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von 24. kriegS - schiffen in die Ost-see, welche die bewegungender Schweden beobachten muste. An. 1718. brachte er durchseine Vermittelung sowol den Passarowitzischen frieden, als dievierfache alliantz zu stände, und sendete krafft dieser letzter»,ehe noch die Unterzeichnung erfolgte, unter dem Admiral Byngeine flotte von 21. kriegs - schiffen in das Mittelländische meer,durch welche sodenn am n. ang. die aus 26. kriegs»schiffenbestehende Spanische flotte ohnweit Svracusa fast gantzlich rui-niert wurde. An. 1719. zu anfange des iahrs schloß er, alsChurfürst, zu Wien mit dem Kayser und dem Könige von Po-len eine defenstv-alliantz, übernahm im febr. die Reichs-execu-tion wider den Hertzog von Mecklenburg, und kam am 29.may zu Herrnhausen bey Hannover an, nachdem er die demPrätendenten zum besten von den Spaniern auf Schottland ge-faßten anschlage rückgängig gemacht. Dieses zu rächen, schickteer unter dem Vice-Admiral Mlghel eine escadre in see, wel-cher sich am 27. oct. des in Gallicien gelegenen Hafens Vigosbemächtigte, und weit und breit brandschatzungen eintrieb.Den28. nov. langte er wieder in Londen an, und schickte, ver-möge des friedens, den er am 20. nov. zu Stockholm mit derCrone Schweden geschlossen, unter dem Admiral Norris eineflotte in die Ost-see, um den Czaar auf friedliche gedancken zubringen. An. 1720. brachteer es dahin, daß der König vonPreussen den2i.jan. und der König von Dänemarck den 20.junii mit den Schweden friede machten; der Czaar aber woll-te sich dazu nicht verstehen, ohngeachtet sich die Schwedischemit der Engelländischen flotte vereiniget hatte. In eben die-sem jähre besuchte er seine Teutsche erb - lande, und hielt sichdarinnen vom junio bis in nov. auf. An. 1721. zog er dievireÄores der Süd - Compagnie zur strafe, und machte nichtnur mit Spanien am i z. jünii einen frieden, sondern schloßauch an eben dem tage mit den beyden Cronen Spanien undFranckreich eine defensiv - alliantz, dessen aber ohngeachtet ließer sich mit den Mauren, zum grösten Verdruß des Madridt-schen Hofes, an, 10. augusti in einen tractat ein. Er hätteauch gern Moscau und Schweden aus einander gesetzt; alleinder Czaar bequemte sich endlich ohne seine Mediation zum frie-den, der zu Nvstädt in Finnland den z o. a»g. zu stände kam.An. 1722. entdeckte er aufs neue eine gefährliche conspiration,und ließ unterschiedliche Personen zu gesanglicher hasst brin-ge». Von denselben wurde der Advocat Christoph Layer an.172;. den 28. may gehenckt und geviertheilet; der Bischofsvon Rochester, Dr. Franciscus Atterbnry, aber im junio seinerwürden entsetzt, und aus dem Reiche verbannet. Hierauf be-gab sich der König nach Hannover, besuchte im octobr. denKönig in Preussen zu Berlin, und kam an. 1724. den 10. jan.wieder nach Londen zurück. An. 172z. wurde er durch den zwi-schen dem Kayser und Könige von Spanien zu Wien geschlos-senen frieden und commercien - tractat in einige unruhe ge-setzt , gieng daher im junio nach Teutschland, und traf am;. ftptembr. zu Hannover mit den Königen von Frankreichund Preussen ein bündnis, so nachmals der Hannöverische tra-ctat genennet wurde. An. 1726. den i;. januarii laugte ernach einem harten stürme wieder in Engelland an, und ließhernach z. flotten anslauffen, davon die eine unter dem Admi-ral Wäger nach der Ost - see, die andern unter dem AdmiralJennings nach den Spanischen küsten, und die dritte unterdem Admiral Hosier nach America segeln muste, theils aufdie Russen, die zur Wienerischen alliantz getreten, theils aufdieSpanier ein wachsames äuge zu haben. Ob man nun wolnichts gewissers als einen schweren krieg zu vermuthen hatte;inmassen auch die Spanier Gibraltar bereits belagert; so wur-den doch am z i. may zu Paris gewisse Präliminarien zu einemfrieden zum stände gebracht. Es begab sich hierauf der KönigGeotgius am 14. imm auf die reise nach seinen Teutschen lan-den , und gesegnete unterwegens bey Osnabrück den 22. juniidas zeitliche. Von dar wurde sein leichnam am 9. septembr.abgeholet, und zu Hannover beerdiget. Von seiner gemahlinund den von ihro erzeugten kindern siehe den artickul Braun-schweigisch geschlecht. - 2^07^, liltt. ä'Lnglet.
