Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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darinnen die Sernist, weiche oben im Sernist-thalden.'Met, dieses thal durchstießt, und oberhalb Schwan--, Matt und Engt vorbey, in die Linth rinnet;ist der auslauf aus dem Clönthaler - see, so sichlvqen^« . Glaris in die Linth ftncket; die Linth, so aus der^cben Sand-Alp entspringet, nebst andern fisch-reicbenMeis A" klarem brunn - wasser, dergleichen der dach beyöädn ' , Man findet auch verschiedene gesunde wasser undDia,»' als: das Wihler-Nieder-Urner - Luchsinger - Molliser-Mer-und das kalte bad in der Alp Krauchthal, rc. Ubri-i^nd und der boden etwas kalt, daher auch keinH»d di'M wein-noch frucht-wachs darinnen ist; hingegendich ^llpcn und thäler sehr reich an gras und weyde für dasblichet arinn auch die Nahrung und gewerb der Anwohnersichss"- Unter andern lands-fabriquen dieser natur, so denbchaii ^'geführt werden, ist der sonderlich bekannte grüneAiss, Aeger, der wegen darunter gemischtem pulverisirtenbln-kleeö nicht nur dem geschmack sehr lieblich vor-Rpx „v sondern dabey auch sehr gesund ist. Es ist eine jedediehx A berg im lande raxirt, wie viel flösse, das ist, stückder worauf getrieben werden sollen, und wer darüber thut,lhr„ 4?, gestraft; es sind aber deren , die 800. stück söm-svmmerung des Viehes währt vom ansang des brach-ten ^ auf St. Michaelis-tag. Man trift auch in denMg,' absonderlich aufAueren am Weiggis, Feßis, Guppen,Mfss' verwunderlich tief in die sehen hinunter gehende"eist./ holen und wind-löcher an, aus welchen beständig ein>A>x„ And heraus gehet, der den nächst darbey gefallenen,h. y, lchnee sogleich schmeltzet. Sonsten wird das land inderessM oder gegenden eingetheilt, die man Taawen nennet,!ü.erk!,i. verbunden ist, drücken und liege, strassen und wegebestallen und zu machen. Es stnd folgende; Glarus, Elm,Ennetlinth , Linththal, Bettschwanden, Nitfuhren,NW"den, Mitlödi und Sohl, Enneda, Nettstall, Mollis ,

> t», °' Ober-und Nieder-Urnen, Bilten und Kerentzen. DerM^Kcken des landes ist Glarus , schön, groß, und einer^ ! 'ch- Es ist darinnen das Rathhaus, wo Land-Am-

b>»b bucht und Rath sich versammeln, ein reicher spital,

! Üikyniii! °br bürg St. Michaels-capelle, welche nach etlicher! Rch A von St.. Felix und Regula soll erbaut worden seyn., dq,.glarus ist der flecken Schwanden , oberhalb da dieI die Linth fallt , und Näffels unterhalb. Die

! b^Me sind thens Evangelisch, theils Römisch-Catholisch,

! flchslA die erstern über drey viertel stärcker. Der Evange-' Ü' de„ ssheil des lands ins besondere wird wiederum abgetheiltk", tzssMersten, darinnen Elm, Bettschwanden, rc. mittel-K Zy",unnen Glarus, Schwanden, und untersten, darin-, Nieder-Urnen, rc. Die Häupter des lands sind'b>iqjv?d-Amman und der Statthalter, welche

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r" 8 >vn-« 'umman und der Statthalter, welche von beydenalterniren, also, daß der Evangelische Land-Amman!?»»Ao der Catholische zwey jähr am amte bleibet, undN .Religion den Land-Amman hat, so hat die andere^sldir, Halter, der in den Versammlungen seiner religion' und auch solche convocirt. Auf diese folgen dieMbr , als da stnd: der Panner-Herr, Lands-Haupt,h ^eckelmeister, Zeug-Herr, rc. deren jegliche religionMds-gAbern hat. Der höchste gewalt ist bey der gantzenF, EAlnd Don beyden religionen, dabey alle manns-bil-L^che kA >ahr alt und drüber stnd, sitz und stimme haben.^svtin/Amet der Land-Amman gewöhnlich alle jähr am er-^ im may gen Glarus. Auf dieser werden alle

aNlvff/,, ^ gemeinsam angehende fachen abgehandelt undals krieg, frieden , bündnisse, lands - ordnun-;,,aps,l ?' rc. Acht tage vorher, nemlich am letzten sonntagsM, ,/„Mtet eine jede religion ihre sonderbare zufammen-^..Mills ^^ar die Evangelischen zu Schwanden, und dieMiesen Mf einer matten, zwischen Näffels und Nettstall.N s.s '.wird der neue Land-Amman und Statthalter, wieübrige Amtleuthe , Landschreiber, Landvögte,

