Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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welches an. 960. von Gerone, Marggrafen zu Lanßnitz, angele-get worden. Die Aebtißinnen dieses klosters haben ehcdeffen dieRechte eines unmittelbaren Teutschen Reichs-Standes genossen;allein seit geraumer zeit werden sie durch die Fürsten von Anhalt/weiche sich die Landes-Fürstliche Hoheit über sie zueignen/ daranverhindert. annsl. Lernroä.

* Gernsheim, oder Geresheim, Gerresheim / Gerlz-heim, Gehrenshetm / Gernichesheim, eine kleine undfvrtisicirte stadt imd Amt nebst einem vesten schlösse am Rhein/zwischen Worms und Oppenheim / dem Ertz - Stift Mayntzgehörig. Zeillers Reichs - geogr. lll. p-, 24z. icinsr. Lerm.Vormals war es ein Villa jn dem ksgo Rhingowe. Kill.Palatin. Loäis. Diplomat, p. 2. An. 167;. ist es VVN Chur-Pfaltz eingenommen worden.

Gernsprintz, ein fluß , welcher in der Grafschafft Erpachentspringet/ das Hessen-Darmstadtische durchstreicht / undnachdem er das Amk-städtleinDiepurg und Bobenhausen benetzethat / unterhalb Stockstadt in den Mayn fliesset. Er ist an die-sen drey orten wie auch oberhalb Diepurg zu Bibra mit einerbrücke versehen. *

* Gero, der auch Rero / oder Gereo genennet wird/ war

der erste Marggraf von der Lausitz. Es halten einige davor/daß er um das ende des IX Louli in der Nieder-Lausitz/ anden grentzen der Marck - Brandenburg gedohren sey / wiewolman von seinem geschlechte keine Nachricht findet / und es uner-weisltch ist / daß er ein Graf von Stade und Hartzfeld ge-wesen. annal. Lernroäeos. apnä K'/Mq/rv. rer.

Du 5 ac. tom. IV. p. 144. Er that sich bereits unter HenricoHucupL, vornemlich aber unter Ottvne I. durch viele tapferethaten hervor. Von diesem letztem ward ihm anfangs ungefehrum das jähr 9z 6. die bewahrung der grentzen gegen die Slavenund Wenden aufgetragen. An. 9?8. ward er Grafvon Mer-sedurg / und gerieth darüber mit des Kaysers bruder Thancma-ro / der diese Grafschafft gern gehabt hätte / in einen krieg / inwelchem Thancmarus umkam. Darauf bekam er mit Eber-hards/ Hertzoge von Francken/ z» thun/ der sich gleichfallswider ihn und den Kayser auflehnte / und als auch dieser dasleben eingebüßt / so hetzte der jüngere bruder Ottonis / Henri-cus/ die Slaven wider Geronem auf / die ihn auch mit einemgrossen Heere an. 940. überzogen; allein er überfiel dieselben beynacht / machte dreißig von ihren Fürsten nieder / und dämpftealso die unruhe auf dieser feite. Hiernächst half er Ottoni dessensöhn Ludokphum / der ihn mit krieg überzogen hatte / demüthi-gen , griff denselben zu Mayntz an / da er aber entwischele/und sich nach Regenspurg wendete / dahin ihm Gero nachfolg-te / und nach einem sechs-stündigen gestechte an. 954- desselbenvölcker bey Regenspurg schlug / und Arnulphum / einen Gra-fen von Scheyern, der Ludolphum wider den vatter verhetzthatte / erlegte. 8axcm. IV. 9. Er föchte hierauf

weiter gegen Wichmannum / einen Herrn von Lüneburg / dersich wider den Kayser zu verschiedenen malen empörte/ und nichtzufrieden war, daß Gero bey dem Kayser in so grossen gnadenstund. Allein Gero lieferte ihm drey schlachten / und zwangihn in der letzten / daß er sich ergeben muste / und Geronemnebst seinem söhn Sigfrido bat/ ihn bey dem Kayser wiederauszusöhnen. Er föchte ferner gegen Miecislaum / König vonPolen, welchen er in einem treffen gefangen bekam / und zu-gleich grosse beute erhielt/ auch den König zwang/ daß erseit dem den Teutschen einen grossen tribut erlegen muste. In-sonderheit aber stritte er gegen die Slaven mit »»gemeinemmuth und glück / und brachte es dahin / daß dieselben alle ihrefreyheiten verlohrem und zu einer provintz des Teutschen Reichsgemacht worden / die der Kayser ihm nunmehr unter dem titulder Marggrafschafft Lausitz an. 962. verliehe, äs Dula-

