Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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läuffet, und etliche meilweges unterhalb Erfurt in die Unstrntfällt. Dieser fluß ist, wenn man die Saale ausnimmt, welcheohne dem nur ein grentz-fluß des Thüringer-landes ist, der gröstein Thüringen. Einige wollen daher den nahmen 6ermsiwsdavon herleiten, und sagen, 6erm-mi waren männcr, die umden Ger gewöhnet. proZr. äs vvLS

6ermanu8 L Lermania, Jena 1709. in 4. JUNckevS anleit.zu der mittlern geograph. II. p. 9;. sx. o/ea»-. s^n-

tggm. rer. Tburing. toin. I. x. 1 .

Geraldi, (Hugo) Bischoff zu Cahors. Clemens V. erhuhihn an. i;i2. zu solcher würde, und gab ihm noch darzu 10000.gvldgülden. Nachgehends aber wurde er so vieler laster über-zeuget, daß Johannes XXII. ihn an. i;i7. öffentlich absetzte,und durch Berengerum Fredoli, Cardinal und Bischoff zu Tu-scnlo, den weltlichen gerichten überantwortete, welche ihm sodann dieses urtheil sprachen: daß er erstlich sollte geschunden,darauf zum scheiter-hauffen gefchlerfet, und alsdann verbranntwerden, welches auch imaug. an. izi?. zuLimoges geschehen.

6all.

*Geraldinus,oder Gerardinus, (Alexander) von Ame«liain Umbrien gebürtig, Waranfangs um an. 1496. Bischoffzu Volturara und Monte Corbino, hernach aber der ersteBischoff in der Ost-Indianischen insul St. Domingo, undiiarb an. 1^24. den 8. mertz. Er hat unter andern ein IrMs-isrium InäiL Orienwlw geschrieben, welches Honuphrius Ge-raldinus, ein Rechtsgelehrter, der an. 1650. gestorben, nebstdes Mtlwnn leben zu Rom i6;i. in 8. heraus gegeben. /«-LvEr bibl. Dmbr. , ItL>. löcr. tom. VIII. p. ;y2.

* Geraldmus, oder Gerardinus, (Angelus) war aus

Amelia gebürtig, und suchte nach zurück geleaten studien feingluck im krrege zu machen, wandte sich aber imchgehends wie-^ legte sich vornemlich auf die Historie

und Rechte. Nachdem er einige zeit XeÄor am 6vmnMM zuPerugia gewesen, ward er unter Nicolao V. LbbrevMtor und^ege-18 8. kaemtentMiT Calixtus III. machte ihn zu seinemLecrerario, und schickte ihn Wider den General Jacobum Pic-cinium, welchen er in Orbitello belagerte, und zu einem frie-den nöthigte.Hieraufschloß er mit dem Hertzoge von Mayland,"Francisco Sfortia, ein neues bündnis, und stillete die ausruhezu Viterbo; vermochte auch die Bologneser dahin, daß sie demBischoff die abgenommenen städte restituirten. Nach seiner zu-rückkauft nach Rom, ward er von Pio II. zum oatario undkrotonowrio ernennet, und als er die streitigkeiten, welchedie Savoyer mit den Hertzogen von Mayland lange zeit gehabtHaben, beylegen helffen, muste er nach Marseille gehen, umzwischen Renato von Anjou und dem Könige von Neapolis ei-nen frieden zu stiften, den er auch glücklich zu stände brachte.Als er hiernachst die Grasschafft Venaißin nebst der stadt Car-pentras und Avignon zum gehorsam gebracht, kam er nachRom zurück,, muste sich aber ohne Verzug nach Neapolis bege-ben, dem Könige Ferdinands bey seinen innerlichen troublenLeyzustehen, auch darauf zu desto mehrerm behuf die Floren-tiner auf dessen feite ziehen. Nachdem solches ins werck ge-richtet, schickte ihn der Kvnig Ferdinanduö als seinen Gesand-ten an Pium II. dem er den meisten zelter zum jährlichen tri-but überbringen muste, welches auch das folgende jähr nem-lich 1462. zu Pienza geschahe, dagegen er das Bißthum Sessabekam. Er gierig darauf ins Bolognesische, und verjagte dieMalatestas, die sich wider den Römischen stuhl empöret hat-ten, nahm ihnen auch alle vestungen und städte, ausser Ni-mmt weg, und wurde Gouverneur vom gantzen lande, musteaber bald hernach wider die ungläubigen einen creutz-zuq vor-nehmen, während dessen Pius II. zu Ancona starb, und weiler bey dessen Nachfolger, Paulo II. weniger zuneiguna und ver-trauen fand, gieng er nach Neapel, wo er vorn Könige mitallen freuden empfangen, und in verschiedenen Gesandtschaff-ten gebraucht wurde. Unter Sixto IV. kam er wieder nachRom, der ihn zwey malz» seinem Legaten nach Franckreich,und auch zum Vice-Legaten von Avignon machte. Er starb an.1486. den;. aug. in dem 74. jähre seines alters. Sein ieich-uam wurde nach Amelra gebracht. , sssl. Lcr. wm

