Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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von dem Könige in Castilien, Ferdinands II. wieder erobert,abernach; i. jähren aufs neue veriohren. Der Ptintz von Maroccoeroberte selbige wieder, welcher sich hernach Könrg darvon, undvon Algezir schrieb. Daher, als König Henricus IV. selbige an.1462. wieder eroberte, setzte er sie als eine neue conquete in «einenKöniglichen titul. An. 1704. wurde dieser ort durch die Engel-ländische und Holländische flotte unter dem Admiral Rovk einge-nommen, und der Printz von Hessen - Darmstadt, als Commen-dant daselbst gelassen, welcher sich wider den Spanischen GeneralMarquis äs Villadarias und den Französischen Marschall äsThesse ein halbes jähr dergestalt vertheidigte, daß diese endlich zuausgang des wart. an. 170;. die belagerung aufheben musten.An. 1710. im nov. bloquirten es die Spanischen trouppen aufsneue, allein die Englische besatzung steckte das campement derfeinde in brand, und nahm sie meistens gefangen. In dem zuUtrecht an. 171;. geschlossenen frieden ist dieser platz auf ewig anEngelland überlassen worden. Dessen aber ohngeachtet, begehr-ten nachgehends die Spanier dierestitution dieses orts, und alssie nichts erhalten konnten, wurde er von ihnen an. 1727. viergantzer monat lang, aber vergeblich , belagert. SchauplatzVON Spanien, p. 6n. in Ullpan. Zer/e»'. in

itinersr. blilx. , cielice» äs I'Lipagne.

Gibraltar, ist eine grosse stadt an dem see Marecaye, inder provintz Venezuela. Sie liegt gegen die küste des südlichenAmericä zu, allwo der Spanische taback gemacht wird, rabsgoäs lVIsrgciübo genannt, weil er in selbige stadt gebracht, undvon dar in Europam transferirt wird. Es wächset daselbst auchviel cacao, welcher der beste ist, so in West - Indien zu finden,auch machet man daselbst viel zucker. Sonst ist diese landschafftmit flüssen wohl verse' n, hat auch so grosse cedern, asajouxgenannt, daß die Wilden aus einem einzigen stamme einen kahnmachen können, welcher in die zo. tonnen schwer träget. Dieluft ist ungesund, und sonderlich bey regen - weiter, so baß al-lein gemeine arbeits - lenthe sich allda aufhalten, die reichenaber sich alsdenn nach Merida oder Maracaibo begeben. Oe-rme.

ü«, bist. äer Indes OLciäent.

* Gibramel, lat. tzibrsmela, ein flecken im Königreich Bu-gia, einem stücke von Algier in Africa, zwischen Gigeri undSolle am vorgebürge von Gibramel. Le-ttE.

* Eichte!, (Johann George) ein bekannter schwärmer desXVII. lXLuli, war zu Regenspurg den 14. mertz an. i 6 « 8 . ge.bohren. Im 12. jähre seines alters las er, daß Moses und an-dere heilige manner mit GOtt geredet, wodurch denn in ihmeine heftige begierde entstanden, auch mit GOtt zu reden; da-her er manchen halben tag im selbe zugebracht, und den Him-mel angesehen, aber zu seinem zweck nicht gelangen können.Gichtels theosophische sendschreiben, wm. V. x. ,74. Nach-dem er eine Zeitlang bey dem Kayserlichen Cammer - Gericht zuSpeyer in bedienung gestanden, ward er an. 1664. auf einerreise nach Holland mit Friedrich Brecklingen bekannt, der durchseine um dieselbe zeit in verschiedenen schriften gemein gemachteseltsame meynungen in der Lutherischen kirche viele unruhenangerichtet, denen Gichtel gerne beypflichtete. Er kam daraufnach Nürnberg, und,fieng mit den dastgen Predigern einen-rief- Wechsel an, darüber er aber auf einige Wochen in verhafftgenommen ward: Als er nachgehends ein gleiches mit den Pre-digern in seiner vatter - stadt Regenspurg vorgenommen, undunter andern zu dem Superintendenten Urstno gesagt: 3 psren-

