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A Aömg in Böhmen:
k>»^^ 3 Uls, aus dem geschlechte Podiebrad von Cunstadt,war^bohren , und von seinem vatter Victorino, einem«ieg von Cunstadt und Podiebrad , von jugend auf zumDiesen M, worinn er auch so viel geschicklichkeit nachmals^ vor den grösten Kriegs-Helden seiner zeit gehal-kc>n ^ Er hielt es jederzeit mit den Hußiten, und gab aufnach Sigismundi tode, wegen der wähl eines Ko-M LMenen Land-tage,nebst denselben seine stimme Casimiro,Rexn,Mchen Printzen, dessen partey er auch wider Kayserss Slücku>-n ' die Catholische-gewehlet hatten, mit den was-
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vertheidigte, indem er in etlichen scharmützeln den...Usti Als aber an. 1440. nach Alberti tode ein imsr-?-^di. Äv^^te, hielt er sich an die Königliche wittwe Sigis-'„Ebaram von Cilley, und brachte es durch allerleydurch der Hußiten hülffe dahin, daß er erstlich Lan-?Rqn ^kmann, hernach einer von den Reichs-Gubernatoren,7» d-» «„verstorbenen Ptaczek von Leippa, und endlich, nach-Me be.Mere Gubernator, Meynhard von Neuhaus, nicht8 3 >i MAk eines von ihm empfangenen gifts gestorben, gantz°e»,i^chs - Verwalter wurde, welcher wurde er auch nachNo unter dem jungen König Ladislao, da solcher"ach Ungarn gieng, behielte. Als dieser Konig nachN^ien -»Äunft sich mit einer Französischen Printzeßin zu ver-mag „, 'chchlossm, beredete ihn Podiebrad, das beylager inUderh' Wlten. Doch war er kaum daselbst angelangt, als er^mit tode abgieng, und wird von vielen die ursach die-
k>> dUnem von Podiebrad beygebrachten gift zugeschrieben.H gefolgten Königs-wahl an. 1458. behielt er
, u«^ 3 e der Hußiten unter den vielen Competenlen den
"v werl er anfangs dem Papst allen gehorsam versprach,
den Kayser Fridericum III. durch denentsatz, so er,7, vle Wjener-bürger, die denselben belagerten, leistete,i„^r„ .^.benachbarte Fürsten durch heurathen mit seinenMlind.Ureunden, wiewol ihm die meisten seine gutthaten^hr, »ÄP belohnet. Er wurde auch genöthiget, viel ftadte,Ulejixn Erkennen wollten, desgleichen Mähren, Lausitz undA er gewalt der waffen zum gehorsam zu bringen,ssklihjg ^. an. 1462. von neuem durch den beystand wider dieM yia^vvger zu Wien um den Kayser Fridericum III. ver-Änien k ^ ertheilte dieser zur danckbarkeit dem Königreich^en^.berrliche Privilegien, darunter war, daß die KönigeWe», jA^ügen nur izo. soldaten, oder so viel marck silberKtevk- ausser dem Königreich, oder 15. Meilen von„ ' von dem Kayser zü empfangen, oder auf den
sAschien, ausser zu Nürnberg und Bamberg, zu erscheinen,styn sollten. Doch nachgehends zerfiel er mit die-f ^ yestig; dann der Papst hatte von ihm verlangt, daßBaßler-Loncillo mit den Hußiten eingegangeneNenijä. wodurch denselben der gebrauch des kelcys im hei-s!.Mej»"Mahl erlaubt worden, umstossen sollte, und weilz>"°er» willigte, ward er nicht allein in bann gethan,L vas creutz wider ihn geprediget, und auf demUser Avm zuge wider ihn beschlossen , worzu jedoch derU die w-iQ "? Päpstlichen bluriLio fast allein gestimmet, in-V^ava -. übrige Fürsten und Könige vor Podiebrad beysk^ilim wtercediret. Dieser undanck des Kaysers verdroßAbrief oodlebrad dergestalt, daß er ihm an. 1467. einenU d<n. Aschtckte, und in Oesterreich einen feindlichen ein-ctz. vbgedaNbln aröster feind aber wurde bey dieser gelegenheitKonig in Ungarn, Matthias, welcher mit derKz >>ch an ""d seinen eigenen trouppen in Böhmen einbrach,«in?si^y. zu Olmütz von dem Päpstlichen Mnclo zumivd ^wtai..Mvn crönen ließ. Er richtete aber wenig aus ,>veiL ov blieb in dem besitz des Königreichs bis an seinenb an. 1471. erfolgte. Kurtz vorher hatte er sich be-
^ „.
kA ihw aMvn hinterliess Die siiccetzion im Reich aber kame' ^'adislaum, König in Ungarn. p. 791.
