Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
777
JPEG-Download
 

g L r

g i r 777

t°n, k entsprossen. Im XV. Lculo war Don Pedro Gi.beeiln-^ erste dieses nahmens, bekannt, welcher an. 1466.»es v. en, und viel Herrschafften besessen , auch den titul ei-se» ilombre geführel, welcher damals der einzige gewe-tlil qM die Könige von Castilien ausgegeben, indem die ti->»e» , Vicomte und Baron erst an. 1469. aufgekom-

hvg ^ XVI. Lculo war Don Pedro Giron, erster Her-cher ^Ostuna, und fünfter Graf von Urena, berühmt, wei-ter b„" Oes Königs Philippi II. Hofe verschiedene vornehme äm-R-k^Est- bis er endlich an. :-;8i. Vice-König und Gene-e>„^ln des Königreichs Neapolis worden, allwo er sicher grossen haß des volcks auf den hals gezogen, indemAr i,,Uche menge getreyde nach Spanien geschickt, daß dar-N»den eine theurung, und aus dieser ein aufruhr ent-

Dessen vornehmste Urheber der Vice-König, auf des, g P^Vti V. anreihen, am leben bestrafte, welches ihm beyMo'a^olitanern den titul eines tyrannen erworben, da-test^ M der König ihn von dar zurück beruffen, ehe die iah-«er Gouvernements zu ende gegangen. An. 1 züo. erlang-Nko,i/? Hertzoglichen titul, und verehlichte sich mit Donna,'l. von Guzman, des Don Juan Alfonfo von Guzman^»te^chvgs von Medina Sidonia tochter, von welcher er?i>g i,„,"°rrn gezeuget Don Juan Teilez Giron, andern Her-Ä fx- ^ssuna, und ersten Marggrafen von Pennafiel, derHex» , aber zu hohen fachen nicht sonderlich geschickter

ME'vese,,, auch daher in der Historie wenig redens von sichW„'".wet, welches aber sein in dem nächsten arr. folgenderArvß,^a er mit der Donna Anna Maria von Velafco, desAtafß?"uetabels von Castilien, Hertzogs von Frias, undf Haro tochter erzeuget, reichlich ersetzet. op.

vita cli Don kietro 6iron. Hiftor. remavg. an.

' p- 20.

(Petrus) Hertzog von Ossuna, des erst-angezoge-»»^nn Tellez Giron, Hertzogs von Offuna söhn, geboh-s^'^79. wurde von seiner mutter selbsten gesauget, und, ^ groß-vatter nachmals erzogen. Dieser, als er ver-

Mrr h/ baß er von natur etwas unfreundlich war, gab ihn?^ g „(aufsicht einer jungen adelichen Frauen, daß sie chr: et-^tde Muntern sollte. Als er zum ftudiren geschickt schien,Akt jh'vm Andreas Savonius zum krXcsxwr gegeben, wel-sch " die Lateinische spräche gantz spielend beybrachte, wo-/.von jugend aus zu einer schertzhafften art angewöhnter solche auch in keinem alter nie lassen können. ErU EiyMuf mit diesem seinem Lr-cceptore auf die AacademieMsi-Manca, allwo er die Geographie, Mathematic undM um meisten trieb. Als er aber daselbst anderthalbs^lich gerächt, wurde er nach Hause beruffen, und ihm ein(vofmcister gegeben, unter dessen anführung er sich in-!>> tu dl>v o,,an^i-> xjnx reift

zum an-

der Historie wohl übte. Er that hierauf ei,^ und hernach in Portngalt, gieng aber z:

t^e„ßÄ,llesellschafft der Gesandten, die zu dem Vervinischenta kuvf, 1"Uß geschickt waren, in Franckrcich. Nach seinersuhlte er sich mit Catharina aus dem Haufe Ribe-tk>'tzeßin undi Henriquez von Ribera, Hertzogs von Alcalauud folgte kurtz darauf dem vatter in dem Hertzog-tzMnix» "u. Ob er nun gleich a» dem Spanischen Hofe an-q- Mlben bttmeynte, so waren ihm doch viel Grosse im wege,L.slbx.._ sich in Flandern begab, um unter dem Ertz-Hertzo-Nckrx negs-dienste zu thun. Er reisete eben damals durch>>c, /ge M'U.ud begleitete den Connetable von Spanien bey demb. 7»le iv. zur audientz. Da nun der König den Con-decken ließ, setzte auch der Hertzog, als ein Grosser»-? «ebltü- (.seinen Hut auf, obgleich die anwesenden PrintzenWachen pbsie unbedeckt waren. Diese cntsatzten sich über ei-hk^bfuna Kühnheit nicht wenig, und hielten es vor eine be-