tom. XIII. 7 ^/eMorrei ck« I.
Churfürst und Marggrafen zu Brandenburg:
Georgius WUHelmus, Churfürst zu Brandenburg, wardden nov. an. 159;. gebohren, und an. i6n. von seinem vat»ter Churfürst Johann Sigmund aufdie Universität zu Franck-surt an der Oder geschickt. Das folgende jähr aber gieng ernach Franckfurt am Mayn zur wähl des Kaysers Matthia.Als an. 161;. Marggraf Ernst, gewesener Gouverneur derIülichischen lande, gestorben, begab er sich auf vätterlichenbefehl dahin, und übernahm selbige regierung. An. 1619.übergab ihm der vatter wenige zeit vor seinem ende auch dieChurfürstliche regierung, welche er, so gut es die damaligenelenden zeiten verstatteten, verwaltete. Er muste nemlich sei-nes unglücklichen schwagers Friderm V. gar sehr entgelten,welchen er bey der flucht aus Bohmen aufnahm, und fernernach Holland schaffte, auch Hertzog Marimilianum von Bayernnicht eher als an. 1627. vor einen Churfürsten erkannte. Unter-dessen wurde ihm von den Spaniern, die es in dem Iülichi-schen succeßions-strett mit Pfaltz-Neuburg, gleich wie die Hollän-der mit Brandenburg hielten, die vestung Iülich entzogen, und
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samt den Grafschafften Marck und Ravensberg, wre polgrossen theil des Hertzogthums Eleve demNeuburg zugewendet. An. 1622. säuberte zwar H, ^ Mr»stian von Braunschweig Lippstadt und einige orter m« yxMsvon den Spaniern, hielt aber selbst zu Soest, «"„.Me" ^nicht zum besten Haus, und im folgenden,>ahr " « Kral*Kayserlichen den Sparenberg, und das übrige m 7 ch dieschafften Ravensderg und Marck wieder ein, m>eHolländer an. 1623. den Sparenberg in favor des r. , ZM»wieder erobert. An. 1626. gieng es auch »ver ^ ME,Brandenburg, indem die Kayserlichen den Grafen "SlEselb, der sich mit den Dänischen lrouppen daselbst Mhatte, verfolgten, sich einiger vestungen. bemawM!, „M-"so gar Berlin besetzten, obschon der Churfürst dw dU PreEgeblieben. Dieser war unterdessen an. 1627. "Afyrchgegangen, wohin ihm die Unordnungen riefen, M E,Polnischen und Schwedischen krieg daselbst eutstuu« .Mruerbeyde parteyen das land durch gewalsame w>m"' Lg vaverderbten. An. 1629. gediehe es sonderlich durw "Mittelung zu einem sechs - jährigen stillstände, wo« Mvogegen den Marienburgischen Werder, so ihm M « „„p v'gegeben wurde, die beyden wichtigen Häfen M»"',, per,lau bis an. 16;;. in Schwedischen Händen gcbm^chlM>/letztern der Churfürst dem Kayser nicht vor flMwjwae M»eben so wenig als das Hertzogthum Preussen vor e». .7.4
lenburgische lande, welche damal in Kayserlichenren, vertauschen wollen. In diesem jähr traf 0^. dEauch einen interims-vergleich mit Pfaltz-Neuburg, Meveunter anderm diesem frey stunde, das Hertzogthu»' ^ viaBerg für sich zu erwehlen , weil aber die Ho»« g jv o>nachdar im Clevischen nicht haben wollten, n"«Achtessem jähre den Spaniern Wesel entrissen Hatten, « gei^Les dahin, daß im folgenden jähre einige verändern«wurde. Nach diesem vergleich nun sollte die nacw „gd ^25. jähre über, der Churfürst das Hertzogthum x^inrier-Ä-Graffchafft Marck, Neuburg aber die HertzvE„i,d^,lieh und Berg, samt den Herrschafften RavensteM ^ Mkesant gantz besitzen, die Grafschafft Ravensderg « M "0,theilt regiert und genutzet werden. Es ward rw^„„ge>r, ^abführung der fremden völcker ein und anders ^aber nicht zum stand gebracht werden können. pes.