K '^-8. n ,0^ . iib,v. c. 4-lo. AisLell.
' h>we«?^e seinem söhn Victorino, Hertzoge zu Munster-lyassv lu dringen; als er aber merckte, daß die StandeUey kinV" bätten,sammlete er sicheinenschatz^in geld,^den
lih. iFi k- )86. Sa/A«.
"".^.4. c. i.
^ ^önig von Groß-Britannien:
LMtst von bFudovicus, König von Groß-Britannien, undMa" Aua,,ai ^aunschweig - Lüneburg, war der älteste fohn^sten Churfürstens von Braunschweig-Lune-k°ch 5 vtst .s'M gemahlin Sophia, deren vatter Fridericus V.i^äacvb»^ bie mutter aber Elisabetha Stuart, einer. Königs von Engelland gewesen. Er wurde7„v ?drcn 'E May gebohren, und bezeigte bey zunehmen-7» sMej^ "ue gantz besondere lust zu den waffen, wie erc^i -Mcht v-»' mit seinem vatter zu selbe gieng, und in, um Cuntzer-brücke, da die Franzosen den kur-^Vv^ygellanv gegenwärtig war. An. 168 >. that er eine reise' welch'"/, und an. 1684. commandirte er die 5000.^schicket '"a vatter dem Kayser wider den Türcken ,zu^ w Ungarn, allwo er an. 16L;. vor Neuhau-
sel und in dem treffen bey Gran, gleichwie an. 1636. bey der be,lagcrung von Ofen seine tapferkeit an den tag legte. An. 1689.half er Mayntz erobern, und an. 1690. führte er in den Nie-derlanden über 8000. mann , dle sein vatter wider Franck-reich ins selb stellte, das commando, legte auch an. 169;. inder schlacht bey Landen besondere ehre em. An. 1698. gelang-te er zur regierung, und wurde an. 1699. den 9. jan. vondem Kayser mit der Chur belehnet. An. 1700. trug er inverson nicht wenig bey, daß der König von Danemarck die be-lagcrung von Tönningen aufheben, und sich zu dem Traventha-lischen frieden entschließen muste. An. 1701. den 29. jun. em-pfieng er von Wilhelme» lll. Könige in Engellaud, den ordendes Hoscnbandes, und an. 1702. nöthigte er seine vettern, dieHertzoge von Braunschweig-Wolffenbüttel, Rudolphum Augu-stum und Antonium Ulricum , daß sie sich von dem mit derCrone Franckreich geschlossenen bündnisse los sagten. An. 170;.ließ er wegen allerhand irrungen die stadt Hildesheim besetzen,und einige regimenter nach den Niederlanden marschiren, wel-che sich das jähr hernach in der schlacht bey Hochstädt gantzbesonders hervor thaten. An. 170;. erbte er nach dem todeseines schwieger-vatters,Georgii Wilhelmi,Hertzogs von Braun-schweig-Zell, dessen lande, nemlich das Hertzogthum Lüneburg,benebst den Grafschafften Diepholt, Hoya und Danneberg,und nahm im dec. zu Zell und Lüneburg die Huldigung ein.An. 1706. legte er die zwischen seinem Chur-Hause und seinenvettern Wolffenbuttelischer linie wegen des Senioratö entstan-dene streitigkeiten in der gute bey. An. 1707. ließ er die stadtHarburg vergrößern , und erlangte pfands-weise von dem Kö-nige in Polen und Churfürsten zu Sachsen die sequestrationund Hoheit der Grafschafft Mannsfeld Sächsischer Hoheit,welche er hernach an. 1717. nach erstattetem Pfand«schillingwieder abgetreten. In eben diesem jähre übernahm er imherbst das commando der Reichs-armee am Ober-Rhein, undbehielt es auch die beyden folgende jähre, konnte aber wegender schlechten Verfassung nichts hauptfächliches unternehmen.Immiltelst wurde er an. 1708. den 7. sept. auf dem Reichs-tage zu Regenspurg in das Churfürstliche LollsZjum einge-führet , und durch die in Hamburg entstandene