tia spuck rer. Dulat. tom. II. p. 284. Gero Leistete

sodann nach Rom / stiftete nach seiner Wiederkunft an. 964.das kloster Gernrode/ und schenckte demselben Sarmünden/so er von abgedachtem Ludolpho bekommen / ingleichen ver-schiedene örter / die ihm in seiner Grafschafft zu eigen gege-ben worden. Sein söhn / Dietrich / der zwar von vielen vorseinen enckel ausgegeben / von andern aber auch Sigfridusgenennet wird / und von dem Kayser Ottone aus der taufe ge-hoben worden / war in einem treffen gegen die Slaven umge-kommen / in welchem Gero gleichfalls hart verwundet worden.Eines andern sohnes / nahmens Gero / der auch vor dem vat-ter gestorben / wird/ nebst dem vorgemeldten Sigfrido / in demsttftungs-brief des klosters Gernrodc gedacht. annsl.

Lernroä. sp. Äo/Ma»«. 1. c. rom. IV. p. 149. Die tvchter,Hathwiga / welche andere seines sohnes Sigfridi wittwe nen-nen / aber ward Aedtlßm zu Quedlinburg / und nachgehendszu Gernrode. Er starb an. 9^. und liegt in der schloß-kirchezu Gernrode begraben / allwo ihm auf dem grabmahl dertitul eines Hertzogs beygelegt wird / so aber nicht die Her-tzogliche würde / die er niemals gefuhret / sondern das amt ei-nes Feldherrn anzuzeigen scheint. Daß er / wie man bishergeglaubt/ und auch Poppervd. annsl. Lernroä. spuä

I. L. tom. IV. p. 149. vorgiebt/ Marggraf von Brandenburg/wie auch von Stade / und Burggraf von Magdeburg gewesen/ingleichen / daß er das Bißthum Havclberg gestiftet/ ist vonden Gelehrten widerlegt worden. Or/Zk» origin. Lulatio.Ärc/br. ckillert. äs Lerone. bist. Duststic. §. iZ. ap.

Lo//»a«». rer. Dukstie. tom. II. p. 292. oü. annal. Lern.

roäens. spuä rer. 6erm. tom. II- v- ^

Manns Anhältische Historie/ vol. III. x. r. er, vros!'I. s. tom. IV. x. 27;. segg. Michael Heinr. Go>d 0. Sechäs Lerone sp. 1. c. tom. 11. P. 27z. r feO'

manns Anhältische Historie / k. III. lib. I. c. 7-p-Spangenbergs Adel-spiegel / X. ry. p. 914- Ma» Anst--chronick/ 142. p. 209. cbron. Äsren. p- > ^

tiNgS ckron. Lrunsuic. p. 89- ckron. ^ ^.1-

sä lib. III. in leript. rer. Oecm §. 4,

p. 690. Oe , äs kormuls Duoatus stranäe

p. §. 10. p-87- sä t^rrrrar. kuvt--' v

feg. Luca Grafen-saal / x. 8; jn der

Geroldseck, (Hohen Geroldseck) ist ein berEArOrrenau in Schwaben / zwischen den wassern DA speist'Kintzig / nicht weit von Lohr gelegen. Eseiner besondern familie / und ist nicht zu vernw"^ PfWGeroldseck/ so im Elsaß imWasgau gelegen, st"b Ävon Lothringen scheidet. Den nahmen soll sowolocdie familie, von Geroldo , einem Römer undSchwaben, haben, welcher zu zelten Caroli S-land gekommen, und dieses schloß erbauet. Dste ha ,vc>Kliehe güther besessen, als nahe um Stuttgard h^" Aultz ^sie an die von Würtemberg verkauffet. Die stENeckar oberhalb Horb gelegen, hat ihnen zngehoct'aber an. 142;. in dem städte-krieg zum ersten(siehe Sultz.) Die Herrschafften Mahlberg und ^ Gretvihnen gleichfalls zugestanden, find aber von ihnen an ^von Mörs und Sarwerden gekommen, nach der«sie deshalben mit dem Hause Nassau, so sich E g, "erbschafft angabe, in streit gerathen, darinnen 'r.

