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Lammt« von Gorrevod II. Grafen von Pont-äe-Vaup, vonPcroyne äs 1-, BaumtzMontrevel, die ihn an. 1569. den i;.dec. zu Bourg in Bresse gebohren hatte. Er wurde durch Ca-rolum Emanuelem , Hertzog von Savoyen , wie auch durchMargaretham von Franckreich, Hertzogin von Savoyen, ausder taufe gehoben, und nachdem er eine zeitlang bey demHertzoge von Savoyen Page gewesen, nach Spanien geschickt,um neben dem Jnfanten und nachmaligen Komge PhilippoIII. erzogen zu werden. Von dar kam er mit der JnfantinCatharina, so an. 1585. mit Carolo Emanuele, Hertzoge vonSavoyen, vermählet wurde, wieder in sein vatterland , da erdenn bey der belagerung von Genf eine Compagnie leichterreuter , und in seinem 17. jähre zweymal die gantze Savoyi-sche cavalerie commandirte. Nach seines vatters tode begaber sich wieder an den Spanischen Hof, woselbst ihn PhilippusIII. mit dem orden des güldenen Vliesses beehrte. Hierauf trater, als Ober-Cammer-Herr, in des Ertz-Hertzogs Alberti dien-ste, welcher seine in der Grafschafft Burgund gelegene Baro-nie Marnay an. 1600. den 4. mav zu einem Marqnisat erklär-te , und ihn zum Gouverneur über das Hertzogthum Limburgbestellete. In der schlacht bey Nieuport errettete er diesein Ertz-Hertzoge das leben, inmassen er ihm nicht allein wieder aufein frisches pferd half, sondern auch denjenigen, der ihm ei-nes versetzen wollte, mit eigener Hand erlegte. An. 1607. be-kam er von dem Könige Henrico IV. erlaubnis , sich in dieNiederlande zu begeben, allwo er an. 1621. bey dem leichen-begangnisse des Ertz-Hertzogs Alberti ein ende von dem ärupci'or, so über die leiche gedeckt war, trug. An. 162;. im febr.machte der König Ludovicus XIII. die ihm zugehörige Graf-schafft Pont-äe-Vaux zu einem Hertzogthum, und am 22.mertz erhub ihn nebst seinen söhnen der Kayser Ferdinandus II.in den Fürsten-stand des H. Römischen Reichs. Sein tod er-folgte an. 162?. den 4. nov. auf dem schlösse zu Marnay, daer sein leben auf z6. jähr gebracht hatte. Von feiner gemah-nn und kindern siehe den geschlechts-artickul. , wli.
xenesl. tom. V. x. 670.
Gorrevod , (PhilippusEngemus, Hertzog vonPont-äe-Vaux) war aus dem vorgebuchten geschlechte in der Französi-schen provintz Bresse entsprossen. Sein vatter, Carl Emanuel,Graf von Pont-äe-Vaux, war anfangs des Ertz-Hertzogs Al-berti von Oesterreich Ober-Cammer-Herr , Statthalter desHertzogthums Limburg, und Ritter des güldenen Vliesses; er-hielt aber, da er wieder in Franckreich gieng, von seinem Kö-nige die Hertzogliche und von dem Kayser die Reichs-Fürstlichewürde. Er selbst war einer von den berühmtesten Generalenseinerzeit, und legte an. 1646. durch die eroberung des bestenschlosses Mardick, wie auch in der schlacht bey Lens an. 1648.sonderliche ehre ein. Er starb an. 1681. unvermählt in einemhohen alter, und setzte, als der letzte feines geschlechts, denMarggrafen von Thianges aus dem Hause Damas, ungeachtetihm derselbe mit keiner bluts-freundschafft verwandt war, zuseinem erben ein. genes!. 6sil. k. II. rom. I.XXXVI.
