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Hü?,!!' bey seinem Printzen zum Pagen. Mitten unter der Hof-seinks erlernte er die Philosophie, und als er das iz. jähr>>is j krs erreichet hatte, suchte er vorr seinem valter erlaub-et sM? ben Iesuiter - orden zu treten. Selbiger verlangte,schx-OUee zuvor zurück in Italien kommen, und als solches ge-schickte er ihn an die benachbarten Höfe, um ihndodicnä ö" erhalten ; endlich aber willigte er darein, daß Lu-le, Rom gehen, und in selbigen orden treten möch-
te 5,, "les er nicht allein mit freuden that, sondern auch al-bv,^l>stl>affts:recht dem jüngern bruder Rudolpho abtrat.
er zu Rom angelangt, trat er an. 158?. in den Je-y»e , da er kaum 18. jähr alt war. Er muste hierauflvelH-ye zu seinen eitern antreten, um einen schweren Proceß,der, „ zwischen dem Marchese von Castiglione, seinem bru-dov U, dem Hertzoge von Mantua war, wegen des Staatsdrq^vlferino, beyzulegen, welches er auch glücklich voll->vv .Von dar kehrte er an. i?yi. wieder nach Rom, all-tey ^ erlaubnis bekam, denen, die mit der pest befallen wa-iivh'^y^ustehen, welche er sich darüber selbst an den hals zog,kt gleich daran curirt worden, blieb doch ein langsames'yruck, woran er z. monate darauf an. ^92. starb,gab v/lus XV. versetzte ihn an. 1621. unter die Seligen , undldeicb 7? Bodens - brüoern gemalt, seinen todes-tag zu feyren,auch den 21. jun. an einigen orten geschicht. ,
.7» ^ I.ouis äsOonrggus.
, (Pvrrhus von) ein Cardinal und Bischofs vont„a ' war des Marggrafen Iohannis Francisci von Man-«a>i,,?Eel, und Ludovici von Gonzaga, Rodomont zuge-!»kt, ^ druder. Er hatte herrliche üuäis, und weil er sichdibg.'^ente VII. hielte, machte er ihn an. 1527. zum Car-stvn. Erstarb aber im may an. 1528. , in xen.
^^ 8 - symb. kerois. lib.VI.
lvq^AZaga, (Scipio) ein Cardinal, in dem XVI. stesulo,At-,Hasans, Marquis von Gazzuolo, söhn, ein Herr von/erstände, welcher dabey in der Griechischen und Lateini-ihb, Sprache sehr wohl erfahren war. Muretus stund beyö>cik?l wohl, welcher ihm auch einige feiner orationen de-Er felbsten hat etliche Italiänische Poesien geschrieben,*^bst andern gedruckt sind, wie er denn auch die Lsa-H dae^,^^oriorum zu Padua gestiftet, und selbiger, so lang»bey Mst gewesen, in eigner person vorgestanden. Er nahmwif den geistlichen stand an, und wurde Patriarch vonHeck??'"- Als er einsten nach Rom kam, und sich auchWilhelm von Mantua daselbst aushielte, ließ er ihm»>it k "rasse wegen eines streits, so er über einige schlösserschitzwM hatte, eine schrift einhändigen. Der Hertzog be-Z°a ,,7 sich deshalben bey dem Papst, welcher, um den Her-Rxi,befriedigen, Scipionem ins gefangnis werffen ließ.cilich MNus V. befreyete ihn nicht allein, sondern machte ihnSrg. 7 , fort zum Cardinal. Er starb kurtz darauf am poda-
cv , pjn. II. imsss. illultr. c. n.
^Waga, (Sigismundus von) war des Marggrafen Fri-«». von Mantua anderer söhn. Julius II. machte ihn
Äch öum Cardinal. Er war ein tapferer Herr, welcher
p si'arv ^ bereits Cardinal war, die waffen annoch führete.0 M>. zu Mantua. kiltor. Oon/gZ.
