Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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die Französische Historie von Pharamundo an bis auf Caro-lnm VII. in selbiger spräche heraus, und war willens, solchebis auf seine zeiten zu vollführen, so aber nicht geschehen; ne-ben dem hat er ein buch unter dem titul: äs I'Lwt L 8usss8 äe8M-Üre8 äs krsncö geschrieben. Man kan von ihm dieses urtheilfällen, daß er sehr wohl verstanden, was zu einem IIiItonLogehöre, viel alte tradttionen der lügen überwiesen, auch vonvielen Puncten, sonderlich dem magdlein von Orleans sehr freygeschrieben; jedoch hat er sich selbst nicht allezeit vor fabeln ge-hütet , des Pauli Aemilii omüones ausgeschrieben, auch seinebegierde, geld und ehre durch seine schuften zu erwerben , all-zu sehr blicken lassen. Er starb den 2;. novembr. an. 1610. r>e

*

Girard, (Petrus) Cardinal, Bifchoff von Puy, war einFranzose aus der provintz Forest. Er. addreßirte sich an denPapst Elementen: VII. welcher sich seiner in wichtigen angele-genheiten bediente.' An. 1409. den 29. oct. empfieng er den Car-dinals-hut zu Beaucaire, als er bereits Bifchoff zu Puy war.Er verließ Papst Benedictum XIII. und wandte sich nach Pisa,allwo das Loncilium, so daselbst versammelt war, ihm seinegeistlichen würden confirmirte. Er war auch ?ssnitenti3riu8der Römischen kirche, und starb um das jähr 141;. obgleichContelorio behaupten will, er habe noch an. 1417. gelebt. Mansagt, sein leichnam sey in der Haupt-kirche zu Avignon begraben.Boiler, vit3 LIem. VIII. L 7 o»re/-n 7 o.

* Girard, (Johann Baptist«) ist zu Dole in der Graf-schafft Burgund um das jähr 1671. gebohren worden. Erbegab sich bey erwachsenen jähren in den Jesuiter-orden, undließ sich zum Priester ordiniren. Er erlangte durch seine be-sondere gaaben, als er sich zu Aix aufhielte, grossen rühm,und kam an. 1728. als Iteclor des Königlichen 6^mn3lü derSchiff-Prediger nach Toulon, und bekam daselbst viel beicht-kinder, unter welchen sich auch eines kaufmanns tochter, Ca-tharina Cadiere, befand, welche sehr wohl aussähe, dabeyaber ein sittsames leben führte. In dieselbe soll sich, wie seineWidersacher vorgaben, ?. Girard verliebet, und sie durch al-lerhand unerlaubte mitte! zu seinem willen zu bringen gesucht,auch in solchem vorhaben es so weit gebracht haben, daß sievon ihm schwanger worden, worauf er die frucht unge-säumt abgetrieben, und sie in ein kloster gebracht habe. DieseHändel entdeckte k. Nicolaus, weil aber auf feiten des k. Gi-rards vorgegeben wurde, es seyen dieses nur reden einerwahnwitzigen weibs - person, und einzig und allein zur Verun-glimpfung des ordens angesehen , wurde die Cadiere hartgefangen gefetzet, welche auch endlich alles widerrufte, aberes auch bald wieder vor gewiß bejahrte. Es wurde die fa-che vor einem darzu niedergesetzten Gerichte zu Air tractiret,da beyde parteyen nach langem gefängnisse endlich den 10.octobr. los gesprochen wurden, worauf sich der k. Girardnach Viviers wendete, da er freyheit hatte, zu predigenund beichte zu sitzen. Er brachte endlich das übrige seines le-bens zu Dole in seinem vatterlande in der stille zu, da erden 4. julii an. 17z;. verstorben. Es hat der proceß mit die-sem kster überall ein grosses aussehen gemacht, und in Pro-vence den Pöbel so erhitzet, daß er seinen zorn über die gantzeJesuirer - Societät auslasten, und derselben LoIIe§>2 verbren-nen wollen. Zum wenigsten muste daselbst das bildnis desk. Girards dem scheiter - Haussen zu theile werden, da man eshingegen zu Paris als eine galanterie auf allerhand bändernund auf Nouclioirs zu tragen psiegte. Die schnften , die indieser fache zum Vorschein gekommen, sind zu Paris in achtbänden in 12. zusammen gedruckt worden. Genealogischer

?. VII. p. 2)4. Isgg.