tibv8 Ksdemu8, guoä ÜUNU8 , 3 lLÜoli8, guoä äiskoli Is-mus , hatte er daselbst ein gleichmäßiges schicksal, daß er in ar-rest kam, und als er durchaus nicht widerruffen wollte, nochdarzu aller seiner güther beraubt, und aus der stadt verwiesenwurde. Gichtel, l. c. tom. III. v. 7;. wm. I. x. 22. II. p. 8r.Er wendete sich hierauf nach den Niederlanden, und als der ge-dachte Breckling eben damals mit dem Lonlilwrw zu Amsterdamtn streitigkeit gerathen war, Gichtel aber sich seiner öffentlich an-nahm , ward er zu zweyen malen gefangen genommen, nach-gehends zu Zwoll an den pranger gestellet, und endlich des lan-des verwiesen. Gichtel, l. e. wm. I. x. 57. V. p. ;oo. leg.Bey diesem allen hat es ihm hier und dar an anhängern nicht ge-fehlet, weiche man Gichtelianer nennet. Er achtete die heiligeSchrift sehr geringe, lehrte, daß sich ein Christ aller Hand - ar-beit enthalten sollte, ingleichen, daß die ehe stündlich sey, undstarb an. 1710. zu Amsterdam. Man hat von ihm sechs theilesogenannter Theosophischer Sendschreiben, Leiden 1722. in 8.Arnolds ketzer-Historie, III. 1;. §. 17. Frevwillige Heb-Opfer/VI. beytrug. Henckels letzte stunden, k. III. §. ;6. isgg.7,. 14z. ssgg. LatLl. bidllotk. Tiicolos. p. 709. seciq.

Reinbecks nachncht von Gichtels lebens-lauf,Berlin i7;r. in 8.

Gtdeon, der söhn Ioas des Eftiten, aus dem stamme Ma-nasse, drasch wachen, als chn em Engel des HErrn aufmunter-te , mit dem titul .eines streitbaren Helden, das volck Israel ausder Midianiter Händen zu erlösen, und sogleich mit einem wun-der dessen göttlichen beruf bestätigte. Er zubrach hierauf in dernacht den altar des Vaals, und hieb dessen hayn um, ward da-her auch Jerubbaal genennet. Bey dem neuen einbrach der Mi-dianiter und Amalektter, brachte er eine grosse menge der Jsrae-liten gegen sie zusammen; damit aber sich dieselben nicht rühmenmochten, ihre Hand habe sie erlöset, so ließ er auf göttlichen be.fehl ausrüsten, daß wer blöde und verzagt sey, sich nur wiedernach Hause begeben sollte. Als nun 22000. weggelauffen waren,daß nur roooo. überblieben,so dünckte GOtt doch noch des volcks

gle ^

zu viel, welches Gidron wider die Midianiter anMM nuN°°'hcro er durch eine angestellte tränck - probe der sowalw .Mesmann behielt, welche er in r. Haussen theilte, ,!, die iE

eine posaune, und ledige k».'«»« und fackeln dannne»' laAgab, und also des nachts einen einfall in das M»d>nn>»' ^ IMthat, auch solches glücklich in die gröste Verwirrung ' ^sslenbrachte; mann wurden erschlagen, nebst 0« ' hamder Midianiter Oreb und Seb. Nach diesem Ä

raache an den leuthen zu Succoth und Pnuel, die w. Mnachjagen verspottet halten ; und als etliche in ^ folch^sich zum Herrn und König machen wollten, s«M ^erraroßmüthtg aus, und sagte: GOtt der HErrs^esie bleiben; jedoch begehrte er von ihnen die gülden»"de, so sie geraubet hatten, welche ein gewicht 17°?- iNsElmachten, welches von seinem geitz zeuget. Von dlej^^ ^ Ac«te er einen götzen,und setzte ihn in Ophra, woran .,„d ^zum grösten ärgernis verhütte.Er lebte darauf 4 o-ch"ch verben dle Midianiter ihr Haupt nicht mehr empor, ä« / ^nauesten jähr - rechnung fällt die zeit seinesL. N. -759. L. L. 124;. VI. VII. VIII. E

Vet. lest. , in bist. Iscr. üb. III. n. 8»-

Gis, Marschall von Franckreich; siehe RohaM

Giech, ein Gräfliches geschlecht, welches aussprossen, und sowol daselbst, als auch in Böhmen» ^7Thüringen und Psaltz von viel hundert jähren her oe» xasen. Wie denn einer, nahmens Heinrich von V,.

