Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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-erg, an. i6oy. den rz. aug. Pfarrer in dem dorf Hundsholtz,an. iöii. zu Schornbach, an. 1614. den 29. nvv. zu St. Leon-hard in Stuttgard, an. 1616. den 7. nov. ksttor zu St. Annaund Senior Miniüerii zu Augspurg, an. i6;o. den ic>. jun. nach-dem er an. 1629. den 8. aug. nebst seinen collegen von Augspurgvertrieben worden , General-InthsNor der kirchen in Baden-Durlach, und dann an. i6;r. wiederum Senior zu Augspurg,allwo er aber an. 16;;. den6. april zum zweyten mal ver-trieben worden. Endlich ist er an. 164;. den 8. jul. in seinemvatterlande verstorben. Seine schriften sind: AugspurgischerAdoni-Beseck, oderdtscurs äs Lege isliows, Augspurg i6;z. in

4. krolexomsna LuZuli. Lontellionis in 16. Predigten; ÄUg-

spurgisches Glaubens - bekänntnis, oder Predigten über dieAugspurgische Confeßion. Sein leben hat Joh. Val. Andreabeschrieben. Siehe von ihm ferner Hv-r. bibl. tiomil.

§«»7>rÄ exitspk. "liieol. Susv. äisr. biogr. sä sn. 164;.

niemonse Ikeol. ^/ürtemb. k. II.

* Götzartius , (Joh.) ein Niederländer aus dem XVII. fi--

culo, excellirte treffich in der mahler-kunst, und lebte zu Middel-burg. Er schrieb Netsmorpboün L Uiüorism nsturslLm In-lerroruin, in Holländischer spräche ^ welche Joh. äe Mey miteinem Lomwemsrio zu Middelburg 1668. in 8. Lateinisch über-fitzt inbanden heraus gegeben. bibl. cur. L/or-

r-/. kol^kiüor. tom. I. lib. II. k. II. 0. 4;. §. 5.

* Göddäus, oder Gotzdäus, (Johannes) war zu Schwarte,einem stabilem in der Grafschafft Marck, an. 15^. den?, dec.gebohren, und wurde daselbst erstlich Bürgermeister, nachge-hends aber krofsilor suris zu Marpurg. Er starb an. iS;2. den

5. jan. und hinterließ Neäullsm suris keuäsliz; LommenMr.iirlit. XVII. üb. II. Oecret. L in lit. ksnäesksrum äe Verb.LXer. SiZnik. HerbvM 1591. in 8. äeXeb. Lieä. Goslar r; 8 r.in 8 . rc.

Götzen, (Henning) gebürtig von Havelberg aus der Prignitz,war Professor suris zu Erfurt, auch der kirche L. Mariä Scbols-ssicus und Lsnonious. Von dar wurde er von dem Churfür-sten Friderico III. von Sachstn nach Wittenberg beruffen, allwoer nicht allein diesuis lehrte, sondern auch Probst daselbst, undnebst andern zum InlpeQore und Lekormstore Lcsäemise bestelltwurde. Er starb den rr. ian. an. 1521. und hat man von ihmkrocessum suäicisrium; Lonülis, Lo. , vit. ^L.

Götzer, von Rrieastzorff, eine alte adeliche familie, vonLonaobardischer ankunft, welche sich zuerst in Kärndten, hernachin Schwaben, endlich aber in Bayern niedergelassen. Lintoldustzeurathete um das jähr r zoo. eine von Kriegsdorff, und brachtedadurch sowöl das stamm-guth Kriegsdorff als den nahmen aufsein qeschlecht. Georg war an. 1545. Dechant in der AbteyBerchtolsgaden.Johann Bernhard war um das jähr 1626. Her-tzogs Ferdinandi in Bayern geheimer Rath, und hinterließ Ernstund Frantzen, welche mit unterschiedlichen kindern gesegnet wor-deU. L«ce/. stemm. k. IV.