gesiegt, daß die Marggrafen von Baden gedachte

örtet/

erben derer von Geroldseck, noch jetzo bis zuw fit«sitz haben. Dieser ihrer ansehnlichen güther halbe» > ^uc»a ^ein Schwäbischer Kreis-Stand angesehen/ und si»»bsondern anschlage gestanden. Es starb aber an. 16^'^ Wliche geschlecht derer von Geroldseck mit Jacobs, f tMseines stammes, völlig aus, und er hinterließ - „E»/,,Die eine hieß Maria Magdalena, welchenige erbin ausgiebt, und dem Marggraf Friedriche» ^ ^ ,

zur gemahlin beygelegt. Allein Schurtzfleifch beze»» ,nebst dieser noch eine andere, Annam Manam'welche nach ihrer schwester tobe anfänglich a»

Grafen von Solms, und hernach an gedach»fen von Baden verheurathet worden. Daher M

die einige hinterlassene, nicht aber die geMSA . vorcobi ausgeben kan, weil ihre schwester schonvatter gestorben. Nachdem nun an. 1694. ihr v» ^fe>>von Geroldseck mit tode abgieng, suchten die MAssauvch 0 chBaden die verlassenschafft an sich zu bringen ;!A »viderss.darinnen nicht allein pol»' i,nb Mablverg ^ ^ ^

von denen von Nassauvon Geroldseck darum

erhielten die Marggrafen von Baden , daß m 0 j„istrlischen frieden, der Frau von Geroldseck ihr /eA ^jähren zu beweisen vorbehalten wurde. West a» , ^ ov>'^j-diese Anna Maria , Marggraf Friedrichs geMfly ,§,ben verstarb; so haben die Marggrafen weiter GMaffi .s pv»ge allodial-guther, von der Geroldseckischen A',! GrassMlstmen, das andere, so lehnbar war, blieb or» EyBCronberg , welche es auch bis an. 1704. beselss^fschavjähre ihr geschlecht gäntzlich verloschen, «ab die^

Reiche wieder vermannet worden. rop

äs reb. Laä. ?. tom.IV. an '

lib. II. p. 106. Herrscher D

Geroldseck, am Wasichin, einfthloß undUnter-Elfaß, nicht weit von Elsaßzabern / war v §hge!w Kl-einer Geroldseckischen linie. Nachdem diese u^ 9.ist diese Herrschafft an die Herren von Rappaw ^ gi.von Wangen gekommen. Hertzogs Elsaß, cyrv'' ^ ^

Geroldseck , wird das schloß genennet, po«stadl Kufstein in Tyrol auf einem seifen liegt,»„chckhinaus mit schantzen wohl bevestigt ist. .?A,erBayern eroberte es an. 170;. bey gelegenhest erentstandenen feuers-brunst; es kam aber bald >»ter-schlacht wieder an das Haus Oesterreich. «-vsterr^jMGerolds-Chal, ist ein strich lands in derTyrolischen Grasschafft Sonnenberg, welche IU >durchfliesset, so unter dem schloß Blumen-eckEs liegt darinnen der flecken zum SonnlM'lib. XIV. p. L2o. b. * , ^der EM^

Geroldus, aus Schwaben gebürtig, wa ^desssCaroli lVl. gemahlm, bruder, welcher >h"lonis statt zum Hertzoge von Bayern machte. ^ erst^

- Geroldus, letzter Bischoffru Alrenburg^ „„d e^ ^schoff zu Lnveck, war von geburt ein Schwa^ Hetl'A.vM

lehrter'lbsoloM. Anfangs >var er .Löwen Hof - Prediger, und Lsnomeus zu

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