gentium, sich nebst dem andern bruder,wie auch mit weib und kindern, zu ergeben. Sie wurdenhieraufnach Rom geschickt, allwo sie bey dem triumph mitzum gepränge dienen musten. spuä stch. /.-E, ich.

XÜIV. c.2;.Le;i. *

Ppp Gentius,