* Götzincj, eine grosse Herrschafft IN Mahren, an der Un-garischen grentze , welche vormals den Grafen von Oppersdorffgehöret, aber an. 169;. an die Fürsten von Lichtenstein gekom-men. Masers fortsetzung von Crusti Schwabis. chron.

p. 6Z4-

Goeghy, ist der nähme einer stete der Banianen in Indien.Sie erkennen einen Gott, den sie Bruin nennen, und vor denschövfer aller dinge halten, aber die lehre von derIVletempf/.ckoü oder fortwanderung der fielen aus dem leibe in den andern,wie die andern Bananien thun, glauben sie nicht, sondern hoffenvielmehr, daß ihre fielen, nachdem sie ihre leiber verlassen, ewigbey GOtt seyn. Sie leben einsam auf dem lande, in Wäldernund wüsten, und zwar verrichten sie ihr gebät in den dörfern,»der alten wüsten gebäuden, und besuchen niemals anderer stetenkirchen, ob sie gleich keine eigene Moscheen vor sich selbst haben,ausser daß sie manchmal, wenn sie fönst nirgends anders bleibenkönnen, in den kirchen der Samarthanen sich finden lassen. Siebesitzen nichts eigenes, und gehen nackend einher, nur daß sie ihreschäm bedecken. Sie reiben ihr gesicht und ihren gantzen leibmit asche, welches sie gewaltig verstellet, sehen auch sonsten sehrernsthafftig aus. Sie halten insonderheit viel auf einen, nahmensMecis, den sie Gottes knecht nennen, heurathen nicht, und sindso streng in ihrer keuschheit, daß sie sich auch von keiner weibes-persvn anrühren lassen. Alle andere Banianen haben eine ve-nerativn vor diese Goeghy, ausser denen von der stete Ceure-Mth, die ihre conversation meiden. Es giebt auch einige wei-der, die sich zu dieser stete bekennen, sind aber gar wenige, weil sie-eren strenge lebens-art nicht gewöhnen können.tom. II.

spläidlin , von Desstnau , ein adeliches geschlecht, so an-

saWDer-Baden residirt, das Maus der sMt Pfortzs

»-iw -,,iurem bof aebabt, und das schloß TEenau (davon sieauck den nahmen aefübret) besessen; als aber Werner von Tief-fenau, Hm in Wcrdenberg, zu ^rMm mchthum gelangte,baß man ihn deswegen gemeimqltch Goltz^"sts sein ansehen ihm der benachbarten Fürsten haß und Verfol-gung auf den hals zöge, hat er sich anfangs nach Straßburg,und von daran. i;;o. nach Zürich begeben, allwo er in ge-meldtem jähre bürger worden; seine qemahlin war Lucia Freyinvon Gutttnberg. Von seinen nachkommenden war an. »410.

Heinrich Chor - Herr zum grossen Munster; qro,,^-

ein anderer Heinrich, der in dem Creutz - gartenMünster eine capeüe erbauet, und darbey eine CaMn»-' Mgestiftet, allwo er auch für sich und feine nachrow _begrädnis erwehlet. An. 144z. wurde Paulus, MRaths in dem streit zu Wolrau erschlagen, sesgle'L ^,ohlbruder Jacob, ein Ritter; sein söhn Heinrich Kranst,in den Burgundischen schlachten, wurde an. E-.jstec i»zum Ritter geschlagen, und eben dieses jähr Bürger DEZürich, wie auch an. 1492. Gesandter auf den M1./nach Bern, Freyburg und Sololhurn. Seine soym ^a».Hieronymus , Chor-Herr zum grossen Münster w-o . ^ zui?oi. 2.)Carolus, Dom-Herr zu Chur, und zu

Zürich, Zofingen und Solotyurn. ;.) Ruland,

Costantz, Probst zu Lindau, Chor-Herr zu ZürichsSolothurn, und Gesandter von den gesamten EvU' Keijpden Rom. Papst, um bey ihm die freyheit, alle lastcrlM^ ,v^liche nach verdienen abzustrafen , zu erhalten. 4.) Ren>^ AEde an. 1507. von König Ludovico XII. in Franckreiw §zu einem Ritter geschlagen, und wegen seiner taM»ceiMregalirt; er zog bey abänderung der religion nach ?''legte alldort den gründ zu der noch dißmals in Lu»rden adelichen familie dieses nahmens; seine söhne MRenward und Hans Caspar Düring, sein groß-stv" n 9 ^der Könige in Franckreich , Francisci I. und ,