Verbargen aber doch ihren Unwillen aus respect ge-'te», bis auf den andern tag ,^da sie dem Könige vor-

iesg^gs vnn Mem ränge vor ein grosses Nachtheil durch des,k^Ber AU Offuna verfahren zugefügt worden. Dahero ließkjL»stre,i, ^' »m ihnen ein genügen zu thun, das ceremonielSriAnl-en'M sich denn gefunden, daß in den vorigen zeitensi> «bte,i s»,b?'u geblüte sich bedecket, so bald der König den Ab-^eyheit gegeben,,bis endlich Fra,

Franciscus I. sol-

„g a d^^.^bgebrachr. Auf diefts verordnete der König,^>1, M di/cn v" gebrauch wieder sollte in schwang bringen...l^berlande kam, hielt er sich bey der belagerung

andern gelegenheiten wohl, wurde auch in denNselkIiedeMM». Er gieng aber, nachdem er sich 6. jährlochst ^ al^s'f.en aufgehalten, wieder zurück in Spanien,

zum Königlichen Cammer-Herrn gemachttzv"MeMMvg ihn zu den wichtigsten rathschlägen, da ertiij°7>en Mderm treulich mißrteth, die Mohren völlig ausklagen. An. i6n. wurde er Vice-König in Si-"och einmal so viel gage als seine vorfahren,^ sehr monatlich. Daselvst machte er sich inson-

.e» t?Z"te„ / daß er das verfallene justitz-wesen wieder-si, tz """d brachte, und die Türckifchen see - räuber vonv. efMb- Als er seine drey jähr daselbst vollendet hat-^e,,Ue ^ M Vice-Könige in dem Königreich Neapoli bestel-lt! Deichs Mr solches Gouvernement antrat, hielte er zuvor"st heyriM Palermo, darauf er von den Reichs-Stan-'wen decreten versehen wurde. Er nahm sich aber

