Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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735
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«^theils feiner Land-Stände (von denen die stadte Nor«-.m.st Zürich, und theils von der Ritterschaffl und Haus-Ie»th° j^des mit ihm gehalten) in einen streit, und die haus-M, N Render-lande gaben auf den Obristen Ailvg undMr,sn?sts-völcker, so eine execution thun sollen, zu Wener^illlen cN ^'^se streitigkeiten an die General-Staaten der ver-rs-v -mederlande gebracht worden, die den 2z. nov. an.MMÄMvisses decret ertheilet; und schrieben es einem ihresNlise ,-'°lt Hahnen absonderlich zu , den sie auch aus seinemKvl x?" Utgang einst wegzunehmen willens gewesen. Ob nunrilie,, a,Nichten General-Staaten an. 1661. den;i. maylcinds^spruch gethan , so ward doch dieser streit mit seinerA hxM an. 1662. vergrößert, so daß beyde theile abermals»vrhexO^eral-Staaten ihre abschickung gethan, nachdem beyUnters gehaltenem Land-tage zu Norden an. 1661. auf demd»y ^ne grsvaminL fürgekommen, und bey z6. Personen^and-Ständen exeludiret worden, das werck nur ver-

Die besagten General-Staaten schluneuen Land-tag zu Embden zu halten für, den erMen ausgeschrieben, und sein fchwieger-vatter, derestz?.-u Würtemberg , sendete v. Förstern in den Haag, umUch eydams sich anzunehmen. Gedachter Land-tag^klda? ourch Vermittelung der Niederländischen Gesandten,A, ur Ost-Frießland sich einfunden , nach Embden gele-, ^ persönlich gekommen , und die fache wegen der

1 excludirten aus der Ritterschaffl , so fürnemlichM d^s und Jost Hahn gewesen, sürgenommen worden,, ">bd-,, 's nach geschehener Vereinigung verwiüigte die stadtdie übrigen Land-Stände aber fl. in

^de^ubezahlen. Damals verglich er sich auch mit sei-^g-»'!°rbenen ältern bruders (dessen testament in zweifel

x» ^) Wittwe und deren 2^ unmündigen töchter Vormundenher,, er diesen letztern bis zum 10. jähre ihres alters

, i>^^«>ach bis zum 16. jähre 1622. fl. jährlich reichen lassenkRlqj Moscirte auch solchen Printzeßinnen ein absonderlichesrthl. zu verzinsen. Mit seinem jüngernN'chen „^raf Edzacd Ferdinand, gerieth er, wegen der müt-? w in einen streit, bis Hertzog Christian Lud-

G deyass. "uschweig und Lüneburg durch seine Vermittelunghat. Als Fürst Hartmann zu Lichtenstein amMich Hofe gegen ihn eine grosse prätension durch rechts-M^Mlteu, welche von solches Fürsten mutter, die diesesNl,h^.zu Ost-Frießland vatters sttef-schwester gewesen, her-^ kxm 'Und dem Bischoff Christoph Bernhard zu Münsteraufgetragen gewesen, unterredete er sich zu Hnm-! dem Bischofs, der ihn das Reyderland dem Für-N'^ustein abzutreten, bewegen wollte. Es ward aber,vereinigte Niederlande durch ihre Abgeordnete,s? «„ gebrauchen lassen, also zu Aurich verglichen,Kstschax." der von dem Fürsten zu Lichtenstein gefordertenEssens , Witmunde, und Stedesdorff ihm in"^ 6 ;. an statt der interesse iz^ooo. rthl. und das^sollte?'vchl. behandelte capital in 4. jähren bezahlet wer-Nlleft,,'weil aber der Fürst zu Ost-Frießland solches seinM< als von welchem diese schuld nicht eigentlich her-Unterpfand verschriebe, protestirten die Land-Stänund wie er mit der zahlung des ersten termins >IiÄvff.'we naM zwischen dem 8 . und 9. dec. an. 166;.

dx,> Munster die ihm zustehende Dieler-schantze ein, undM»,Gersten Niclas von Everfeld als Commendantenzu recuperiren die vereinigten Niederlande FürstV IieL« buchen zu Nassau mit einigen regimentern dafürab.,-./ ^r sie auch dem Bischofs den 2;. may an. 1664.l>iZ-d„,.^"?mmen hat. Endlich ward den 26. mart. an.flache ^ wterposition Hertzog Eberhards zu Würtemberg