sem 1629. jähre wurden dem Churfürsten, 'vermog ^ ges
tutions-edictes die Stifter Brandenburg, Havelbergnebst vielen secularisirten klöstern abgefordert. I",,bemühete er sich, seinen schwager, König bcke«„,von Schweden, den er übrigens schon an. "uMn.zgesucht, sich der Teutschen unruhe Mit ernstvon seinem zug in Pommern abzuhalten , vam» ^ev« „,ohnedem von den Kayserlichen verwüstete land uo«, ble»^kderbet würde, war auch willens ferner neutral ,» „„M«da an. i6;o. der König würcklich in Pommern „>>f Mwar. Dieser konnte auch durch seine Abgeordm . ^ so „Leipziger Convent an. i6;i. es bey Brandenburg Mnig, als den andern Protestanten dahin bringe»'sich öffentlich vor seine partey erklärte, sondern n'^u jt^„,sich, wenn man unter favor der Schwedischengute Positur wider den Kayser. setzen könnte , oav^ M Afalls auswärtiger hulffe nicht nöthig hätte, linker«' ^der König in Pommern kurtze arbeit, und nam«land fast gantz von den Kayserlichen gesäubert, » PrevtzMin die Marck, und jagte dieselben aus Lockenw ^jtz. zsNeu-Brandenburg, Clempenau, Treptou un« ^ qo« ^wollte der stadt Demmin zu hülffe kommen , §,
spät, und richtete wider den König weiter nlchrs - „jederer die besatzung in Neu-Brandenburg guten gewe> ^jtNachdem sich dieser zurück und nach Magdevmv Fvergieng der König herunter, nahm Franckfurt a» u>stürm, und Landsberg an der Warte mit accort der»mit er hinter dem rücken sicher wäre, ruckte er ..^en «nicht weit von Berlin, und brachte den Cyur'^„,daß er Schwedische besatzung in Spandau emn«^ von »ststwieder abgeführt werden sollte, wenn der Kom^ ^ra»i - ^r>belagerte Magdeburg entsetzt haben wurde. 7» gurwstadt noch vor ankunft Schwedischer hulffe mu chcn SA vdtgangen war, gab der König zwar seinem ver,^ ^puu „g,Spandau dem Churfürsten wieder, ruckte aver ^„eyBerlin , und erpreßte durch harte bedrohungedaß der Churfürst aufs neue Schwedische be , ^^n,dan einnahm , welche jedoch auch ihm dem «LY»^„ige, ' Mwie hingegen die Churfürstliche zu Cüstrm dem ^ dieste'„stckren muste. Der Churfürst entschuldtgte M pestvv'"durch briefe bey dem Kayser, welcher n j„sser>.,
glaubte, es hätte sich derselbe, gerne zwing . »nb
Schweden postirten sich darauf langst der E^e 1 ^wo diese, in die Elbe fällt, die Werber-AL ba^hMin den nächsten 1°. jähren bald m Schweb«« ichF,yFfischen Händen gewesen, bis sie Churftwst 6« Myer zssuan. ,641. rasiren lassen. Weil nun Tlüv schlEje K
auf den König losgieng, und ihn entweder i!» ^
gen, oder über die Elbe zurück treiben wvllw ^rgeb"«,,^Marck viel dabey ausstehen, b-s Tllln "^gärt l A<mühung , nachdem er noch dazu bey Wonner, Mohreter zu pftrd durch.einen unvermutheten uverr