auch im Neapolitanischen der regierung wohl an, indem ernicht allein den Türcken grossen abbruch that, sondern auch dieVenetianer gar von dem Adriatijchen meere treiben wollte,worzu er desto mehr gelegenhcit fand, da ihm sein Gouverne-ment auf z. jähr verlängert wurde; ja er stiftete mit dem Spa-nischen Abgesandten, Alphonso äe Cucva, und Don Pedro vonToledo, Gouverneur von Mayland, an. 1613. die gefährlicheconspiration wider die Venetianer an, deren glücklichen aus-aang er sich zwar gewiß versicherte, auch bereits nach Hofeschrieb, so aber gantz fehl schlug. Eben diefts brachte seinenfall zuwege, indem die Venetianer durch ihre intriguen es ver-mittelten , daß nicht gar viel gutes von ihm an den SpanischenHof geschrieben wurde, zumal er sich auch den Neapolitani-schen Adel zuwider gemacht, und beschuldiget wurde, als trachte-te er nach dem Reiche. Als er nun vermcrckte, wie ihm der Hofnicht sonderlich günstig wäre, stellte er seine Unschuld schriftlichdar, suchte auch sich bey den Reichs-Standen wieder zu insi«nuiren, und die Jesuiten zu gewinnen, die er doch zu verschie-denen malen beleidiget; allein, dadurch wurde der verdachtnicht vermindert, sondern vermehrt, sonderlich aber dadurch ge«ftarcket, als er am heiligen drey Köntgs-fcste an. röro. die Kö,nigliche crone im angesicht vieler vornehmer Herren, gleichsamaus fchertz, auf sein Haupt setzte, ob er gleich selbige baldwieder abthat. Als man dieses bey Hofe erfahren, wurdedem Cardinal Borgia anbefohlen, sich ohne verzua von Romnach Neapolis zu begeben, und die Verwaltung selbigen R'.ichSzu üdernehinen. Dieser nöthigte ihn, daß er noch vor adlaufder letzten ;. jähre sein Gouvernement aufgeben, und wieder zu,rück in Spanien gehen muste, dahin er zwar einen grossen reich,thum mitbrachte, das Königreich Neapolis aber voller schuldenhinterließ. Er schickte indessen seine gemahlin nebst seinem söhnüber das meer voran, daß sie ihm an dem Königlichen Hofe wie-der einige gnade erwecken', und die Königlichen Ministers mitgeschencken gewinnen möchten; kam darauf über Franckrcichetwas später zu Madrid an, und wurde von dem Könige undallen Grossen gar wohl empfangen, bekam auch Hoffnung, wie-der nach Neapolis zu kommen , wiewol solche mit des KönigSPhilippi III. tode bald verkehrt wurde. Denn nachdem derHertzog von Uzeda, welcher die höchste gemalt am Hofe hatte,und des jungen Hertzogs Johannis von Offuna schwieger - vat-ter war, herunter kam, und von dem jungen Könige PhilivpoIV. der Graf von Olivarez an dessen stelle gesetzt wurde, welchenunser Hertzog einmal mit morsen angegriffen hatte, wurde ergleich bey angehender regierung in arrest gesetzt, darin« erjähr aushalten muste, und bey noch unausqemacbter fache den2z. stpt. an. 1624. verstarb. Er hinterließ einen einzigen söhn,Johannen: Tellez Giron, welcher Vice-König in Sicilien wur«de, und bey solchem Gouvernement auch starb. Dieser hinter-ließ gleichfalls einen einzigen söhn, Caspar Tellez Giron, Her.tzog von Offuna, Staats-Rath und Vice-Cantzler von Arago-nien. Dieser starb den r. jun. an. 1694. zu Madrid, und hin-terließ 2. söhne, nahmens Franciscum Mariam cle Paula Tcl.lez Giron, sechsten Hertzog von Offuna, Marquis von Pennafiel,Formest« und Caracena, Grafen von Urena, gebohren an. 167;.und Joftphum, Grafen von Pluto. Jener hat dem KönigePhilippo V. gute bleuste gethan, und ist an. :71z. dessen ersterI>Ienipotemigriu8 auf dem friedens-congreß zu Utrecht gewesen.Er starb zu Paris den z. april an. 1716. und hat mit seiner ge»mahlin, Donna Maria von Velafco, einer tochter und erbin Imnici Ferdinandi cis Velafco, Groß-Connetabels von Castilien undHertzogs von Frias, mit deren er sich an. 1694. vermahlet, nur2. töchter gezeuget, daher ihm sein bruder Jostphus in dem Her»tzogthuM Osslina nachgefolget ist. äi von lliecro 6iion.

Giron, (Garcias) von Loaysa, Ertz-Bifthoff von Toledo,war qebürtig von Talavera, und des Petri Girons, Raths vonCastilien, söhn. Er studirtc auf der Universität Alcala, undnahm nicht allein in der Philosophie, sondern auch in der Theo.Ivgie, und zumal in der Historie der Concilien, dergestalt zu, daßer wenig seines gleichen hatte. Von dar wandte er sich nachToledo, allwo ihm fein vetter, Lopez von Caravaial, das Ar-chidiaconat zu Guadalajara resigmrte. Er blieb daselbst bis aufdas jähr :z8z. in welchem ihn König Philippus an seinen Hofkommen ließ, um fein Almoftnier und Hof-Prediger zu werden.Wenige zeit darauf ernennte er ihn zum Lr^eexror seines jun-gen sohns Philippi, Infiniten von Spanien. Der CardinalAlbrecht von Oesterreich machte ihn zu feinem Vibrio des Ertz-Bißthums von Toledo, da er an. 1596. als Gouverneur in dieNiederlande gieng. Nachdem aber selbiger Ery- Hcrtzog sich mitder Jnfantin Elisabeth Clara Euqenia zu vermählen beschlossenhatte, gab Philippus II. selbiges Ertz - Bißthum dem GarciaSvon Loaysa. Er besaß es aber nicht lange, indem er oder s.monate darauf den 22. febr. an. 1599. starb. Man sagt, er habesich sehr bekümmert, daß Philippus III. als er seinem vatter snc-cediret, ihn nicht in solcher Hochachtung gehalten, als er es meyn.te verdient zu haben. Er hat Lolieettonem Loncilwrum tu.ftmnire edirt. , lib LXVII. A ,

bltil. Dich.

* Giron, (Gottfried äs Chateau) war ein söhn Johannisvon Chateau-Giron, Herrn von Malestron m Bretagne, rc.Von seiner jugend an folgte er- dem kriege nach, und thatsich durch seine hertzhaffkigkett hervor. An. 1^76. hielt er diebelaacruna von St. Malo wlder den Hertzog von Lancaster

, au»