VI. p. 541.

Geranie,, ist eine alte stadt in Möflen gegen Thracier» unddem berge Hamo zu,welche vor alters, wo wir den Poeten glau-ben wollen, von emem geschlecht der sogenannten Pygmeer istbewohnt worden, von denen man vorgiebt/daß die gröste Personunter ihnen kaum einer eilen hoch gemessn; desgleichen auch,daß selbige von den storchen angefallen, überwunden, und ausihrem lande veriagt worden. Ihre weiber sollen im cten jähreihres alters krnder gebohren haben, und wenn diese leuthe das8te jähr ihres alters erreichet, sollen sie vor gantz alt und übel-mögend gehalten worden seyn. Nm. nsr. lik. iv. L. n.

* Gerar, eine stadt in Palästina, welche zwischen den zweywüsten Cades und Sur, und wie Hreronymus berichtet, 2;.Meilen mittagwärts von Eleutheropolis gelegen war. Zu Abra-hams und Isaacs zelten stund sie unter der Philister botmasssigkeit; nachgehends aber fiel sie, wie es scheint, den Mohrenoder Arabern, so an der mittäglichen grentze des landes Ca-naan gewöhnet, in die Hände, indem Assa, König in Iuda ,als er der Mohren König Serah überwunden, dessen kriegsheer

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bis nach Gerar nachgesetzt, und zugleich alle timherE^städte eingenommen. Der Samaritanische Bwei-, ^ „1-muß sie mit der stadt Ascalon vor einerley gehalten Y« He,dem er gemeiniglich diesen letztem nahmen setzet, wvbräischen der stadt Gerar erwehnung geschiehet; wie ^ ^anSvncellus berichtet, daß verschiedene dieser meynunggewesen. XXVI. 17. 26. 2. ez-rs». XIV. n^'

in onomgll. , in ckron. x. 100. 0

vrb. ant. I. ;. L. iz. kalbst. I. z. p. 804- ^

* Gerardus, (Carolus) war ein ur-cnckel Gilberti Ndi, eines Ritters aus dem alten geschlechte der GerlM» AMBrin , in der Engelländischen Grasschafft Lancaster. . hieltvon jugend auf zu den Waffen auferzogen worden,- ersich damals meistens in den vereinigten Niederlanden..^ zirwartete Carolol. dem unglücklichen Könige in Absahne EShrewsbury auf, kurtz nachdem er die KöniguZe > p B

Nottingham aufgerichtet hatte; bald darauf warb Gero ^

regiment zu fuß auf seine eigene kosten, wie auwpagnie reuterey, und führte sich in verschiedenen W ^ Mumständen sehr tapfer und männlich auf. Zuerst Ein der Macht bey Kyneton hervor, und empfieng standW,schiedene wunden: nach diesem wohnte er mit groiiE^xyiEtigkeit verschiedenen andern treffen bey, als in dem UmbMs/bey Nottingham-Bridge, in der ersten Macht bey ^ MUbey der einnähme der stadt Lichfield, bey dem entsatz Aot>Mvac rc. Alsdann diente er als General des P"E! We Rin dem südlichen theil des Fürstenthums Wallis,pferkeit und klugheit in den sieghafften schlachten bey hMfe, bey Kidwelly, und bey Caermardhin, ihn^als fe vGeneral bekannt gemachet haben; auch that er bey h^geMzuge gleichsam wunder, theils durch die schleunige. ^ Wgen und darauf erfolgte einnehmungen, theils dum, l«e Überraschungen der Mösser und städte Cardman, MLanghorne, Röche, und sonderlich der damals sehrHaverfordwest, und der zwey ftarcken schlösser,