an. 948. zu Costnitz gehaltenen turnier, auch.veri»» ME'dieser sainilie Dom - Herren und Dom - Probst" gew«'und Würtzburg, ingleichen Ritter des Teutschen 0««^ ggurunter denen sonderlich George von Giech bekannt,ocburgischer Dom - Herr, von dem Papst Alepandro M„eflc §eine sehr gnädige dispenfation wegen einigen gen»"«^ - listenerhalten. Heintz von Giech machte an. 148».unter seinen beyden söhnen Veit und George vonder erstere Land - Richter des Stifts Bamberg -PUocg/erb - theilung haben Heintz, Dietz, Balthasar und^

Herr und Land - Richter zu Würtzburg, ftdaim-st^jgte Z ^von Giech unterschrieben. Den letzten hiervon 0^' gpen,ser Fridericus III. an. 1482. mit einem verbesserte»' setzte 0der freyheit mit rothem wachs zu flegeln. An. ^he» L.chhann Eberhard von Giech, welcher ohne mannn«,seine vettern, Joachim, Brandenburg - Onoltzva« jstopb,und Amtmann zu Schönberg, Wilhelm, Hst"

WolfAchatz von Giech zu erben seiner güther em.-^ ' Lh»'^,kerben ifl Carl Gottfried, ein vatter des ersten .

Carls von Giech, bekannt, welchen der Kaysto , a»-, »c»allen seinen absteigenden erben, beyderley geWM v

zu dieser würde erhoben. Gemeldter Graf CH"stP^ckelvst^Giech war Hauptmann des Ritter-orts Geburg^konnte bey seinen lebens - zeiten zu sitz und st»mm^j« seitt ^GräflichenFränckischen Lollegio nicht gelangenFränckischen kreis gelegene güther dem c->wstro ocv ^Gebürg steuerbar sind; das Gräfliche Fräiickisch^Müan. 1689. zu Oehringen einen receß errichtet, krall»

Grafen - stands - mäßige güther prätendiret werd« ^in dasselbe recipiret werden will. Seinem söhn, ^ chra» .crcttheutigem Grafen von Giech und dessen vettern,

Maximilian und Christian Carln, wurde zwar an- s. ^Grafen-tage zu Rothenburg an der Tauber hoffn qen»^ chrlen reception in das Gräfliche Fränckische Lollegm^jrte LxflcNist aber selbige nicht erfolget, und an. enden o,ulN'

Iosephus wegen selbiger sowol an die ausschrew» ^NnfleNim Fränckischen kreis, als auch an das GraflE.^.man findet aber nicht, daß diefelbige vor sich ges/M„cE„ ge«schreiben sich die Grafen von Giech, Herren cheil.

chau und Besten, wovon das erstere ehemals den»höret. Lümgs lpicil. Iscul. des Teutsch. R.,^gins-

krsiicon. isäiviva. prtttarrr ^U8 xubl. » ^

tom. I. . adrMn sn.

(Fiel, von Gielsperg und Glattburg / Mlol?

schlecht in dem Thurgöw und Toggenburg / ^MtN«»

817. floriret, und von dem in der Schwew»^ an« Mjcv-Gielsperck den nahmen bekommen hat; sie w" ^.ger Äter des Stifts Embrach, und etliche derselben 0» R»',

An. n6;. lebten Arnold, Heinrich, ihren d>E,«A'dAn. i«44. wurden zwey dieses gefchlechts ^Ä,, Han^dem schloß Rosenberg ermordet. An. 14°°- l«; !

ter; an. 1427. Rudolph bürger zu Zunch; an-, , uvdolph bey dem Abt zu St. Gallen Hos-M^Megg^Mdol/folgende Ander: i.) Amaliam, AebtOn zu d 4 -^Gotthard, Abt zu St. Gallen; z-söh»^'phum. Der letztere erzeugte unterschiedlM 1 E/AMneben seinem bruder Johanne von den HerrE^alstN'An. 1486. verkaufte Werner das schloßbürg ; an. 149». wurde Gotthard der ?4- ^, an.an. i?48. Christoph Ober - Vogt zu Cl»nM? denPeter (ein bruder Johannis und RudolM, G^xn, Mben erschlagen wurden,) Ober-Vogt zu Rom» gena pa»

war Bernhard Christoph, nachgehends Roma ^

zu Kempten, sein bruder aber, Joh.kriegs - leben, und hinterließ Romanum t-vktt. üsmm. k. IV. Dürstet.