ster; Beatus an. 1640. Abt zu St. Urban; Joh-D» ZMdas jähr 1670. Venner zuLucern; Nicolaus an. pesWettingen, und erst noch an. 1718. Heinrich Luv»" 'nern Raths zu Lucern und Christoph Zacharias ^»MMdem Münster. 5.) Georg des Raths und Ban-HA' o,sti> iwar beyneben Hauptmann über ein Fähnlein CYl» jp rcdiensten Papst Leonis X. und an. i;;i. Hauptwa»'>Cappeler-kriege; dieser hinterließ auch etliche söhne, '.eipist zum zwölften mal mit der stadt Zürich ins fcld ge°auch des Raths und Reichs-Vogt, ingleichendiensten Kaystrs Maximiliani I. wider die Franzose»land, und wurde in diensten Papst Leonis X.schlagen, hatte etliche söhne, zog aber wegen der A dAgen Rapperschwyl, und starb allda an. 1542. .W aeMZeugherr und des Regiments zu Zürich , dieses g.daselbst der letzte, starb an. 1677. üemrna Zu

k. III. lib. II. c. 14. von Jtal. kriegen»geschlechtb. * ' ,

Göler von Ravenspurg,eine adeliche familie sn s'welche von dem Römischen geschlecht der Lorvmor» ', ^men soll, gleichwie sie auch einen raben im wapen rban von Göler lebte an. 940. und hatte einen jvv»'.^ i»Carl, welcher den beynahmen Ravenspurg von r»^§ß ,

.

bauet, und eigentlich Rabenspurg genannt gehabt. ^waren i.) Ulrich, welcher die familie von HelMlta^E^2.) Hugo, von dem das qeschlecht von Mentzingen^^eiUp^,;.) Heinrich , welcher den stamm der Göler vonfortgepflantzet. Von seinen nachkommen starb a«.hard, WürtembergifcherRath und Ober-Vogtdessen enckel, Engelhard aufSultzfeld, ist BadE^ aeUi,yRath, Ober-Vogt zu Pfortzheim, und ein großA ,.) h,i.) Friedrich Jacobs , gebohren an. i6ü->. und AU»Bernhards, welche beyde mit erben gesegnet rvorov. R. A. tsb. 191. L«oe/. ÜLMM. k. III. 0^

* Gölnitz, vor reiten Goltzenetz, wie BESchwäbischen Reichs-Adel p. 280. angiedt, en'L ReE/j>u--angesessessenes und in den Cantonen am Kocherfreyen unmittelbaren Schwäbischen ReichsABmatriculirtes adeliches geschlecht, so aus der v»>genburg seinen Ursprung herführet: Gestalt y,oe,schon vor alters geblühet, und ansehnliche gE pie ov» ^-,,-habt; so aber in den neuern zeiten durch kaut a»,^fuß sollen gekommen seyn. Doch ist von dem « § ebv» ^burgischen stamme dieses Hauses um so viel tven'Aou n»verläßig-und ordentliches zu melden, weil das ^er zulem fleiß und kosten verfertigte ahnen-buch /bus entstandenen feuersbrunst, im rauch ^ jungch AEgrünet aber selbiger noch heut zu tage in hvELAdE> nB'von Gölnitz; als Christoph Ludwig und Georst-» s,beyde in Königlich-Preußischen diensten als abts Kahder ältere unter dem Dossauischen; der MAch M ^,tdem Dessauischen regiment stehen. Wie denn, AallS^vaaretha Elisabeth von Gölnitz, verwitttbte v W"omero im leben ist, deren Herr vatter geE'xckvon Gölnitz, Erb-Herr auf Saum , vennahA^ st

verm»A.'-

Catharina von SteMkeller, aus dem haust ^ f AastAgroß-vatter, Hans von Gölnitz, Erb-Herr «^,a»^uzur geknahlin gehabt Mariam Helenam von HCA Ehause Knnmeritz, und erzeuget worden von -^ern,"ArGölnitz, Erb-Herrn aufbeyben vorerwehnten Sgs aSophia, gebohrner von Canitz, aus Sachstn-^,,tztes a^ psermeldtes im Hertzogthum Wurtemberg a»g^ ^!seE 4anbetrift, so stammet selbiges von ChrFoiA Mdessen gemahlin Margaretha von Bemwch, a /Ä

r» her; inmassen beyde Nicolaum von Gvm «