Carren. Er hatte auch zwey sehr tapfere brüder, ^ .

einen Obersten über ein infanterie-regiment,und HiivLrardum einen Ritter. Auch waren seine zwey ohcn",h AMVGerard, ein Ritter und Gouverneur zu WorcestM

Auch waren seine zwey oh^w Agtl^S Gouverneur zu WorcestM u -Gerard, Oberst-Lieutenant, sehr bekannt,ne 1.) Ratliffe, 2.) James, welchen Cromwelgen laffen, und ;.) Gilbert Gerard, Baronet. >v^haben der fchlacht bey Kyneton und den meiste» h-rend den innerlichen Cromwellischen unruhen,. -am hitzigsten zugegangen, beygewohnet. Caro>» §ward zur belohnung seiner getreuen dienste zum ^ öord,tenant über die cavallerie gemachet, wie auch M» «rauvö,Reichs-Baron, mit dem titul Lord Gerard vo» ^ Ariin der Grasschafft Suffolk. Nach der Hand erhomseinen Adel-stand, und machte ihn zum Grafen v"field. Lures Lugli-e.

* Gerasa , oder Gergesa, eine stadt,welchemeer ostwärts liegt. Einige fetzen dieselbe in

andere in Arabien, noch andere aber in Decapo»'0, L-meldet von Aristone dem Redner, daß er von tEMkEJamblichus, welcher Gerasa ohnfern Bostra M Atzet, will behaupten, daß diese stadt also gemnmdieweil Alexander Nognus seine alten ausgedren ^ ,

daselbst zurückgelassen. Origenes sagt, es seyen yeMWesen, eines in Arabien, das andere in Juba» M ^in welchen Christus die schweine gestürtzetArabischen Gerasa aber sey kein see gelegen, Mwo Christus erst-gemeldtes verrichtet, habe eM aMMgeheissen, und sey an dem Tiberiadischen meer M,sen. Relandus hingegen mercket an, daß OrW" ßrge, wenn er behauptet, es sey kein sse bey pM-spchund beweiset das gegentheil aus Josspho. und ) stostschen geschicht-fchreibers berichte, lagen Geramphia an den grentzen von Peräa gegen osten, aen>^

feten sie an Pella und Scythopolis; doch eryeu Her-mao, daß es zz. meilen distantz von Pella nE^ode.^^sen. Übrigens erstrecket sich das land der Gerat WM ^,„1,gefener gegen abend an den Tiberiadischen 'er Gerat»Marcellinus nimmt diese drey städte, Bom»' ^en z»Philadelphia zusammen, als die ohnserne bE^ juscrip»Endlich hat man noch Medaillen, woraufMgr'' ^

lesen: vvxn , und m ^^punv

ciliorum LpilcopMium wird auch der Gerasenkthan. ksiXlims, üb. III. . , mberM^l ta§

* Geraftetten, ist der nähme zweyer Würte ^ „nd'cken, deren der eine an dem fluß Rems üe.M ^ hauSchorndorffer-Amt gehöret, auch guten wen ^ ^nd bss„ peMandere wird insgemein Gerstetten genam'' AlbNMüct^.z

«mvcre Iviro insgemein everirenen Itie"'Muru'-

marckt und zwey kirchen. Er liegt auf yen anHudenheimer-Amt, ist von dem kloster ElchMS x, soll" Mberg Lekommen,an, 16 ;;. abgebranM^u,

Vtttj uctviiuiicu , U,I. 10;s. abgebrannt/ ^ 7 rr?ranv

ehedessen viele gerechtigkeiten gehabt ^

einem gewiffen Würtembergischen chrvn'^ ,

handelt moser, in der fvrlsstz. -ex Schwab. ^

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