(Ferdinandus) ein berühmter General Ca-M a,, ar ein söhn Francisci II. Marggrafen von Mantua ,N Itna'^os. gebohren. Seine ersten dienst- that er an. izzz.MvhLarn, befand sich hierauf an. iz;6. bey der landung, in7!),E' war auch bey Brignole gegen die Franzosen glucr-'7 ward in eben diesem jähre von Sebastians Monte-Usy,'Welcherden Dauphin Franciscum mit gift vergeben,k^hen "uter allen andern mich auf seine Veranlassung ge-beschuldiget. An. 1^4;. commandirte er in Gel-M (x Lb belagerte hierauf Landreci vergeblich. An. 1544.7, »„ssMrlicher Bevollmächtigter bey den tractaten zu Cres-N-1. " bekam das Gouvernement von Mayland. Er nahmnachdem Petrus Ludovicus Farnese, Hertzog vonman sagt, auf anstiften, oder doch mit vorwrssenk, bis g!° 53 a ermordet worden, Pracenza ein, siel hiernachstwin^fmusche, wo er an. rzzi. übel häufele, und Par-umsonst, bloquirte. In eben diesem jähre ließ erxKi PaMchen soldaten, die sich heimlich in das Hertzog-N»>id und in Mirandola anschleichen wollten, ermor-NMreAuffen, welches hernach zu einem neuen karg mitMen M anlas geben half. An. 1 z;4- ward er, wal allent-^ey^sten wider ihn eingekommen, und er m verdacht ge-ilte , "»f' daß er sich zum Herrn von Mayland aufwerffenDiesem Hertzogthum zurück beruften, unter demU? sollt- baß er das commando in den Niederlanden uberneh-s°?Ht b-l, -»Er befand sich eben in diesem jähre auch in derD» ivoiu^uti, welche die Kayserlichen, die seinem rath nichtN entko^u, verlohren, und aus der er selbst mit genauerir ^ändiÄ.' Er sollte hierauf von seiner aufführung in demss/?iu^ Wen rechenschaffr ablegen, und ob es wol desfallsd° lh»i s-.^'ulichen Untersuchung kam, so hatte doch der Kay-er bleser zeit seine gnade entzogen, daher er, nach-e^' Un- bM. 1577. in der schlacht bey St. Quintin befun«Dermal vergebens gerathen harte, daß man sich den»es recht zu nutz machen möchte, aus Verdruß kranck
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ward, und bald darauf im? i. jähre feines alters verstarb. Erwar ein tapferer und verständiger General, dabey über alleMassen geitzig. Es hat auch deswegen der Kayser, als er ab-gedanckt, feinem söhn Philippo II. gerathen, daß er zwar beydem Gonzaga sich in allen wichtigen dingen raths erholen,aber ihm nimmermehr einiges Gouvernement geben sollte.Iulianus Goselini hat das leben dieses Herrn an. 1574. zuMayland in Italiänischer spräche heraus gegeben. Von seinennachkommen siehe den geschlechts-artick. GuastaUa.
reliir. Oa«re/, lom. V. VI.
Gonzaga, (Franciscus II.) Marggraf von Mantua; sieheunter Franciscus.
* Gonzaga, (Fridericns) em söhn Friderici I. Hertzogs vonMantua, ward nach des vatters tode an. 1540, gebohren, undunter der vormundschafft seines Vetters des Cardinals HerculisGonzaga erzogen. Er studirte zu Bononien, und ward aufdes gedachten Herculis vorspruch , ungeachtet sich verschiedenewegen des Friderici fugend widersetzten , an. izüz. zum Cardi-nal gemacht, starb aber bald darauf an. i;6z. Er wird ge-meiniglich der Cardinal von Montferrar genannt.
bilwr. 6onr3§.
Goitzaga, (Fridericus II.) erster Marggraf, und hernacherster Hertzog von Mantua; siehe unter Fridericus.
* Gonzaga, (Hannibal oder Franciscus) welchen nahmen
er vermuthkch , da er ein ordens-mann worden , nut dem er,sten vertauschet haben mag, war ein söhn Caroli Gonzaga,Marquis von Gazzuolo, und ein sehr verständiger und gottse,liger Prälat. Er ward General des Franciscaner-ordens, be-kam ferner ein Bißthum in Sicilien , und das Blßthum Pa-via, gieng hierauf als Xuncius nach Franckretch, wohin erden Cardinal-Legaten Alexandrum von Medices begleitete, undward zuletzt Bischofs von Mantua. Er starb an. 1620. im72. jähre feines alters, und schrieb, wie Hallervord in bidl.curios. von ihm meldet, ein werck äs Origine 8emxkiL!L ks^Iigioni8 kronsilssn-e, ejus proZrellilms; äs Hegulgri« Oblsr-vantiX Inüitutions, korma Läminiltmrionis L Degibus Or-äini«, Rom 1587- in fol. Venedig 1607. Es hat ein gewisserDonesmundus sein leben beschrieben. , Irsl. Lsr.
rom. I. x. 874.