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eg^v bezahlen, hierüber 45000. rthl. in ic>. jähren undsten, und 165020. rthl. so das Berunsche capitalBg,,'ev, verzinsen sollte. Mit Graf Anton Günthern zuldj/M l,, verglich er sich im sept. an. 1664. wegen beyderdkilAch,tz)ouckhausen, Friedeburg, Apern und Nienburg,der irrungen bey dem Garmerstiel, stiftete und>!t'^665. den zwischen obgedachtem Grafen und demk e'chtun' Bodens aufgerichteten vergleich wegen der Ellen-ix v' se,>,-!st"»d dadurch genommenen ländereyen. WenigeXliK'istex N lvde, als es zwischen dem obgedachten BischofsV>Sgen ""d den General-Staaten zum öffentlichen kriegMd diese letztere das Ost - Frießlandische vestebesetzen wollten, verlangte er von sei-' "w solchen vrt selbst mit garnison zu versichern,Key, Mte Neider, so ihm aber verweigert wurden. Er ver-den 14. may an. 1662. mit Christina Charlotte,l-4-ch erhuk^s zu Würtemberg und Teck, tochter, und um>g,z"d, '''v ihn der Kayser Leopoldus in den Reichs-Für-.'tan /wero er auek in inlch-n analität an. 1661. den

,s"Mv erauch in solcher qualität an. 166;. dens. j,,« ^enspurg durch seine Gesandten beschickt. Er«Xki, ? schwai,""' abends um 9. uhr. Seine gemahlin^ecem,"st^V, die nach seinem tobe einen poichumnmssXe, >ah Chrigjan Eberharden, den 6. oct.

^ satter ,,«?hren hat, welcher unter der vormundschafftvnd H^tzog George Wilhelms zu Braunschweigvsi- ss-i-i^st^'' worden , und den ;o. oct. an. 1700. ge-ulstyx ("w minter Christina Charlvttq aber ist den 14.' Theil.

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may an. 1699. zu Brughausen im Lüneburgischen mit tode ab-gegangen.

Andere Fürsten und Grafen:

Georgius III. Hertzog in Schlesien, zu Liegnitz und Brieg,war ein söhn Johann Christians von Liegnitz und Brieg, vonDorothea Sibylla , Churfürst Johann GeorgenS zu Branden-burg tochter, an. 1611. den 2;. aug. gebühren. Er begriff dieLateinische, Französische und Italiänische spräche, ward auchnebst seinem jüngern bruder an. 1620. auf die Academie nachFranckfurt an der Oder geschickt, und daselbst an. 162z. zumReetoro lViaZniücentiüimo erwehlet, worbey er xuklics eineoration äs I-egum viMitots hielt. Von bannen ward er an.^624. von seinem vatter abgefordert, hielt seiner mutter, die an.1625. verstorben, eine Lateinische trauer-rede, und trat hieraufnebst seinem jüngern bruder, Hertzog Ludwig, seine reise an.Er hielt sich einige zeit zu Paris auf, und als er sich in Franck-reich wohl umgesehen, gieng er in Engelland, und wurde daselbstvon dem Könige Carolo I. wohl aufgenommen. Von bar kamer in die Niederlande, und an. i6;z. abermal in Franckreichund Italien; der damalige zustand aber, so wegen des Teutschenkrregs in Schlesien war, bewog ihn seine reise über Bremen undHamburg zurücke in Preussen zu nehmen, wohin sich sein vatterretiriret hatte. Selbiger schickte ihn nach Brieg, und verordneteihn an. 165;. zum Statthalter daselbst. Als aber gedachterfein vatter den 15. dec. an. 1659. verstorben, führte er mit seinenbrüdern, Ludwig und Christian, die regierung des HertzogthnmsBrieg gemeinschaffklich, bis an. 165;. ihres vatters bruder, Ru-dolph, erblos verstorben, wodurch ihnen die Fürstenthümmer,Liegnitz und Wolau, zugefallen, welche sie gleichfalls einige zeitin communion besessen. An. 1654. fiel ihm, nach zuvor gesche-hener erbtheilung, durchs loos das Furstenthum Brieg zu, dessenregierung er den 28. jun. würcklich antrat. Der Kayser Ferdi-nandus III. ertheilte ihm an. 165;. die stelle eines Ober-Haupt-manns durH gantz Schlesien , und bediente sich seiner bey ver-schiedenen Fursten-tagen, in welchem amte er von den Untertha-nen grosses lob erlangte. Leopoldus bestätigte ihn nicht alleindarinnen , sondern machte ihn auch zu seinem Cammer-Herrn,und geheimen Rathe. Er war sonst wegen seiner frömmigkeitbekannt, und starb den 4. jul. an. 1664. Seine erste gemahlinwar Catharina Sophia, Hertzogs Caroli zu Münsterberg undOels tochter, mit welcher er den 12. febr. an. i6;g. zu Bernstadtvermählet wurde, aber nur eine einzige tochter, Dorotheam Eli-sabeth , an. 1646. mit ihr erzeugte, die er an Graf Heinrichenzu Nassau-Dillenburg vermählte. Nachdem selbige an. 1659.verstorben, verheurathete er sich zum andern mal mit PfaltzgrafLudwig Philipps zu Simmern tochter, Elisabeth Charlotten,die den 10. may an. 1664. ohne erben verstarb. Lucä Schleffchron. Ziectlers labyrinth.

