Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Henrico. Er wa» Fulconis Nerrä söhn , von der Hildegard!,und obigen Gottfrieds enckel, gebohren an. 1006. Seine Mut-ter beredete ihn, Wilhelmi V. Hertzogs von Guienne wittwe,Agnetem von Bourgogne, zu ehlichen. Ob er gleich noch jungwar, führte er doch wider Wilhelmum VI. Grafen von Gmen-ne und Poitou den krieg gar glücklich, indem er ihn an. ioz;.überwand. Er tödtete Eudonem, Hertzog von Gafcogne, vordem schloß Mauze in dem lande von Aunis an. roz y. und ge-wann über Thibaldum III- Grafen von Champagne, an. 1044.eine herrliche victorie. König Henricus I. als er ihn in seineDienste genommen, vertraute ihm alle feine affairen, und be-diente sich seines raths. Es wollten ihn zwar einige mißgünstigebey dem Könige verkleinern, allein er wußte sich durch seine klug-heit wohl heraus zu wickeln, und diente ihm allezeit treulich.Endlich, da er der Welt überdrüssig war, gieng er in die AbteySt. Niclas zu Antwerpen, und starb darinnen an. 1060. Erhat verschiedene geistliche Häuser gestiftet, als die Abteyen vonder heil. Dreyeinigkeit zu Vendome, Nouzieres und St. Peterzu Angers, in ckron. O« L bitt.

ä'änjou. lnü. äes Nin. ä'Ltst.

Gottfried V. genannt Plantagenet, Graf von Anjou,war Fulconis V. Grafen von Anjou und nachmals Königs vonJerusalem, söhn, von feiner ersten gemahlin Erenburga, welcheandere Sibyllam nennen, Hertzogs Eliä von Maine erbin. Alssein vatter an. H27. nach dem gelobten lande gieng, trat er ihmdie Grafschafften Anjou und Maine ab. (s) Nach diesem warder auch Hertzog in der Normandie, durch seine gemahlin Ma-thildis, Königs Henri« I. aus Engelland einzige Printzeßin ,Kaysers Henri« V. wittwe. (b) Eden wegen dieser gemahlinwollte er nach dem tobe seines schwieger-vatters, der ihn überdiß auch im testament benennet hatte, in Engelland succediren,ward aber von Stephans, Grafen von Boulogne, davon ver-drungen, (siehe Stephanus, König in Engelland) und starbdM7.sept. an. ir;i. im 41. jähre seines alters, hinterlassendHenricum II. nachmals König in Engelland. (c) Gottfriedder VI. sein anderer söhn, starb ohne erben; wie auch Wilhelm,welchen einige mit Hamelino confundiren, der nur sein natür-licher bruder war. Gottfrieds leben hat ein alter smkor be-schrieben , welchen Laurentius Bouchellus ediret hak (s) ä/ae--ös», sä sn. 1127. (b) Hoveäe». säsn.1128.

O/ceeo, abbrev. csiron. p. zog. sä sn. 114z.

(c) c?l>7o». sä sn. 1251. cke Drce/o, p. ;ic>.

äs sä ä. s.

Gottfried der I. Graf von Bretagne,, war Conani I. söhn,welchem er an. 992. succedirte. Er nöthigte Berengarium,Grafen von Nantes, ihm wegen selbiger Grafschafft zu huldi-gen , stiftete die Priorey zu Livre, und starb, als er nach Romgehen wollte, den 20. nov. an. 1008. Er hatte Richardi l. 8s-jüoris, Hertzogs in der Normandie, älteste tochter, Hedwiggenannt, zur gemahlin, aus welcher ehe entsprossen Alrmus II.genannt äs Rebru, Graf von Bretagne; Eudo, Vicomte vonPorhoeet, welcher nach feinem bruder Bretagne gouvernirte,und 7. söhne, die sich in den Historien bekannt gemacht, hinter-ließ ; und Adelheit, Aebtißin von St. Georg zu Rennes, so an.1067. verstorben. äe /«mreZe,. L« L?/bk-

»e, bist. äe blormsnä.