Gonzaga, (Cäcilia von) ein gelehrtes und tugendhafftesfrauenzimmer aus dem XV. Lculo. Sie wurde durch Victo-rinum Feltrium in den stndien wohl unterrichtet, und vonihrer Mutter Paula Malatesta zu allem guten erzogen. Die-se beredete sie auch den geistlichen stand anzunehmen, wel-ches ihr vatter nicht zugeben wvlte, doch endlich sich mit.vielen gründen darzu bewegen ließ. c?-<EÄ„/ ho-
äcspor. p. ;4- äs immoä. mal. cuku x. z 27.
Gonzaga, (Eleonora von) Printzeßin von Mantua, einetochter Marggraf Francisci I. und gemahlin Francisci Mariä äsIs Rovere, Hertzogs von Urbino, in dem XVI. Lsulo, ist wegenihrer sonderbaren keuschhett und standhafftigkeit berühmt, wel-che letztere lügend sie sonderlich erwiesen, als Leo X. das Hertzog-thum Urbino ihrem gemahl nahm, und seinem vetter Laurentioäs Medicis zuwandte. Von ihren Andern ist Guido Ubaldus äsla Rovere, Hertzog von Urbino, der jüngere söhn aber Hertzogvon Sora und Cardinal worden. Die ältere tochter Hippolytaist an Antonium von Arragvn,Hertzog von Montalro; die andereJulia an Alphonsum ä'Ests, Marggrafen von Montecchiv, unddie jüngste Jsabella an Albcricum Cibo, Fürsten von Malasptna,und Marggrafen von Massa, vermählt worden,
Gonzaga, (Jsabella von) eine gemahlin Guidonis Mal«di von Montefeltro, Hertzogs von Urbino, ist unter die lugend«Hafftesten Damen ihrer zeit zu zehlen. Das glück hatte sie miteinem manne versorget, aber sein Unvermögen hinderte ihn ,die ehe, wie sie unter ehelenthen gehöret, zu vollziehen. Obsie, wie Hilarion ä Costa berichtet, gantzer 2. jähr bey ih-rem manne gelebet, in solcher Unschuld, daß sie nicht ge-wußt , daß etwas mehrers, als ihr mann ihr erwies, zu ei-ner vollkommenen ehe gehöre, lässet man allerdings dahingestellet seyn. So viel ist gewiß, daß sie ihren gemahl des-halben nicht weniger geliebet, auch kein mensch dieses geheim«nis würde erfahren haben, wenn es ihr gemahl nicht selbstkund gemacht, und nach verlohrncm Hertzogthum, welches ihmCäsar Borgia , Hertzog von Valenz« genommen halte, ihr öf-fentlich die ehe-scheidung angetragen hatte. Jsabella wollte da-von nichts hören, und als der tod ihres gemahls endlich diescheidung machte, fiel sie darüber in solche traurigkeit, daß eSihr bey nahe das leben gekostet hatte. Sie verheurathete ihremuhme Eleonora von Gonzaga mit ihres mannes Nachfolger indem Hertzogthum Urbino, Francisco Maria äs is Rovere, Ju-lii II. Nepoten , und brachte die übrige zeit ihres lebeus in stil-lem wittwen-stande zu.
Gonzaga, (Julia von) Hertzogm von Traietta, und Grä-fin von Fondi, des Vespasiani Colonna gemahlm. Sie wirdwegen ihrer schönheit gelobet, dergestalt, daß auch der Tür-ckische Kayser Solimann sie zu besitzen verlangte. Er schicktedannenhero den Barbarossa, fernen General-Lieutenant, nebsteiner mächtigen armee bis nach -Midi, allwo sie sich aufhiel-te , wie denn auch felbrger m der nacht davor kam, und drestadt mit stürm eroberte. Mein Julia hatte sich gleich beydem ersten aüarm blos rm Hemde aus dem fenster gelassen,
und