Unruhen bewo-gen, einige trouppen dahin zu senden. An. 1710. den i r. aprilwurde er von dem Kayser mit des H. Römischen Reichs Ertz-Schatzmeister-amt bestehen. An. 1711. im febr. besetzte er we-gen einigen religions-streitigkeiten die stadt Hildesheim und dievestung Peina; räumte aber beyde vermittelst eines gütlichenVertrags dem Dom-Capitul wieder ein. Er nahm auch dieGrafschafft Delmenhorst, welche ihm der König von Däne-marck vor 80000. specics - thaler verpfändet hatte, in besitz,und schickte seine Gesandte zu der wähl und crönung KaysersCaroli VI. nach Franckfurt am Mayn. An. 1712. wollte erden Dänen den durchzug in das Hertzogthum Bremen nichterlauben, auch nicht zugeben, daß feine völcker in den Nieder-landen, ungeachtet sie in dem Engellandischen solde stunden, un-ter dem Hertzog von Ormond dienten. An. r?rz. hub er diepostikungen gegen das Stift Verben auf, und schickte seineGesandten auf den congreß nach Braunschweig. An. 1714.den i2. aug. erlebte er den todes-fall der Königin AnnäStuart, und wurde noch an selbigem tage zu Londen, ver-möge der an.1701. abgefaßten Parlements-acte, unter dem nah,men Georg« I. als König von Groß-Britannien ausgeruffen.Er brach sodenn den n. sept. von Herrnhausen auf, langteden 28. sept. zu Greenwich an, hielt am i. oct. zu Londenseinen einzug, und wurde den zi. octobr. gecrönet. Gleichhernach verlangte er von Ludovico XIV. Könige in Franckreich,dem letzter« frieden zu folge, die bevestigung von Dünkirchenvollends der erde gleich zu machen, und die arbeit an Mar-dyck einzustellen. An. 171;. den 28. mertz eröfnete er das er-ste Parlement, welches die aufführung des vorigen Wniltenluntersuchte, worüber der Hertzog von Ormond und der Vi-comte Bolingbrocke die flucht ergriffen, der Graf von Oxfordaber in den Tower gehen muste. Er war auch so glücklich,daß er eine gefährliche conspiration, wovon Eduard Harweyder urheber war, bey zeiten entdeckte, und den aufruhr, wel-chen der Graf von Mar in Schottland erreget, durch die siege,fo der Graf von Argyle bey Dumblain und der General Millsbey Preston am 24. nov. befochten, auf einmal dämpfte. Ineben diesem jähre erklärte er sich, als Churfürst, wider den Kö-nig in Schweden, und brachte Bremen und Verden, welcheihm der König von Dänemarck gegen eine summe gelds abge-treten , völlig an sich. An. 1716. am 6. mertz ließ er von den-jenigen , so bey Preston gefangen worden, den Grafen von Der-wentwater und den Vicomte von Kenmure enthaupten, schloßmit Spanien einen neuen commercien -Iractat, und mit demKayser Carolo VI. eine alliantz, welche letztere am 25. mayzu Londen unterzeichnet wurde. Im justo trat er eine reisenach Hannover an, und brachte es bey der Reichs-versammlungzu Regenspurg dahin, daß sie ihm am 2z. dec. wegen Lauen-burg ein vowm zugestund. An. -7'7. den 4. >an. schloß eriin Haag mit Franckreich und den General - Staaten dle be-kannte dreyfache alstarch, kam am 28. >an. wieder nach En-gelland , und ließ den Schwedischen Lnvoys zu Londen, Ca-rolum Grafen von Gyllenburg / welcher Mit dem Baron vonGörtz und den Spanischen Ministern, dem Prätendenten zu ge-fallen , allerhand anschlage soll gefaßt haben, am 9. febr. ar-restiren, schickte auch unter dem Admiral Byng eine flottePpp 4 von