Gottfried der II. aus Engelland, oder der VII. unter denGrafen von Anjou, zugenannt der schone, Königs Henri« ll.aus Engelland und Eleonora von Guienne söhn, gebohren an.i i 58. Er wurde durch Vermählung mit Constantia, ConaniIV. tochter und erbin, Graf von Bretagne, starb zu Paris den19. aug. an. n86. und liegt in der Arche äs Mere-Vame be-graben. Er hatte einen Lottlmmum, nahmens Artus, welchenfein vetter, Johannes ohne land, elendiglich hinrichten ließ,und eine tochter, nahmens Eleonoram, so an. n84> gebohren,und an Leopoldi, Hertzogs von Oesterreich, söhn vermählt war.Sein vetter, Johannes ohne land, hielt sie eine gute zeit ge-fangen, und stieß sie nachmals in ein kloster zu Bristol, worinnensie an. 1241. starb. iickatti>E üoveäKE.

Gottfried der Däne oder Normanner, war Siegfriedsbruder, und hatte mit selbigem grossen schaden in Frankreichgethan. Carolus Lrsssus aber nöthigte sie sich zu retmren. Sieg-fried gieng mit 40006. mann wieder zurück, Gottfried aber ver-langte entweder aus interesse oder aus devotion getauft zu wer-den , da denn der Kayfer auf alle weise ein pathe seyn wollte,und ihn darauf mit einer natürlichen tochter des Kaysers Lo-thar« von der Valdrade vermählte, mit welcher er zum heu-raths-guth 8°oc>o. pfund goldes nebst dem Hertzoqthum Frieß-land bekam. Nachgehends aber geschahe es, daß der Kayferauf ihn höchst ungnädig wurde, w«l er ftinem fchwagek Hugoniin feinen prätensionen auf Lothringen beystunde, und daher»seiner gern los seyn wollte. Zu solchem ende lockten ihn derHertzog von Sachsen, Henricus I. und Gurttebertus, Ertz-Bi-schoff von Cöln, unter dem vorwand einer conferentz auf einejm Rhein gelegene insul, und ermordeten allda beydes ihn undalle andere Personen, die er bey sich hatte. Hugo aber, welcheraus treu und glauben nach Jotnville gekommen war, wurde inarrest genommen, seiner äugen beraubt, und in die Abtey St.Gallen, nachgehends aber nach Prüm gethan,se»^.

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Gottfried , Graf zu Holstein, der erste, von dentmanwisse Nachricht hat, wiewol es unbekannt ist, aus ^

schlechter gewesen. Als die Wenden an. no6. mfielen, wollte er sie vertreiben; indem er aber auf mehrere" ^schafft wartete, begegnete ihm ein bauer, dem die W?n. M,e-weib genommen. Weil ihn nun dieser als einen f«ge» ^ral ausscholt, gieng der Graf ohnerwartet seiner arme ^wenigen auf die feinde, kam aber im scharmützel um. ausnem tobe ward die Grafschafft Holstein an AdolphuM g.dem Schaumburgischen geschlechte gegeben. Ae/-»-»«-

81svor. üb. I. c.;;. z 6.

* Gottfried, zugenannt der bucklichte, ein AWilge-Lothringen, der dritte dieses nahmens, bemächtigte M u^f.walt der Grafschafft Holland, und ward der neunte A l.Dann er vertriebe Robertum, welcher die wittwegeheurathet, und samt derselben die vormundschafftderjahrigen Ander desselbigen auf sich genommen hatte.fried hatte Holland fünf jähr lang in seiner gemalt. ^ Aiswurde er an. 1075. jämmerlich um das leben gebraw ' M,er zu Antwerpen einsmals seine nvthdurft verrichten Er-warb er von hinten her durchstochen, daß er wenig ge-nach starb. Einige sagen, diese that sey durch einen fMs,schehen, andere, durch einen von der leibwacht Gouh^o-welcher von Roberto bestochen worden. Hieraufricus V. Florentii söhn, wieder zu seiner vätterlWnschafft. , csiron. Ilollsnä. Groß allgemein

Lexicon.