V de>-A erwehlt, und zwar durch eine gattung loos.m, n umAbs-gemeind ist der Land-Rath, so aus den Lands-ird/n^,jv26. Rathsherren, aus den i;. Tagwen des lan-

von jedem 4. und von Glarus 6 .) bestehet, welcheT^wi^/blbsten erwehlet. Es können auch die Kriegs-Hauptmänner, die sich im lande befinden, diesemstb beywohnen. Er wird zu Glarus gehalten, so oft^rnman nöthig dünckt. So kommen auch die

V jeder religion abfonderlich zusammen. OftMve jchwey-und dreyfacher Land-Rath gehalten, da nein-KÄtt Tagwen die anzahl vermehret. Das MalefttzdjiNter b iede religion über die ihrer religion zugethanetzi Vani'oAbs lands wapen ist ein schwartz - bekleideter" ' ldij,, Zrunem wasen im rothen schild, welcher

. Uten soll. Des landes ehren-farb ist ein

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b» f Nia>,t i '"bn ivn. Des lanoes eyren-zaro nr ein.band» 'bl, vornen mit einem weiß-und schwar-'!>, D Der erste anlas, worbey des fleckens und landesi-blche nssfiA'bd, ist die Legende von St. Felix und Regu-ein» . daß sie in das land Glarus gekommen,-'b A,/bltlang bey dem flecken Glarus aufgehalten,fblsen desjenigen bühels , so heut zu tage!.burn-Abt wird, weil ehedem ein Land-Herr daselbstmstvr A hatte , der aber nach der Hand geschleift. Theil.