Gorskius, (Jacobus) LrMäisconus zu Gnesen, Lsno-MLU8 und vornehmster Priester zu Cracau, wie auch Vice-Cankler und kroLllor auf der Academie daselbst. Er war ineinem flecken in der provintz Masovien in Polen gebohren,und machte in den sprachen, in der Theologie und in der Iu-risprudentz grosse progressen. Seine Verdienste brachten ihmverschiedene wichtige ämter und gute Lenssicis zuwege, auchwar er einer der berühmtesten auf der Academie zu Cracau,allwo er die Zurs lehrte, und daselbst den 17. jun. an.158?. starb.Er hat geschrieben : äs Illu legitimo Lnsksrilki-e ; äs ksstore ;äs ksptilmo krMäsüingtorlMi; Lrulium Isu änlmsä^erlronemin Tkeologas X^ürrembsrg.; krTMUnitionem säverfus inls-nurn äognis frsnclien Lrisni ; ViÄorlsm Xegis Ltepksni;LrTÜsntMmorum kolonorum Lpiltolss, Ls. in
sieg. kolon. p. ; 6. Wr/r»r, rbestr. Lc.
* (Zortyna, Gortyn, Gorrys , Gortynis, war vor.
reiten eine berühmte Bischöffliche stadt in der insul Candia. r.
XV. 2;. , Iliss. nst. IV. 12. XII. i. 7V«-
r>. z6;. . vsrisruin kill. XII. ir.
, Irosä. V. 8a. , XXXVII. 60. , XXII.
y. , XXXII. Jetzo ists ein geringes dorf, ungefehr
2. Teutsche weilen vom berge Jda. Sie war in den uraltenzeiten eine sehr berühmte stadt, die mit Gnossus um den Ver-zug stritte, und so gar zu Homeri zeiten wohl bekannt, nIliaä. II. izz. Sie lag an dem fluß Lethäum , der siegantz durchstoß, in dem mittelländischen Creta, und war vondem Libyschen meer 90. stadren entfernet, hatte einen HafenLebene und eine Niederlage Metallum. Sie hatte zu Homerizeiten eine ring-mauer, in nachfolgenden zeiten aber wurde siederen beraubet, und als der Konrg Ptolemäus kbllopstorselbige wieder aufzurichten vor hatte, konnte er sie nicht wei-ter als auf etwan 80. stadien fuhren. Eustathms sä vionv-fmin ksrisget. V. 88. schreibet, diese stadt Ware von Tauro, ei-nem Könige in Creta, welcher die Europam geraubet, er-bauet worden, dem aber Pausanias VIII.,;;. widerspricht, in-dem er saget, daß sie einer von den söhnen Tegeatä, mitnahmen Cortys, der dahingereiset, erbauet,, .und sie von sichbenennet, dergleichen seine zwey andern bruder, Cydon undCaträus, mit den städten Cydvnia und Caträus gethan hatten.
gor gos
da- dil Lrümstt tl>V «lchl Atvnem vor einen söhn Rhadamam
Doch führet er auch an, ^_
den wollten , sondern Gortynem vor einen söhnwie Cydonium vor Mercurii und Caträum vor MM^
isE
wie Cydonium vor Mercurii und Caträum vorausgeben. Die einwohner waren wie die meisten Al.bogen-schützen. mersm. VII. 7; 8- fo-
III. 186. VI. 214. X. x^72y. 7;i. 7Z2-7 N-orb-
Lauf. Hon. IV. ' hje
roi. Die einwohner hatten einsmais vo^ jh,Gnoßier ihre nachkamen zu bekriegen, hatten aucy M ,^r.
Ivkiüor. II.ant. II. 14
ren äcker ihnen entnommen, und den Rauciern zugc,"''' ße, exserpt. liegst. XfV. Allein hernach wu jk^llwieder mit ihnen gute freunde, und wendeten sichgemeinschafftlich selbst wider die Raucier, so gar, dav >auch verschwuren, nicht eher zu ruhen, bis sie Ram«'bert hätten. excerpt. liSgat. Larrz>. sä
bsiä. III. 587- V. ;6i. Sie hatten im gebrauch , /
cher, die sie auf frischer that angetroffen, mit wolle zuund zeit lebens vor unehrlich zu halten. >
«iro, genial, äier. IV. r.