Grafen von Brabant:

* Gottfried I. Graf von Brabant, beygenanntderu"oder der grosse , war der andere söhn Henri« II-

Loven, und folgte seinem ältern bruder, Henrico IU- a>' ,,o>«in der regierung. Er that dem Kayfer Henrico IV. as-bey der belagerung von Limburg kriegs-dienste, undno6. von dem Kayfer Henrico V. zum Hertzoge von - AstcuLothringen, wie auch zum Marggrafen von Antwy>mlet, nachdem der bisherige Hertzog von Nieder-LothrE'^ i>-ricus, Graf von Limburg, der es mit dem Kayfer Hen Egehalten, war abgesetzt worden. Es vermeynte zwar^tfiBLimburg in der stadt Aix vesten fuß zu behalten; allembrachte lhn dahin, daß er diesen ort an. 1107. mit hum,^ k»seiner gemahlin und kinder, mit dem rücken ansehen M"'„ Adenn Gottfried sich einen Hertzog und Marggraft»yEthringen, wie auch Grafen von Löven schrieb. rm

hielt er es an. 112;. mit den Fürsten aus Schwaben w vKayfer Lotharium, der ihm davor das Hertzogthmn Asi-quisat wieder entzogen, und Valeranum, Grast» ^ es 7-bürg , damit besiehe. Dieser besaß es bis an. " hjeEKayfer Cvnradus III. Gottfried käuflich überließ, 'Diesan. n;9. den 2;. jan. das zeitliche gesegnete, und in ^,,1,Afflighem begraben wurde. Er hat nicht nur dieser wiEunterschiedlichen andern Gottes-Häusern viel gutessondern auch an. n;i. diePrämonstratenser-Abtey 7.vsms äu ksrs ohnweit Löven gestiftet. , rS-^

Lrsb. tom. I. liv. IV. c. i. csiron. vus. '

29. Lar/, snnsl. Luc. Lrsb. csiron. ^ '

^snssl. tom. II. x. 786. »hklN^^

* Gottfried II. Graf von Brabant, Hertzog voEch, Uwte auch Graf von Loven, und Marggrafvon

genannt der jüngere, war der älteste söhn desGottfrieds I. von dessen erster gemahlin Jda , Alberu vfen von Namur tochter. Er nahm dem GraftnL^ ghceeLimburg, Valerani söhne, der ihm das Hertzogth»Lothringen streitig machen wollte, die stadt St. Uo» p,eweg, und gieng von bar nach Aachen, woselbst dger den eyd der treue schwören musten. Er befaso'^ ^diesem jähre zu Worms an dem Hofe Kaysers Com" Archestarb an. 114;. worauf man ihn zu Löven in 07 ssPetri beerdigte. sbron. c. ro. tow-

Lrsb. tom. I. liv. IV. c. 2. feg. , bist- 8^

k- 787- «on Lotl-L

Gottfried AI. Graf von Brabant, Hertzog , heYgeE^gen, Graf zu Loven und Marggraf zu Antwerpe n ader herlzhaffte, war des vorherstehenden GW von^'Mster söhn, von dessen gemahlin Lutgarde, Gf5,.na beE!7sund Dachsburg. Gleich nach angetretener reglecu^ Av ^er an. 114z. nebst seiner Mutter, die Geistsime" ^zN^> ^

zu Bygaerden, und an. 114;. bestätigte er alte 0 M' ^geschehene schenckungen und freyheiten. AN. ^eile»den Herren von Grimberge ihr schloß., i? L m niclss^ „nycrBrüssel gelegen, weg, und machte es gantzsieLs.^ern/nü;. hielt er es mit Theodorico, Grafen so» §ver ^Florentium III. Grafen von Holland, braE„ufEjhgdaß sie sich an. 1167. mit einander vertrugen. A ,velcy^ ASmit Balduino IV. Grafen von Hennegauv rr'" ^hurg' ^

an. 1170. mit hülffe Henri«, Grasen von v O,.< ^

Carnieres ohnweit Trasignies aus dem selbe jm« .^pen ^baute er die stadt Hertzogenbusch, übergab Ü»

seinem ältesten söhne, Henrico, die reglerung, f1190. den 10. aug. ohngefehr64. jähr alt, w" ^

der Arche St. Petri zu Löven beysetzte. «