* Girard, (Stephanus) war Advocat im Parlement un-ter der regierung Ludovici XIII. Er hat auch noch etwas zeitunter Ludovico XIV. gelebt, und gab mit beyhulffe JacobsIoly, welcher auch ein Advocat gewesen, sein grosses werckvon den Parlementern und grossen bedienungen in Franckreichheraus, welches zu Paris in zwey theilen in fol. an. 1645. ge-druckt worden.

*Girardel, (Petr.) ein Französischer Dominicaner-Mönchaus dem dorfe Chameroy in Bourgogne, war um das jähr 157;.von sehr geringen eltern gebohren, und hatte einen kohlenbren-ner zum vatter, brachte es aber durch seine schöne gemüths-Haaben so weit, daß er vor den besten IKeoloZum und Red-»er seiner zett paßirte. Er studirte zu Paris, unterrichtetedarauf zu Toulouse die Xavic-o-, in der Latinitat, und an. 1618.las er daselbst über den Lombard»«,. Er ist in verschiedenenLo1Ie8Ü8 kecstor gewesen , und hat den Ordens-General,Nicolaum Ridolpht, der ihn zu seinem amts - gehülffen an.genommen, und zum Provmcial von Engelland ernennet, über-all auf seinen reisen begleiten muffen, da er denn zu Rom alsInquisitor von Toulouse, welche bedienung er seit an. 1608. ver-waltet, den 8. febr. an. i6;z. gestorben. Seine schriften sind:kexonls 3 1 'Lvsrtiffemsnt äonns xar Is 8 kEeur 8 cis I'Lxli.sie xretsnäus Xef. äs Ossires sn I-3ngusäoL toussiant ceux,qui fönt 1 olisite 8 ä s'en 1 stirer §: se rsnärs 3 I3 ffelffgon

catffoligus , dabey er aber seinen nahmen verschwiegen, Tou-louse 1618. in 12. OommsntLtiuncuIa Or^tionis Lominisse,Cöln 1626. in 4. welche Am. ä'Andilly ins Französische über-setzt , und den ru Paris 1670. in fol. und in 4. gedruckten

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Opp. St. Theresia einverleibet. Im manuscript abck ' ^von ihm: IVIsäir 3 tion 8 <L ffxersiLS 8 pour I3 I rap-I ^ siv

8rsnäe8 lolennite8; 1r. äs I'OrAllon mentale i

ffeg. Lliavanac; granäs Opus siuper universam8. ffsiomse. , bist. Lom. Tolosi k- Vl. c-s>

8. , bist. ffeform. 8. ffsiereüse, tom. H- U

n. Lcdarck, bisil. Oomin. tom. II. x. 477. gcl^

Girardinus, von Amiens, hat um das jahrss^ri Mbet, und vers-weise einen roman geschrieben, E, osst-

NelaäiuL. /.a Ooix a« di"' ^ i>Sv

* Girardon, (Franciscus) ein berühmter b"baumeister, war zu Troyes in Champagne an. i°27' vund ein schüler des Laurentii Maniere, ingleichen der 0Anguier, bey welchem letztem er insonderheit >>>>-. Msehr zugenommen. Nachdem er erstlich eine zeit»«"» °sailles gearbeitet, bekam er von dem Könige Ludo ^einepensionvon 1000. thalern, damit er eine relff 'unternehmen, und sich daselbst noch grössere vollkon»" Ge-werben könnte. Als er nun von dünnen wiederum»kommen, that er sich gar bald so wohl hervor,

ein miedglied von der Academie der mahler-uno , mkunst, an. 1659. aber krosesior, und an. ,674. /, Mner nach des Caroli Is Brun tobe General-Insseörorbildhauer-kunst gehöriger wercke, und endlich an. stpt.'^meldten Academie Cantzler wurde. Er starb den gre!>,1715. in einem alter von 88. iahren, und hintermpanzahl der schönsten kunst-stücke, die er sowol enmarmor verfertigt, aus welchen allen jedoch die ALudovici fflagni auf dem platz von Vendome, da^ä nittdas pferd aus einem gusse sind; ingleichen das n"",

Cardinals Richelieu in der kirche der Sorbonne vor ^tigsten und vollkommensten gehalten werden.