* Georgius wilhelmus , der letzte Plastische Hertzog inSchlesien zu Liegnitz, Brieg und Wolau, ein söhn HertzogsChristiani und Louisa, Fürstin von Anhalt, war an. 1660. ge-bühren, und sollte in der taufe den nahmen Piastus empfangen,welches aber die Geistlichkeit hinderte. Er ließ von kindes-bei-nen an eine sonderbare meynung vor die Polnische nation spü-ren , ward in allen nöthigen wissenschafften wohl unterrichtet,und begab sich, nachdem fein vatter an. 1672, verstorben, aufdie Academie nach Franckfurt an der Oder, da inzwischen diemutter laut vatterltchen testaments die regierung verwaltete.An. 1675. gieng er nach Wien, erhielte vom Kayser veniamKtmi8, und trat sogleich nach seiner Wiederkunft die regierungan, starb aber noch in diesem jähre am n. nov. an den blättern,worauf seine lande dem Kayser heimfielen. , 8ils-

Il-r numiiin. x. ;98- leg. Lucä Schief chronick.

Georgius, Hertzog von Clarence, ein Printz aus Engelland,und Königs Eduardi IV. in Engelland bruder. Er wurde an-geklaget, als hätte er der Hertzogin von Burgund, zum prajuditzdes Königs seines bruders, beyspringen wollen; der Proceß wur-de ihm dannenhero gemacht, und er zu der in Engeüand widerdie des hohen verraths schuldig erklärte gewöhnlichen strafecondemniret, daß ihm der bauch aufgeschnitten , die eingeweydeausgenommen und ins fener geworffen, hernach der köpf ab-geschlagen , und der leichnam geviertheilet werden sollte. Seinemutter aber brachte es durch ihre verbitte dahin, daß diese sen-tentz gelindert wurde, wannenhero er lebendig in ein faß vollmalvasier gestecket ward, bis er erstickte, nachmals hieb manihm den köpf ab, und wurde sein leib an. 1478. bey den Carmcli-tern zu Londen neben seiner gemahlin begraben. Einige erzehlen,Eduardus IV. hätte gar viel auf die Wahrsager gehalten, undals ihm von einem bedeutet worden, einer seiner brüder, ref-fen nähme vom buchstaben 6. anfienge, werde seine Anderum Cron und leben bringen , habe ers sogleich von diesemGeorgio verstanden, und sich daher so leicht zu dessen tode be-wegen lassen; dannoch wäre hernach die Wahrsagung an demandern bruder Richard, Hertzog von Glocester, erfüllet worden,als von welchem nicht zwar der tauf-nähme, aber glerchwol dernähme des Hertzogthums mit einem 6. angefangen.fjü. 6 'ssnZI. Ich- XXIV. / «s-na, m

vita Kicsigrcii. Ar. *

Georams, Despot von Servier,, war aus der familie derBulcovitzr oder Bulcogli , welches ein angenommener nähme

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