worden ,ff. Etliche schreiben, St. Felix habe mit hülffe etli-licher frommen landleuthe an diesem ort eine kirche zu ehrendem heiligen Ertz - Engel Michael erbaut ; aber HenricusLoritus, zugenannt Glareanus, meldet glaublicher, die capellesey erst nach der Hand St. Felix und Regulä zu ehren auf-gebaut worden. Dieser zeit nun gehörte Glarus zu der erstenRhätischen provintz, und stunde unter dem Römischen Land-vogt. Nach zerfallung aber des Römischen Reichs in denwestlichen landen bekamen die Fränckischen Könige dieserenden die oberhand , und unter ihnen entstunden die kleinernLands-Herren, Grafen, rc. Solcher gedencket St. Fridlins(der um das jähr ;oc>. gelebt hat) Legende zween, nemlichUrsns und Landolf, welchen Glarus damals zugestanden,von denen Ursus seinen halben theil dem St. Frrdlin testaments-weist vermacht haben soll, welches testament aber Landolfnicht wollte gelten lassen, sondern die fach für den Königli-chen Landvogt auf Ranckwyl gezogen , allwo dem St. Frid-lin auferlegt worden, seine fach und fürgeben mit lebendigenzeugen zu beweisen. Er sey darauf ohne säumnis gen Gla-rus gekehrt , habe alldort den Ursus von den todten aufer-wecket , solchen mit sich nach Ranckwyl für gericht geführt,und selbsten zeugnis sagen lassen; darüber Landolf alsoerstaunt, daß er nicht nur den proceß verlohren, sondernnoch seinen antheil am lande dem St. Fridlin darzu gegeben.Diesemnach wäre St. Fridlin aus einem ausschweifendenPilgram ein Landeö-Herr zn Glarus worden , welcher her-nach solches dem neu - gebauten klvster Seckingen unterworf-fen , wiewol der älteste beschreibet dieser Legende meldet, eshabe der Landes - Herr Ursus sechsten solches gethan. Alsogerieth Glarus unter die herrschafft der Aebtißin zu Seckin-gen, gab deren zins, zehnden und steuer. Jedennoch hatten dieland-leuthe viel freyhciten und gemalt, land-satzungen, ge-böte und verböte, unter sich sechsten zu machen , auch anihren Lands - gemeinden fried - und kriegs - fachen , Achtungund bündnisse zu verhandeln und zu schliessen. Die Römi-schen Kayser waren des landes Kasten-Vögte, welche dem-selbigen besonders Reichs-Vögte verordneten , die über dasblut richteten, und die confiscationen bezogen. Aber an. n?z.wurde die Käst - Vogtey des lands Pfaltzgras Otto (der einsöhn Kayser Friedrichs I. war) übergeben, und nach ab-gang seines aeschlechts ist sie auf das Gräflich - HabspurgischsHaus gekommen , und endlich auch auf Kayser Albertum I.welcher, seinem Herrschsüchtigen absehen zn folge, viel Neue-rungen unterfieng , und die land-leuthe seinem joch lediglichzu unterwerffen trachtete, auch zu diesem ende die von Seckin-gen bependirende Meyerey zu Glarus an. i;°8. an sich ge-bracht hat; darauf that ihnen dessen söhn Ertz - Hertzog Leo-pold einen Angriff in die Land-Amman-steüe, indem er an.izi;. Graf Friedrich zn.Togqenburg , anstatt eines Land-Ammans , zum Pfleger über das land gesetzt. Die Warnerwaren darüber sehr mißvergnügt, und sahen wohl , daßdieses Vorspiel ihre freyheit gelten solle , deswegen viel an-sehnliche lenthe und gescblechter aus dem lande barvon gezo-gen , und sich zu Ury, Zürich, rc. niedergelassen , und dieland-leuthe an. r?2z. An drey-jähriges schütz-bündnismit dem lande Schwytz geschlossen haben, jedoch mit vorbe-hält des Gottshauses Seckingen , und des Ertz-Hauscs vonOesterreich rechten. Dessen aber ungeachtet war der Ertz-Hertzog fast erzörnt, muste es jedoch geschehen lassen, setzteaber dem lande an statt des Pflegers einen Vogt an. iz-y.auf den hals , der seine Wohnung in der bürg zu Näffelsnahm. Dieses unfreundliche und harte tractament, zumaldasjenige, was unter der regierung des Ertz-Hertzogs Ottofürgeloffen , vermehrte den haß und Widerwillen der land-leuthe gegen die Oesterreichische regierung nicht wenig, undflammte die begierde , zu Wiederherstellung der alten unter--gedruckten fteyheit, nicht wenig an , zumal da an. i;;-.Lucern, und an. i;zr. Zürich, dem ewigen bund der dreyLander beypflichteten. Die fache brach endlich in offenbareklägden und beschwernis - artickul aus, also, daß Oesterreichwohl sahe , daß der Handel nicht mehr gut thun wollte,derohalben wurde das land mit kriegs - vöickern belegt , indem absehen, die drey verbundene lander zugleich auch vondar aus-zu beschädigen. Es wollten aber diese, solchesmerckcnde, den Oesterreichs so viel zeit und gelegenheitnicht lassen , zugleich auch die bedrängten Warner von sol-chem tyrannischen joche befreyen, kamen derowegen herbey,nahmen das land mit gutem willen der land - leuthe ein ,und diese an. inr. m ihr ewiges bündnis auf, jedoch mitVorbehalt der rechten des Gottshauses Seckingen, und derdem Ertz - Hause schuldigen steuer der 200. pfund, als wel-che die Warner immerfort leisteten und entrichteten. Die-ser bund ist ihnen hernach an. i4?o. in vielen artkckuln ver-bessert worden. An. izy;. hat das land Glarus mit der hoch,würdigen Frau Anna Clara von Hohenklmgen, Aebtißin,und dem Herren-und Frauen - Convent zu Seckingen, einenauskaus getroffen , um alle pflichten, zms, gulten, zehnden,obere und niedere Herrlichkeiten, io dasselbe m diesen landengehabt hat, doch ausgenommen das Pfarr-lehn zu Glarus,und mit Vorbehalt 16. fl. jährlichen zmses. An. 1400. wurdeein ewiger bund mit dem obern Grauen Bund im hohen Rhä-tia geschlossen. An. 141;. iur zeit des Costnitzer Loncllü,

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