/rca, p. iüZ. 71 /cMor^k, ck« re-»,. ,

* Gircona, oder Martiani, eine kleine st"dl^,Bsogenannten eigentlichen Natolien , ist das alleehemalige stadt in Aeolien; sie liegt an dem Goffo A B''zwischen der stadt dieses nahmens, und dem

Giemasti, und hat noch einen Bischofs, welcher

von dem zu Epheso ist. ^ jp ^

* Gireft, eine stadt in Persien, und der haupd^^c^provintz Caramanien. Die D-ibuI-s Mronomw» ^welche sie beydes Sireft und Siraft nennen, E' ^sclU88. gr. longituäinib und 29. ktituäinis. Es >vzr

ne grosse handelschafft von Corasanischen undwaaren getrieben, und sie liegt von Ormus nur .

ab. Das land, so um diese stadt liegt, istmen-citronen-und oliven-bäumen. Tavernier, ^ »

ort bey weitem zu dem grösten ort in Caramanlen m re» ^det anbey, daß die Parisischen Leograpbi dreselograd 40. Minuten lonZimälnis, und den ;i. grao bcr> ^l3ciwäini8 setzen. Sonsten sind, nach des uem" vdie Armenier die einzigen, welche die erde und das w' .bauen, und daraus eine grosse menge frucht zlcyr>'.^ l,e ?cken Handel damit treiben. 2V-E«, ^ >

, bibliotli. Orient. Ac. ^ »,,ll

Girgio, ist eine Africanische stadt in Ober-EM Ast ezwar der vornehmste ort der provintz Caßis G>rg' , r»flusse Nilo zwischen Barbanda und Said.

äu I.ev 3 Nt. MSI"

Gtringbomba, ein Königreich in der landDEin Nieder-Aethiopien. , ^ftst

* Eirola, oder Gerola, auflat. 6iwk, Äuiu^^ M

Laumellinischen, einem landgen in dem HertzoW" PiE x>etEr liegt nicht ferne von dem Po zwischen den stE Ileck^.^Valenza; einige OsoZraxlri nehmen es für das an stisse^^stiAcherrä, so eine stadt in 63IÜ3 LiLIxina gewesen u>meynen, Accrrä sey gelegen, wo nun Acepe e>u^ft m ge-Pavianischen liegt; andere zu Ghiera, en,emLodesanischen gelegen, dem einsiuß des Sarro w ^gen über. vicl. Osogr. hEp.

Giro», eines der ältesten und vornehE'

antz Spanien, woraus die Hertzoge von OM" Met-

3 or uralten zeiten hat es den nahmen CisueroS

1096. war Rodericus Cisneros mit in der geff^, crea^'sstS

frieds von Bouillon, und warb;» dem dama"°> j^u AoS

eine Compagnie von dreißig mann , die er auch st ' sa,E Aisc»

unterhalten. Am meisten aber hat sich aus . n

Rodericus Gonzales von Cisneros berühmt S^chtck^ xc»

...

ihm König Alchvnsus Vi. vonehe, die Donnam Sanctiam, ^r ehe gegev "' ^esi / ^ ,1^titul: Istcros Ililpsnisrum v der Held vou Wdlegt; denn als bemeldter König durch eme pa^^ lU'^ftck^gefangen worden , griff dieser ftm ^, M'dunter sich habenden soldaten die uuglaubtgen w ^ihn, welches den König so sehr erfreuet^ peM 7^ >vm

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.V», ,1> ,«,1 ^'"stsV-nselbeu

seinem Königlichen kleide schnitte, und dmffwverehrte; weil nun dieser auf Spanssch snon ^ M ^so geschahe es hernach, daß er an statt Cffnero^ Hertz-^nen ließ. Eben selbiger ist der stamm-vatter ^ § "Äre»Ossuna, starb an. 114,. und hluterllch.töchtern, Ivon welchen eine grosse aniam v