* Gortyna, oder Gortys, vor zeiten eine stadt in öe ^
vintz Arcadia der halb-insul Morea, am stuß GorWuvon ihr den nahmen bekommen. Pausanias V. 7-/V,,, E27. 28. schreibet, sie wäre zu seiner zeit nur ein c«'dorf und in der gewalt der Megalopolitaner gewc>„' ai.irnot. orb. antigui II. 1;. §. 551. Jhk WtNGortys, ein söhn Stymphali, von dem sie auch den ^bekommen. , VIII. 4. Doch wollen heB
Kühn , aä k. I. lieber Gyrtos lesen , weil nicht ane« j,, I.Homero Ilisä. L. 7; 8 - Apollonio är§on. II. ;7-^^HiEund Ptolemäo 6 eogr. III. eine stadt in dem Stomps MThessalien mit nahmen Gyrtone sich fände, sondern,von Strabone IX. p. 671. Gyrton in Parrhacboca Mgenennet würde. Doch wird das letztere argumenr >viel beweisen , weil Strabo 1 . s. von einem orte reo» ' ^ h,erThessalien bey dem bekannten ort Tempe gelegen gewe>aber von einem in Arcadien gehandelt wird.
(8ory, eine kleine stadt in Georgien, liegt auf eiu^ chzwischen 2. bergen an dem flusse Kur, wobey zu naw' stehst^was erhabener Hügel ist, auf dessen spitze eine M >'die von gebohrnen Persianern bewachet wird. S« II"währenden Oeorgianischen kriegen um das jähr 1670- ^, B.stam Kam, der Persianischen armee General, eroavon einem NWonario Augustiner-ordens , so sich ^ yvn ^aufhielt, der grund-riß dazu gemacht. Well sie devue ^tur und durch kunst vest ist, so liegen nicht über rof-. '^elEbesatzung darinnen. Die einwohner sind allesamtund sehr reich. Man kan daselbst alle zu dem mem^o;^den nothwendige dinge sehr wohlfeil haben.äs kerfe. , .
Gosen , war der nähme eines zu Egypten gAÄstg r>^sehr fruchtbaren landes , welches Pharao , m stUe / ÄePatriarchen Josephs, den kindern Israel emraum ^ mworinnen dieselbe 4;». jähr, nemlich bis auf f« >,
Welt 24z;. geblieben. Gosen hieß auch eine stadtin dem gelobten lande, welche Iosua einnahm / "I v. .zu dem erbtheil des stamms Juda schlug. 6'E ^
XI.VII. VIII. IX. XII. X. 4l- Xl- vB
Gosen, oder Rußische kaufleuthe, werden AsierEdem Czaar in wichtigen Verrichtungen gebraucht, 'den Umgang mit fremden nativnen öfters eme ^ ^schicklichkeit erlangen. Vor zeiten durften sie oymspecial-erlaubnis nicht ausser landes handeln. SMir'ch
Gosius, (Martinus) ein Nechtsgelehrter vau^und^in Italien, welcher des berühmten Jrnern dm^Meuner von den ersten, welche über das fus ^
commentarien gemacht. Er war des Kayser» A „ ruh»'und erwarb sich um das jähr n;o. einen E Meben selbiger zeit, als Bulgarus berühmt ^'dielehre er nicht überein stimmte, dahero auw L üsthRechtsgelehrten getheilt waren, und die es m« sicher ^wurden Ooiisni genennet, wie Cvnus bezeuge» / ^ ^
anführet, daß Gosius nebst seiner samilie, wen Griebe»Gibellinern gehalten, aus seinem vatterlande » ^
den. , vott. Lologn. äi leg. csn. e c ' .^^schwA
Goslar, eine freye Reichs-stadt in dem ^
schen gebieth an dem flusse Gosa, bedeutet so so detL jst.an der Gosa. Sie liegt an dem berge Rahm» ^ ei^mels-berg genannt wird, welcher an bley um > § M»^
Es soll vor zeiten an diesem ort ein alt lage^ heG^hs-mühle gestanden seyn. Kayser H-nricusl-hak > m. a^ x,bauen angefangen, die Kayser Henncus II- »" Hjftten vsden sie zu einer rechten stadt gemacht. sie "
alten Kayser daselbst zum öftern auf, und den", M/sTeutschen Pfaltz-städte mit gerechnet wordeu,eine Königliche bürg und etliche geistliche 0 ElitenHsind. Sie ist wegen des in den historienalfoge^^,.„srischen blut-bades bekannt. Denn als Kayser peri°6z. die Pfingsten zu Goslar h'e"' ^"^MerastlA xFvon Hildesheim und der Abt von Fulda, wbey dem Churfürsten von Mayntz sttzen sollte.